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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-09-21 · 37 (21.9.1917) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
37 (21.9.1917)
Date
1917-09-21
Page
– (sequence 8)
Language
German
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..'Seite 608- Dr. BLoWs Wochenschrift Nr. 37 Kaiser, welchem er vorgestellt wurde, erhielt. Zugleich, wurde er auch tzum Zugsführer befördert. Einige Tage später wurde er leider verwundet in das Spital abgeführt, wo er dann starb.;rjf Ich versichere Sie, daß das Bataillon durch den Tod Ihres Sohnes den Abgang eines. seiner tüchtigsten (Unteroffiziere. be- Rauert und er für ewige Zeiten'in der-Geschichte des Regiments genannt sein «wird. Nehmen Sie dies als Trost für Ihren schweren Schicksalsschlag, eingedenk, jdatz auch vielen, . vielen anderen Müttern und Vätern dasselbe beschieden war. Er fiel am Felde der Ehre. Sie können stvtz auf .Ihren jüngsten ( Sohn sein. Bei dieser Gelegenheit snein und aller meiner Offiziere innigstes Beileid übermittelnd, stehe ich gern zur weiteren Verfügung. Achtungsvoll Böhm, Major, Kmdt. des i» Jnfanteriebataillons. Kekdentod des LevlnanL I. Klein. Leutnant Klein ist! .am! 9. August in Kolomea seiner Verwundung erlegen. Er hat Noch als Feldwebel sich an der russischen Front die kleine, silberne Tapfere keitsttredailleferworben. Leutnant Klein, der vor Aus- . bruch bes Krieges^ an der Wiener Techn. Hochschule studierte, war bestrebt, die hebräische Sprache in Wort und Schrift sich anzueignen. Er war der Stolznicht nur seiner Eltern, sondern auch all derer, die ihn kannten. Er war ein strcMÄnerschneidiger Soldat, und ein ehrlicher, guter Jude. Seine, irdischen Ueberreste sollen, sohm die, militärischen VerhÄtnisse es' gestatten, nach Pakpac^ MerWrt'cherden, uM in heimatlicher Erde zu ruhen. Leutnant Mein war noch! keine 23 Jahre alt. Ein > fungerer Bruder von ihm weilt Mt einem Jahre in russischer Gefangenschaft und ein noch jüngerer Bruder ist gleichfalls seit zwei .Jahren eingerückt; der Vater selbst ist! auf unbestinünte Zeit beurlaubt. Nachstehenden Brief hat der Major des Verblichenen an. dessen Vater in Pakrac .gerichtet: Feldpost 365, 31. Juli 1917« . , Euer Hochwvhlgeboren! --- --- Durch eine Verwundung bchindert, ersuchte Mich Ihr Herr Sohn Josef, Leutnant beim königl. ungar. Feldhaubihregiment 42, Batterie 2, «Ihnen dies mitzuteilen. Ihr Herr Sohn ist schwer/ doch nicht lebensgefährlich foerletzt, Er erhielt >in. tapferer Erfüllung seiner Pflicht als Ärtillerieaufilärer in der Schwarmlinie einen Streifschuß «m Kopf und an der Brust, beide Schüsse erregen kehne Bedenken, das eine Bern ist jedoch stark verletzt. Ihr i^err Sohn befindet sich in guten Händen, .derzeit in der Divisivns- Smntätsänftalt, und wird bei nächster Gelegenheit in ein Spital ins Hinterland gebracht werden. .Ihr Herr Sohn, den ich schon aus der Wnjährigenschule .als braven Menschen und guten Soldaten kenne, hat sich während des ganzen (Feldzuges vorzüglich und tapfer benommen und meist als Aufklärer, freiwillig sich Meldend, hervorragend gewirkt. Ich hoffe, datz auch bald ein sichtbares Zeichen der Anerkennung seine Tapferkeit und seine Verdienste belohnen wird. Der Wertschätzung Ihres Herrn Sohnes seitens aller Angehörigen der Brigade können Euer Hochwohlgeboren gewitz sein. Mit dem Ausdrucke meiner Hochachtung verbleibe ich'Euer Hochwohlgeboren ergebener;'; So stari c, Major, , beim - 42.' F.-A.-Brigadekommando. Damen der auf dem jüdischen IriedHofe in Iriest öeerdigLen MtiLärpetsonen. \! 1916. 4. September: Jsak ,Gepert, 29 Jahre alt, verh., Lemberg, Feldjägerbataillon 9/1. ' » 8. September: Osias Rosen, 19 Jahre alt, ledig, Bus? ' (Kamionka, .Galizien), Jnst-Reg. 80/2. 15^ September: Moses K alp er n, 20 Jahre alt, Sokoliki (Lemberg). - 19. September: Moses Josef Sternberg, 25 Jahre alt, Kainionka Sfrumilowa (Galtzien), Jnf.-Reg, 80/6. > -Jakoh iWeitHorn,/fJnf.-Reg. 30/3. . .:• - 23.' Septenüber: Nuchim B e t t s o r t, 21 Jahre, alt, Lemberg, Juf.-Reg. 80/10. ' . Moxitz (Moses) Singe r, 21 Jahre alt, Lemberg, Jnf.- Reg. 27/6. / ' 4. Oktober: Josef S teinberg er, 22 Jahre alt, Falpas Kißjenö (Arad, Ungarn), jJnf.-Reg. 2, 4. ' Komp. 12. fOftober: Israel Ai H, 22 Jahre alt, Jaryc^rw nowy (Bezirk'Lemberg), Jnst-Reg. 30/7. 1. November: Heinrich Bur k er, 20 Jahre alt, Lemberg, Kadettaspirant im Jnf.-Reg. 30, 4/XXIII. Marschkomp. 21. November?Mernhard/D o l i n g e r, 28 Jahre >alt, Jablonka nizna (Bezirk Turka, Galizien), Jnf.-Reg. 77, 1.> Komp. , . 22. «.November: Markus Engelmaye r, 34 Jahre, .»alt, Turka, Stryi (Galizien), Jnf.-Reg. 77, 1. Komp. ifi j. . / _ - . ' 1917: ■ ■%[- , V 8. AprilOskar Weiß, .25 Jahre alt, Brod (Slavonien), Korporal im F.-H.-A Batt. 3. , 26. April: Samuel Meller, 38 Jahre alt, Lemberg. 10. Juni: Manos Elie B i zum, 31. Jahre alt, Toporow (Bezirk Radziekow). - . 13.'Juni: Arnold Besen, 20 Jahre alt, Lemberg (Galizien), Jnf.-Reg. 7.. Komp. 21. Juni: Lajos (szül) Grünbaum, 19 Jahre alt, Honv.- Jnf.-Reg. 4 sz. . ' . 19. August: Samuel Salomon, 26 Jahre alt, Koloszwar Kolosz (Ungarn), Rechnungsunteroffizier im Jnf.-Reg. Divisionsbäckerei. " Kngkauds jüdische Keeresmannschasten. Eine MW^ DIeMtgtion M!tzord Derby. Die „N. Z, Z." m!eldet.äus London: Die Blätter berichten, daß eine jüdische Deputat i o n, bestehendaus den führenden Persönlichkeiten der Londoner jüdischen Organisationen, bei Lord Derby in Sachen der j ü d i sch e n Bataillone vorqesprochen hat. ' ' Lord Derby hat erklärt, daß die jüdischen Truppenkörper nicht, wie anfangs vorn Kriegsministerium' vorgesehen, besonde r e Ab tzeichen tragen 'werden» sondern daß sie ,wie die'Wrigen englischen Truppen durch Nummern kenntlich! gemacht iverden .sollen.' Hiezu bemerken'die „Times", daß diese Ansicht Lord Derbys im Widerspruch stehe zu den gemachten Versprechungen und der in Aussicht gestellten Hervorhebung des jüdischen Charakters dieser Truppen, die speziell .für die Eroberung! Palästinas gebildet.woroen sind. '• - •''' i; ,!v Eine Vertretung der „HDDkontimission 1915“ und der ,MieKMäWilfe -Mr Palästina" bei Tijem'al Mscha. Bei seiner Anwesenheit in Wien hafte der ftais. ottomanische Miarin^Minister und oberste Kommandant in Syrien und PaKstina Se. ExzelleUz Djemjäl P a sch. a die Freundlichkeit, eine Vertretung der „HrlsskomUrission 1915" und der ^/KriegsspftaMhilfe für Palästina" ' zu emPfangM. Unter, der unUfttteWren. Unwirknng Djemal Pafchas^war den in Palästina ansässigen. Inden aus der Monarchie ein gewisses^ MrtgegenkoMmtzn bewiesen worden, für das!zu danken die genannten beiden Hilfsaktionen die- Gelegenheit wahruahnten.' Auch' erscheint es bei der beständig zunehnkenden Schwierigkeit der Lag^ ihrer Schützlinge in Palästina von anMrordentlichM Werte,. ihnen. das Wohlwollen der obersten RegMungsstelle tM Heiligen Lände zu erhalten.' Seine Exzellenz lehnte in verbindlichen Worten jeden Dank ab. Es sei eine alte Ueberliesernng der ottomanischen Staätsleitnng, - das Prinzip der religiösen ToleMntz zur Durchführung tzu bringen. .In erster Reche gelte die ^Fürsorge der Regierung naturgemäß den eigenen Untertanen ohne Unterschiede des Bekenntnisses, Doch hätten die Juden - aus der Monarchie ebenso wie die deutschen,' als Bum-, desgenossen der Türkei, aufvjede mögliche Berücksichtigüng ein Anrecht-. W sei also nur geschehen, - worauf sie Anspruch erheben dürften. Die' Bitte, auch in Zukunft das Ntenschettfreundliche Werk der beiden Hilfskomitees unterstützen gu wollen/ fand -bei Seiner Mzellenz die gleiche Mündliche Auftrahme.

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