Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 49 (15.12.1916)
- Date
- 1916-12-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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S-itc 820 Tr. Bloch'S Wochenschrift Nr. 49 Verein „A/iack8ike kactatk" 2. Bez., Obere Augartenstratze 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion der notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugeslossen Arnold Metzger, durch Frau März. Kr. 50.—; S- Kellmann- Braustein. zur Disposition des Frl. Agnes Blum, 20.—; Philipp v. Gomperz 10.—; Bernh. Kriech. Mähr.-Ostrau, 5.—; Frau Schönbaum 5.—; Victor Kraus, Reichenberg. 5.—; Theod. Hirsch, Teplitz, 5.—; Med.-Dr. Hermann 2.—; Steiner & Aufrichtig 2.—; Liggy, durch Frau Rebekka Tisser, 4.-; zusammen Kr. 108. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Jsak Weißmann, 2. Bez.. Taborstraße 50, und von unserem Obmann Herrn Jakob März. 1. Bez., Augustengasse 1, in bar oder durch Posterlagschein 106,316. Ehanuila-LiebeLMben für unftre Soldaten im Feld.'. So wie in den Vorjahren auch diesmal unsere tapferen Krieger zuni Lhanukkafeste mit Liebesgaben zu erfreuen, bitten wir alle edlen Herzen, die bisher unsere Liebesgabenaktion unterstützt haben, dieselbe weiter zu fördern. Sämtliche Sendungen werden an die Adresse der Frau Rabbiner Dr. G r u n w a I d, Wien, 2. Bez., Ferdinandstraße 23, erbeten. Das Komitee. Von Herrn Hugo Ornstein aus Rio di Janeiro weitere Kr. 100.—. Neuerliche Sammlung des Frl. Käthe Wlaschim Kr. 50.—. Von den jüdischen Gymnasial-Schülern und -Schülerinnen aus Jaslo Kr. "74.16. Von Frl- Anna Lachmann, Breslau. Kr. 10.—. R. R. Kr. 2—; Frau Marie Steiner Kr. 10.—; Bäckereien: Frau Bankier Ezuczka und Tochter. 'Wien, Frl. Gisela Redler in Friedeä. „Weibliche Fürsorge." Für die Kriegermütterkasse der „Weiblichen Fürsorge" (D. Feuchtwangfonds) sind neuerlich eingegangen: Je Kr. 200.—: Verein „Einheit" und Baronin Valentine Springer-Rothschild; Sammlung bei einem Jour für eine Mutier dreier gefallener Söhne Kr. 60.—; Herr Hermann König Kr. 20.—; je Kr. 10. : Frau Bertha Donreich und Firma M. Krauß; im ganzen Kr. 5650.— . Weitere gütige Spenden nimmt entgegen Herr Rabbiner Dr. D. F e u ch t w a n g. 18. Bez., Edelhosgasse 36, und Frau Bertha Donreich, Kassaverwalterin, 20. Bez., Dresdnerstraße 77. WoyltLtihkeits-KmovorsteLtmrg des isr. Frauen Vereines für den 2. und 3. Bezirk. Zugunsten des neugegründeieu Fraueuvereiues siudel am 18. d. M„ abends 8 Uhr, im Ceutral-Kiuo, Taborstraße 8,- eine Vorstellung statt. Das Programm für den Abend ist sorgfältig ausgewählt und berechtigt zu der Hoffnung, die Besucher zu befriedigen. Da der Verein ilvch leine genügende Milgliederanzahl besitzt um den Anforderungen,- die an ihn gestellt lverden, gerecht zu lverden, muß er aus eine außerordentliche Einnahme bedach! sein und lädt alle Freunde der Armelt zu dieser Vorstellung ein. Karten sind bei allen Vorstaildsdamen oder an der Abendkasse erhältlich. Ueberzahlungen werden im Jahresbericht besonders ausgelvie'en. Einschränkung des Nerbrauches von Kerzen und Lei zu rituellen Zwecken durch Offiziere und Gleichgestellte, sowie durch die Mannschaft jüdischen Glaubens. Das i. u. f. Militärkommando hat mit Befehl vom 32. Dezember 1916 folgendes angeordnet: „Im Hinblick darauf, daß hervorragende, orthodox? Rabbiner Ungarns mit Rücksicht ans die Not der Zeit den Gläubigen Erleichterungen im Gebrauch von Kerzen und Oe! zu religiösen Zwecken gestattet haben/ und daß ferner auch das k. k. Minifteriunt für Kultus und Unterricht eine Einschränkung des Lichtverbrauches zu rituellen Zwecken nahegelegt hat,- wird folgendes angeordnet: Der Lichtverbrauch zu rituellen Zwecken ist auf das folgende Höchstausmaß einzuschränlen: 1. 2 Lichter am Vorbetertisch während der Gotlesdienfte in den Militär-Synagogen. 2. Für alle Wohuungsgenosseu,- ohne Rücksicht auf Familienzugehörigkeit- 2 Kerzen von einer halben Stunde Brenndauer für den Vorabend des Sabbats (Freitag abend) und den Hoheit Festtagen, sowie die Hoheit Fest abende selbst. 3. Eine Oel- oder Kerzenslainnre für die ersten dreimal 24 Stunden nach Sterbefätlen irr der betreffenden Familie. 4. Eine Oel- oder Kerzenslamme für jedesrnalige Wiederkehr des Sterbetages (Jahrzeit) für 24 Stunden innerhalb einer Familie, im Hause oder in der Synagoge. 5. Das Anzünden in der Menorah (achtarmiger Leuchter) au allen acht Abenden des Chanukkasestes iiach den bestehenden Vorschriften im Gotteshause, jedoch mtv ein Licht an jedem der acht Abende für alle Wohnungsgenossen ohne Rücksicht auf die Familienzugehörigleit in den Privathäusern. Das Militärkommando erwarteft daß die jüdischen Offiziere und Meichgestellten -sowie die jüdische Mannschaft strengstens daraus achten werden,- daß diese Verordnungen^ die das religiöse Empfinden mit deil wirtschaftlichen Bedürfnissen möglichst harmonisch in Einklang zu bringen bestrebt ist/ auch in ihren Haushaltungen genauest eingehalten werden." Max Brod in Wien. Im Rahmeir des vom ,/K omitee z n r A uftl är u n g ü b e r o stj ü d i s ch e F r.a g e it" veranstalteten Vortragszyklus wird der bekannte Prager Schriftsteller Max Brod einen Vortrag über das Thema: „Die Ostj n d e it i n m e i n e x p e r s ö n l i ch e it E r f a h r n n g" halten. Max Brod, dessen literarische Wirksamkeit allgemeinen Anklang gesunden hat — außer schriftst.'llerischen Arbeiten auf jüdischenr Gebiete sei nur sein Roman „Tycho Brahes Weg zu Gott" erivähnt — dürfte das obgenannte Thema, über das er besonders ivähreud seiner Mitivirkung bei der Flüchtlingssürsorge Erfahrungen gesammelt hat, überaus interessant ztl gestalten verstehen. Der Vortrag, findet Sonntag, den 17. d. M., um 6 Uhr abends, im Saale des Ingenieur- und Architektenvereines, 1. Bezirk, Eschenbachgasse 9, statt. Karten ü Kr. 2.—, Kr. 1.— und 50 Heller in der Buchhandlung R. Löwit, 1. Bez., Rotenturmstraße 22, und an der Abendkassa. Wien. Frau kaiserlicher Rat Anna H i r s ch, die hochverdiente, langjährige Kassieritt des „Frauenhortes", wurde durch Verleihung der silbernen Medaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Wien. Die Hilfsaktion der Schuhversorgung für die Armen Wiens, die seit dem Monat September in Wien, 1. Bezirk, Weihburggasse 14, funktioniert und zu Weihnachten eine gesteigerte Tätigkeit entfalten ivird, hat nebst Einzelbeteilungen einer größeren Anzahl Armer auch an verschiedene Wohtsahrtsvere'n? Schuhe verschenkt. Schuhbedürftige Arme, sowie Angehörige des verannten Mittelstandes können im Bureau, 9. Bezirk, Türkenftraße 17, unter Angabe ihrer genauen Adresse schriftliche Gesuche einreicheit, worauf, falls die Recherche die ^Würdigkeit der Bittsteller ergibt, die Zusendung der Lchuhanweiftingen in das Haus des Petenten erfolgt. Inspektor Jacques Rtt-er. Am 7. d. M. feierte der Inspektor der Wiener städtischen Straßenbahnen, Jacques Ritter, sein 25 jähriges Dienstjubiläum bei diesem Unternehmen. Wiewohl der Jubilar, dem Ernste der Zeit entsprechend, sich an diesem Tage durch Fernbleiben vom Amte, allen ihm zugedachten Ehrungen entziehen wollte, ließen es sich sowohl Vorgesetzte wie dessen Kollegen nicht nehmen, den durch sein äußerst liebenswürdiges Wesen allseits beliebten Beamten durch herzliche Glückwünsche und Uebersendung geschmackvoller Geschenke zu ehren. Abteilungsvorstand Ober-Jspektor S i ch a r t über-