Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 2 (12.1.1917)
- Date
- 1917-01-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3020846-3022248-3022251--25694-3051011- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 2 Tr. Bloch's Wochenschrift" Seite 23 Hoffnung spenden. Es will, die Geister dem Ewigen, Unwandelbaren, zulenken und über die Trauer des Zeitlichen den Strahlenglanz des Außerzeitlichen Hinbreiten. Andachten sind es, die, wie der Herausgeber bemerkt, nicht Gebete fein wollen, es aber werden können, wenn Stunde und Augenblick sie dazu machen. Das schöne, überaus gehaltvolle Büchlein wird seinem edlen Gedanken gewiß erfüllen, wenngleich es nur Leser von feiner Herzens- und Eeisteskultur, kurz religiöse Menschen, ilnd solche, die die Sehnsucht nach Gott kennen, vorausseht. ,,Vielleicht gründet, das jetzt herfür keimet, mit der Zeit" — dieses zum 'Beschluß .angeführte Wort des Theophrastus Paracelsus soll auch von dem Segen gesagt sein, den dieses Andachtsbüchlein wecken will." M. H. Eintritt jüdischer Schüler ans Watnürna in die KonKantmopeker Kffiziersschuken. H. Warschau, 8. Januar. (Pr.) Wie der „Warschauer Tag" meldet, siud zahlreiche junge Warschauer Juden, die jüdische schulen 'in Palästina besuchen, irr Offiziersschulen in Konstantinopel eingetreten und sind mm, nach Absolvierung, derselben, an die Front beordert worden. Eine kühne Hai deutscher Moniere. Der deutsche Generalstäbsbericht vom 4. Dezember meldet von gelungenen B a h n u n t e r b r e ch u rr g e i; i nr Rückerr-des rufsischerr Hecres durch deutsche Kavallerie und Flieger. Der „Lok.-Anz." veröffentlicht null den dienstlichen Beritt tes Leutnants' Hey rn a n rr, der anr 3. Dezember zusarmnen mit Vizefeldwebel Haas die Eisenbahn- und Telegravhenlinic Ploesti-Buzeu sprengte. Nachdem die Meldung des Leutrrants den Start irr Kronstadt, derr Aufstieg und zwei vergebliche Larrdurrgsversuche im Rückerr des russischen Heeres geschildert hat, heißt es weiter: „Es gelang uns dann, unmittelbar am Bahndamm zwischerr Haltepunkt Inotesti urrd Punkt 130 glatt zu landen. Ich sprang rasch aus der Maschine, nahm die Sprerrgladurrg an mich und lie-f an die Bahn. Eirrerr Sprerrgkörper legte ich an die Tetegraphenleitung, die sieben anderen - arr die Schienen des einen Geleises. Sie auf einer größeren Strecke zu verteilen, war nicht möglich, da von der Straße etwa 30 Leute bis zu 50 Mieter Entfernung auf rnich zulieferr. Von eirrern Bahnwärterhäuschen lief ebenfalls ein Beamter gedeckt bis auf 20 Schritt an rnich Herair. Ein einzelner Mann näherte sich bis auf 10 Schritt, lief dann aber weg. Vizefeldwebel H a a s machte mir die Entzündung der Sprengkörper erst dadurch möglich, daß er mir vom stehenden Flugzeug uns die von alten Seiten auf mich zukommenden Lerrte urrd Bahnarbeiter durch M a s ch i n e n a e w e h r - feuer vom Leibe hielt. Ich lief dann zurück, sprang in die Maschine, und wir starteten. Als wir zehn Meterhoch waren, erfolgte die Detonation. Die Wirkung auf die Bahn und auf den Telegravhenmast, der acht bis zehn Leitungen trug, wurde deutlich beobachtet. Die Strecke ist nreiner Ansicht nach auf beiden Geleisen für Mindestens 25 Meter vollständig unterbrochen. Eine genaue Feststellung war rricht möglich, da wir sofort in Wolken kamen. IKorrespsndSNzen. Konstituierende Plenar-Sihung des Kultusvorstandes vom 7. Januar 1917 unter dem Vorsitze des Präsidenten Dir. Alfred Stern. ' Beginn 1Ö Uhr vormittags. Nach Eröffnung der Sitzung begrüßt der Vorsitzende Präsident Dr. Alfred Stern den in der letzten Plenar- Sitzung irr derr Vorstand der Knltusgemeinde kooptierten Herrn Professor Neunrann als neuen Kollegen auf das herzlichste. Herr Professor Neu mann dankt für die ehrende Auszeichnung, irr derr Kultusvorstand ausgenommen worden zu sein" und verspricht, nach Kräften sich an den Arbeiten für das Wohl der Gemeinde betätigen zu wollen. Im Einlaust befinden sich nachfolgende Spenden: Spenden im Beihause des 1. Bezirkes. Dezember 1916: Alexander Kübl Kr. 20.—; Josef Auermann 10.—; S. Brod 20.—; Josef Böhm 10.—; Dr. Felix Katzau 500.—; Dr. Brunno Edler v. Parnau 500.—; Wilhelm Hahn 500.—; kaiserl. Rat Wilhelm Anninger 300.—; Hermann Engel 200.—; Samuel Mangel 10.—; Salomon Frankman 25.—; Salomon Herzl 20.—; I. Meisel 10.-; Jakob Kligler 100.-; Wolf Klapp 20.-; Ludwig Entmann 50.—; Karl Fischer 18.—; Ignaz Gartenberg 100.—; Alfred Kisch 10.—; Dr. Gustav Bloch 1000.—; Aron Spitzmann 220.—; Josef Böhm 10.—. Von 22 Spendern Kr. 3653.—. Entnahme der Sammelbüchse int Bethau'e des 9. 93«$., Müllnergassr: Für den Waisenverein ' Kr. 26.30 Entnahme der Sammelbüchse in der Versorgungsanstatt: Für die Erhaltung der Versorgungsanstalt Kr. 21.12 Entnahme der Sammelbüchse im Vethaufe des 15. Bezirkes: Für Arme Kr. 262.98 Entnahme der Sammelbüchse in Ottakring: Kr. 27.76 Von Herrn Alois Lemberger: Zur Erhöhung der von der israel. Kultusgemeinde gegründeten Kaiser Karl I.-Huldigungsstiftung zugunsten jüdischer verlassener Kinder, vornehmlich Kriegswaisen ' _ Nom. Kr. 5000.— Von Herrn Präsidenten Dr. Alfred Stern iChanukka- Abend im Versorgungshause) Kr. 100.— Von Herrn Leutnant Oskar Kohl: Tempelbedienstete Kr. 50.— Verein „Einheit" Kr. 50.— Volksküche Kr. 50.— Kriegswaiseu Kr. 50.— Kr. 200.— Von Herrn Heinrich Berl, Berlin: Für Arme, zum Andenken an die sei. Frau Eugenie Berl Kr. 30.— Von Herrn Erdheim Von Herrn Alexander Golde: Für Kriegsfürsorgezwecke Kaiserl. Rat H. W.: Spende für die -Dr. Gustav Kohn-Widmung Entnahme der Sammelbüchse Zentralsriedhos: Für den Waisenverein Kr. 20.— Kr. 10.— Kr. 10.— Kr. 170.84 Weiters ein Dankschreiben des Herrn kais. Rates Samuel Steinhübl für die Gratulation des Vorstandes anläßlich der Feier seines 70. Geburtstages. Dankschreiben des Herrn Siegmund Mayer für die Gratulation des Vorstandes anläßlich seines 85. Geburtstages. Dankschreiben der k. k. israel. Militärseelsorge in Wien für den Beitrag zu der von der Militarseelsorge anläßlich des Chanulkaseftes eingebetteten Aktion zur Verteilung von Liebesgaben au die in den Wiener Sanitätsanstaltelr untergebrachten kriegsblinden jüdischen Soldaten. Im Präsidialberichte gibt der Vorsitzende Dr. Alfred Ster lt der Anteilnahme des Kultusvorstandes an den schweren Verlust, den das Mitglied des Kultusvorstandes. Herr Dr. Jakob Enge l, durch das Ableben feiner Gattin erlitten, in herzlichen Worten Ausdruck. Hierauf fand im Sinne des Statutes die Neuwahl der. Vizepräsidenten des Vertreter-Kollegiums sowie der Mitglieder der verschiedenen Komitees, Kommissionen und Stiftungs-Kuratorien statt. Eine Neuwahl des Präsidenten hatte rricht startzufinden, da der Präsident Dr. Alfred Stern in der Plenar-Sitzung vom 6. Januar 1916 für eine dreijährige Funktionsdauer gewählt worden ist. Es wurden einstimmig gewählt für eine einjährige Funktionsdauer: Dr. Benjamin Rappaport, k. k. Hofrat, als I. Vizepräsident; Dr. Leopold Kohn gls II. Vizepräsident.