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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-12-29 · 51 (29.12.1916) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
51 (29.12.1916)
Date
1916-12-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
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S ite 84fi Nr. 51 Dr. Bloch'! Kkieger-Gefreiter MoKert Aried. Robert Fried aus Budapest ist ein bekannter Motor- und Zweirad-Wettfahrer> der in verschiedenen Wettfahrten den ersten Preis gewann. In dem Laibacher Militär-Fahrrad-Wettsahren gewann er den vom Honvedminister Baron Samuel Hazai gewidmeten Preis. Die erste Mobilisierung traf ihn als aktiven Soldaten eines Wiener Fliegerrcgiments. Er kam auf den serbischen Kriegsschauplatz,- wo er erfolgreiche Aufklärungsdienste leistete. Bon dort kam er auf den italienischen Kriegsschauplatz, hat an der Bombardierung der italienischen Städte teilgenommen. Dann wurde er an die russische Front versetzt führte auch hier erfolgreiche Aufklärungen durch, wofür er vom deutschen Kaiser mit dem 'Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet wurde. Jetzt ist er zur Beförderung und Auszeichnung vorgeschlagen. Wie ..Egyenloseg" berichtet, sind noch drei Brüder des Fried an verschiedenen Fronten,- wo sie sich bereits ausgezeichnet haben. Auf dem Ielde der Ehre gefallen. Otto Schwadron,- L.-J.-R. Wien, geboren am 7. Oktober 1897fiel am 17. Juni 1916 bei Zaturcy^ Nach Absolvierung des Realgymnasiums kam er int Oktober 1915 zum Militärdienst. Hier absolvierte er mit dem besten Erfolge die Offiziersschule,- wurde unter 86 arischen und 21 jüdischen Kameraden Rangältester seines Kurses,- avancierte, kaum 18 Jahre alt, zum Einj.- Freiw.-Titularfeldwebel und wurde Instruktor an derselben Offiziersschule sür den nächstfolgenden Offiziersaspirantenkurs. Kaum sechs Monate nach seinem Einrücken zog er -- seinem eigenen Willen folgend — ins Feld. Als die russische Offensive im Juni 1916 einsetzte und. all' seine Kameraden aus Wladimir-Wolynski nach Cholm zurückgezogen wurden,- meldete er sich, als einziger seines Marschbataillons,- freiwillig an di? Front, wurde vorübergehend Kompagniekommandant und nach seinem Tode 7,wegen besonders tapferen Verhaltens vor dem Feinde" mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Kl. ausgezeichnet. Sein Lehrer in der Offiziersschule,- Oberleutnant H. (Arier), schrieb an einen Kameraden wie folgt: „Ich habe den jungen Soldaten fünf Monate unter nteiner Führung gehabt und habe ihn schätzen gelernt. Meine herzlichsten Wünsche geleiteten ihn ins Feld,- dahingehend, er möge glücklich den Seinen wiedergegeben werden. Das Schicksal wollte es anders. . < . Mit Stolz rechne ich Schwadr 0 n zu meinen b e st e tt Schüle r ii7 der in jeder Weise zu den schönsten Hossnungen berechtigte. Er war trotz seiner Jugend von größter Pflichttreue und durch und durch S 0 lda t." Ein Kamerad berichtet,- auf Verlangen des obigelt Oberleutnants,- an diesen: „Wie Schwadron fiel, erfahre ich folgendes: Es ging zum Angriff. Schwadron reißt feinen Zug vot'7 was ihm gelingt. Von mördeti'chem Feuer dezimiert,- flutet der Rest zurück. S ch 10 adr 0 u schreit noch: „Vorwärts, und abermals vorwärtsstürmend, bekommt er einen Hcrzschuß und fällt." - Aus N i k 0 l s b u r g wird uns geschrie ben: Am 8. Dezember l. I. fand Herr Erich Pick,- der einzige Sohn und das einzige Kind unseres Stadtarztes Herrn Dr. Albert P i ck, Fähnrich im . Artillerieregimente, ausgezeichnet mit der bronzenen und silbernen Tapferkeitsmedaille I.Kl.,- auf dem nördlichen Kriegsschauolatze den Heldentod. Erich Pick ist ein Sohn unserer Nilolsburger Gemeinde, welcher das hiesige Gymnasium in allen acht Klassen mit Vorzug absolvierte. Ein hoff- ' Wochenschrift f nungsvoller Sohn wurde dem gramgebeugteu Vater entrissen,- an dessen unsagbarem Schmerze wohl jeder innigst Anteil nimmt. Auszeichnungen nach dem Jode. Der Kaiser hat verliehen: das Militürverdienstkreuz dritter Klasse mit der Kriegsdekoration für tapferes Verhalten den vor dem Feinde gefallenen Oberleutnants d. R. Samuel Rndali,- J.-R., Michael Landau, Ldwreg.: dem Leutnant d. R. Samuel Kiß,- J.-R. Dem Sohne des Großindustriellen Herrn kais. Rat Julius N c u m a it n,- Einj.-Freiw.-Titularwachtmeister des Dragonerregiments .Kurt Neumann7 der bereits zu Beginn des Krieges auf dem nördlichen Kriegsschauplatz den Heldentod erlitten hat,- wurde nunmehr für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde die silberne Tapserkeitsmedaille erster Klasse verlieheir. KeL'derrtod zweier Müder. Franz Deutsch,- ReserveleutnanL des Infanterieregimentes 7 Besitzer der großen silbernen Tapferkeitsmedaille, ist, nachdem er an der Spitze seiner Kompagnie zum drittenmale verwundet worden war7 am 8. Dezember d. I. nach langem,- qualvollem Leiden im Alter von 24 Jahren in Tab (Komitat Somogh) den Heldentod gestorben. Nach Meldung des „Egyenlöseg" ist ihm sein jüngerer Bruder,- Julius Deutsch, Reservekadctt des Infanterieregiments 7 bereits vor fünf Monaten,- als er seine Abteilung bei Lopusno zum Sturme führte, im Heldentode vorangegangen. Höerkentnlmt Kr. Akiiert Kchönljof — gefallen am 10. Kezemöer. Eine tapfere Seele,- ein scharfer Geist, ein Jude in des Wortes bestem Sinne,- ist eingezogen in das uuendliche Reich der Ewigkeit. Die russische Kugel traf einen unserer besten Söhne. Wie ein Held lebte,- wie ein Held fiel er. Eilt Mann war er,- wie wir deren viele unserenr Vaterlande,- unserem jüdischen Volke wünschten. Dr. Albert Schöuhos! Mit ihm ist ein Mann strengster Gewissenhaftigkeit, unermüdlicher Pflichterfüllung,- ein Mann voll Idealismus und Tatkraft dahingegangen. Ach,- lvie fallen sie doch, die Helden! Die Rüstzeuge des Kampfes! Wird man die Besten der Jugend unseres Volkes nennen,- lvird auch seines Namens nicht vergessen werden. Have, auima candida! ruft ihm sein ehemaliger Lehrer nach. Dr. M. G.7 Brünn. Nach dem Tode ausgezeichnet. (Zum zweitemnale.) Franz Forgacs-Fifcherp Fähnrich des Juf.- Regimentes 7 war das Musterbild eines heldenmütigen Soldaten. Er'nahm int Jahre 1915 an der Karpathen- Winterschlacht teil,- zeichnete sich bei der zweiten Einnahme von Belgrad aus, ebenso an der italienischen Front, wo er zweimal gekämpft hat,- und bei einer freiwilligen Ausgabe unserer Stellung als Nachhut seiner Kompagnie hervorragende Dienste leistete. Von dort kaut er neuerdings nach Galizien und dann ttach der Bukowina,- wo er seine Abteilung heldenhaft gegen die Russen führend — am 14. Oktober d. I. bei Kirlibaba gefallen ist. Infolge seiner Eignung und sonstiger hervorragender Eigenschaften,- tvurde er ohne Offiziersprüfung zunt Fähnrich ernannt und außerdem mit der großen und kleinen silbernen Tapferkeitsmedaille -ausgezeichnet. Noch als Kadettaspirant war er — vorübergehend — Kompagniekommandant der Kaiserschützen. Das alt den Vater gerich-

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