Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-05-04 · 17 (4.5.1917) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
17 (4.5.1917)
Date
1917-05-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3020846-3022248-3022266--25962-3051294
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 276 dir. 17 Dr. Block'S Wochenschrift' ausschließlich mit dem Priester allein beschäftigen, um zu wissen, jn welcher Eigenschaft derselbe hier vor seinein Volke, fungiert.. Obwohl wir Len Inhalt dieser vom Priester an das Volk gehaltenen. Ansprache noch nicht kennen, ist gleich aus diesem .Satze zu entnehmen, daß; dieser Priester hier im vorstehend erloiÄHNten Kriege dieselbe Mission hatte, wie heute jeder andere Feldrabbiner im Kriege, und Mar die Soldaten, die. Truppen mit seinen Worten, mit seiner Ansprache an Gott, an die Religion, an die religiösen und Patriotischen Pflichten Zn erinnern. Denn welch' andere Funktion könnte dieser Priester in dem vorstehend evlvWnten Kriege nach der heiligen Schrift haben? Jn welch' anderer Eigenschaft könnte hier der Priester hervortreten, wenn nicht in der eines modernen Feldrabbiners? Wir wollen nun sehen, wie der Talmud und sämtliche . Kommentare ihn nennen. Sie nennen ihn fWfi der Gesalbte des Krieges, infJkpK /‘"ÄH» der den Zweck hat, im Kriege in religiöser und moralischer Beziehung Lei den TrnWen zu wirken, wie der berühmte Religionsphilosoph! j"3ö* kurz, aber und rich>- tig hervorhebt: ...Und der Priester,, der Diener Gottes, hat zu erinnern uud zu wahnen (die Truppen) an die Furcht Gottes und an das Vertrauen zu Gott. Die Vorsteher aber, die Beamten, die Schoterim — von welchen weiter die Rede ist — sollen in weltlichen Angelegenfheiten reden." Der TalMNd Sota 42a beNterkt und betont, daß. nicht jeder Priester, sondern eben nur der dazu und zu diesem- Zwecke auserwählte und bestimmte Priester, d-as ist dieser ,M!es a l L t e", v o r d a s B v l k, v o r die' T r u p p e n (bevor dieselben ins Feld ziehen), trete und s p recheda ß n u r-die s er Pr re ster das R e ch t - hat, diese Funktion zu Ocher nehmen, der eben mit dieser Missionbetraut wurde. Aus all diesen Stellen der Kommentatoren und des Talmuds ist zu ersehen, daß schon zu jener Zeit eine Wahl unter den Priestern vorgenoMmen wurde, die den Zweck hatte, einen beMmImiten, geeigneten Priester für den Krieg zn nonnnieren: Prz-emysl, den 25. April 1917. Dr. Lsso Bertis ch, k. u. k. Feldrabbiner und Leiter der k. n. k. israelitischen Militärseelsorge des MilitärkoMNwndos Przemysl. Kalo KoHn. Die --Heiche des hochhechigSen Wilarrthropen Sa.lo Cohn, der als PMid^rt dem Verein Wr fromlme und wohltätige ' Werke („Ehawra-Kadischa") und mehrere andere wohltätige Vereine geleitet und dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde als Vertreter ' angehört hat, wurde Sonntagum! 11 Uhr vormittags,, auf der israel. Wteilungdes Zentralfriedhofes unter vielfachen Zeichen ehrender Teilnahme bestattet. Außer der Familie hatten sich eingesnnden: ' * t - Ministerialrat Dr. D av y, Generalstabsarzt D.r. Pick, der " Präsident der Künstlergeiwssenschaft. deren Ehrenmitglied Salo Cohn mar, Prof. D a r n a u t mit Oberbaurat H e l in e r; vom Kultusvorstand : I. Vtzepräsident Dr. B. Rapp äp o'rt, . Dr. Jakob Deutsch, Dr. Jakob Engel, Prof. Dr. S. Ehrmann, Ernst Hirsch, kaiserl. Rat Sigmund K auders, Dr. Wilhelm .PäppenHeim, Eduard Schwarz, Kommerzialrat Leopold Simon, Direktor Alois Weishut, Mar Zirner, Sekretär Emil Engel; die RabbinerDr. Mar Gru nWal d.' Dr. Bach, Dr. F euch 1 w a irg, Dr. Rose n in a n n, Dr. Taglicht; von der Chewra-Kadischa: Vizepräsident Dr. - Markus Spitzer, Moritz Eißler, S. Goldm'ann, Jacob Karpeles, Carl L e m b erg e r, ,S. S i Mo n, S. St e i n e r, Sekretär F r e i st a d t; vom Bethausvorstand: Anton Beck, Carl Freund, Rudolf Kohn, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Münz; von der „Israel. Allianz": Dr. Arthur ftur and a, Dr. an und Wilhelm Pappenheim; von der Jsrael.-Theolog. Lehranstalt: der Rektor Dr. Schwarz mit dem gesamten Lehrkörper; von der Armenanstalt: M. A P o l l a k, Dr. Adolf K a p.r a l i!; vom Türk.-Israel. Verband: Vizepräsident Heim, Lazar Sussin,. Rabbiner Papo, Sekretär Dr. Halfon; die Danren: Frau Baronin Dirsztay, Frau Hofrat' Amelie Ofer, Frau Oberrabbiner Dr. Güdemann, Frau Erna Patak; ferner: Professor Benedikt, Professor Alfred. E r ü n.- feld, Hofrat Pollitzer, Direktor Weiße, kaiserl. Rat Julius Stern, Mär Stern, Dr. Camill Kraus, Eottlieb Schnabel, Universitätsprofessor Dr. H a j e k, königl. Rat'Dr. Mittler, kaiserl. Rat Grünhut, Regierungsrat Ignatz Wilhelm, David Fänto, (Dr. Fritz Hochsinger, kaiserl. Rat Paul Lember g er, Wilhelm Neum ann. Oberkantor Don . Fuch s, kaiserl. Rat Kläger, Hofopernsängerin Frau Clise Elizza, der Kustos des Wissenschaftlichen Klubs -Josef Änderte, die Schriftsteller Chefredakteur Julius Bauer, Ignatz Schnitzer, Dr. Josef S. Bloch, Dr. Bertold F r i s ch a u e r, Siegfried „L o e w i) und M. Löwy, Impresario Ludwig G r ü n f e l d, Prof. S u l z e r, ' Konzertdireklor Hugo K-nepler, Notar Dr. Bdrmann, Generaldirektor Schick, die Bankiers Matthias v. Löbl, Theobor Kantor, R o f e it feld, Georg W e i ß, Julius Schwarz uird Popper, Börserat S o b o t k a, Prokurist Carl Z i l z e r, die Bankdirektoren Marcus Bauer und Bloch, Dr. Türkei, Präsident Joses Simo n, .Börserat kaiserl. Rat Steinh üb l, die Börsesensale kaiserl. Rat Gewitsch und König, Rechnungsrevident Theodor Schlag, .Professor K a n i-tz.! Professor Dr. Ro se.n feld; von der Israel. Bölksküche: Vizepräsident Direktor Kähane, Präsidentin Hermine Kadi sch'mit dem. Gesamtvorstande. Äon der „Weiblichen Fürsorge": Frau Prof. Roth .und Frau Dr. K ah n; vom Israel. Frauenhort": Frau Köpfte i n, Edle v. Doktor und Frau Clotilde B e n e b i ft; in Vertretung des Kaiser Franz Jasef-Kinderhortes des. 12. bis 15. Bezirkes: Präsidentin Frau Emma F i s ch l e r - L a n d e i s< I. Vizepräsidentin Frau Kommerzialrat Hermine S i m ö n;' vom Frauenvereim im 4: und 5. Bezirk: Frau Karoline Hof f,m a n n; vom-?. Frauenverein-^im /21^...Vezirk: - - Präsidentin Frau -Henriette Erünwald und Vizepräsidentin Frau.Dr. R os e n m am n; vom Kaiser Franz Josef-Huldigungstempel: Rabbiner Dr. - <s.'- Fun k, Obmann kaiserl. Rat!M e n g e r, Obmann-Stellvertreter S. A d l e r; vom Tempelverein des 4. und 5. Bezirkes: Präsident Adolf Hoffmann.; vom , Tempelverein -des 6. Bezirkes: Präsident Adolf Beck, Vizepräsident^ Wilhelm Freund, Gabor R o f e n f e l d; Brigittenauer Tempelverein: Leopold -S p i r a, Mar Weißen stein; vom Tempelverein des 9. BezirkesRabbiner Dr. Schwarz, Ignatz Glück, Isidor Trebitsch; für den Tempelverein des 10. Bezirkes: Rabbiner. Dr. Mandl, Jakob S. ' S tr-a ßb e r g; von .der Fünfhauser Chewra-Kadischa: der Präses' Hermann Weinberger und sämtliche Vorstandsmitglieder; vom Verein „Einheit": Direktor Dr. Krenberger und Mar Hofbauer; .in Vertretung des Bethaüsvereines „Adas Jefchurun" und des Jüd. Schulvereines im w- Bez.: Hof- und Gerichtsadookat Dr. Siegfr. Halb e r st a m; in Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde And Chewra- Kadischa Baden: Rabbiner Wilhelm R e i ch, die Kultusvorsteher Moritz Leitner, Anton Schneider, Simon Mandl, Adolf Raab; von der Chewra-Kadischa Floridsdorf: der Präsident Kultusvorsteher ' Emanuel G r ünwald und zwei Vorstandsmitglieder; die Delegierten der Chewra-Kadischa: David Bader, Jak. Bramm, Earl Flandrak, Alois Grub er, Israel. G r uh e r, A. H e l l e r, Moritz K a n n> Sigm. L a m p l, Mor. M. Mäntler, Hugo Popper,. Adolf Rabl, Martin R o s en b e r g, Michael S ä m e k, David T ä n,z e.r, I. H. W all - tu ch. Leopold Wi lhe im.; ' '! - Nachdem Oberkantor M o r g! e n st e r n, asftstiert v ö n -den Kantoren Inrberg!er und Matyas, dieTzauergefänge vorgetragenhielt der greise . ObenMAner T!r. Wü.dernann dem verewigten- Freund nachstehende Trauerrede: ' „Mit ihm Weidet einer der wstrdigste-n. _nNd darf hinznfüMn, der 'merAvjirdigsten Männer aus unserer Mitte,- tief b'etrau-ert von' den Seinigen,-. von den Tausendendenen er Gutes erwiesen- - und. .von zähtreWen Freunden. Unter diesen bin ich der ülteste; deshalb wollte ich es nftr nich-t wevsagen^, - de ntDah in geschiedenen einige Frennde'swörte. nachzurirfen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.