Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-29 · 25 (29.6.1917) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
25 (29.6.1917)
Date
1917-06-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3020846-3022248-3022274--26104-3051444
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

©eit; 410 Dr. Bloch'S Wochenschrift Nr. 25 Aus dem goldenen Muche der Armee. Jakob Rassatz Gefreiter des' k. u. k. Infanterieregiments Nr. hat sich!,, wie „Egyenlöseg" meldet als feindliche Truppen seine Abteilung angriffen, Urit dem Gewehckolben so lange verteidigt, bis' er Hilfe bekam. Der Sukkurs war jedoch! etwas verspätet eingetroffen. Raffai wurde von einem auf ihn einstürmenden Russen mit deM Bajonett in die Seite gestochen. Der wackere Gefreite stürzte wohl zu Boden, aber selbst da war er, trotzt starker Blutungen, bemüht, dem Feinde Schaden Zuzufügen. Für sein heldenmütiges und aufopferndes Verhalten wurde er mit der. silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klaffe ausgezeichnet. Seine Heldentat wurde in das goldene Buch! der Armee ausgenommen. Are steöen Söhne des Kreislers. Der EsWbölkuter Greisler Simon Klein, dessen sieben Söhne auf den Schlachtfeldern kämpfen, erhielt von Sr. Majestät ein Geschenk von 500 Kronen sowie als dauerndes Andenken eine mit den kaiserlichen Initialen gezierte silberne Uhr. Das kaiserliche Geschenk wurde dem jüdischen Greisler, wie .,Egyenlöseg" berichtet, durch den Oberstuhlrichter im Rahmen einer patriotischen Feier Überreicht. Aünf Sohne im Iekde. Von Herrn Isaak Zucker versehen fünf Söhne Militärdienst, und zwar: 1. der älteste Sohn Sigmund Zucker befindet sich seit Ausbruch des Krieges am russischen Kriegsschauplätze als Rechnungsunteroffizier 1. Klaffe bei der Gebirgs-Telephon-Division und ivurde mit deur eisernen VerdienNreuz ausgezeichnet. Der zweite Sohn, Norbert Zucker, dient bei der Ballonabteiluna,' ist tzum zweitenmal an der Fsonzosront und : wurde unlängst mit der silbernen Tapserkeitsüredaille 2. Kl. ausgezeichnet. Der dritte Sohn, SamMy Zucker, ist als er zum zweitenmal im Felde war, in russische Gefangenschaft geraten. Dasselbe geschah mit dein jüngeren Sohn Ludwig Zucker, welcher vor etwa zwei Jahren gesangengenoNÄnen wurde. Der fünfte Sohn, Moritz. Zucker, wurde bei den Kämpfen bei Asiago 1916 verwundet und befindet sich! jetzt als Kriegsinvalid beim' f. it. k. Infanterieregiment Nr. neben Bielitz (Oesterr.- Schlesien). Herr Isaak Zucker wohnt mit seiner Frau in Bochum in Westfalen,, seine Söhne aber dienen alle beim k. u. k. österreichischen Heer. Sine Mede des Anrstprimas von Ungarn. Der 86 jährige SiMon K ramm er in Esztergoin (Gran), dessen acht Söhne seit Kriegsbeginn Frontdienst leisten, wurde, wie „Egyenlöseg" meldet, dieser Tage eine kaiserliche Auszeichnung zuteil. Se. Majestät machte dem alten Krammer 500 Kronen bar und eine mit den Initialen des Kaisers verzierte silberne Uhr zum Geschenk. Das kaiserliche Geschenk wurde am 3. d. M. im Festsaale des Rathauses in Allwesenheit eines zahlreichen vornehmen Publikums durch den Oberaespan des Komitats dem Ausgezeichneten überreicht, wobei der -Obergespan die Festrede hielt. Den Höhepunkt der Feier bildete die^AnsMlche des gleichfalls anwesenden Fürstprimüs Dr. Cser noch> der in einer patriotischen Rede den ausgezeichneten Vater begrüßte und ihn den patriotischen Bürgern als leuchtendes Beispiel hinflellte. Auch die EsztergoMer israelitische Kultusgenieinde nahnr an diesem feierlichen Mt teil, indem der Kultusvorstand unter Führung des Präsidenten Dr. Zoltan Berenyi fast vollzählig erschienen war. Jüdische Jawilien im Jetde. Alexander Iakab, Schneidermeister in Nagysomkut, hat 's e chs. S ö h Ne als Soldaten, von - denen der älteste, Menyhert, Oberleutnant des Infanterieregiments Nr. , Besitzer des SignüM Kandis ist, während zwei Söhne,- und zwar Joses und Lehel, in russischer Gefangenschaft sich befinden. - Von Josef Grünberg er in Nagyvarad sind gleich zu Beginn der ersten Mobilisierung fünf Söhne ins Feld gezogen. Sein erster Sohn, Edua-rd, macht setzt an der italienischen Front Dienst. Leopold ivurde infolge einer an der Nordsront sich! zugezogenen Krankheit invalid. I s a k ist an der nördlichen Front. Josef hak im Februar 1915 den Heldentod gefunden. S a in' u e l macht aus dem östlichen Kriegsschauplatz Dienst. , Elf Familienmitglieder des Mols Adler in Füzesgyarmat, und zwar sechs Söhne und fünf Schwieger s ö h n e, machen Militärdienst. Von den Söhnen, welche im Alter zwischen 45 und 25 Jahren stehen, hat der 33jährige Bela am serbischen Feldzug teilgenoinNKn, sein 30 jähriger Bruder M.oriz dient gegenwärtig in Belgrad, nachdem! er an der russischen Front schwer erkrankt war. Von seinen Schwiegersöhnen ist Max Spitze r, dienstführender Feldwebel, von der russischen Front mit einer schweren Kopffchußwunde nach Haufe tzekoMiNem und wird jetzt in einem Debreziner Truppenspital, gepflegt. Ein anderer Schwiegersohn, Max Mezei, wurde im November 1914 ans dem russischen Kriegsschauplatz tödlich verwundet und starb' einige Tage später in einem' Großwardeiner Spital. Ein dritter Schwiegersohn ist seit seinem Einrücken an der italienischen Front. („Egyenlöseg.") r Beförderungen im H'ostdienste. Unter den im letzten Post- und Telegraphenverördnungsblatte publizierten Ernennungen befinden sich! auch zahlreiche Juden. Es wurden befördert zum Postrate der Postsekretär Dr. Arnold Grünberger (P-rag), zum Postinspektor der Oberpostkommissär Sam'uel Salite rmann (Lemberg), zu Bauräten die OberkomMissäre Samuel T ucker (Wien), Friedrich Lo w y (Prag), zuiN Rechnungsrat der Revident Berisch Wall er stein (Lemberg). zum Oberpostverwalter der Postverwalter .Heinrich C zerner (LeMberg), zu Oberpostkontrolloren die Postkontrollore Siegmund M a n de l b a u nt (Czeruowitz), Maier Freiberger (Lemberg), Gustav Spät (Jaroslan), Baruch!' S ch i e se r m a n n, Joses B r ä M e r, Jakob B ar dach, Heinrich Bie n, Pinkas M an sb e r % ' Jakob Ta dlevski .(Lemberg), Wilhelm Heller und Adolf G a n s (Krakau), Samuel T,ü t tm a n n . (Wien), Jakob S dji reiber (Neu-Sandez); ferner zu Postoberoffizialen die Postoffiziale Jakob Bode k (derzeit exponiert in Grodek-Jagiellonski), Herz Paris le,/'Baruch Schön selb (Lembe.rg), Elias S ch a n e r (Krakau) und noch, mehrere andere. Lohe Anszeichnung eines gefallenen Lekden. Der Kaiser hat dem vor dein Feinde gefallenen Oberleutnant d. R. Dr. Siegmund Bloch, J.-R., für tapferes und erfolgreiches Verhalten vor dein Feinde den Orden -der eisernen Krone mit der Kriegsdekoration und Schwertern verliehen. _ ' Itiegerofstziere. Am 13. d. Mist der, Oberleutnant bei den Radetzky-Husaren Maximilian Bardach Edler v. Chlumber!g aus einer Höhe vvn 150 Meter abgestürzt und sofort tot liegen geblieben. Oberleutnant v. Bar dach

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.