Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 29 (27.7.1917)
- Date
- 1917-07-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Teile 474 Dr. Blo,chi's Wochenschrift Nr. 29 Gefahr, die ihn beugen könnte. Seine Brust zieren di: große und die kleine silberne TapferkeitÄnedaille, das Signum laudis und das Militärverdienstkreuz. Dreimal roar er zur goldenen Tapferkeitüniedaille tzingegeben. . .. . Mir gegenüber saß beim Reservebataillon ein junger Hauptmann, verheiratet, Familienvater. Auch er ist krank und nur für Dienste im Hinterland bestimmt. Aber Sommer für SömMer verläßt er freiwillig diesen Posten nnd eilt zu seinen Kameraden an die Front. Bis auch ihn sein Leiden Zwingt, die kühlen, nebeligen Nächte Ostgaligiens zu meiden. Wo solcher Geist die Offiziere beseelt, da kann Erfolg nicht ausbleiben. In ihm liegt das Geheimnis des Sieges und er ist der Adelsbrief, der das junge Regiment 83 würdig zur Seite alten kaiserlich und königlichen Regimentern stellt. Kirchlchner. Weitere Auszeichnungen. In, nachträglicher Würdigung tapferen Verh altens vor dem Feinde erhielt Oberleutnant Dr. Alfred Brau n, J.-R.. das MilitärverdienstkreuZ 3. Klaffe mit der Kriegs-, dekoration und den Schwertern. Oberleutnant Dr. Braun hat im Jahre 1914 in Serbien gekämpft und wurde fchwer verwundet. Genesen, jedoch frontdienstuntauglich geblieben, meldete er sich für den militärischen Kanzleidienst und wurde im Juli 1915 dem ^gemeinsamen Zentralnachweisbüreau vom Roten Kreuz" in Wien Ungeteilt, wo er noch! heute in Verwendung steht. Für vorzügliche Dienstleistung auf diesem Posten wurde er bereits iM Mai v. I. mit deM Ehrenzeichen 2. Klasse für Verdienste uM das Rote Kreuz mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet und erst kürzlich durch das k. u. 1 Kriegsministerium mittels Dekretes belobt. In seinem bürgerlichen Berufe ist Oberleutnant Dr. Braun Professor an der k. k. Deutschen Kaiser Franz Josefs-Handelsakademie in Brünn. Max Rathaus, Leutuant beim k. u. k. Feldhaub.- Reg. „Kaiser" Nr. in Zivil-Beamter der Oesterreichischen Diskonto-Gesellschaft, Wien, seit zwei Jahren an der Front, erhielt im Nov'Änbler 1915 als erster der Batterie für die Bergung von zwei Geschützen vom verlassenen Schützengraben der Jsonzofront die silberne TapferkeitsMedaille 2. Klasse, ferner im Mai 1916 an der ostgalizischen Front die bronzene TapferkeitsMedaille, im September 1916 das Signum laudis und jetzt beim abgeschlagenen Russenangriff an der Front des . türkischen Korps in Ostgalizien den eisernen türkischen Halbmond und ist für das Militärv'erdienstkreuz 3. Klasse Dem Ldst-Evidenzoberoffizial Schie Löchel wurde für vorzügliche Dienstleistung die belobende Anerkennung des LandesberteidigungsMinisteriums ausgesprochen. Das Ministerium hat. dem Telegr.-Werkmeister Nuchim Rappaport das eiserne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der TapferkeitsMedaille verliehen. „Are schönste Auszeichnung, die einem Soldaten zuteil werden kann." Anläßlich der zehnten Jsonzofchlacht — so berichtet „'l^yenloseg" — besuchte Ihre k. u. & Hoheit Erzherzogin Maria Theresia den KoMmandositzi einer unserer an der italienischen Front stehenden Armeen. Zu dem zu Ehren der hohen Frau veranstalteten Diner waren von sämtlichen zu dieser Armee gehörenden Regimentern mehrere Offiziere geladen. Einer der vom Infanterieregiment Nr. geladenen Offiziere war' der mit der goldenen TapferkeitsMedaille und dem Signum laudis ausgezeichnete Leutnant Tibor Gl aß, Sohn des' Budapester Kaufmannes Eduard Gl aß, v'on dessen Heldentaten auch in diesen Blättern wiederholt berichtet wurde und dessen jugendliches Alter mtb selten hohe.Auszeichnung die Aufmerksamkeit. der Erzherzogin auf sich! gelenkt hatten! Die -Erzherzogin ließ sich den jungen Offizier vorstellen und von ihm die Geschichte seiner Auszeichnung! erzählest' die sie Mit Ausdrücken der Bewunderung -anhörte. Einige Tage. später, nach der Schlacht -bei Jamiano, inspizierte Se. Majestät der Kaiser das an dieser Schlacht beteiligt gewesene Infanterieregiment Nr. . Attläßjiich der Vorstellung des Offizierskorps wurde deM Leutnant Tibor Glaß die AuHeichüung zuteil, daß Se. Majestät sich bei ihm für die näheren Umstände, unter denen sich Glaß. die goldene TapferkeitsMedaille verdiente, interessierte. Als Glaß in seiner Meldung erwähnte. daß er die Auszeichünng sich in den Karpathenkäurpsen geholt habe, bemeEe Se. Majestät, daß diese Auszeichnung der schönste Lohn sei, der einem Soldaten zuteil werden kann und verabschiedete sichhuldvoll mit einem Händedruck bvn dem jungen Helden. K. u. k. Mukompagnie 2>85. Einem Berichte des „EgyenWseg" entnehmen wir: In dieser Abteilung befinden sich! acht jüdische Helden, die, allesamt schwer verwundet, vom Infanterieregiment Nr. zu ihrer derzeitigen „leichten" Dienst-, leistung zugeteilt wurden. Sie erfüllen gegenwärtig in den Alpen ihren nicht Minder gefährlichen Dienst. Franz S t-e,r,st Feldwebel,' BerchMesd, rückte ach 1. August 1914 als Reservekorporal/ zu seinem! Regö- Ment ein. Sechzehn Monate hindurch war er in Rüßiland iM Sch!Ützengräben, hat an zahlreichen Kämpfen terlgenoMmen und kam infolge seiner Verwundung durch einen Granatsplitter ins Hinterland. Nach! seiner Wiederherstellung erhielt er an der italienischen Front eine Zuteilung, und zwar zur k. u. k. Baukompagnie ' , wo er infolge seiner eMMN,,-schwieriMt'Müd^pflWhWwußten Dienstleistung alsbald zuM diensthabenden Feldwebel der Kompagnie befördert wurde und Überdies'! W eiserne Verdienstkreuz Mit der Krone am Bande der TapferkeitsMedaille erhielt. Gegenwärtig macht er in den Alpen lauf der Freikofelhöhe beim Plöckenpaßj im Schiützengraben Dienst. Manyhert I e z k o v>i t s, Feldwebel, Privatbeamter aus TiszaMaghoros> Komitat Sziabolcs, rückte am' ersten Mobilisierungstage als Infanterist zuM..Jnsanterieregb- Ment ein und ginjg mit der «ersten Feldkompagnie auf den russischen Kriegsschauplatzi ab. Er nahm an vielen Schlachten teil, bis er schließlich, nach! 14Monatigem schwerem, mühevollem Dienst von einer Schrapnellkugel getroffen, schwer verwundet wurde. Nach! seiner Genesung kam er als Korporal an die italienische Front zur k. u. k. Baukompagnie , wo er als Rechnüngsbeamter Verwendung fand- Bald darauf wurde er Zugsführer und erhielt in Anerkennung feines hervorragenden,, mustergültigen Fleißes das eiserne Verdienstkreuz mit der Krone aM Bande der TapferkeitsMedaille und wurde! gleichzeitig zuM Feldwebel befördert. Auch heute ver-! sieht er aM Freikofel feinen Dienst zur besten Zufriedenheit seines Kommandanten. J Korporal Martin Fogel aus Alsorona, Komitat Marmaros, rückte am ersten Mobilisierungstage zu seinem Regiment eist ging mit der ersten Feldkompagnie an die russische Front, hat an den schwersten Kämpfen teilgenommen und wurde nach! 12 mvnatigem schweren Frontdienst in der Schlacht aM San,, von einem Granatspitter getroffen, schwer verwundet. Kurz nach seiner Heilung wurde er der obenerwähnten Baukompagnie sün der italienischen Front zugeteilt, wo er gegenwärtig auf dem Freikofel seinen schweren, -gefahrvollen Dienst, versieht. Er wurde Mit dem eisernen Verdienstkreuz ausgezeichnet. ,! /.; I; i : i :,