Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 25 (29.6.1917)
- Date
- 1917-06-29
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 Tr. Bloch's Wochenschrift Seitr 409 Dem Regimentsarzt Dr. I. L ö iv y, derzeit Komu:ai:dar:t des'Reservespitäls in Bisenz, wurde in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung -vor denk Feinde das goldene Verdienstkreuz nrit der Krone am. Bar:de der TapferkeitÄnedaille verliehen. Dem Ldst.-O verarzt Dr. Norbert Schick aus Krems wurde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Das Kriegskreuz für Zivilverdienste 4. .Klasse wurde verliehen dein Expeditsgehilfei: bei der Hof- und Slaatsdruckerei in Wien (3. Bezirk, Kegelgasse 2) Josef Nagler. _ Koftat Kr. Dresdner. Der Kaiser hat dein Oberlandesgerichtsrat Dr. Emanuel Dresdner in Lemberg den Titel und Charakter eüles Hofrates verliehen. Der wegen seiner Tüchtigkeit illld vornehmen - Charaktereigenschaften geschätzte Richter hat die Zeit der russischen Invasion in Lenrberg utttgemacht itnb sich danrals als Mitglied des jüdischer: Rettuirgskonntees Verdienstvolt betätigt. Megimentsarzt Ar. Iakoö Schah. Der Militär ko rr:v:än dobe fehl Nr. 23 vom 27. Januar 1917 des Temesvarer Militärkommandos (Präs.- Nr. 142) enthält, wie wir denk ^Egyenlöseg" entnehluelk, folgendes: „Präs.-Nr. 142. Belobung. R.-A. Dr. Jakob Schatz verließ den MilitärkoMmändobereich, um bei der Armee int Felde Dienst zu leisten. Seine Tätigkeit als SpitalskomMandant-Stellvertreter im Garnisonsspital Nr. 21 itnb PlatzkomMando-Chefarzt in Temesvar bielet jetzt beirr: Abschluß das Bild einer Riefenleistung, wie sie eilt einzelner nur bei Vollster Ausnützung einer reichen Veranlagung zu vollbringen imstande war. Allein mit der int letzten Jahre durch geführter: Ueberprüfllng -von mehr als 3000 Offiziers- und. gegen 50.000 Mannschaftskonstatierurlgssällen hat er den Beweis erbracht, wieviel bei hochgespannter Leistungsfähigkeit zu bewältigen ist. Sein außergewöhnliches Pflichtbewußtsein, das sich gegen ungeahnte Schwierigkeiten mit eherner Willensstärke vorbildlichzu behaupten wußte, seine Fülle von inilitärärztlichen Kenntnissen und Diensterfahrungen, die er nrit einer geradezu virtuos zu nennenden Sicherheit und Exaktheit verwertete, sein hochkameradschaftliches Benehmen haben ihrr zu einem mustergültigen Militärarzt gemacht, dessen Scheider: aus.seiner bisheriger: Dienstcssphäre eine nur schwer auszufüllende Lücke hinterlassen rvird. Ichspreche diesen: hervorragenden Militärarzt die belobende Anerkennung des Mil.itürkom'nrandos im Narrrerr des Allerhöchsten Dierrstes aus. Heß nr. p., G. d. I." „Die jüdischen Soldaten sind örav und tapfer". Vor einigen Tagei: meldete ichmich beirr: KorpskorrrMandanter: FeldrnarschalleutnanL F. Se. Exzellerrz empfing mich sehr freundlich und äußerte^ sich lobend über die Haltung der jüdischen Soldaten, ^e. Exzellenz sagte zu Mir wörtlich: „Ich habe bis nun feine Klage über Ihre Glaubensgerwfsen gehört. Die jüdischen Soldaten sind sehr brav und tapfer." Ein gleiches Urteil hörte ich dieser Tage von: Divisionär General L. Dr. Michael Halb erstarr:, k. u. k. Feldräbbiner, Feldspital 1205, k. u. k. Feldpost Zum drittenmak ausgezeichnet. Die silberne Tapferkeitsrnedaille 2. Klasse wurde zum drittenmal verliehen dem Wachtmeister David Kiß, Husarenregiment. Zum zweitenmal ausgezeichnet. Die silberne Tapserkeitsmedaille 1. Klasse wurde zurr: zweiterrmal verliehen dem Leutnarrt d. R. Alexander Klappholz, J.-R.; die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse zum zweitenmal dem Feldwebel Sandor M os - kovics, dem Feldwebel Josef Reiß, J.-R.; dem Sappeur Pinkas Haller, Sappeurbat.; dem Fähnrich d. R. Alexander Schütz, J.-R.; dem Leutnant d. R. Ernst Meller, Traindiv.; die bronzene Tapferkeitsmedaille zum zweitenmal Korporal Max K ah a rr, die Gefreiten Simon Feig und Isidor Frucht er, J.-R.; Tit.-Feldwebel Rudolf Deuts ch, J.-R., Zugssührer Heinrich Mandl, Feldkanonenreg.; Zugsführer' Bruno Schwarz, J.-R.; Korporal Michael Haber, J.-R.; Infanterist Gabriel Salomon, J.-R.; Kanonier Ladislaus Deutsch, Feldkanonenreg.; Korporal Josef Schwarz, ung. Ldwreg. Zwei Müder. Zrvei Brüder, Paul und Adolf Silber, Einj.-Freirvillige beim . und . Infanterieregiment, Mitglieder der jüdischen akademischen Verbindung „Kädirnah" in Lemberg, wurden mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Mater und Sohn ausgezeichnet. Feldwebel Rudolf F r e i w i r t h (Kafetier, 2. Bezirk, Praterstraße 48) erhielt das eiserne Verdienstkreuz mit. der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille. Sein Sohn Fähnrich Erwin Freiwirth erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille; derselbe erhielt schon früher die bronzene Tapferkeitsmedaille für tapferes Verhalten vor dem Feinde. Mi den 85-ern. Laut einer Meldung des „Egyenlöseg" erhielten in letzter Zeit unter anderen Mannschaften das eiserne Verdienstkreuz am Bande der Tapserkeitsmedaille: Franz Stern, Feldwebel ans Beregkövesd. Er rückte bei Kriegsausbruch als Korporal ein, kälnpfte 11 Monate in den Karpathen, 21 Monate an der italienischen Front. Menyhert Jczkovits aus Tiszamagyaros, Unteroffizier. Martin Fogel, Korporal aus Alfo-Rona (Komitat Marmäros), kämpft seit Kriegsausbruch ununterbrochen an der Front. Der jugendliche Monier. Ladislaus G e r ö ist am 15. Mai 1915 in: Alter von 18 Jahren zu den Sechser-Pionieren eingerückt und hat bereits im Oktober desselben Jahres an den großen Donanübergang in Serbien teitgenommen, vor: wo er mit der bronzenen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet, an die italienische Front kam, ivo er für eine. bravourös durchgeführte Sprengur:g die silberne Tapserkeitsmedaille erhielt und zum Fähnrich befördert wurde. Der jugendliche Held hat seit feilten: Einrücken noch keinen Urlaub in Anspruch genommen. Seinem Vater, dem Budapester Schuhmacher Gerö, schrieb er. daß er seinen Urlaub mit der großen Silbernen an der Brust zu Hause genießen möchte. Einer Meldung des „Egyenlöseg" zufolge, hat nun der junge Fähnrich, sich in der Jsonzoschlacht neuerdings dermaßen ausgezeichnet, daß er vor einigen Tagen auch die große silberne Tapserkeitsmedaille an feine Brust heften durste.