Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 20 (25.5.1917)
- Date
- 1917-05-25
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 90 D«r. Bloch's Wochenschrift Seite 337 der Debatte sprachen Heer. Dir.. L). K-u h n e r. -und Ben- MMn Fuchs Me Züstinttnung zu den ' MfgestMten G-rundsätzen Ms. We anwesenden Vorstandsmitglieder betonten ihr rdgds Interesse M denk Religionsunte rricht,- wps 'mit Beifall auMnonkmen wurde. Zum Schlüsse dankte der .BooMende deM! Referenten sur sein wohldurchdachtes Referat. Sehr geehrter Herr Chefredakteur! Me ich- Aon Dielen Seiten^, selbst als Soldat, höre, mangelt es nn Tesilin§ TallWoten,. Sidurim usw., da sie Der Soldat zum Teil durch! das Wandern von Ort zu Orsi Don Spital zu Spital verliert. Bieten mangeln auch die Mittel zur Beschaffung derselben. So wäre die Mir Don befreundeter Seite angeregte SchaffrkM einer LieL-esgabenzentrale für jüdische Sol dp len ein Werk von größter Wichtigkeit für das ganze Judentum. ' Auch Don seiten der Herren Feldrabbiner wiirde eine Zentralstelle^ die die Mittel aufbringen könnte, sehr freudig begrüßt werden. Mit dem Wunsche^ daß, es gelingen möge, dieses schöne Werk in die Wege zu leiten^ zeichnet mit aller Hochachtung Ein Jude in Feldgrau. WiLN-Fünftzaus. (T a l mub - T h o r a - V e r e i n für die westlichen B^irke.) In der am 29. April stattgehabten Generalversammlung konnte der Vorsitzende Harr Rabb. Dr. I. Tagli ch t die erfreuliche Mitteilung vom Anwachsen der Mitgliederzahl machen, durch deren Beitrag ein Teil der vergrößerten Ausgaben gedeckt werden. Der Schulbesuch ließ wegen des kollidierenden Unterrichtes in den Volks- und Bürgerschulen.zu wünschen übrig. In dieser Beziehung wird das hoffentlich nahe Ende des Krieges Wandel schaffen. Der Rechenschaftsbericht zeigte auch sonst manche erfreuliche Tatsache und bewies das .wachsende Interesse der westlichen Bezirke für die Schule. An Stelle des wegen, geschäftlicher Ueberbürdung von seinem Amt als Schriftführer zurückgetretenen Herrn Karl Lamdeis wählte der Vorstand Herrn Hermann Berliner. Dem langjährigen und -verdienten Lehrer des Vereines. Herrn Franz J.-elt-fch, widmete anlätzläßlich seines 70 jährigen Geburtstages «der Verein ein Ehrengeschenk und eine Dankadresse. Schließlich sprach Der Vorsitzende den Wunsch und die Hoffnung aus, daß auch im begonnenen Vereinsjahre der Verein erstarken und an Mitgliederzahl zunehmen möge. - In den Räumen der Vereinigung bildender Künstlerinnen Oesterreichs I., Mayfederg. 2, ist eine Reihe Don Bildern der jungen Künstlerin Katy. Z i r n e r ausgestellt^ die, durch ihren Fmniliennamen vorteilhaft in die GesellMaft eingeMrt, dessen Klang durch ihre Leistungen zu wchöhen uns dem besten Wege ist. Eines ist den hier verzapften Kostproben allen gemeinsam: das Zeugnis ehrlicher Arbeit. Die Sachen sind korrekt in der Zeichinxstgr getroffen in der Farbe. Von einem! persönlicherr Stil zu reden, wäre bei dieser Spärlichkeit der Belege verMM, .Doch! spricht sich in allen Stücken ein tüchtiges Dcckent Ms. Genres. Landschaft^ Porträt, Stilleben, alles "kommt vollwertig zu seinem Recht- Am ansprechendsten wirken auf den ersten Blick die stimmungsvollen Ausschnitte ,;St. Gikgen" und „Mariazell". Aber „Mutter und Kind" fesseln anhaltend und dürsten den Elim Dieser beMeidonen Auslese bilden. Das ^.Kaffeehaus" zeigt gute KomplHtiMx Der „Wlogmatikor" gesunden Hu- DivrA^,Anbetun!g" M als Wippe gedaM gelungen. Die Porträts Depraten sichere Intuition. .Wir wünschen dem NaWM^aGavMa Zn rn,e r. recht baldwieder in unseren Salons. zu begegnen. M. Airstritte aus denk Judentum vom 13. bis 19., Mai. 1917.' Bennisch Fraiy, Bankbeamter, geb. 29. Oktober 1886, Strakonitz. 19. Bez., Gichendorffgasfe 5. Gabbe Johanna, geb. 14. Mai 1887. Libau (Kurland), 18. Bezirk. Riglergafse 14. Groß Friedrich, Student, geb. 22. Mai 1891, Wien, 3. Bezirk. Radetzkystraße 8. __ Kohn Tilda, Hilfsarbeiterin, geb. 8. September 1894, Lakompak (Ungarn). 5. Bez., Diehlgasfe 52. Mandl Paul, geb. 1/. Juni 1876, Wien, 8. Bez., Josesstädterstraße 68. Mandler Eugen, Ingenieur, geb. 6. Januar 1885, Humpoietz (Böhmen), 2. Bez., Obere Donauftcaße 43. Rajnis Georgette Antichievich, geb. 9. August 1891, .Wien, 9. Bez., Sensengasse 8. Seidner Anna, Pflegerin, ged. 16. August 1389, Wien, 7. Bez., Schottenfetdgasse 75 a. Stein Melanie, Kontoristin, geb. 5. August 1392, Wien, 2. Bez., Große Schiffgasse 6. Weiß Joses, geb. 25. Januar 1860, Preßburg, 3. Bez., Reisnerstraße 38. Wiltschek Anna, Schneiderin, geb. 22. Januar 1693, Seelowitz (Mähren). 2. Bez., Springergafse 30. Minier Elsa, geb. 8. Dezember 1893, Wien, 9. Bez., Nußdorferftraße 4. Rücktritt zrrm Judentumr. Heyer Friedrich, Juwelier, 2. Bez., Taborstraße 57 wohnhaft, ist am 10. Mai d. I. zum Judentum zurückgetreten. Wiener-Neustadt. (A u s z e i ch n u n g d e s K u l t u s - Vorstehers.) Unser Knltusvorsteher Herr Dr.. Wilhelm Wolf, der seit Beginn des Krieges als Regimentsarzt für die militärische SanilMspslege tätig isst wurde^ von Seiner Majestät dem Kaiser außertourlich zum Stabsarzt befördert. Diese hohe Auszeichnung unseres eifrigen Herrn Kultusvräsidenten ist eine Ehrung der ganzen Gemeinde, an deren Spitze Herr Dr. Wolf seit mehr als zehn Jahren stcht. Nach Einrückung der meisten Vorstände wurde Herr Dr. Wolf Don der Statrhatterei mit der Leittmg der Gemeinde weiter betraut und unterstützt von vier ernannten Beiräten und dem erprobten Sekretär Herrn Landau,- ist Herr Dr. Wolf trotz der aufreibenden Tätigkeit im Kriegsspital rastlos auf das Wohl der Gemeinde bedacht. Beim Empfange der Hnldigungsdeputation der Juden Oesterreichs wurde auch" Herr Dr. Wolf von Seiner Majestät durch eine Ansprache und Händedruck ausgezeichnet. Blumau. Für die jüdischen Soldaten wurde hier durch das Entgegenkommen des k. n. k. Militärkommandos eine rituelle Küche errichtet. Im Syeiseraum wirb ein täglicher Gottesdienst abgehalten und bedeutet diese Einrichtung für die in Blumau, befindlichen jüdischen (Militärpersonen eine große Wohltat. In humaner Fürsorge haben sich um diese neue rituelle Institution Herr Oberleutnant Spitzer bemüht. Auch dem Korporal Julius L ü f t s ch ü tz gebührt Anerkennung für seine Bemühung, den dortigen Mannschaften die rituelle Kost zu ermöglichen. Als Menagemeister sorgt für die Befriedigung aller Teilnehmer der rituellen Küche Herr S e e l i n g e r. . Lemberg. Nachdem die provisorische Bestattung des lanWährigen, verdienstvollen Präsidenten unserer Gemeinde Dr. Simon Schaff in Wien unter überaus zahlreicher Beteiligung der dortigen offiziellen jüdischen Kreise und der galizischen Glaubensgenossen stattgesnnden; veranstaltete der^ hiesige Knltusvorstand Sonntage 13. Mai, eine, solenne Tranerfeier in der fortschrittlichen Gememdesynagoge. Das mit TrauereMblemen geschmückte 'Gotteshaus war in allen seinen Räumen dichtgesüllt. In den ersten Bankreihen hatten sich außer den Familienmitgliedern die Stellvertreter des Regierungskommissärs der Kültusgemeinde Dr. Wasser und Dir. Feldstein mit der: Mitgliedern des Beirates^ die Repräsentanten aller Gemeindeinstitutionen und humanitärer Vereine? der Vorsitzende des jüd. RetttmgDkvmitees Pros. B r o mb er g