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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-05-25 · 20 (25.5.1917) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
20 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
– (sequence 18)
Language
German
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--■*» >.««. .!äarag üiSTi Seite 338 Dr: BloW's Wochenschrift' Rr. 20 , mit dem Sekretär Rüben za Hst die Direktoren der bedeutenderen Bankinstitute,-.die.Beamten.und Angestellten dervom .Verstorbenen geleiteten industriellen Betriebe, die Zöglinge beider Mischen Waisenhäuser/mehrere Offiziere, -die..-Mischen Religionslehrer und viele andere eingeMden. Nach einem Orgelvräludium und -dem vom Chor gesungenen Psalm brachte Oherkantor..Saich das El Mole. rachaMünsGebet in vollendeter Weise. zum Vorträge,- worauf Gemeinderabbiner Dr! Guttmann, der bereits am Grabe im- Namen der Gemeinde vom Toten Abschied genonunen,- die Verdienste desselben um die Gemeinde in einem tiefenrpfiurdenen Nachruf würdigte. Abernraliger Gesang und Kaddischgebet beschlossen die Feierlichkeit. — Einige Tage zuvor fand auch in der Synagoge des Waisenhauses,- um dessen Errichtung und Fortentwicklung sich der verewigte Präsident besonders verdient gemacht hatte,- eine Trauerandacht statt, wobei ebenfalls der Eeineinderabbiner eine Ansprache an die Zöglinge hielt. -. _1_- Merchenberg. (Amtsjubiläum.) Am Pfingstsonntag, den 27. Mai 1917 (1. Tag des Wochenfestes), feiert Se. Ehrwürden Herr Prof. Dr. Emil Hofmann sein 25 fahriges AmtsjubWum als 'Rabbiner der israel. Kulrusgemeinde in Reichenberg. Die Ehrung des Jubilars findet genau 19 Uhr vormittags im' israel. Tempel statt. Bndweis. Der Finanzminister hat dem Prokuristen,- Kasfier und Direktor-Stellvertreter der Böhmischen Eskmnpte-Bank-Diliale Budweis, Herrn Hugo B l ochfür seine w!ährend des Weltkrieges im Interesse ' der Förderung des Erfolges der Kriegsanleihen entfaltete -überaus hervorragende patriotische Betätigung ein Änerkennnngsdekret verliehen. . Berlin. an der "Berliner - Universität . Dr. meö. et phil. Franz Oppenheimer ist der Professortitel. verliehen worden. — Kammersänger Jadlowker hat vom König von Bayern das Ludwig-Kreuz für seine Bemühungen um die Wohltätigkeit in. Bayern verliehen erhalten^ ' "st - Wer weiß? Kobel Kraut h ammer aus Kolomea, derzeit in Pokau, Bezirk Aussig, als Kriegsflüchtling untergebracht, sucht seine Frau Rifia. richtig Zwecher. fälschlich Krauthammer, samt fünf Kindern,.- ... Fremde Sprache« tu jüdischer Schrift. Bon Matthias Mieses. .(Fortsetzung.) Der jüdische Schristfevaratismus, auf dem den Juden-so. nahen arabischen Sprachgebiete, konnte der engeren Kulturgemeinschast, die die Inders mit den ata? bischen Moslims, tspeziell Mit den Mauren Spaniens durch!. große. .GxschichtArchschnitte' '.ürnehatlen, kehr.Haar '-krMrmen. /Die große Phalanx der jüdischj-MAurischen Denker Avicebron, Bachja, MmMonides, Jehnda Häleöi u. v. a. .schöpften ihre Weisheit -aus deur Born moslimisch-arabischer Philosophie, g-chörten denselben Schulen an, bedienten sich derselben" Termini, Phrasen und Gedankengänge wie die eigentlichen Mauren; in der Sprachforschung, hegest und.Poesie der andalusischen Synagoge nmchte ' durch Jahrhunderte mohämmedansich-arabische ' Geistesart und Gesittung seinen. Einfluß geltend; doch die' Grenzen. zwischen der jüdischen und. Mohammedanischen Geistesvroduktion wurden dadurch nie. verschoben. . . . Bei gemeinsamer Pflegeidentischer Kulturwerte, wurde der Richtlinie.der hfftWstschM-iHntwMüngJchK/zuwWeist g'ehandelt. Das Gesetz geschichtlicher Gradlinig keitwurde durchs -keine gleichnMcherischeg,' geschichtswidrigen > ^Tendenzen gestört. Es> gab -darumin .der Mrabisch-andalusischeu - Kulturepoche auf den Höhen, des. Parnaß keine s literarische Fremdenfragekeine geistigen .Zusammenstöße, keine psychologischen Reibungen.'zwischen. Juden und - Moslims. Alls demselben Knlturgebiete lagerten Jerusalem, und Mekka,, doch, hinter .eigener Schristtradition verschanzt, getrennt.voneinander.,Der. Seväratismus) der die geschichtliche Kontinuität wahrte-uMMelt. die- Menschen unversülschter,! aufrichtiger ermöglicht^ ihnen jene' Ruhe. LerJHroduMon,-s -dier. uns 'Ln .der Mischtz arabischen Literatur verblüfft, und. jenes konzentrische Wirken, dessen Emanationen bis - in. die. zeitgenössische christliche Literatur hinein auszustrahlen. Biele , bedeutende Scholastiker,'.wie Albertus -'Magnus, - FhvMas, von Aquino u. v. a. standen erwiesenernmßen uiiter dem Einfluß Misch-aräb.ischer Denker, speziell Maimonides'. Die arabische Schrift' als .solche "war., den -iJuden. bekannt. Samuel KanaMd und fein Sohn .Josef - verdankten. zu großem Teil ihvest Reichtum und Ehre-ühver Kenntnis der Moslimischi-arabsichen Schrift. JHuda.Sn Tibbon befahl in seinem Testament, seinem- Söhne die arab ische Schrift zu erlernen. Salomo ibn Iw sich soll seinen Kommentar ursprünglich! in. arabischen Charakteren-' geschrieben und erst Josef, ihn Nechemiäs ihstr nach Art der Juden transkribiert.habensio) Jüdische' Geschäftsleute Mußten 'dasarabische -Alphabet schon aus rechtlichen Gründen kennen, da! arabische Dokumente in Wdischer Schrift vor einem mohiammedanischen Gericht stecht klagbar waren.ist Die Kenntnis der arabischen Schrift dürfte bei den Juden se'hvverbreitet gewesen sein. Die älteren Mischen Kursivschriften, sollen bon den arstbischen KMjstschristgattungeist, demt Divany; und. .der Tali ^> schrist, beeinflußt worden sein.ist Dies alles änderte jedochl nich ts an der gesamten Sachlage. Literarisch. lebte sich der Maurische Jude bei. allen Kulturbeziehnngen nur iit; der hebräischen Schrist aus. Selbst arabische Werke -mohammedanischer Herkunft, wenn sie beim jüdischen LesevnblikuM- Eingang finden wollten, müßten mit Mischen Lettern untgeschrieben werden,- Als Transkribent Moslinnsch-arabischer. Werke hat sich -im 19. Jahrhundert Schemkob ben Jsak Tortosa einenMamen erworben.^)' " ' MohaMmedanischf-arabische -Werke in Mischer Um* schrist sind auf unsin Menge gekommen. Sie ' sind literarhistorisch oft von ungewöhnlicher Bedeutung, da sich unter ihnen oft- Bücher befinden, die in der' offiziellen arabischen Literatur infolge ihres! Inhalts voir überfioMMen Moslims dann verfolgt wurden und verlorelr gingen. Die Werke des berühmten möslimisch-arabischen Philosophen Averröes verdanken' ih!r' Erhaltenim Urtext fast ausschließlich denk Wdsichen Versteck,' so auch! die arabische Uebersetzung der Meteorologie von Aristoteles, wie' eine Unzahl' anderer, hauibtsächlich' fteide'nketisch'er Werke.^)' Manche nwhiMMLdansich-aräbische Literäturprodukte, die bei'den! Juden ihr Asyl fanden, verwuchsen so mit ihrer. neuen 'Literaturheimat, daß' sie als Erzeugnisse jüdischer Autoren von Literaturhistorikern.' lange angesehen' wurden, so die Werke vostlAolenzoar al'Kistdi, Honein ben Wak.^s) - - :' . .;" " - 1.°) Steinschneider in -Jewish -Quarterly Review, -XII, - 613 -sq. si). Maimonides,. .Responsen. (Per, Hador)/.^'110. :. i.'. . 12) Löw:! Graphische 'Requisiten, 75. '; 13) Steinschneider: Arabische Literatur der Juden, XXIll. ' 14) Steinschneider: 'Iniroäuction tir arabic Litei-ätutfe' öf JeV«, ' in Jewish - Quarterly Review.- Bd. - XII. -- 50- (Jahrgang 1900). '; .. 15) ib. 603. ., " " - ' '

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