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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-07-06 · 26 (6.7.1917) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
26 (6.7.1917)
Date
1917-07-06
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 436 Ar. Bloche «Menschrift" Nr. 26 Krrrfkasten Lehrer $L F. Die Instruktionen für den Jugendgottesdienst, die Herr Kultusvorsieher Vrod verfaßte, sind uns nicht unbekannt; sie bilden Me Heffliche, geradezu vorbildliche, Arbeit, mit, wAwer der Verfasser-M umdas Wiener JDentum ein hohes V^ienst erworben Ha t. Es wäre zu wünschen, daß die Ausführung in gleich voidildlicher - Weifß geschieht,- wie die Abfassung den verständnisvollen Fachmann zeigt. % L- B., VJerVin. Politisch liberale Blätter stellen fest, daß der Abgeordnete Dr. Cohn, dessen Name allein schon in der konservativen und antisemitischen Presse Anstoß erregte, aber auch von vielen Rednern im Reichstag, immer und immer wieder in grobunterstrichener Absichtlichkeit in. allen Antworten genannt und zum Namen Hindenburg in Gegensatz gebracht wurde, im Wahlkreis Nordhausen gegen alle jüdischen Stimmen von den Konservativen und Antisemiten gewählt wurde/ die dem freisinnigen Kandidaten Wiemer einen Uebersozialisten vorzogen. ' i; . B. R. Der Warschauer Stadtrat, in dem die Epigonen der D m o w s k i und NieMojewski sich um den Judenfresser Jlski scharen, überflügelt in antisemitischem Eifer alle Leistungen russischer Behörden in zaristischer Zeit. So haben z. B. diese Stadtoäter beschlossen, in den neuerbauten städtischen Kaufhallen den Juden das Recht auf ihre alten Stände zu entziehen undfür sie im hintersten WinLl dieser Bazarhallen einen besonderen Platz, einen Handelsghetto, einzurichten. Dieses Vorgehen erinnert an eine Entscheidung, die Goethe als weimarischer Staatsminister traf, als vor etwa 100 Jahren bei ihm eine von dem Dresdener Kaufmann Marcus Landau geführte Deputation jüdischer Marktfieranten vorsprach, um sich über den Magistrat von Weimar zu beschweren, der ihnen infolge eines Ansuchens christlicher Konkurrenten die bisher innegehabten Plätze versagt hatte. Der menschenfreundliche Minister erklärte, die aus Grund einer älteren Verfügung getroffene Anordnung der Stadtverwaltung nicht ändern zu können, erfreute aber die - jüdische Abordnung durch die Zusage, ihnen dafür Plätze zu -verschaffen, die weit günstiger seien, als die bisher innegehabten und ihnen über big, die ihnen diese mißgönnt hätten, entschiedene Vorteile bieten wurden. Für Marcus Landau bot bis ans Lebensende diese Audienz bei Goethe eine der beglückendsten Erinnerungen. ' Molizcu. ^Jüdische Bühne. Direktion: S. Podzamcze, 2. B'ez^ Taborstraße 12 (Hotel Stefanie). Wochen-Programm : Samstag, 7. Juli, Neu, zum erstenmal: „Der Philosoph im Irrenhaus", Lebensbild in vier Aufzügen. Sonntag, 8. Juli, nachmittags 3 Uhr: „Zurück vom Krieg", Lebensbild-in vier Aufzügen; abends halb 8 Uhr: „Der Philosoph im Irrenhaus", Mittwoch. 11. Juli : ..Die Malke Schwu", Operette in vier Aufzügen von Wolfsthal. Donnerstag, 12. Juli: Literarischer Abend: „Glücksvergessen" von David Pinski, „A Ejze" von Schalem Akeichem, Liedervorttäge des Herrn I. Deutsch. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere ge sch ätzten Abonnenten am rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnementsgrbühr, damit dir Zusendung des Blattes Kerne Unterbrechung erleide. Versierter Buchhalter, SSä sucht baldigsten Posten. Auch für Vor- oder Nachmittag. Samstagrahe bedingt. Zuschriften unter »Nr. 1718« an die Adm. \d. Bl. Eine? bescheidene bessere Person, gesetzten Alters, wird ais Hausgehilfin zu einer Kränken anlt-: genommen. Vorzustellen: XIX., Sieveringerstraße 12, Tür 2. Junger Mann, hebräischer Lehrer, event. auch für Talmud, erteilt Lektionen für hier oder auswärts, sucht einen Posten, geht auch aufs Land (in Ungarn) unter massigen Bedingungen. Gefl. Zuschriften an: E. Reiser, II,, Schreigasse 12/11. .. G. Akademisch gebildeter junger Mahn mit Kenntnis der hebräischen Sprache sucht bei religiöser Familie am Lande einen Hofmeisterposten für die Sommerferien. Unter »rituelle Kost« an die Redaktion des Blattes. G. nanfialeab-aiiamilrai* unterrichtet Volksschüler unUUuloClIkHuLtsllIlIhvi gegen, mäßiges Honorar, Felix Schwarz, Wien, IX/2, Fuchsthallergasse 15/3, Nahe der Volksoper. _• G. Chorknaben für den Stadt-Tempel werden aufgenommen. Prüfungen behufs Aufnahme finden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags beim Chordirigenten Josef Zellnik, I., Seitenstettengasse 4, IV. Stock (Chorschule), statt. Nach Konstantinopel Reisende werden ersucht, wegen Mitnahme eines Provisiönsartikels ihre Adressen an R. Moron, Wien, IX., Tendiergasse Np. 10, Tür 2, schriftlich, bekanntzugeben. , Oberkasitor. S. Plnkasowicz, vor der Russeninvasion in Gzernowitz, gegenwärtig als Oberkantor in Gyöngyös tätig gewesen und durch die bekannte-, traurige Brandkatastrophe wieder seiner Stellung verlustig geworden,, wäre bereit, die Stelle eines Oberkantors in größerer Gemeinde zu übernehmen. Geneigte Anträge erbeten an die Redaktion der, »Oes.Urr. Wochenschrift«. Gesucht werden für ein demnächst zu eröffnendes Kriegswaisenheim: 1 Leiterin für die Wirtschaftsangelegenheiten, ' 1 Leiterin für den pädagogischen Teil, 1 Fräulein für Kanzieiarbeiten (Stenographie und Maschinschreiben). Offerte sind zu richten an die Administration des Rlattes unter »Nur erstklassige Kräfte«. Zur Einsendung der Beträge wolle man sich des her vorigen Nummer beigelegten Posterlag» »cheines bedienen. - Pie Administration» Wien, VIII., Lerchengasse 6. a. Brünn, Adlergässe 9 Vertreter für den Verkauf von Bücher, Machsorim, Rosqhhaschonokarten, Talessim, Tefillin, Schofros, Lulfypim werden gegen hohe Provision.unter günstigen Bedingungen, gesucht. Zuschriften sind zu richten an: Redakteur MaxHickl, Wien,VIIL, Lercheng, 6 a Ohr Allerhöchste Ermächtigung fjß Seiner k. u. k. Apostol. Majestät 32. k. k. SiaatsSotteri e für gemeinsame Militär- Woliltäiigkeitszwec&e Diese Geldiottefiß, enthält 21.146 Gewinne in barem Gelde im Gesamtbeträge von 625.000 Kronen. : Der Ef" 200.000 Kronen - Die Ziehung erfolgt öffentlich in Wien am 26. Jnli 1917. . .. - Ein Eos kostet 4 Kronen. " MG Lose sind bei' der Abteilung für WohltätigkeitBjp.tterien in Wien', HI., Vordere Zoliamtsstrasse 5, bei der kgl. nng.Lottogefällsdpektion in;Budapest IX.,Iftauptzollamtsgebäude, in Lottokollektoren, Tabaktrafiken, bei Steuer-, PoetunAMeenbahnämtern in Wechselstuben etc.-zu bekommen. Spielpläne für Loekäüfer gratis. Die Lose wer$ei£ portofrei xnjresendet.; Von der k. k. General-Direktion der Staatslotterien - (Abteilung für Wohltätigkeitalotterien). Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joses S Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VII.

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