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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-10-12 · 39 (12.10.1917) · page 2

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
39 (12.10.1917)
Date
1917-10-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sette 634 - Dr. BWÄi's WMenMrist ' Nr. 3» Da zur Erreichung der genannten Ziele an einen Bau Ln die. Breite, -innen, wie gesagt. amphitheatralisch ohne Säulenwerk und andere Schällfänger, zu denken und die Orientierung^ Nach; Osten (Misrach) von Vornherein gegeben ist, bleibt die Wahl: Ausdehnung nach der Praterstraße oder nach der Ferdinandstraße. Fm ersteren Falle, der wohl vielen als der . einzig diskutable er- . scheinen durfte, gewänne man ein prachtvolles Entree, einen bequemen Vorhof,. einen freistehenden Bau, der zur Geltung MMe, während die Frühere Lage unser^ Tempels chn nahezu um die gesmnte Wirkung. seiner Schönheit brachte. Allerdings müßte alsdann das eine Amtshaus Mit der" Lehranstalt fallen, das ja ohnehin ein eigenes Heim anstrebt, und es Mußte der Nestroyhof . miteinbezogen werden. Sollte letzterer Punkt unüberwindliche Schwierigkeiten bereiten, so bliebe allerdings nur die Einbeziehung beider Seitenbauten übrig, und . es wurde ein Ausweg nach Osten zu suchen sein. Daß alle eingangs angeführten Mängel des alten Baues im neuen 'beseitigt werden Müssen, versteht sich von selbst. Diese Bemerkungen erheben natürlich keinerlei Anspruch gus .fachmännische Bedeutung. Sie sollen nur in großen Umrissen bezeichnen, was« als unumgängliche Anforderung an den Neubau sich in den nächstbeteiligten Kreise» 'ffiSjlfeat. macht.' Das' erste und wichtigste blecht: Geld, möglichst viel .Geld! Um auchi nur die dringendsten (dieser Wünsche erfüllen zu können, brauchen wir Millionen! - * *• * Richtigstellung, (Zur Rede des Präsidenten Dr. Aisred Stern rn der Sitzung des Aktionskomitees für den Wiederaufbau des ^Leopoldstädter Tempels.) In dem in der vorigen Nummer unseres Blattes an erster . Steile veröffentlichten Berichte über die Sitzung des Mionsv komitees für den Wiederaufbau des Leopoldstäoter Tempels wurden bei Wiedergabe der Rede des Präsidenten Dr. Alfred Stern infolge eines bedauerlichen Verstoßes in der Druckerei zwei Absätze verschoben. Obgleich die Leser diese Verschiebung wohl selbst bemerkt haben werden, sei dennoch richtiggestellt, daß der Absatz „Als die Stiftshütte" usw. unmittelbar nach dem mit den Worten „auf den Bau der Stiftshütte zur Zeit der Wüstenwanderung" schließenden Absatz zu setzen ish. Die weitere Reihenfolge der Absätze bleibt dieselbe. * ■ * - In dem Bericht über die bisherige Tätigkeit des Komitees für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels in Nr. 36 der „Oest. Wochmschrift" mutz es 'heißen: Schriftführer; Herr Gustav Planer (nicht Stellvertreter). , ' * -i- Dem Komitee für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels silw zugekormnen: ' II. Spendenliste.^ Firma Theodor Schrecker Kr. 5.000.— Herr Alois Daußch „ 1.500.— Herr Viktor Tiring „ .1.500.— Herr Wilhelm Stöckler ,, 2.000.— Herr Bezirksrat Max R-übner und Frau „ 1.000.— Firma Josef Säbors'ch '& Söhne ., 10.000 — Firma Heinrich Klinger „ 10.000.— Herr k. k. Kommerzialrat Julius Freund „ 3.000.— Firma Moritz Waldmann '<£ Bruder „ 3.000.— Herr Wilhelm Kux, Direktor der Eskompte- Geseftschaft „ 5.000 — Herr Leopold Waller . - . „ 1.500.— Herr k. jk. Kommerzialrat Jacques Marchfeld „ 2.000.— Herr l'f. Kommerzialrat Moriz Kohn - „ 2.000.— Herr k. k KomMerzialMt David Fanto ,, 10.000.-^ Herr kaiserlicher Rat.. Julius -Keumann'. „ 2^000.— Herr Siegmuud Löwy. Direktor der Creditanstalt / „ 3.000.— Herr Em. RauMänn, Direktor der Credit- .. anstatt .. „ 1.000.— Herr Johann Korst „ 1.000.— Firma Ludwig &. Heinrich- Blau „ 1.000.— Firma Josef Brukner .& Söhne „ 5.000.— Herr Dr. I.- SchwarzMann ,, 2.000.— Herr Moriz Löwy - 2.000.— Herr Albert Mayer „ 5.000.— und weitere große Spenden, welche gezeichnet wurden, jedoch erst nach erfolgtem Kassäeingang - ausgewiesen werden. Gedenktage. Salomo Jehuda (Löb) Rapopört (gestorben 16. Oktober 1867. in Prag). Hirsch (Heinrich) Grätz (geboren 31. Oktober 1817 zu Xions, Proo. Posen). \ .i. .. ' . . GroßM Gewaltiges vollzieht sich' vor unseren Augen, die Gegenwart hält ans ganz in ihrem Banne. Wir erleben täglich Weltgeschichtliches, so daß unser Blick kaum Mehr der Vergangenheit sich zuwendet. Neues bereitet sich, vor, aus den Trümmern des Krieges' wird eine neue 'Welt erblühen. Auch für uns Juden, die wir so tief in der. Vergangenheit wurzeln. Und doch, : gerade jfüjr uns! gilt das Wort: Wir . fangen nicht an, mehr als jedes andere Volkzehrem wir -am Erbteil der Mter. Daher lassen wir uns durch die mächtige Gegenwart nicht ganz uzrser Auge verschleiern für. die großen' Leistungen der Vergangenheit und die > Tage, an denen unsere wahrhaft. Großen das Licht der Welt erschauten oher^aus dieser Welt des Scheins schieden, sie werden sich, wie nrit heiligem Oele gesalbte Mark- und Merksteine sauf dem' Wege unserer geschichtlichen Entwicklung piizerstörbar erheben . < ' Die,protestantische Welt feiert in diesem Jahre -das Fest des Gedenkens''an. die vor 400' Jahren erstandene Reformation Luthers, Oesterreich; kann aus 50 -Jahre zurückblicken, da seine Staats'grundgesetze bestehen und so ist denn dieses' bedeutsame, wahrhaft weltgeschichtliche Jahr ein wirkliches' Jubiläumsjahr. Und. für uns? Auch wir-gedenken, in diesem Jahre der Männer, die unser Judentum erneuerten. IHM neue Wege, neue Ziele anwiesen. Aus Trümmern neue Gebäude aufführten, Richtung sanweisend eine neue Gelehrtenschar schufen. Schon der.6. Februar dieses Jahres bedeutete für uns einein solchen Gedenktag, der Tag,?ün dein vor 50 Jahren Salomon Munk zu Paris' die Augen für immer geschlossen.' die des Himmelslichtes schon im Leben beraubt waren, er, der den „Führer der Irrenden" des gewaltigen Maimonides zuerst/ nach deM arabischen Originale, heräusgegeben, ins Französische überscht und erklärt -hat, er, der jener Gesandtschaft ängehörte, zu dar auch Eremieux und Montefiore zählten, die gegen die Vergewaltigung per Juden in Damaskus aus Anlaß , der verruchten iBlutanklage im Jahre 1840 mit vollem Erfolge auftrat. Munk, Cremieux, Montefiore, wie schlägt das jüdische Herz.höher, wenn wir der GeisteÄhelden gedenken, deren jeder ein Wahhzmchen bedeutet, für unser Volk, das' nicht untergehen kann, so lange es' solcher Männer sich rühM. Ein Gedenktag! für. die jüdische Geschichte "und unser Geisteslehen war der fünfzigste .Todestag SaloiNo Munks, zwei Gedenktage fallen, in den Oktober dieses' Jahres: -.der 5 0. Tb destag Juda Löb' Rapoports, des Vaters der Wissem Fchaft/des Judentums/ und der 100. Geburtstag des «ersten jüdischen - GeschWsschveibers/ als -den wir,, wohl mit vollem Rechte, H i r s ch G r ä tz> bezeichnen können. Wissenfch;äftlichtz Lebensbefchreibuugen dieser beiden

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