Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-08 · 22 (8.6.1917) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
22 (8.6.1917)
Date
1917-06-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3022248-3022271--26058-3051395
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nc. 22 Tr. Bloch'S Wochrnschrjft' « 7.c 367 Dankschreiben des Herrn Hugo B r e i t n e r für die' Kondolenz anläßlich des Ablebens seines Vaters, des Herrn Moritz B r e i t n e r. Dankschreiben des Herrn Ing. Max Weber für die Kondolenz anläßlich des Ablebens seines Vaters, Herrn Direktor Weber. Dankschreiben des Friedhosdieners Korporal Josef Fischer für die Gratulation anläßlich feiner Dekorierung -mit der silbernen Tapserkeitsrnedaitte 2. Klasse. Djankschreiben des Herrn Vertreters Leopold Sinto:: für die Kondolenz anläßlich des Ablebens seiner Muster. Djankschreiben der Familie Dr. M. Sch nepp für die Kondolenz anläßlich des Ablebens der Frau Anwni: S ch n e p p. Dankschreiben des Herrn Feldrabbiners Dr. Ernst Deutsch,- Militärseelsorger des k. u. k. 7. Korps, für die anläßlich des Pessachsestes bewilligten 1009 Kronen. Tru ck,'ehler-Ber ichti gung. In der Rede des Präsidenten Dr. Alfred Stern, Seite 344, Zeile 4, soll es heißen: .daß ich bisher bei diesen. Verhandlungen über einen Mangel an Entgegenkommen seitens der Kommune und der evangelischen Gemeinde durchaus nicht zu klagen habe". Zeichnet sechste Kriegsanleihe! Jüdische Mitbürger! Wir bieten Euch wie bei den früheren Zeichnungen die Gelegenheit,- auch bei der sechsten Kriegsanleihe sich mit Beträgen von. 50 Kronen auswärts,- zu den besten Originalbedingungen zu beteiligen. Bestrebt Euch daher,-. Diele Mitglieder zu werben, unb unser patriotisches Werk soll auch Don der Mithilfe der unbemittelten Judenschaft gekrönt sein. I:: unserem Bureau werdet: vor- und nachmittags Ze ich n u n a e n en taeaengen o mmen. .-.Agudas Jisroel". 2. Bezirk,- Große Pfarrgasse 23. - Wien,- im Mai 1917. tu::, ist ihn: Guttat. Wie natürlich strahlte diese innere Wärme und Güte auch in seine berufliche Tätigkeit als Publizist und Redakteur des .Neuen Wiener Tagblatt" aus; Klarheit und Bestimmtheit sind die Eigemrrt seiner publizistischen Arbeiten, die stets in vollster Sachkennk nis und kluger Zweckdienlichkeit de:: gewünschten trefflichen Eindruck machen. Als Redner aber erntet er stets lauteste Zustimmung; das Wort kommt immer ungekünstelt von seinen Lippen; ein Redner, aber fein Rhetor. Gaukelei ist den: aufrechten Manne in jeder Erscheinungsform ' gründlich zuwider. Seine Familie und feine Freunde, das ist seine Welt. Sei'.: Beruf ist ihm hehere - Ausgabe. Es gibt wenig Menschen. die so frei von jeder Pose find, wie Bernhard Münz. Er ist eine Herrcnnatur und hat daher auch diesen einen Nachteil; er hilft so gern andere, verschmäht aber, in unseren: Zeitalter der Demokratie oder Koovoration jegliches Mit-ihm-Gehen; er durchschreitet so eigentlich immer allein seinen Lebensweg. In den alten, guten, liberalen Zettel: ausgewachsen, bei Schmerling und Giskra hoch angesehen, achtet er in der Politik und in: Leben die Anschauung eines jeden. i:ur den Haß. den versteht er nicht, und bei: bekämpft er; aber auch beileibe nicht durch Haß. sondern durch Güte. Daß er ein echter, guter Jude ist. das wissen die Juden. Die anderen aber läßt er es nicht merken. Vielleicht ist dies das Hübscheste tut ihm. daß ihn jeder liebgewinnt :n:d liebgewinnen kann. ohne sich prüfen zu müssen: warum ist er mir so u>ertV Und so gratuliert mm: ihn auch zu seinen: Jubelrage h: Herzlichkeit, wie man etwas ganz Selbstverständliches tut. So viele Streitigkeiten. Zwiste und Querelen hat er meisterhaft glatt geschlichtet; daß er aber je selbst Anlaß zu einen: Konflikt gegeben hätte - keiner seiner abertausend Freunde wird davon erzählen können. Diese unauffällige, stetige Betätigung, jeden-, der m seiner Nähe, zu überzeugen und zu kehren: Denk' doch gut von der: anderen! ist nicht das kleinste Verdienst des Bernhard M ür:z. Er hat eine gute mensch liehe Sendung trefflich ausgesührt. Zur Güte erziehe::, ist schwer, aber löblich. Und dafür sollte ihn: jeder die Hand drücken. g. s. Bernhard Münz' 60. Geburtstag. Sic fordern mich, lieber Dr. . Bloch, an ft wieder einmal, nach langer Zeit, als nilisthjgui>lie<l lbi eixma- — wie Sie sagen — in Ihren: geschätzten Blatte zu erscheine::. Der Anlaß ist mir hochwillkonunen und Ihre. Tribüne in diesem Falle wirklich ein passender Ort. gilt^, es doch, Bernhard Münz zum sechzigsten Geburtstags zu beglückwünschen. Denn er verdient es wahrhaftig, daß man - ihn aufrichtig ehre. Gar selten findet man so harmonisch nusgebildete Naturen wie diesen jugendsrischen Jubilar, und das bemerkenswerte ist, daß alle, die ihn kennen — und alle, die ihn kennen, lieben ihn —, einstimmig bekunden, er sei heute derselbe wie vor vierzig Jahren, da er, früh ins arbeitende Leben trat. Und das ist das schöne, daß er sich' nicht ändern mußte, daß die Reise seiner Jugend bereits alle guten Eigenschaften des heutigem aus sich gestellten, selbstsicheren Mannes hatte und deshalb nichts von: Schwünge, nichts von der Frische einbüßte, die ein Geschenk der Tage ist, die inan ohne graue Haare genießt. In seinem. Elternhause wurde der Scharfsinn zugleich mit den: Herzen kultiviert. Vielleicht stärker, als seine:: Ehrgeiz, seine großen Talente zur Geltung zu bringen, war sein Drang, ganz einfach ein guter Mensch zu sein. Bernhard Münz wurde und wird geradezu von seinem Innern aus getrieben. Freunde zu finden, und da dies wackere, ehrliche Naturen gleich spüren, wenn sie derartigen Menschen begegnen, so gewann er in seinem Leben eine unübersehbare Schar von Freunden, denn gut zu Vermischtes. Erklärung. Verschiedenen bei der Redaktion eingelaufenen Zuschriften ist zu entnehmen, daß in manchen Kreisen irrigerweise oder vielleicht geflissentlich die /.Oesterreichische Wochenschrift" als ein von irgend welchen sogenannten maßgebenden Kreisen abhängiges und te.'inslust'es Organ dargestellt wird. Diese durchaus wahrheitswidrig-e Annahme möchten wir hier mit allem Nachdruck abgewiesen haben. Die „Oesterreichische Wochenschrift" wirkt seit vieruuddreißig Jahren in: Dienste der jüdischen Oeffent,- lichkeit, nicht als Organ irgend einer Partei oder Korporation,- sondern in voller Unabhängigkeit; unabhängig von den staatlichen Behörden,- unabhängig von den herrschenden nationalen und politischen Parteien, unabhängig auch von allen Leitungen der verschiedenen jüdischen Organisationen. Auch ihre Stellung zur Wiener israelitischen Kültusgenreinde ist keine andere; sie ist nicht nur kein offizielles, sondern nicht einmal ein offiziöses Organ des Wiener Knltusvorstandes. Die Auffassung der öffentlichen Angelegenheiten,- di': Anschauungen, Urteile und Bestrebungen,- die in der ..Oesterreichische:: Wochenschrift" ihre Vertretung finden/ sind ausschließlich Ueberzeugun gen der Redaktion/ welche diese vor der Oeffentlichkeit zürn Ansdruck zu bringen und zu verteidigen als im

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.