Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 24 (22.6.1917)
- Date
- 1917-06-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022273--26088-3051427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Jit. 24 Dr. vloch's Wolyenschrift" Gerte 395 ein wahrer Vater seiner Kranken und stets bestrebt, dein arnten Soldaten, wenn er des Ausruhens bedurfte, die Ercholnng auf dem' Hilfsplatz auch zu verschaffen. Auf seinem Hilfsiplatz fand der Manu stets ein Bad, gute Kost, bequemes Lager und selbst eine Kegelbahn. Doktor Po uns'z wurde nacheinander mit dem bronzenen und silbernen Signum laudis, dem Offiziersehrenzeichen vorn Roten Kreuz und füiNgst mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet. Iünf Söhne — 12 Auszeichnungen. Pinkas Deutsch. Kanzlist beim kön.-ung. Bezirkszirksgericht in Pecshat fü,nf Söhne benn Militär. Wie Mgyenlöseg" berichtet, haben diese fünf Brüder bisher znsarn'lnen zwölf Aüszeichnurrgen erhalten, 'und zwar: ' Franz, Patrouillenführer bei den . Tiroler Jägern, besaß bereits die zwei. füeincit silbernen Tapfert'eitsmedaillen und erhielt nun and 24. Mai UH7 im Kaschauer Spital, wo er gegenwärtig irr Pflege steht, die goldene Tapferkeitsirredaille. Andor, Hilfsarzt an der italienischen Front, ist Besitzer des Signum laudis. Eugen, Zttgsfichrer bei beit ent. Seiner hervorragenden Waffentaten wurden seinerzeit hier Erwähnung getan. Seine Auszeichnungen sind: die goldene, zwei große silberne, zwei kleine silberne und die bronzene Tavferkeitswedäille. E mMer ich, an der rumänischen Front, besitzt die kleine silberne Tavferkeitsmedaille. Aladar erhielt die bronzene Tavferkeitsuledaitle und ist, jetzt zu Hilfsdiensten zugeteilt. licet couwonere inaximis -- die nachfolgenden Benierkungen lticht belanglos erscheinen lassen. Wien, 12. Juni- Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Se. Majestät geruhten nachfolgenden Befehl allergNädigst zu erlassen: „Die großartigen Erfolge der Seuchenbekämpfung im Kriege haben Meinen Truppen und Meinen Völkern schwere Opfer erspart. Meine Wehrmacht schlagfertig erhalten und zu den Erfolgen der Waffen wesentlich beigetragen. Durch einheitliches Zusammenwirken, durch Einsatz ihrer ganzen Kraft und größte Selbstaufopferung errangen die Aerzte diesen Sieg über einen heimtückischen Feind; viele von ihnen sind bot Kriegsseuchen erlegen, würdige Kanleraden jener tapferen Militärärzte, die in Ausübung ihrer Wicht auf dem Schlachtfelde den Heldentod fanden. Ich spreche der gesamten Aerzteschaft Meine uneingefchrmtkte Anerkennung aus, vor allem auch beit leitenden Militärärzten und den Salubritätskommissionen, welche, vorausfchaue'nd, die gewaltige, alle Teitp der Wehrmacht untspannende Organisation der Senchenbekämvfung ins Leben riefelt. Ich danke den medizinischen Fakultäten,'--die Mir die Aerzte zu einer so hohen Auffasffmg ihres Berufes erzogen und durch eine gediegene Ausbildung die sichere Grundlage zu der segeusreichen Tätigkeit der Heilkunde in diesem Kriege gelegt haben.S Standort des Armeeoberkoinmandos. am 6. Juni 1917. Karl." Sr zn CD CD D»: Aas Keschenk des Kaisers. . JakobsNeuwirth ist ein 74 Jahre alter Mann in Ghör, dem der Krieg große 'Sorgen bereitete. Er hat sechzehn lebende Kinder, von denen sieben Söhne in den Krieg zogen. Er lebt Von den für diese Söhne bewilligten monatlichen 76 Kronen ultd einem monatlichen Einkommen von etwa 20—25 Kronen. Der Kaiser hat nun im Wege der Kabinettskanzlei den alten Mann beschenkt, wovon — . lvie „Egyenlöseg" berichtet —. Obergespan Ioses S z o t f r i e d Bürgermeister Matthias .Farkas durch folgende.Zuschrift verständigte: „Seine kaiserliche und apostolische königliche Majestät geruhten, dem Györer Insassen Jakob N e n w i r t h, als dein Vater von siebett eingerückten Söhnen, ans feiner Privatschatulle ein. Geldgeschenk von 500 Kronen und als. Andenken eine mit den Initialen Atlerhöchstseines! Namens gezierte silberne Taschenuhr ällergnädigst zu widmen." Das von Allerhöchster Stelle herabge'ang.e Geschenk .wurde-dem alten Vater dieser Tage vom Bürgermeister Farkas in Begleitung einer schönen Rede in feierlicher Weise 'überreicht. Die sieben eingerückten Söhne des N e uwirth sind: Joachims, 51 Jahre alt, Mqschinenagent, Julius, 45 Jahre alt, Kellner, Alexander/ 40 Jahre all, Handlungsgehilfe, Viktor, 38 Jahre alt, Ävdafabrikant, Desider, 33 Jahre alt, Tischlermeister, Eugen,- 28 Jahre alt, Schuhmachervteister, und Emmerich, 26 Jahre eilt, Buchdrucker. Äußer diesen sieben Söhnen sind auch vier Schwiegersöhne des Neuwirth Soldaten. Kaiser Karl I. und die Aerzte. Der hohe herrliche Kaiserdank an die ^gesamte Aerzteschaft" sowie an die medizinische Wissenschaft,, eine Ehrung, wie sie noch nie von ^erlauchtesten H'errscherlivpen in die weite Welt gedvungen/ bürste auch minima fi Keilende Kekden. ,. In' dein atlgetoalffgenrheißen Bölker ringen sind die Aerzte die richtigen Armeelieferanteit. Sie liefern den siegreichen Armeen im Felde neue und doch schon erprobte Armeen: die verwundeten Krieger, welche sie heraestellt und denen sie frische Kraft, und Gesundheit gegeben,- für Kaiser, und Reich, zum Schutze ihrer argbedrohten Lieben und Teuren in der Heimat wieder ztt kämpfen. Mit bewährten, wirkungsvollen Waffen bekämpfen sie tapfer Tod und Siechtum. Falstaffs ironische Frage: „Stampft man denn Armeen aus der Erde?" bejahen -sie durch ihre opferbereiten/ selbstlosen Leistungen in .gewissem Sinne. Sie schützen nämlich ihre Pflegebefohlenen vor dein Hinabsinken in den. Schoß der Erde. Sie entlehnen dem Blitz, der Sonne, den Erfindungen und Entdeckungen kühner Geister, der größten Wohltäter der Menschheit, die Heit- und Rettungsmittel nach dent alten Trinom: Medicina, ferrumk ignis. (Arznei- Eisen.- Feuer.) Medicina! Bon den Wundern der Chemie lassen sie die wirksamsten' Heilmittel bereiten. Ferrum! Ihre bLanke", sicher veftrhrte'k. Klt"pen lassen sie .aus dem Stahl vom! Speer der Minerva schmieden/ der die geschlagenen Wunden wieder, heilte. ‘ Ignis! Mektrizität, Römgenstrahleitz Radium ossenbaren den Medicis hellicosis das gehefntnisvollste Schaffen für die Diagnose, Prophylaxe und Therapie.... Und den armen Bresthaften, denen sie, wie sehr sie auch alles daransetzen an erfahrungsreicher Kunst;^ cm Selbstverleugnung und heldenmütiger Sorgfalt, die volle Genesung nicht erringen können/ versuchen sie wenigstens, das Leben lebenswert, erträgW! zu gestalten. Brünn/ 4. Oktober 1916. Dr. B. Pkaczek. CDs.- s -r & ca CD / bE CD s* Saf tst--. CD. S=£ S" -L. s* CS s D».. B 2* CD