Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 2 (12.1.1917)
- Date
- 1917-01-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 22 Dr. Blvch's Wochenschiist' ~ Nr. 2 Deutsch und Dr. Adolf Drach; den Titel eines Rechnungsrates dem Rechn.-Oberossizial Enmnuel Sterns ch e i n, KriegÄninisterium. Vom ArmeekomNmndo wurden außer der Rangtour befördert: zum Regiwentsärzt d. R. Oberarzt Doktor- Richard S ch l e y e n, Leiter eines zahnärztl. Ambulatoriums; zu Oberärzten die Assistenzärzte Dr. Samuel Armnth, J.-R., Dr. Josef Wallach, J.-R. Gm neuer Iekdraüömer. Oberrabbiner Jakob Hofsmann ans Radautz wurde vom f. u.f k. Militärkonrmändo in Wien zur aktiven Dienstleistung als Feldrabbiner einüerufen und mit der Leitung der neu kreierten k. u. k. israel. Militärseelsorge in St. Pölten betraut. Diese Ernennung/ durch! welche ein bekannter konservativer Rabbiner mit moderner Bildung und hervorragender Beredsamkeit in den Dienst der jüdischen Militärseelsorge tritt, wird namentlich in konservativ-religiösen Kreisen' lebhafte Befriedigung Hervorrufen. Auszeichnung eines Aeldravöiners. Der Kaiser hat dem eurer Honveddivision an der Jsonzofront zugtzteilten Feldrabbiner Aron David Deutsch für tapferes und ausopferungsvolles Verhalten vor dem Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tavserkeitsmedaille verliehen. Sonstige Auszeichnungen. Die Ehrennredaille für vierzigjährige treue Dienste wurde verliehen den Hauptinmin-Rechnung'ssührern Markus Rose n b er g und Moriz Neu m a n n, dein Militärrechnungsrat David S ch renz el, Kriegsministerium, dem Registratursoberossizial Samuel Ungar. Kriegsmünsterium. Die große Silöerne — nach dem Tode. Geza Fi sch Hof, Kadettaspirant, Sohn des Szekszarder Damvsmühlenbesitzer Jakob Fisch Hof, über dessen Heldentod wie über die besonders warm gehaltenen Beileidstuudgebungen seiner Vorgesetzten wir schon berichtet haben, wurde, wie ..Egyenlöseg" mitteilt, als Belohnung sür sein tapferes Verhalten und seine heldenhafte Selbstaufovfernna, mit der silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet. Aus Kljina ljeimgestehrt — in den Kekdenlod. Bela Molnar, k. u. k. Fähnrich, ist im' Alter von 38 Jahren auf dem russischen Kriegsschauplätze gefallen. Er war bei Ausbruch, des' Krieges unter beit abenteuerlichsten Umständen glücklich heimgekehrt. Seine Mannschaft, die ihn sehr-liebte, nannte ihn den „Herrn Fähnrich aus China". Er kämpste heldenmütig bis/an feilt Lebensende, besonders in den Karpathen, wo er. wie „Egyenlöseg" nieldet, in einem Falle nach einem entschlossenen Sturmangriff an 150 Kosaken als! Gefangene einbrachte. Anfairgs war über iljbt die Nachricht verbreitet, daß er vermißt werde, und erst jetzt erfuhren seine Kameraden, daß er den Heldentod gestorben sei. Drei Söhne gefasten. Seit der allgemeinen Mobilisierung sind der Witwe Israel Freiberger vier Söhne eingerückt. Von diesen sind Josef und Alexander an der russischen Front, Samuel hingegen hat aus der Doberdo-Hochfläche den Heldentod gesunden. Der vierte Sohn ist iw Oktober 1916 am Doberdo verwundet worden. Die Familie F rei-< b erg er ist nach Fot im Komitate Bihar in Ungarck zuständig. Jüdische Kelden auf demFLemöerger Iriedßof. Der ungarische Feldrabbiner der 2. Armee, Wilhelm Fischer, hat, laut einer dem .Egyenlöseg" zugesandten Aufstellung, in der Zeit vom 10. Februar 1916 bis 1. Dezember 1916 die folgenden jüdischen Soldaten auf dem Lemberger jüdischeil Friedhofe bestattet: - Elias WischetElias Eisler; Moses Kibach, Juf.- Rgt. Nr. 41; Salomon Lorbeer; Alexander R e i s m a u n» Jnf.-Rgt. Nr. 26; Rudolf .Fleischmanu; Abraham Scha-- pira; Ascher Reiner; Eisig Käufer; Salamander Leiser Leib; Jsak Webs, russisches Jnf.-Rgt. Nr. -61; Adolf Sens, Korporal; Leon Hamburger; Jakob Weiß; Waller Horowitz, Kadett, Jnf.-Rgt. 4/8; Mar Sommer, Oberarzt, Marsch- Brigade Nr. 11; Leo Landau. Leutnant, Jnf.-Rgt. 4/8; Moriz H e r s ch h o r n, Jnf.-Rgt. 4/8; Mar Rott.ersinau n, Jnf.-Rgt. Nr. 32/9; Mendel Buch Holz, Landst.-Jnf.-Rgt. Nr. 15; Moriz Maser, Jnf.-Rgt. Nr. 77; Albert Friedlich, Jnf.-Rgt. 4/8; Dr. Mund, Regimentsarzt, Landst.-Rgt. dir. 19; sCig'mund jC a m u e l, >Jnf.-Rgt. Nr. 87; Vilmos Franko, Jnf.-Rgt. Nr. 34; Bernard Lörvenfeld, Landst.-Jnf.-Rgt. Nr. 27; Maische Kipnis, russisches Jnf.-Rgt. Nr. 14; Abrahanr Schwarz, Landst.-Jnf.-Rgt. Nr. 32; Leib Hersch Kimme!. Alan-Rgt. Nr. 1; Markus Rosner; Rubin Stein. Jnf.-Rgt. Nr. 41; Julius L e n g y e l, Jnf.-Rgt. Nr. 26; Franz H ech t, Jnf.-Rgt. Nr. 32; Ignaz S e l m a n o v i c z, Jnf.-Rgt. Nr. 25; Moriz Grzib, Leutnant. Jnf.-Rgt. Nr. 75; Jatob Herschkowitz. Jnf.-Rgt. Nr. 85; Fritz H o f f m a n n, Gefreiter. Jnf.-Rgt. Nr. 35/51; Josef Steiner. Jnf.-Rgt. Nr.32; Laszlo Klein,' Rafael R a k o w e r; Adolf Mund, Leutnant; Lasar T e n n e n b a u m; Marek Grüner, Zugsführer, Jnf.- Rgt. Nr. 30; . Marek Julius Weit, Artillerie-Div. 4. Es siild dies zumeist Soldaten, welche an den in der Nähe befindlichen Froriten Verivundet wurden und in einem der Lemberger Spitäler gestorben sind. Dort, wo das Regiment nicht genannt ist, konnte dasselbe nicht festgdstellt werden. ' . " Aus dem Felde der Ehre siel Zugssührer Abraham K o r n g u t h. An seinen Bruder, Herrn Siegnt. Kor ng n t h in Ujpest, gelangte nachstehendes Schreiben: Euer Hochwohlgeboren! Tiefbetrübt mutz ich Ihnen mitteilen, datz Zugsführer Abrahmu K o r n g u t h am 7. Dezember 1916, vormittags, in der Stellung gefallen ist. Ich, als fein Kommandant und meine ganze .Kompagnie betrauern in ihm einen tapferen und schneidigen Kameraden, der wiederholt in kritischen Momenten seinen Untergebenen musterbeispielgebend den Feind erfolgreich bekämpft hatte. Er hat nicht nur als Soldat feine Pflichten dem Vaterlande gegenüber erfüllt, nein! Das Bewutztsein, datz er als Jude für fein leidendes Volk kämpfte, hat ihn geduldig die schwersten Leiden ertragen lassen. Seien Sie, Euer Hochwohlgeboren, versichert, datz ich und meine Kompagnie ihm ein treues, ehrendes Andenken bewahren werden. Aeber den Standort seiner Begräbnisstätte werde ich sofort Erkundigungen einziehen und »Ihnen berichten. Mit dem Ausdrucke ergebener Hochachtung Sami Weitz, Leutnant, m. p. Stellung, am 22. Dezember 1916. Kirr interessantes Auch für die Kriegsgefangenen. Empor die. Herzen! Andachten für Gebildete aller Stände. Herausgegeben von Franz Strunz und Mar Gruuwald. Gabe des Kriegsgefangenen-Fürforgekomitees des österreichischen Roten Kreuzes. -"! lieber vorstehendes Buch schreibt „Strrsfleurs Militärblatt" vom 25. November 1916: „Dieses Büchlein, das aus Weisheit des Alten und Neuen Testamentes, des Talmuds und - der Midrasch, aus indischen Quellen (den Apamschadeu), aus mittelalterlichen Mystikern und neuzeitlichen Philosophen schöpft, will Kriegsgefangenen, durch fromme und tiefe Gedanken über Gott Welt, Leben und Tod, Erbauung und Ergebung, Zuversicht und