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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-22 · 24 (22.6.1917) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
24 (22.6.1917)
Date
1917-06-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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[ Seite 396 Tr. Bl och'S Wochenschrift" Skr. 24 03 r^a co 03 ZK- Auszeichnung des Aetdraöömers Ar. Sicher. Der Kaiser hatdem gegenwärtig! bei einem Festungskommando eingeteilten Feldrabbiner Dr. Gustav S i che r in Anerkermung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung, vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tavserkeitsmedaille verliehen- — Feldrabbiner D-r. Sicher, der sich bereits an Verschiedenen militärischen Stellen,, auch an der Front betätigte, hat sichum die Ausgestaltung und Förderung der jüdischen Militärseelsorge in Krakau uild Umgebung sehr verdient gernacht, seine Soldaten betreut er in geradezu väterlicher Weise und erfreut sich unter ihnen der wärmsten Synchathie. Auszeichnuugen im Bostarnte. Se. Majestät der Kaiser hat verliehen für vorzügliche Dienstleistung irr der' Kriegszeit d as Kriegs kreuz für Zivilverdienste den Obewostkontrollvreu Adolf Gans und Josef Brauer und dem Postassistenten S. Juffe, alle drei im Bezirke der Postdirektion in Lemberg. Mpstr öis in den Md. (Wie sich, Juden drucken.) Die jüd.-akad. Verbindung ,-,Emmuah" und mit ihr die ganze zionistische Jugeird Lembergs' betrauert abermals den ..Heldentod eines per Besten aus ihrem Kreise, des Artillerieleuttmnts Ing. Bernhard Rot selb, der in den schweren JsonzoNmpfen tödlich verwundet, am 1. Juni in einem Feldsvitale verschieden und anr Militärfriedhos zu Sczana nach einem ehrenden Nachrufe des fungierenden Feldrabbiners bestattet wurde. Ein prächftiger, für alles Ideale, ganz besonders aber für die Sache seines Volkes - mit- - gegeisterter .Jungk ling, stand er vvn fei Fahren, da er noch das UntergyNtnasiuM frequentierte, wacker am Posten und war stets einer der ersten,- wo es eifrig zu wirken galt. Als Dr. Zipper -nach? seiner Palastinareise eine Propagandatournee durchganz Galizien zugunsten des zu errichtenden hebdäischen GynnmsiuMs in Jerusalem unternahm-,- da schloßsich ihvt Ing. Rotfeld ganz sreiwMg mr und bestorDte bei sämtkichen Borträgen die schönen Lichtbilderdarstellungen in vollendetster Weise, wodurch' er in hervorragendem Maße zum glänzenden Erfolge der Aktion beitrug. Seit Kriegsbeginn im Felde, zunächst ür Serbien/ dann bei einer Küstenschutzbatterie in Tälmatten/ ruhte er nichjt, bis sein Wunsch, an die Front zu komnckltz erfüllt wurde. Hier war er einer Minenbgtterie zugieteill/ leistete-wie immer sein. Bestes, bis ihn das totbringeräre Geschoß erreichte. Sein Angesicht spiegelte stets HeiterLit/ GKe und Seelenharmonie und damit gepaart war ein innerlich gefestigter Charakter und ernste Auffassung seiner Pflichten als Jude. Sein Name wird in unserer Mitte fortleben, Ehre seinem Angedenken! ... . B. . . k. Dem vor denk Feinde gefallenen Zugsführer Samuel N u ßV a chj er,- ung. Ldwregi, wurde die silberne Tavserkeitsmedaille 1. Kl./ den vor dem Feinde gefallenen JüfünteristeU Josef B stchler mrd Tobias Krame ung. Ldwreg.» die bronzene Dapferkeitsmedaille verliehen. v * Kr dM Md Ws MterMM _ Am 26. Mai a. c. hat Leutnant Siegfried Klein, Besitzer der kleinen und großen silbernen Tavferkeitsmedaille, bei den Jsonzostchnpfen an der Spitze feiner Konmagnie den Heldentod gefunden. Bon dem tragischen Ende des jungen Offiziers verständigte mit nachfolgendem Schreiben eilt Kriegskamerad die tieftrauernden Eltenr, Herrn und Frau Ignaz Klein, 2. Bezirk, Praterstraße 42, wohnhaft: - / Feldpost 391, 29. Mai 1917? Gnädige Frau! Ls fällt mir die schmerzliche Pflicht zu, Ihnen vom Schicksale Ihres Sohnes und meines lieben Kriegskameraden, des Herrn Leutnant Siegfried Klein zu berichten. In den ersten Morgenstunden am 26. Mai wurde er in einem Gegenangriff unseres Bataillons auf .... nördlich St. Giovanni (an der Eisenbahn Näbresina Monfaicone). von einer feindlichen Kugel schwer in den Bauch verwundet, im Momente, wo er an der Spitze seiner Kompagnie .die feindliche Stellung stürmte. Sofort sprangen die treuen Soldaten herbei, um ihren geliebten heldenhaften Führer fortzubringen. Leider schon aus der Feldtrage am Wege zum Hilst-platz erlag er der Verwundung., Es ist schwer, den Schmerz einer Mutter zu lindern be-' sonders, wo ich weiß, was der gottsel. Siegfried für Sie,-gnädige Frcku, war aber es ist in diesen grausamen Zeiten, in welchen der Tod ein gar zu oster East ist, ein Trost, zu. erfahren, .das; das nicht nutzlos geblieben ist, denn aus seinem und noch vielen anderen Kameraden Blute, entstand ein Nuhmestag. für unser Bataillon. Die Kugel erjagte ihnwie einen Helden, mit dem Gewehre in der Hand ," aber er lebt und wird weiter leben in der Geschichte unseres Bataillons und der wenigen, die es überlebten. Gr gewann und riß alle Herzen, mit sich durch seine Unerschrockenheit und männliche Tapferkeit. Gr wird für immer für uns alle ein Muster. und Vorbild eines mutigen Offiziers bleiben, und den zwei Silbernen, die als sichtbare Anerkennung seiner Taten seine Brust schmückten, wird sich jetzt das Miliiär-Verdienstkreuz 3. Klasse anreihen. Stolz kann die Mutter eines solchen Helden sein und der Stolz soll den Schmerz besiegen. Wir haben ' nochimmer schwere Zeiten zu überstehen, und kaum fand ich jetzt einige Zeit, um meine Pflicht zu erfüllen, zu welcher ich mich, obwohl Ihnen persönlich unbekannt, als dem gottsel. Siegfried immer am nächsten gewesen, berufen fühle. Wollen Sie Worte des tiefsten Beileides, die ich in meinem eigenen, ,.wie auch Zm Namen des ganzen Offiziers'korPs des' Bataillons ausspreche,. entgegennehmen. Leutnant .Gmil A d l e r, m. p. . Zur Mefreiurrg der nach Sibirien verschkeppten Bewohner Kaliziens. Kopenhagen,-14. Juni. „Sibirskaja Schisn". meldet: Im Laufe des Krieges sind nach Sibirien int Kreis N a ry m s 'k taltsende . B e w o h! n er Galiziens verschlepptworden. Der größte Teil dieser Verschleppten soll angeblich Spionage fü,r O esterreich-Ungarn getrieben haben. Diese Beschuldigungen sind abergrößtenteils vori den ehemaligen russisch>en Verwaltungsbeamten in Galizien mutwillig erhoben worden. Es wurden damals ganze Dörfer auf administrativem^ Wege nach Sibirien verbannt/ wo sie int größten Elend leben. Da die Verschleppten als Kriegsgefangene Getrachtet werden/ so unterliegen sie nicht der -Amnestie. Der Vertreter des jüdischen Hilfskomitees für die Opfer des Krieges in Tomsk,-. Herr M. G> Luria, hat infolgedessen' an Kerens'kij folgendes Telegrainnt gesmldt: /.Tausende .administrativ^ verbannte, unschuldig nach Sibirien verschleppte Galizianer bitten/ sie in Freiheit zu setzen. Setzen Sie djasi bei per Regierung durch snnd teilen Sie umgehend bas Resultat mit." Man hofft,- daß die provisorische Regierung die Verschleppten befreien und in ihre alte Heimat befördern wird. Zur Befreiung der rumänischen Juden.! Amsterdam, 1. Juni 1917. Die. rumänische Gesandt-, schaßteim Haag' verbreitet 'gefkiffentlÄh' -.emew Bericht-,- den diefelbe von-ihrer Regierung eMvsing. Nach diesem' 'B ericht soll eine Depühatrondes' Komitees des ländlichen jüdischen -Bundes dem König Earol Treue uns Aiihättg-

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