Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 48 (8.12.1916)
- Date
- 1916-12-08
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 804 Tr. Bloch'S Wochenschrift Nr. 48 (General Böhm-Ermoli: „Es stimmt, in Wien wohnen die reichen Kallirs und Natansohn.") S. M.: „Haben Sie noch welche Anstalten?" Ich: „Jawohl, kais. Hoheit, Waisenhaus, Siechenversorgungsanstalt, Volksküche und jüdische Volksschule." S. M.: „Bitte, zeigen Sie allen Herren dieses schöne Silberstück." (Thorakrone.) Hierauf wurde ich von Seiner Majestät huldvollst verabschiedet. Vermischtes. Den Manen Kaiser Kranz Josefs F. (Veremsttrsammlung der „Oesterr.-Zsr. Union", Wien.) Die „Oesterr.-Jsr. Union" veranstaltet Samstag, den 9. Dezember, halb 8 Uhr abends, im großen Saale des Hotels „Continental", 2. Bezirk, Taborstraße 4, eine Vereinsversammlung, in welcher Herr Rabbiner Doktor Max Grunwald einen Bortrag unter dem Titel „Kaiser Franz Joses und die Stellung der Juden in Oesterreich" halten wird. Mit dieser öffentlichen Kundgebung soll den Manen des erlauchten Verblichenen der Dankeszoll abgestattet werden sür die den Juden Oesterreichs gewährte staatsbürgerliche Gleichstellung. Sigmund Mayer zum 85. Geburtstag. Am 16. Dezember wird einer unserer besten Männer, Sigmund Mayer, in vollster geistiger.und körperlicher Frische — nur das Versagen des Augenlichtes erinnert an. sein hohes Alter — seinen 85. Geburtstag feiern. 85 Jahre! Fürwahr, ein langes Leben ist dein Jubilar beschieden, während dessen er rastlos in Wort und Tat der Allgemeinheit zu nützen suchte und dies Ziel auch erreicht hat. Unvergessen sind den Aelteren unter uns seine Hingabe an die großen Fragen des wahren Liberalismus geblieben, sein mannhaftes Auftreten im Gemeinderat für die Interessen unserer Glaubensbrüder; als langjähriger Präsident der Oesterr.-Jsr. Union", als Begründer des „Hilfsvereines für die galizischen Juden" wirkte er, der nicht etwa Privatmann war, sondern als Chef einem großen Geschäfte Vorstand, initiativ, begründend und fördernd nach allen Richtungen und auf allen Gebieten der rationellen Hilfeleistung für die armen, unterdrückten Stammesgenossen; er, der hoch Gebildete, nahm sich werktätig sh rer physischen und vsychischen Erhebung an. Als zu seinem 80. Geburtstage seine Biographie, „Ein jüdischer Kaufmann 1830—1911", erschien, .in tvelcher er im Rahmen derselben die ganze soziale, kulturelle und geschäftliche Entwicklung speziell der Juden schilderte, ihnen zeigte, daß sür uns trotz aller Hindernisse ein großer Schritt nach vorwärts getan wurde, und diese Phasen während dieses langen Zeitraums mit der abgeklärten Ruhe des 'Philosophen und denk scharfen Blicke des Menschenfreundes und des großzügigen Kaufmannes darstellte, hatte er vielleicht selbst nicht an die große Wirkung des Buches geglast, welche noch heute — leider vergebens, da dasselbe vergriffen — andauert. Wir hoffen jedoch keine Indiskretion zu begehen, wenn wir heute Sigmuud Mayers zahlreichen Verehrern verraten, daß der unermüdliche Jubilar uns binnen türzem mit einem neuen Werke erfreuen wird, welche 7, zu den alten Vorzügen gewiß noch neue hinzusüge-' wird. Er aber schreite rüstig und gesund dem 90. Lebensjahre entgegen, fleißig und unermüdlich weiter, geistige Werte schaffend, getreu dem alten Spruche: ..Rast' ich, so rost' ich!" ..Hilfskommission 1915" und „Oesterreichisches Landeskomitee" sür Palästina. Wien, 4. Bez., Frankenberggasse 14. Restaurateur Markus Dänemark, Brünn, Thoraspenden am Roschhaschono, Lr. 100.—; Rabbiner Samuel Lahn. Dambrowitz, derzeit Wien, 12.-Simon Wolfs, Wien, 10.—; Beihausverein ..Freundschaft und Brüderlichkeit" 9.16; Rabbinat Nikolsburg, S. Weißglas, Wien, je 6.—; Arthur Schwarz, M. Fischer, Otto Dur, sämtlich in Wien, je 2.—. Mogen-Dovid-Nage'.spenden : Direktor B. Planer, Wien, Sammlung der Bürgerschülerinnen, Lr. 50.--; Rabbiner Dr. Martin Friedmann, Horazdowitz: von Markus Lohn und Leopold Treichlinger je 3.—. Rabbiner Dr. Emil Friedmann, Lobositz, 2.—, zusammen 8.—. Die in einer der letzten Nummern ausgewiesene Speudensammlung von Lr. 131.76 und die uns neuerlich zugewiesenen Lr. 12. durch Herrn Raftali Weitzblum wurden gespendet: von David Horner 14.—, Mendel Mark 12.—, Seide Nagler 7.26, Josef Frisch 7.—, Eisig Arelrad 4.10, Josef Hacker und Leb Weiß je 3.—, Chajem Dachner 2.24, Mendel Merberg, Abraham Feier, S. Wolfsberger, Jakob Elias Einhorn, Reife! Spira, Baruch Riesel je 2.—, Aron M. Zimmermann, Benzion Brandeis, Hilda B. Spira je 1.—. Woks Amper —.80. Rabbiner aus Czornaliza .50, Bezalcl Weinberger —.48, Aron W. Segal —.36; Sammlung unter den Flüchtlingen durch Moses Storch, Delatyn, derzeit Zedowitz bei Gaya: von Juda Fritz 8.—, M. Rottfeld 5.—. Moses Lnoll 3.—, D. L. Willner 1.20, Moses Storch, Ehaim Sützler, Rabbiner Juda Rosenheck, Moses Sommer, Freund Eerfon, Franz Siegmund Zimmermann je 1.—, Eitel Llein —.50, Aba Pewsner, Kriegsgefangener aus Rußland —.36; und ~"V>3? jTH5?pE Spenden 49.66; zusammen Lr. 143.75. Kriegsspitalshilfe für Palästina. Direktor Wilhelm Kur, Wien, Lr. 200.—; Israel. Lultusgemeinde Lrumau. Spendensammlung: von Ignaz Spiro & Söhne 100.—. J.-A.-Dr. Adolf Lohn, J.-U.-Dr. Hugo Löwy, Direktor Rudolf Lohn je 10.—, Rabbiner Dr. L. Hirsch und Direktor S. Lobias je 5.—, zusammen 140.—; Hermann Pollack's Söhne, Bosn. Elektrizitätswerk A.-G., Wien, Frl. B. P., Frankfurt a. M., je 100.--; Alois Lemberger und David Fanto, Wien, je 20.—; Moses . Oeger, Wien, .18.—; ^Wilhelm .Scheper,.- Wien, Johann Menczel, Budapest, je 10.—; Rabbiner Martin Friedmann, Horazdowitz: von Leopold Treichlinger 5.—, Markus Lohn 2.—, zusammen 7.; Eottlieb Taussig, Bertha Bacher, Moritz Pinkas, sämtlich in Wien, Dr. Siegmund Lurucz und Arthur Marios, Budapest, je 5.—; Ludwig Perlaki, Budapest, 4.—; Börsesensal Michael Wien, Prag. Samuel Perl, Budapest, je 3.—; D. Streka, Melnik, 2. Adresse für Zuschriften : K. k. Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, 2. Bez., Obere Donaustratze 109. Zahlstelle: für Oesterreich: Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien. 1. Bez., Renngasse 3; „Reue Freie Presse", Wien, 1. Bez., Fichtegasse 11; für Ungarn:, Magyar Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin. Postscheck-Konto Rr. 1000.— (auf das Konto: ..Lriegsfpitalshilfe für Palästina"). WvH\(ällstteits-KlnovürsteUunst.des ifroel. Flauenrereines für den 2. und 3. Bezirk. Zugunsten des neugegründeten Frauenvereiltes fiit^ i i'i am 18. d. M., abends 8 Uhr, im Central-Kino, Taborstraße 8, eine Vorstellung statt. Das Programm für den Abend ist sorgfältig ausgewählt und berechtigt zu der Hoffnung, die Besucher zu befriedigen. Da der Verein noch keine genügende Mitgliederanzahl besitzt, um den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, gerecht zu werden, ntnß er auf eine außerordentliche Einnahme bedacht sein und lädt alle Freunde der Armen zu dieser Vorstellung ein. Kartell sind bei allen Vorstandsdamen oder an der Abendkasse erhältlich. Ueberzahlungen werden iur Jahresbericht besonders ausgewiesen. Verein „iNsedsUce hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstraße 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion für die notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zügeflossen: Philanthrop aus Ujpest (Ungarn), durch I. B., Lr. 100.—; Israel. Allianz zu Wien", Dezemberbeitrag, 100.—; Samm-