Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 22 (8.6.1917)
- Date
- 1917-06-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022271--26057-3051394- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Das Sinnen der Feinde vernichtet, wer die 6. Kriegsanleihe zeichnet *5>dtc 366 Tr. Bloch S Wochenschrift 'J h 22 aiiißc Mäun:ur,ß ycLbfi:ocrstündlich in ivirtschaftlicher Beziehung eine ata st r o p h e für die Bevölkerung bedenke?,- und daß es dabei namentlich angesichts des wenig entwickelten Ver.ehrswejens ohne sch w er e Hä r t ennicht abgeh d 'liegt auf der Hand. Für eine von einem dänischen Blatte gebrachte Nachricht,- daß auch Jerusalem von der Zivilbevölkerung geräumt sei, liegt eine Bestätigung nicht vor." Zur Lage der Juden m Palästina. Der Präsident der Wiener israel. Knltüsgemeinde Dr. Alfred Ster ü hat folgendes Telegramm vomGroßrabbiner Danon C hach am, Bachs, erhalten: „Agenee Haoas" hat sich eine ungeheuerliche Meldung über eine angebliche Judenverfolgung in Palästina geleistet. Ich erachte es als heilige Pflicht, dieser 'verleumderischen Beschimpfung der hohen türkischen Negierung, ' eine Verleumdung, bereit Zweck durchsichtig ist, in meinem Namen und im Namen der jüdischen Gemeinden in entschiedenster Weise entgegenzutreten und bitte Sie, diesem unseren Protest die größtmögliche Verbreitung in der allgemeinen Presse zu geben. Es äst eine lügenhafte Behauptung, daß die Städte Gaza und Jaffa ausschließlich zu dem Zwecke evakuiert worden wären, um die Juden aus Palästina hinwegzutilgen tind daß nur Juden von der Evakuierung. betroffen wurden. Die. Wahrheit ist, daß unter den 30.000 Einwohnern, welche Gaza inr Interesse ihrer Persönlichen Sicherheit verlassen mußten, sich nur etwa 20 bis;80 Juden befanden. Unter den 40.000 Einwohnern, welche Jaffa aus gleichem Grunde verlassen mußten, befanden sich 7000 Juden. Diese konnten sich aber alle in anderen Städten und Dörfern innerhalb , Palästinas niederlassen und tatsächlich hat fast, niemand von ihnen Palästina verlassen. Die jüdischen Kolonien, selbst diejenigen in der nächsten. Nähe vvn Jaffa und Gaza, sind durchwegs in Takt geblieben. Diese Tatsachen beweisen zu Eine Interpellation im schwedischen Reichstag. Der Stockholmer Korrespondent der ^.Fran Zeitung" berichtet: Die Lage der jüdischen Bevöllernug in Palästina, die gegenwärtig von englischer Seite in beit dunkelsten Farben geschildert wird,- hat in hiesigen, a u ch n ichtj ü d i s ch e n Kreisen eine gewisse U u r u h e erweckt und im Reichstage zu einer Interpellation der sozialistischen Partei geführt. Bei einer gestern in der Akademieder Wissenschaften stattgehabten hmjiiihiirf-H’n Bilisansstbüsse leate Ober- Vcrsaumilnng der jüdischen Hilfsausschüsse legte Oberrabbiner Ehr enpr ei s den Sachverhalt dar auf Grund von Ausklärungen,-. die inzwischen von amtlicher deutscher und türkischer Seite gegeben worden sind,- bedauerte aber den bisherigen Mangel an zuverlässigen Einzelnachrichten. deutlich genug, daß es sich seitens der hohen türkischen Regierung nicht um eine Maßnahme gegen die Juden gehandelt hat, und daß eine Msicht, die. Juden aus Palästina zu entfernen, in keiner Weise bestanden hat. Die Einwohner der evakuierten Städte erhielten ohne Unterschied der Konfession alle diejenigen Möglichkeiten ihrer Beförderung» welche die Umstände erlaubten, er armen Bevölterungsklasse wurde seitens der Regierung auch Geldunterstützung gewährt. Es ist eine krasse Unwahrheit, daß Hab und Gut geplündert worden wären, vielmehr war und äst alles Eigentum> das Zurückbleiben mußte, in allerbester Bewachung. Es ist ferner eine bös willige Erfindung, daß 7000 Israeliten aus Jerusalem ausgewicsen worden wären, mit Ausnahme .von einer Anzahl Untertanen feindlicher Mächte, Juden und Nichtjüden, sind bei Beginn des Krieges nur wenige einzelne iüdiicki!> lär/nmKfit mi3 rthuttittflmHliii»« ßrnnthfm Jej irdische Familien aus administrativen Gründen aus rusalcm verwiesen worden; ebenso ist es eine Lüge, daß ber V!-,Pl0l1INN./777i>ip7-P17tp IV SlfririPP TPirmfS Der Oberkommandierende der IV. Armee. jemals Aeußerungen des Uebelwollens gegen die Juden getan Auszug aus dem Protokoll Mer die Plenarsitzung des Kultusvvrstattdes Vorn! 6. Mai 1917, Beginn 19 Uhr vorm. v ielmeh r hat Exzellenz Djemäl P,ascha vielfach Gelegenheit genommen, durch Wort und Tat sein Wohlwollen und seine hochherzige Gesinnung auch für die jüdische Bevölkerung der Türkei zu bekunden. So hat Exzelleirz Djemal Pascha auch stets den religiösen Wünschen und Bedürfnissen der jüdischen Gemeinden und Militärpersoncn Rechnung getragen im Geiste jener vollkommenen Toleranz, welche bei der oltomanischen Regierung Tradition ist. Ins Gebiet der Märchen gehört auch die ungeheuerliche Meldung von errichteten ständigen Galgen und fortgesetzten .Exekutionen. Tatsache ist, daß — von.drei) Soldaten, die sich schwer vergangen^ Arger abgesehen — seit Beginn des Krieges kein ein-l Jude zum Tode verurteilt wurde. ' Der Großrabbiner Davon Chach am, Bachs. 1. Tranerkundgebung für das dahingeschiedene Mitglied d e s , B e r t r e t e r - K o l l e - giums Herrn Salo Cohn s. A. Kodolenzschreiben der orth. Kultusgemeinde Pozsony,- des Vereines ^/Einheit", der Jsr. Kinderbewähranstalt, des Verbandes der Türkischen Israeliten (Sephärdim),- des Bethausvereines L.Beth-Hatsilah", des Tempelvereines für den 8. Bezirks des TeMpelvdreines -für den 10. Bezirk,- der Frau Pauline Kand er, des Herrn Regierungsrates Dr. Fran k sn r t c r,- des Herrn Rudolf Goldstern,- der ChewrmKadischa Budapest, des huinanitären Vereines zur Unterstützung jüdischer Kurbedürftiger 7,Kursürsorge", des isr. Beth'ausvereines III., Erdbergstraße 15des Synagogen'vereines „Beth-Jsrael". 2. Einlauf. . a) Spenden. . * . b). Dankschreiben, des Herrn Dr. Willy v o n Gnlnta n u für die Kondolenz anläßlich des Ablebens seiner Mutter,- der Frau Sofie vo n G u t M a n n. Dankschreiben der Frau Lydie Winternitz für die Kondolenz anläßlich! des Ablebens ihres Gatten,/ Prof. W in Le rnitz. Dankschreiben des Herrn Albert L ö w für die Gratulation zu seinem 80. Geburtstag. DankschreWen des Kuratoriums der Kriegspatenschass für den einmaligen Betrag von 500 Kronen, mamESSpimy « »>