Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 17 (4.5.1917)
- Date
- 1917-05-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Dr. Bloch's Wochenschrift" Seite 27L Nr. 17 Stabsarzt Kr. Kdm. Weit. Stabsarzt Dir. Gdüinnd Weil, Prof, .der deutschen Universität Prag. Derselbe,.der Erfinder der Weilischen Reaktion Proteus^vulgaris-'Agglutination (Flecksiebererreger), leitet seit Kriegsbeginn das große Epedimielaboralorium Nr. 5 russischen Kriegsschauplatz; - er wurde bereits mit de'nr' Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes und mit denk Offizierskreuz zweiter Klasse und nnn'mehr abermals für vorzügliche und aiifopferungsvolle Dieirstleistung vor dem Feinde mit der kaiserlicher Allerhöchsten Anerkennung ansgezeichrret. Sonstige Auszeichnungen. Der Generalinspektor der^ freiwilligen Sanitätspflege Erzherzog Franz Salvator hat der durch ihre humanitäre Wirksamkeit irr LpuGerg bekarrrrten Frau Betty P a r n a s. Arlsschrrstnritglied des galizischerr Roten Kreuzes für Verdienste uni diese Jnstitrrtion das Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Frau Oberstaatsbahnrat Camilla Ung'er tvurde für ihre Tätigkeit im Vereinsreservefpitab Nr. 11 mit der silbernen Ehrenmedaille vörrt Roten Krerrz mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Militärische Beförderungen. Der Kaiser hat ernannt zu Obersten die Oberstleutnants d. Ruhest, (auf Kriegsdauer) Kanrillo Eisenschimnrel, Ernst Rubin, L.udwig Kiesler; zum Geueralftabsarzt (Titel und Charakter) den Oberstabs!- arzt 1. Kl. Dr. Josef Sing!er; Mnt Stabsarzt den Regimentsarzt Dir. Josef, Tau s s i g, Feldkanonenreg. Nachträgttche Herkeisiung der Schwerter zu vatteljtitettgfefiötätiötteri. J Mit Allerhöchster Genehmigung' werden die Schwerter zu verliehenen. 'Dekorationen nachträglich zuerkanut: dem Major Gnranuel Kr-aus (eiserner Kronen-Orden), gefallen am 10. September 1914 in Serbien; deni Assistenzarzt-Stellvertreter d. R. Dr. Leo W e x b e r g (goldeile Verdienstkreuz); den Rechnungsunteroffizieren 1. Kl. .Nathan Bergmann (silbernes 'Verdienstkreuz mit der Krone) und Julius Brunn (silbernes Verdienstkreuz uiit der Krone); " dein Berpftegsafpiranten Robert Stern licht (silbernes Verdienstkreuz mit der Krone); dem: Tit.-Zu.gsfilhrer. Alexander.Wein b e r g (silbernes Verdien stkreuz); denk Stabsarzt' Dr. Julius Fischt (Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens); dem Stabsarzt Dr. Bernhard Ba rb ach (Ritterkreuz des Franz Josef- Ordens). , Auszeichnung eines Lebensretters. Der Kaiser ha,t dem Leutnant d. R. JakobFreund, J>R., in Anerkennrtng. der mit eigener Lebensgefahr geleisteten Mithilfe bei Bergung von fünf durch eine Lawine verschütteten Infanteristen das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tüvserkeitsüiedaille verliehen. Indische Inmitten im Ielde. Acht Söhne des verstorbenen Herrn Salamoir M eiset, Wien, 9. Bezirk- Spitalgasse 21', sind eingerückt, imd zwar: 1. Jacques Meiset, Direktor in Elberfeld (Deutschland), königl. Ungar. Honved-Jrrfanteriereginwnt Nr. . .... PreßjbUr-g; 2. Viktor Meisel- Schriftsetzer in Wien, k. k. .Infanterieregiment Nr. . . .. Preßburg; 3. Heinrich 'Meiset,' Geschäftsleiter, Feldwebel im .... königl. ungar. Ldst.-Honved-Jnfanterieregiment in Przemysl; 4. ArthUr Meise l, Werksbeamter in Wien, dem geMeinsameü Heer zugeteilt, enthoben zu aktiver Dienstleistung; 5. Gustäp Meisel, Skontist in Wien, k. k. Telegrapheirregiment, St. Pölten; 6. Leopold Meisel, Buchhalter, Korporal im' k. k. Telegraphen^ Regiment, St. Pölten; 7. Ferdinand Meisel, Schlosser in Wien, Korporal der .... Haubitzbatterie; 8. Wilhelm Meis e l, KoMmis in Wien, Gefreiter des k. k. Infanterieregiments Nr., Preßburg. Leutnant Mar Kolkak. Bor einigen Tagen wurde in Wola-Miechowa seitens der f. u. f. Kriegsgvqber-Jnspektion Nr. 4 die Leiche eines während der im Jahre 1914/45 tobenden Karriathenkänipfe gefallenen Leutnants exhumiert und, da es sestgestellt wurde, dqst er ein Jude namens Max Polln? ist, wurde der Verewigte auf dem jüdischen Heldenfriedhofe in Rymanow zur ewigen Rühe gebettet. Den Angehörigen des den Heldentot erlittenen Leuknants Max Potlak wird dies zwecks eventueller Errichtung eine» Grabdenkmals zur Kenntnis gebracht. Senator Stone — ein russischer Jude. Wie das Äodzer „Volksblatt" meldetist Senator Stone, der Vorsitzende der Kommission für auswärtige Zülgetegenheiten im amerikanischen Senat, ein aus Odessa gebürtiger Jude. Sein Vater Jizchok Steinreich ist vor welligen Jahren in Odessa gestorben, während seine Mutter nochl jetzt in Nordrußland lebt. Nach Absolvierung eines Odessaer Gymnasiums hat vor etwa 30 Jahren der 18 jährige' S teinreich- Stone Rußland verlassen müssen, UM seine Universitätsstudieu fartzusetzen. Nach Absolvierung einer Hochschule für Bodenkultur ließ er sich in Amerika naturalisieren und änderte seinen Nänren in S t o n e uM. Zehn Jahre später nahm er an den Verhandlungen zrlm Abschluß eines amerikanischdeutschen Handelsvertragesi in Berlin, teil. Dorthin hatte er auch daMals seine "ElterM berufen, die er reichlich unterstützte. In der Zwischenzeit Hütte er durch Hausieren, Unterricht u. dgl. sichl sortgebrajcht, bis er nzach Beendigung seiner Studien als TarisinspeUor irn Handelsministeriunr ankam'. Roosevelt berief ihn 1907 in die Kommission zilNr Abschluß! voll Handelsverträgen, mit der.: er auch nach Berlfil karn. Hier soll er sich in einer Unterhaltung mit Kaiser Wilhelm! freimütig! zur jüdischen Nation bekannt haben. In Berlin hat er auch für Kautschs „Neue Zeit" mehrere Aüffätze über die Entwicklung der amerikan raschen Eisenbahnen geschrieben. Sehr bedeutend find seine Studien zur Arbeiterversicherung. Ier Ietdrabßmer und die sieittge Schritt oder: Verlangt die sieittge Schrift im Kriege einen Ieldraßöiner? Unl diese kurze und aktuelle Frage zu beantworterr, geirügt es, bloß einen Blick in das fünfte Buch Moses zu werfen. Irn Kapitel 5, S. 2 dieses Buches finden wir gleich die richtige Antwort. Dort lesen wir; Und wenn ihr bereit seit zum Kriege, so trete der Priestev vor und rede zuM Volke'. . ." by. m jrrrn rrör^örr bx a:^pr Bon den Worten, von der Rede, die der Priester an das Volk hielt, nehMerr wir einstlveilerr. Abstand. Ueber diese vom Priester an das BoU gehaltene Ansprache werden wir in der. nächsten NuMMer sprechen; dort werden wir den Inhalt, die Tendenz und die Interpretation derselben erfahren; heute wollen wir uns nur