Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 20 (25.5.1917)
- Date
- 1917-05-25
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 332 ffir. BlviPS sich bis zur Tel b sta u f o p s e r u n g an der Zeichnung " zu beteiligen. Die Bessersituierten müssen den Minderbcniittclten zu Hilfe kommen durch Partialbeteiligungen, durch Vorschüsse und Geigerlleistmrgen aller Art,- alle Zahlungen seitens des Staateswie v!on Privaten müßten möglichst in Kriegsanleihe stivuliert und zum Emissionskurs angeiwMmen werden. Verein zur Abwehr des Antisemitisnms. ZlihresbesMechjUNg der „HllsMnunlission 1915" und der „KrivgisMchMilst,,sÜ!r PMsttna". Montag, den 14. d. M., wurde im Zeremoniensaal der israelitischen Kultusgemeinde'Wien, 1. Bezirk,- Seitenstettengasse 4, die Jahresbespr«hung der Hilfskommission 1915" und chrer Ziveiginstitutionen abgehalten. Außer den Mitgliedern des Ausschusses waren u. a. als Gaste erschienen die Herren Kultusvorsteher Hofrat Dr. Q ö in it e r in Vertretung der Wiener Kultus'gemeinde und Redakteur Dr. Szabolcfi aus Budapest als Mgesandter des ürrgarischen Landeskomitees für Palästina, das, vor zwei Jahren als Parallelaktion zu dem Wiener Unternehmen von Ministerialrat Dr. Lederer und Doktor Szabolcfi ins Leben gerufen, mit den Wienern in steter Fühlung geblieben ist. In Verhinderung des Vorsitzenden der Hilfskomüttssion Herrn Dr. Kobralik leitete Herr Rabbiner Dr. Grnnwald die Versamntlung. Gr gedachte des Hinscheidens wertvoller Mitarbetter, wie des Kultusoräses Dr. R o s e n b a ch! e r' r- Prag und Kultusvvrstehers Heinrich M e n d l - Wien. Ihr Andenken ehrte die Versammlung durch; Erheben von den Sitzen. Hatte im Frühjahr 1916 die Mitteilung Werrascht, daß der Gesamtbetrag der gesammelten Hilssgelder die Höhe von einer viertel Million Kronen erreicht, so konnte diesmal zu allgemeiner Genugtuung sestgestellt werden, daß, die erste. Million überschritten sei. Die schwierigen Kursverhältnisse erforderten die Aufbringung nahezu des Zehnfachen dessen, was! die Schützlinge in Palästina * unbedingt brauchten. Ein Versuch, durch Ausfuhr von Lilber diese Schwierigkeit wenigstens teilweise zu beheben. kämpft Mit Widerständen, die zu brechen trotz, aller überaus tatkräftigen Bemühungen unserer hohen Regierung bisher nicht gelingen wollte. Es wurde deshalb, dank dem Eingreifen Seiner Exzellenz des Herrn Ministers des AeußerN/ unser Konsulat in Jerusalem beauftragt, 6000 türkische Goldpfunde anzukaufen, und es bleibt zu hoffen, daß Ms diesenr Wege die allergrößte Not ein wenig gelindert werden wird. Infolge der kriegen rischen Ereignisse der' jüngstem Zeit ist naturgemäß? die Bevölkerung Jerusalems erheblich; angewachsen und dgmit auch die Anzahl der mittellosen Oesterreicher und Ungarn, so daß>- laut den letzten uns zugekommenen Be- . richten aus Palästina, ein allgemeines Merben und Verderben unvermeidlich: wird, falls nicht die Hilfsaktionen in Wien und Budapest das Aeußerste an Kräften aufbieten. Nächst dem Ministerium des Aeußern wurde in dem Refertte des Herrn Dr. «Gr unwald den Mitarbeitern wohlverdienter Dank ausgesprochen. Vor allem den wackeren Landeskomitees in Prag (GeschästssiHrer i. E. Landesadvokat Dr. Theodor W e lisch),- Brünn (Jonas L aw -Beer) und 'T r v pp au (Kultuspräses Dr. Sonaren sch ein), sowie den Budapestern,- die soeben einen nmnhasten Betrag für die Kriegsspitalshilse eingesändt hatten'. Auch in Graz, Innsbruck) Lemberg. Linz rurd Triest sollen -ährrliche Zentrengeschaffen werden.' Schon bis setzt sind aus diesen Städten namhafte Betrage eingelaüfen. Nur durch Zusammenfassung aller dieser energischen BenÄhüngen war es der Hiksskonrnrission möglich, ihre Mehlaktionen in Je rusal em, WWmfchrlst" -s'" M. 30 Sased' und Tibe?rias) die WaichenfÄjrfor-gwi die Unterstützung der in Wien MrückgMiebonem bedürftigen Palästinenser und verschiedener Wohlfahrtsanstatten und Schulen in Palästina, wo unsere Hilfskommissivlt als „EsraMien"" sich einen , guten Namen erworben hat, weiterzuführen. Auch hat sie im' Verein mit, der .Mviegsspiialshilfe" nnserenr Konsulate in Jerusalem Mittel Mr. Verfügung gestellt, in dem dortigen unter österreichischungarischem Schutze stehenden .Rothschild-Spital Bettelt für Angehörige der Monarchie zu belegen. Unser Komitee in Jerusalem, das unter/wohlwollendster Assistenz, des Herrn % n. k. Konsuls Krams von' Herrn Rabbiner M. Groß in laufopfernder- Mühewaltung; mnstergÄtig geleitet wird, hatte die besondere Freuds die Judell in dem österreichisch-ungarischen Detachement, das an der Sinaifrönt mikkälmpft, an jüdischen Festen zu bewirten. Unter den bei Gaza 'gefallenen Inden wurde . ernies! ungarischen Glaubensgenossen besonders Erwähnung getan. Ein deutscher Soldat, nebenbei mehlvsacher MAliomär, steuerte an Ort und Stelle zur Bestreitung her Pessachbedürfnisse in diesem Jahre, für die unsere MlsKkomMission rechtWitig die vevfügbareu Mittel bereitgestellt hatte, 200.006 Mapk bet. Unsere HilfsDlMnWvu wendet ihre UutersWüngen nicht bloß ddw OstgälizianeMl und Bukdwinaern zu, sie WvDhrt: HW' dem NhtMötzMu auch anderer Kolelim, so' den Divohvbyczern und Uügärn^ worüber Berichte aM ZeuMiffe von dem Vorsitzende zur Verlesung gebracht wurden. Dieser Bericht des Herrn Dr. Grunwald wurde mit. Beifall aufgenonttnen, - und' ebenso das Referat des Herrn Hosrates Dr. Julius Sch; l a g über die. Leistungen der „Kriegsspitakshilfe", deres dank dem Entgegenkommen unserer Ministerien gelmrg, für 10.066' Kroiren Medikamente nach. Palästina zu schaffen, wo es an den allernotwendigsten Heil- und ärztlichen Hilfsmitteln.- gebrach:- - Die zustim!rNenden.'Gutachten.".-Wiener undoBerliner Hochschullehrer, die Herr Hosrat; Dr. Sch l a g. zur Verlesung brachte, bestärkten die ^KriegsspitÄshilse", aus dem eingeschlagenen Wege: UnteDützung ärztlicher Institute in Palästina, AuMirdung geprüfter Wegerinnelt üsw., fortzufahren: Auch/ diese Ausführungen exitteten lauten Beifall, ebenso die von Herrn KullusveMeter Hofrat Dr. Loewn-er gegebene Anregung,, mit - der Wiener KnttüsAemeind'e (gemeinsame /Schritte zu erw,ägen.- um den gesteigerten MHorderungen der PälästiMhilfc gerecht zu werden. Die Herren Rabbiner Steiuberg, Feldrabbiner Dr. Hausner und MrnlMbH o fb a n e r befürwortetem die Agitation bei', den KuKusgemeinden Galiziens; diefjaglos von Erfolg gchrönt; sein würde, wenn die Wiener:Kultusgenl>einde ein umfassendes Zufanttnengehen aller österreichischen Kultus gemeinden in dieser so hochwichtigen und unablveisbarerr Angele gescheit inaugurieren wollte. Vorbereitende Schritte in dieser - Richtung wurden vom der BersanÄNlirng beschlossen. / % Herr Redakteur Dr. S z a b o lcsi ÄanKe -Wr Me iM zuteil gewordene Begrüßung und berichttte-Wer -die HMster Achtung weEn'-' LerstlÄ^''-'des^.,ÄMMs8^-'>HMeW kömttees, Er sprach; chi/UgWMiäMchmWküW Worte« der ^Wiener MDWmftMsion" die ÄnerkM-nulWÄr nnMrischen Juden aus./ - ' .. Herr Oberrabbiner Re ich-Badest und Heist Hofrat Dr. SWag!,. lMerer.' in einem, meistechststen. Wf bräischen Hymnus, stierten die Leitung^ und die bischerigen Erfolge der Wiener PalMüm^HilHaktioilelst. nrch Herr Wolf.P appenheäm wünschte hem! Unternehmest den . gleichen Fprffchrttt i?Tt: neuen WbeWähr,;;