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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-12-29 · 51 (29.12.1916) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
51 (29.12.1916)
Date
1916-12-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 51 Lr. Bloch'S Wochenschrift Seite 845 nier Jakob Berger, Ldw.-Feldhanb.-Reg.; Korporal Leo Abraham, Ldwreg.; Tit.-Vormeister Rtax Liebl i n g. Ldlv.-Feldhaub.-Reg.; Zugsführer Geza T r e p p e r und' Adolf 8 i nt o u, Zugsführer Eugen R o f e n b e r g. ung. Ldwreg.; das eiserne Verdien st kreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille in 'Anerkennung besonders vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde dem Wachtmeister Isidor Rosenberg, Traindiv.; Rechn.- Unteroffizier 1. Kl. Josef Kohn, Tel.-Reg.; Rechn. Unteroffizier 1. Kl. Leopold .Krönes. San.-Abt.: die belobende Anerkennung des A r m e e - komm andos wurde ausgesprochen dem Ldst.-Oberleutuant Dr. Julius Klinge r, Kmdt. eines mob. Pferdespitals; den Leutnats d. R. Rudolf Mandl, Traidiv., und Dr. jur. Ernst Rosenberg, San.-Abt. Vorstehend sind verzeichnet: 1 Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens, 7 Militärverdienstkreuze 3. Kl., 7 silberne Signum landis. 26 bronzene Signum landis, 8 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 9 goldene Verdienstkreuze. 4 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Kl., 16 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse, 42 bronzene Tapferkeitsmedaillen, 3 eiserne Verdienstkreuze mit der Krone, 3 belobende Anerkennungen, zusammen 127 Auszeichnungen; hievon 49 an Offiziere des Soldatenstandes, 21 an Militärärzte und Militarbeamte, 57'an Mannschastsrerfonen. Wettere Auszeichnungen. De ui Feldwebel Josef Kr iß,- einem Sohne des Herrn Hermann K r i ß in Wien,- wurde in Anerkennung besonderer Verdienste um die militärische Sanitätspflege im Kriege taxfrei die bronzene Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Herrn Oskar F i ch m a n n, Rechn.-Unteroffizier l. Kl. der k. k. Ldst.-Arb.-Abt. , wurde das Eiserne Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Herr Assistenzarzt Dr. Herbert G l o g a n wurde sür tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem goldenen Verdienstkrenze mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Herrn Alfred Placzek,- Sohn des verstorbenen Herrn Heinrich Placzek und Enkel des verstorbenen mähr. Landesrabbiners Dr. Abraham P l a c z e k,- welcher derzeit als Stabsführer bei einer Rekonvaleszentenabteilung in Wien eingeteilt ist,- wurde die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Dreimalige Auszeichnung des Kekdrveöets Josef Dichter aus Janow Sei Lemberg. Feldwebel Josef Eich 1er vom Infanterieregiment Rr. ,- der seit 1912 im aktiven Militärdienst steht, kam gleich nach Kriegsbeginn an die russische Front, kämpfte in allen Gefechten als Zugsführer,- wurde am 12. Juli 1915 für tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der silbernen Tapserkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet und gleichfalls zum Feldwebel befördert. Dann kam er mit seinenr Regimente an die italienische Front und wurde für tapferes Verhalten bei der siebenten Jfonzoschlacht zum zweitenmale mit der silbernen Tapserkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Etwa zwei Monate nach dieser zweiten Auszeichnung wurde Feldtvebel Eichler zum drittenmale ausgezeichnet. Diesmal mit der großen Silbernen für äußerst tapferes Verhalten vor dem Feinde bei der achten Jfonzoschlacht. Feldwebel E i chl e r,- der seit Kriegsbeginn ununterbrochen im Felde gekämpft hat tbis zum 9. Dezember 1916;, weilt jept in einem Wiener Spitals wo er von seiner Lungenkrankbeit, die er sich im Felde zugezogen hat,- geheilt ivird. Zum zweitenmale ausgezeichnet. Der Referveleutnant des Dragonerregiments Rr. Viktor Skrein, Sohn des Hof- und Gerichtsadvokaten Herrn Dr. Alfred Skrein,- dem als Kadett die goldene Tapserkeitsmedaille zuerkannt wurde, wurde neuerdings durch das Signum landis ausgezeichnet. Die goldene Tapferkeitsmedaille hat er sich bei Ezajkow erworben, wo er sich, obwohl sein Zug keine Munition mehr hatte, znm Sturme entschloß, selbständig, ohne ^Befehl. Die Leute mit Rufen anfeuernd,- stürmte der Tapfere, allen voran,- gegen eine von mehrfach überlegener Infanterie besetzte Höhe mit dem Bajonett vor,- machte 16 Gefangene, erbeutete 30 Gewehre, viel Munition und Monturen. Seinem überaus schneidigen Vorgehen war ein schöner Erfolg der Kampfgruppe zu danken, die Russen waren gezwungen, in breiter Front ihre Stellungen unter sehive rcn Verlusten zu räumen. Leutnant d. R. Wilhelm Roth, IR.. wurde durch Verleihung der silbernen Tapserkeitsmedaille 2. Klasse und der bronzenen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet: Zuassührer Naftali Schivper, I.-R., erhielt die sil berne Tapserkeitsmedaille 2. Klane zum zweitenmale. Arettach ausgezeichnet. Franz Stern,- Beamter der G'pörgnöser Verkehrs bank,- A.-G., ist feit der Mobilisierung im Felde. Er ist Fähnrich des k. u. k. Infanterieregiments Rr. . Er wurde dreimal ausgezeichnet. Zuerst erhielt er Die bron zenc und die kleine silberne Tapferkeitsmedaille. Dieser Tage nun wurde er für die geschickte Führung eines gegen den Feind geführten Sturmangriffes und für seine bei der Eroberung eines feindlichen Grabens bekundete persönliche Tapferkeit,- wie „Egyenlöseg" berichtet, mit der großen silbernen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Gin siebzehnjähriger Freiwilliger Dem im Jahre 1899 geborenen Mare Aurel D i s ch e. Sohn des Kaufmannes Max Di sehe in Bahnhof- Isz kany und Enkel des Markus D ische, welcher durch Heb zehn Jahre, bis zu seinem Lebensende, das Bürgermeister amt in dieser österreichisch-rumänischen Grenzgemeinde bekleidet hat,- litt es seit dem Ausbruche des Krieges im Elrernhause und in der Schule nicht mehr. Sein unbändiges Drängen,- es seinen älteren Kameraden gleich zutun und in ihren Reihefn für Kaiser und Reich zu kämpfen,- rang sich die elterliche Zustimmung ab. So trat der Knabe,- dessen Musterungsvslicht noch heute nicht besteht,- bereits im Januar 1916 freiwillig ins Heer ein und zog im Mai 1916 auf den südwestlichen -Kriegs fchauplatz, auf dem er während der sechsten, siebenten und achten Jsonzo-Offensive Cadornas kämvfre. Hier erwarb er sich die silberne Tapserkeitsmedaille 2. Klaffe, als er in einem gefahrvollen Momente, da die Maschinen gewehrmannschaft von einem feindlichen Volltreffer dienst unfähig gemacht wurde, aus dem Schützengraben herbei eilte und die Bedienung des Maschinengewehres in der kritisch gewordenen Situation aufnahm. Von einer Kugel leicht verwundet,- und an einer Rippenfellentzündung er kranktbefindet sich der jugendliche Held gegenwärtig in einem Rekonvaleszentenheim in Karlsbad,- woselbst auch feine Eltern als Kriegsflüchtlinge weilen,- der Stunde frohgemut entgegensehend,- in der er znm pveitenmale ins Feld abgehen wird.

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