Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 49 (15.12.1916)
- Date
- 1916-12-15
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 49 Tr. Bloch S Wochenschrift Seite 821 leichte im Namen der Abteilung dem verdienstvollen Jubilar ein kostbares Rauch-Service, ebenso übersandten dessen Kollegin nen ein prachtvolles Blumengewinde nebst einem in den herzlichsten Worten abgesagtes Gratulationsschreiben. Namens des Vereines der Beamten der städtischen Straßenbahnen übersandte dessen Obmann einen wertvollen Jubiläums-Ring, und auch die der Buchhaltung zugeteilten Kriegsaushelfer brachten in zu Herzen sprechenden Worten ihre Glückwünsche und Verehrung für den Jubilar dar. Auch seitens vieler Freunde und Verwandten wurde der Jubilar durch sinnige Geschenke überrascht. Herr Jacques Ritter erfreut sich auch;in unserer Gemeinde wegen seines religiösen Charakters als treuer Glaubensgenosse besonderer Beliebtheit und Wertschätzung. Toynbeehalle (Josefine MenLl-Wohlsahrtshaus), 30. Bez., Denisgasse 33. Das Konzert am 9. Dezember stand unter dem Sterne des Klassizismus. Frl. Clara Reiß spielte die berühmten Klaoiervariationen von Beethoven in meisterhafter Weise. Als Zugabe brachte die glänzende Pianistin die technisch bedeutsanie Campanella von Liszt. Frl. Grete . © u 11 rn a n n zeigte im Liederoortrags (Lieder von Brahms und Hugo Wolf) ihren schönen und pastosen Alt, Musikalischen Geschmack und beseelte Empfindung. Die Violinistin Frl. Grete Schick spielte die Frühlingssonate von Beethoven mit schönen! Ton und richtiger Phrasierung und zeigte ihre technische Virtuosität in Kompositionen von Wieniawski. sie mußte die Brahms'schen Tänze zugeben. __ Das Programm der nächsten Woche lautet: Samstag, den 16. Dez.: Kammermusikabend. Sonntag, den 17. Dez.: Prof. Dr. Adolf F r a e n k e I : „Stickstosfverbindungen aus der Luft" mit Experimenten. Donnerstag, den 21. Dez.: Universitäts-Dozent Dr. Karl Illlmann : „Wesen und Bedeutung der Geschlechtskrankheiten", Lichtbildervortrag. (Nur für Frauen und Mädchen.) Freitag, den 22. Dez.: Bibelvortrag. Samstag, den 23. Dez.: Chanukkafeier und Konzert. Anmeldungen von Vorträgen sind an Dr. Samueln, 1. Bez.. Fischerstiege 6. zu richten. ..Beth .pmim" (Jüdisches Volksheim). 16. Bez.. Wurlitzergasse 11. Samstag, den 16. Dezember I. I.. halb 8 Uhr abends, eröffnet der obgenannte «Verein seine diesjährigen Hallenabende mit einem Vortrage Sr. Chrwürden des Herrn Rabbiners Dr. I. M. D a ch unter dem Titel: „Aus der ältesten Kulturgeschichte der Juden in Deutschland." Samstag, den 23. Dezember: Chanukkaseier unter der Leitung des Herrn Oberkantors M. B. K a u f - m a n n. Cintritt frei für jeden Erwachsenen. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Präsidenten Dr. Martin Förster, 16. Bez.. Thaliastraße 22. gelangen lassen. Samstag, den 2. Dezember, fand die diesjährige Generalversammlung im Cafö „Hindenburg", 8. Bez., Alserstraße 71, unter dem Vorsitze des Präsidenten Herrn Dr. Marlin F ö r st e r statt. Vor Eingang in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende in tiefempfundenen Worten des verewigten Kaisers Franz Josef I.. und wurde diese Trauerkundgebung von der Versammlung stehend angehört und dem Protokolle einverleibt. Der Vorsitzende besprach hierauf die Tätigkeit des Vereines im abgelaufenen Jahre, woraus über Antrag des Kultusoorstehers Dr. Jakob D e u-t s ch der ^vorliegende Rechenschaftsbericht genehmigt und dem abtretenden Vorstände das Absolutorium erteilt wurde. Hierauf wurden die Herren Rabbiner Dr. Julius Mar Bach und Kultusvorsteher Dr. Jakob Deutsch zu Ehrenmitgliedern ernannt. In den Vereinsvorstand wurden gewühlt die Herren: Dr. Martin Förster, kaiserl. Rat Edwin S k a l, Gustav Hager. Dr. S. B o h i n, Gottlieb D r a b und Emanuel Donath; die Damen: Urbach. D r a b. Dr. B o h i n und S m o 1 r i tz k y; als Beiräte die Herren : Rabbiner Dr. I. M- B a ch. Oberkantor M. B. Raufm a n n und Rudolf Urbach. Wien. Der „Israelitische Humanitäre Unterstützungs- Verein der Kolomeaer in Wien" veranstaltet am 25. Dezember 1916 im Cafe P rücket,- 1. Bez., Stnbenring. Nr. 24den ersten G e s e t ls ch a ft s ab en d. Näheres in der nächsten Nummer. Chanukka-Feier. Dienstag, den 19. Dezember l. I., halb 8 Uhr abends, findet im „Jüdischen Theater", 2. Bez., Taborstraße 11, eine ..Chanukkafeier" statt. Die Festrede hält Herr Löbl Taubes. Es folgen Liedervorträge von Herrn I. Deuts ch, Tenor der ..Jüdischen Bühne". Im literarischen Teile gelangen zur Ausführung: „Zirickgekimen" von Schalom Asch, „Schwestern" von I. L. Perez. Wien. (Populärwissenschaftlicher Freitagabendoortrag im Bet Hamidrasch „Talmud-Thora". 2. Bez., Malzgasse 16.» Am 15. d. M. spricht Herr Rabbiner H. 3 ch e n k über „P e r e k Schirm". Beginn halb 8 Uhr. Wien. (Todesfall.) Am Sonntag, den 26. November, wurde auf dein Zentralfriedhofe Herr Arnold K o h n. ehemaliger langjähriger Prokurist der bekannten Fettwarenfirma Julius Moll & C i e. zu Grabe getragen. Der Verblichene, der Sohn eines gelehrten Bibliographen, des R. Elle K o h n aus Preßburg. war als Erster bemüht, ein neutrales Pflanzenfett zu erzeugen, das in rituellen Haushaltungen für die milchige und fleischige Küche verwendet werden tonnte. Tatsächlich war das von ihm in den Handel gebrachte „Sanreol" das erste koschere Pflanzenfett und der Vorläufer aller anderen jetzt so sehr beliebten und eingebürgerten Pflanzenfette. Die trauernden Hinterbliebenen sind umsomehr Gegenstand allgemeiner Teilnahme, als auch jüngst ein Reffe des - Verblichenen, der Landsturm-Assistenz- und Lloydarzt Dr. Artür K o h n. Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille und des Ehrenzeichens vom Roten Kreuze 2. Klasse, welche Auszeichnungen er während seiner hingebungsvollen Tätigkeit in verschiedenen Kriegslazaretten erwarb, in der Ausübung seines schweren Berufes vom Tode dahingerafft wurde. Ehre ihrem Andenken, wie Herr Arnold K o h n und Dr. Artur K o h n dem Judentums zur Ehre gereicht haben! R. E. Wien. Leichenbegängnis.) Vor einigen Tagen wurde ein wackerer Mann. Herr Josef Schwarz, Kaufmann, zu Grabe getragen. Welch' außerordentlicher Beliebtheit und Wertschätzung sich dieser nun Verblichene erfreute, bewies die überaus zahlreiche Beteiligung sowohl im Trauerhause als auch am Zentralfriedhofe. Herr Rabbiner Dr. Erunwald hielt eine tiefergreifende Trauerrede, in der er den Verstorbenen als Gatten. Vater und Beschützer der Armen und Unglücklichen schilderte. Herr Oberkantor Morgenstern versah in gewohnt meisterhafter Weise die kantoralen Funktionen. Unter den Anwesenden waren vertreten: vom Ministerium des Innern Sektionschef Dr. Karl Schreier, Sektionsrat Dr. Louis o. Marquet, Bezirkshauptmann o. Montelke, Konzipist Dr. Jeklek. Als Vertreter der Kultusgemeinde waren erschienen: Landesschulrat Dr. Markus Spitzer, Dr. Jakob Deutsch, Dr. Wilhelm Pappenheim, Prof. Ehrmann, Samuel Steiner und erster Sekretär kaiserl. Rat Dr. Lieden. Vom Vorstande der freiheitlichen Gemeinderäte: Dr. Hein, Dr. v. Dorn, kaiserl. Rat Fischer, Architekt Melcher, Dr. Granitsch und Dr. Reuftadtl. Vom Donauklub: Gemeinderat Gotz und Dr. Brady. Für den Freiheitlich-sozialen Verein Leopoldstadt waren erschienen: Reichsratsabgeordneter Dr. Ofner und kaiserl. Rat Severin Jellinet. Für den Verband der humanitären galizischen Vereine: Dr. Jacobson, Platz und Bankier Hecht. Für den israelitischen Frauenverein des 2. und 20. Bezirkes: Frau Dr. Grunwav» und Frau Pom Donauklub: Eemeinderat Goltz und Dr. Brady. Für den rsrael. Volksküchenverein Frau Kadisch. Für die „Allianz": Kultusvorstand Hofrat Löwner und Hofrat Kuranda. Ter jüdische Jugendbund war vertreten durch Dr. Friedlander, Dr. Sachsl. Prof. Schnabl und Dr. Bramer. Für den nichtpolitischen humanitären Verein ..Lessing": Fabriksdirektor Trebitfch und Dr. Emil Roth. Für den nichtpolitischen humanitären Verein „Freundschaft": Dr. Zäsar Winter und Herr Erstling. Für die „B'nai B'rith"-Vereine „Wien" und „Eintracht": Regierungsrat Prof. Jerusalem, Ernst Simon, Notar Dr. Bermann, Dozent Dr. Brody, Joses Reimann und Herr Horowitz. Ferner waren erschienen für die Organisation galizischer israel. Kinder: Frau Dr. Huleß aus Stanislau und Frau Dr. Lilien aus Lemberg. Für den nichtpolitischen humanitären Verein „Humanitas": Herr Chigger. Ferner sind noch zu erwähnen: Herr Rabbiner Dr. Feuchtwang, Dr. Josef Jaanö, Direktor der Länderbank Dr. Gallati, Herr Mar Hitler und Herr Chewra-Kadischa-Borsteher Gothmann. Ferner waren erschienen Vertreter sämtlicher Sektionen der Zentralstelle der Kriegs-Flüchtlingsfürsorge. unter anderen Herr Bezirksrat Rubner, Herr Armenrat Ober-Offizials Lemberger, Herr Bezirksrat Haslinger und sämtliche daselbst beschäftigten Magistratsbeamten sowie eine große Anzahl von politischen und persönlichen Freunden des Sohnes des Verblichenen. Herrn Dr. Rudolf Schwarz-Hiller. Ein zweiter Sohn des Verstorbenen. Herr Dr. Georg Schwarz, der als Offizier an der Front steht, konnte dem Sarge seines Vaters nicht folgen. Austritte ans dem Judentum vom 3. bis 9. Dezember 1916. Frischhof Iba, geb. 7. Juni 1893. Wien, 8. Bez., Alserstraße 47. Grünhut Markus, Portier, geb. geb. 4. September 1875. Vagujhely (Ungarn). 13. Bez.. Auhofstraße 229. Hefsner Mirl, Hilfsarbeiterin. geb. 4. Dezember 1889, Tyczyn 2. Bez.. Nordbahnstraße 28. Kroll Olga, Vordruckerin. geb. 8. Februar 1894, Wien, 14. Bez., Stättermayergasse 31.