Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 37 (21.9.1917)
- Date
- 1917-09-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Seite. 607 T!r. BLoch's Wochenschrift Känchfen >anfcmgs Juli niit besonderer Befriedigung Kur Kenntnis genommen und .anbefohken habe, daß dies den genannten Regimentern zur Kenntnisgebracht, sowie sämtlichen Truppen Seiner Majestät Wehrmacht verlautbart wverde. «, > . Wenn einst die Historiker die Geschichte dieses furchtbaren Ringens schreiben werden, so werden sie der Schilderung der Taten des heldenhaften Offiziers Moriz Zöld ein eigenes 'Ruhmesblatt widmen müssen. Die am 29. Juni mit furchtbarer Heftigkeit eingesetzte russische Offensive.ist zuw igrößten Teil.dank seiner taktischen Anordnungen >zuM Stehen gebracht worden, und daß die Absicht und-Hoffnung des Feindes^ Brzezany und mit ihm die LeMiberger Kunststraße zu gewinnen, zunichte geworden sind, ist. das Verdienst des Oberst Moriz Zöld. Hach dreitägigem Trommelfeuer ging der Feind Mm Angriff Mer; es gelang ihnt auch, .am linken Flügel, an der vielgenannten Lysonia, die.Front einzudrücken und ungefähr 500. Meter bis zu unserer vierten Verteidigungslinie vorizurücken. Wer unsere, tapferen Honved schlügen ihn in fünf Angriffen zurück und zwangen ihn, in seine. früheren Stellungen zurückzugehen. Irr dieser Schlacht war das'Regimentskommando in größter Gefahr. Es kam auch der Befehl, daß das Regiment sich zurückziehe, aber / -Oberstleutnant Moriz Zöld blieb auf seinem Platze, er wollte dem Feinde gegenüberstehen, und bliebauch, als die Gefahr am größjten war. So ging er mit gutem- Beispiel voran, yrusterbildend für alle in der . Betätigung des KampfesMutes. Oberst Moriz, Z ö l d wird wegen seiner ausgezeichneten menschlichen .Eigenschaften, wegen seiner Herzensgute, rrrit der er für alle Bedürfnisse seiner Mannschaft sorgt, von allen, von den Untergebenen sowohl nvie von seinen höhergestellten Vorgesetzten als Vater des Regiments, geliebt und verehrt. . . Kekden des Infanterieregiments Ur. Im detachierten . Batailldndes. Infanterieregiments. Nr. wurden, wie „Egyenlöseg". verzeichnet, jüngst «auch die folgenden jüdischen Offiziere ausgezeichnet:; i6 ■ ' . _ ‘ Dr. .Ernst S.ch i d l o ff, Oberleutnant, Signum laudis (geriet am 15. Oktober 1916 bei Kirlibaba in russische Kriegsgefangenschaft);. ’ Alexander SzenLmiklosi, OLecleNtnant, Signum laudis, bronzene Tcchferkeitsntedaille; - Adolf Kadar,' Leutnant, Militärverdienstkreuz 3. Masse und Signum.laudis; . Moriz. Kel euren/ Leutnant, Signum laudis, bronzene TapferkeitsMedaille; . Ludwig Hegedists, Leutnant, silberne Tapferkeits- Medaille erster Klasse Martin' stKlein, Leutnant, .. silberne Tapferkeits- . Medaille 1. Klasse und zweimal silberne Tapferkc.itÄnredaille.2. Klasse; , . I/ Michael L ö w y, Leutnant, zweimal kleine silberne und -einmal bronzene Tapferkeitsmedaille; Schebet B e ran, Fähnrich (Bukowina), silberme Tapferkeitsmedaille, bronzene und die Badener große Verdienstmedaille; ... Josef W-e i sz, Fähnrich, bronzene Tapferkeits- .nledaitte;. V ... Josef R e i ch> Fähnrich, , bronKne Tapferkeitsttwdaille. r. ■ Jüdische Gemeinden im Jetde. Die oberungarische Dis zo l eer Kultusgemeinde besteht wie' „EgYenAstzg" .hepvorhebt, aus 25 Familien, von denen 12 ältere^ Familienväter eingerstckt sind. - Samuel Bück, Landsturmm-ann, Alexander Eisnitz (als Oberleutnant an der Front), Berthold Mr os z, LandsturmMann, Simon G roßmann, Zugsführer (ist seit Kriegsbeginn einer Maschinengewehrabteilung zugeteilt), Hermann I,a k u b o v i t s, LandstuvMmann, GezaK l e in,. Honved (ist seit zwei ^Jahren an . der Front), Alexander z; K r e t s, Landsturmmann, Samuel Miller (macht seit : einem Jahre Dienst), . SaMueh Man atz. (einer Sanitätstruppe zugeteilt) kämpfte als Zugsführer bei.Prze- Mysl; Ignaz Pollak ist seit Kriegsbeginn an der . Front; Julius Stern dient als Arbeiterführer, SaloMon Stern feit Kriegsbeginn bei einem Eisenbahnregiment. Wer auch die Jüngeren bleiben nicht hinter ihren Vätern zurück. Der Kultusvorsteher Armin Grünbaum hat vier Söhne beim Militär: Ferdinand. Leutnant, dient seit Kriegsausbruch, besitzt drei Auszeichnungen und befindet sich seit eineinhalb Fahren an der russisch-rumänischen Front; Ernst, gleichfalls Leutnant, dient als GreuWäger in Albanien und ist seit Kriegsbeginn Soldat; Alfred absolviert gegenwärtige in Losme die Offiziersschule, er ist 18 Jahre alt; Berthold befindet sich in Warschau im Spital. — Albert Ko hu hat zwei Söhne beim Militär: Eugen, Ober- . arzt, Kommandant des Spitals in Graniee; sein jüngerer Bruder An d o r hat in der 10. Jsoüzoschlacht den Heldentod gefunden, nachdem er schon vörhht in den Karpatheukämipfen mit der silb. Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet worden war. — Nr.aek.Gr'ÜA hat ebenfalls zwei Söhne als Soldaten^ welche in russische Kriegsgefangenschaft geraten sind. — Der Kantor der Gemeinde Ludwig Schwarz hat. zwei Söhne und einen Schwiegersohn im Kriege, sämtliche seit Kriegsausbruch. — Da. Markus Schwarz hat feit Kriegsbeginn zwei Söhne beim Militär, von. denen der jüngere, Ern st, vermißt, „wird, während sein Bruder als Arzt während fdines Dienstes am Verbandsplatz in Gefangenschaft geriet. Geza Müller ist gefallen. Nach dem Kode ausgezeichnet. Der Kaiser hat dem während der 10. Jfonzoschlachk gefallenen Leutnant d. R. Adolf Axelrad, J.-R., fürtapferes Verhalten das Militärverdienstkreuz.3.. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern verliehen. Infanterist Iro Wesen. Der Vater des Infanteristen Iro Besen. Herr Osias Besen in . Lemberg, erhielt nachstehendes Schreiben: Euer Wohlgeboren! - - Ihr Schreiben, Welches, mir' Ihren Kummer und die Sorgen verrät, welche .Sie um! Ihren Züngsten Sohn ausstehen, geistern erhallen. Der Krieg hat schon.'in ungezählten Familien tiefsten Schmerz verbreitet, daß gewiß auch Sie, nachdem Sie so. lange von Ihrem Sohne -keine -Nachricht erhalten -haben, sich mit dieser. Möglichkeit verstaut gemacht haben. Es fällt mir daher sehr' schwer, die vielleicht noch, vorhandene Hoffnung ganz zunichte machen zu müssen. Es ist leider so, wie Sie es nicht für möglich gehalten haben. Er ist an den Folgen seiner Verwundung im Feldspital Nr. 1004 in Openna' gestorben. Als echter und wahrer Held trotz seiner Jugend bekannt, - betrauern wir alle. Offiziere und Mannschaft, den .Verlust dieses braven Jungen, dem alle . ihr Herz schenkten. Immer frohen Mutes, immer guter Hanne, ist tzr lmir in manch schwieriger Läge ausgefallen; doch das Menschenmöglichste .leistete er Während der 10. Jsonzoschlacht, während welcher feine Kompagnie nach- Abwehr sechsmaliger Angriffe dxr Italiener inmitten..des Kampfes übermenschliches leistete. Damals zeigte .sich Ar, Junge als ein überall - MWelfenher. tatkräftig einspringender Held und war - ' die ganze Mannschaft nicht nur .seiner Kompagnie, sondern auch der Nachbarkömpagme eines Lobes' und .'voller Achüng für dew jungen Zugsführer. Vom - alletr hörte man nur seinen Hamen nennen. Für sein tapferes, und beispielgebendes, heldenmütigles Erhalten wurde , er mit der grotzen ' silbernen TapfetkeitsmedayH ausgezeichnet, welche -Dekoration er von . Seiner - Majestät dem