Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 26 (6.7.1917)
- Date
- 1917-07-06
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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©Clfr 435 3fr. 26 -Dr. Blvch'S David WeisKfetd, der als Rabbiner in Csäörendek'dem Studium und' dem KZohltun lebte. Minister Wilhelm Vazsonyi darf jetzt an seinen Ah.nen, 'den.; Rabbi David Weiszfeld,'ohne Erröten denken-; er zhat die Höhe erkloiNtnen. ohne auch nur einen Moment zu straucheln. Gar mancher, der mit ihmzusammen aus der Redaktionsstube des ^Egyenlöseg" den Weg bergan nahm, ist unterwegs, von Lchwindelsucht ergriffen; .ausgeglitten und würdelos am Boden .liegen geblieben. Vazsonyi darf von des Berges Zinne ungetrübt den Blick auf den steilen, aber." geraden-Weg richten, den er zurstckgelegc hat, ihm wird's auch oben nicht schwindlig werden, des siird wir sicher. Mrratur. Maurice Jeger. „Zweiundzwanzig Monate in englischer Kriegsgefangenschaft". Aus den Internierungslagern: Shrewsbury, Handforth, Knockaloe und Douglas (Insel Man). Wien 1917. Druck und Verlag von Mar P ö ck. Wien, 2. Bez., Stefaniestrotze 2. ' - „Es ist nicht wahr, mein Herr, nein, in meinem Vaterlande, ijm Lande, welches Ihr ein barbarisches nennt, in Oesterreichs, sind alle Engländer frei, sie sind dort nicht interniert, und den Berichten Ihrer eigenen englischen Zeitungen gemätz. geniesten sie ihre volle Freiheit. Fürwahr. Ihr nennt Luch ein christliches Land, ich über behaupte, daß Christus Luch verlassen würde, könnte er zwischen uns ' weilen und zusehsn, wie Ihr unschuldige 30,000 Männer martert und langsam ihre .geistige, und physische Verstümmelung herbeiführt und ihre Frauen und Kinder dem Hungertode preisgebt." In diesem Satze ist der Sinn der ganzen Broschüre, die hier oorliegt, .enthalten. Nicht die Schicksale eines Einzelnen werden in der, in schöner Ausstattung soeben erschienenen Broschüre: „Zweiundzwanzig Monate in englischer Kriegsgefangenschaft" von Maurice Iegep, aus den Internierungslagern: Shrewsbury, Handforth, Knockaloe, Douglas ^Jnfel Man), geschildert. Das englische Volk, die englische Regierung, die englischen Sitten, wie sie im Krieg und durch den Krieg geworden sind, werden sehr anschaulich und eindringlich dargestellt. Alles, was wir von den Internierungslagern unserer Feinde"bisnün^gehürb"hüben;- wür unvollständig und ' nicht geeignet, uns ein vollkommen klares Bild der niedrigen, gehässigen Denkungsart unserer Widersacher zu geben. Im vorliegenden, mit Illustrationen versehenen Werke wird uns in sehr anziehender Form, vom Beginne des Krieges, durch volle 22 Monate das Leben. Fühlen und Denken anscheinend! vollständig aus englischem Boden naturalisierter, aus unserer Monarchie und aus Deutschland eingewanderter Fremdlinge, von ihren kleinen täglichen Kümmernissen und Beschwerden, dem Sehnen und Hoffen des Einzelnen bis zur alles umfassenden und alle begeisternden, glühenden Liebe zum alten, immer neuen Daterlande, vor. Augen geführt. Insbesondere sind auch die, aus unsere internierten Glaubensgenossen bezüglichen Stellen, insbesondere die Schilderungdes Pessachfestes, sehr anregend und interessant. Der Verfasser wohnte seit mehr als 20 Jahren in England und hatte mit Rücksicht aus seinen Geschästskreis wenig Gelegenheit, sich der deutschen Sprache allzuoft zu bedienen, so daß kleine stilistische Abweichungen auf dieses Konto zu rechnen sind. — Die Broschüre ist um den Preis von 2 Kronenin allen Buchhandlungen zu haben. ._- Im Herbst d. I. erscheint in polnischer Sprache ein. Sammelbuch „Jüdischer Almanach" mit einer Reihe literarisch-wissenschaftlicher Beiträge namhafter jüdischer Schriftsteller. Wie aus der Ankündigung zu ersehen ist, sollen hier Probleme des nationalen, ökonomischen und kulturellen Daseins des jüdischen Volkes im allgemeinen und .desjenigen in polnischen Ländern, insbesondere einer sachgemäßen Erörterung unterzogen werden.' Durch eine entsprechende Verbreitung in allen polnischen Ländern soll hier der erste Annäherungsversuch gemacht werden, zwischen dem jetzt abgesondert lebenden Teijle der Juden Eahziens und Russisch-Polens. Allfällige Zuschriften sind zu richten an den Verlag „Moriah", Wien, 1. Bez., Ebendorferstratze 3/13. Weinbaum -'D., „National-jüdische Zukunftsgedanken" (Artikel aus dem - „Israel. Wochenblattfür die Schweiz"). Verlag „Israel. Wochenblatt für die Schweiz". Zürich'1917. Preis Fr. 1.50, für DeMchland-;-Mk<. 1^50, für Oesterreich Kr. 2—. Von den zahlreichen politischen Betrachtungen über jüdische Gegenwartsfragen, die der bekannte Schriftsteller Herr D. Weinbaum im „Israel. Wochenblätt für die Schweiz" in der Kriegszeit veröffentlichte, hat dieser nunmehr eine Auslese, man kann sagen die wertvollsten Artikel, in Buchform erscheinen lassen. Wir finden diese Idee ausgezeichnet und lassen hier zur besseren Orientierung die Inhaltsangabe folgen: Der Krieg: S. 5; Der Zionismus und der Krieg: S. 8; Kriegsethik: S. 12; Einfluß des Krieges und seine Folgen auf die national-jüdische Idee: S. 22; Der Krieg, und die Juden: S. 29; Der Zionismus und Amerika: S. 33; Ein Aufruf des Konsistoriums der französischen Israeliten: S. 47; Die Ostjudensrage, Zionismus und Grenzschluß: S. 54; Der Friedensgedanke in Israel: S. 62; Die Zukunft: S. 69; Neupolen und die Juden: S. 75; Organisation der jüdischen Verhältnisse in Polen: S. 83; Zur Lage der Juden in den okkupierten russischen Gebieten: S. 87; Die Juden und die russische Revolution: S. 91.;,Die Wahrheit über Rußland": Cäsar S e g a l o o, der in den hiesigen Kreisen als Journalist beftbekannt ist, schildert in seinem neuerschienenen Werke „Die Wahrheit über Rußland", Preis Kr. 1.20 i Verlag Carl K o n e g e n, Wien. 1. Bez., Opernring 3), die russischen Zustände der letzten 12 Jahre klar und schlicht. Das Werk, welches dank einem Vorträge in der^ Wiener „Urania" entstanden und für den Druck erweitert wurde, ist mit einer schönen Einführung des bekannten Schriftstellers Dr. L. T h o m a versehen und enthält in prachtvoller Ausstattung 48 Seiten. „Heimaterde", ein Volksbuch von Mathilde zu S t u b e n b e r Bildschmuck von Martha E. F o s s e l, zweite Auflage, Kriegsausgabe, Graz, lllr. Moser's Buchhandlung, gebunden Kr. 3. (Mk. 2.50). ' Ueber das schöne Buch sagt P. Rosegger: „Nicht leicht wird man in der Dichtung alte Romantik und Wirklichkeit des gegenwärtigen Krieges so glücklich vermählt finden, als in diesem Romane." Und die „Neue Freie Presse" sagt: „Ein Volks- und Jugendbuch von bleibendem Werte, dem Massenverbreitung herzlich gewünscht sei." Die „Berliner Deutsche Warte" meint: ,^Das Buch ist wie wenige geeignet, den Mut zum Leben zu stärken." In der „Allgemeinen Rundschau" sagt L. v. He ernstee: „Mir hat das Werfr in allen Stücken einen ungetrübten Genuß bereitet", deshalb meint mit Rccht eine andere Kritik: ..Besonders in keinem Spital oder Genesungsheim sollte Stubenberg Heimaterde fehlen." Nene Bücher. .Otto .Klein. „Gedanken zur Mission des Judentums im Lichte kulturhistorischer und wirtschastsgeschichtlicher Tatsachen." Prag 1917. Verlag der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. Prof. Tr. Ludwig Venetianer. Asaf Iudaeus, der älteste medizinische Schriftsteller in hebräischer Sprache. 1. und 2. Teil. Stratzburg i. Elf. 1916. Karl I. Trübner. Dr. Ernst Baß. „Die Merkmale der israelitischen Prophetie nach der traditionellen Auffassung des Talmud." Abgeünderte Ausgabe der, bei der k. k. Deutschen Universität in Prag überreichten Dissertation. Verlag von Louis Laipm. Berlin C. 2. „Neue Jüdische Monatshefte". Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West. 1. Jahrgang. Heft 17. 10. Juni 1917. Verlag der „Neue Jüdische Monatshefte", Berlin W. 8, Französische Straße 49. und München. Inhalt: Dr. Manfred Horst: Zur Assimilation der Ostjuden. — Maximilian Paul-Schiff: Jüdischer Nationalismus. — Alfred Lemm: Bemerkungen zu den chassidischen Geschichten des Jizchok Leib Perez. — M. I. bin Gorion: Die Legende vom Prophetenknaben. - Hugo S a lus : Zwei Gedicht. — Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. H. Cohen: Streiflichter über jüdische Religion und Wissenschaft. — .Umschau. __ Das soeben erschienene Heft 8 der Monatsschrift in polnischer Sprache „Moriah" (Verlag: Wien, 1. Bez., Lbendorferstraße 3/13) enthält folgende Arbeiten: W. B.: Krieg in Palästina. — B. Z im metmatin : Gedanken über jüdische Kultur (2). — Dr. Josef Tennenbaum: Die jüdische Industrie in Galizien. — Dr. Ignaz Schipper: I. L. Perez (Versuch einer Synthese). — Jeremias Frenke!: Der Weg zu Ihm (Skizze). — S. Hirsghorn: Brief auf Warschau. — N. M. Gelber: Markgraf Wielopolski und fein Projekt der Iudenreform (1.). — Rundschau: K. .C.: Aus der Jugendbewegung in Galizien. —■ Magor: Die Russeninvasion in Lemberg. — Bibliographie. — Neue Bücher. Wlad W., Kaplun-Kogan. „Die jüdische Sprach- und Kulturgemeinschaft in Polen." Eine statistische Studie. Verfaßt im Aufträge des „Komitees für den Osten". R. L ö w i t - Verlag. Berlin-Wien.