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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-11-24 · 46 (24.11.1916) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
46 (24.11.1916)
Date
1916-11-24
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Jeder treue Jude zeichnet die fünfte Kriegsanleihe. Seite 774 Dr. Bloch'S Wochenschrift Nx. 46 Austritte aus dem Judentum vom 12. bis 18. November 1916. Vrendel Josef, Chemiker, geb. 20. Februar 1886, Wien, 20. Bez., Wasnergasse 15. Heller Karl Tr., Beamter, geb. 6. Juli 1891, Wien, 9. Bez., ~ Boltzmanngasse 18. König Heinrich, k. u. k. Leutnant, geb. 1. September 1693, Wien, 13. Bez., Kupelwiesergasse 12. Krainer Josefa, Jng.-Eattin, geb. 21. Mai 1897, Wien, 9. Bez., Garnisongasse 10. Neurath Eugenie, geb. 5. Dezember 1900, Wien (laut Zuschrift des Rabbinats St. Pölten). Nosfa! Robert, k. u. k. Kadettaspirant, geb. 6. April 1897, Linz, 9. Bez.. Schliägasse 4. Schütz Bertha, geb. 27. Februar 1866, Komotau (Böhmen), 9. Bez., Berggasse 6. Schütz Gustav, Handelsangestellter, geb. 23. Juli 1865, Prag, 9. Bez., Berggasse 6. Steinitz Olga, geb. 21. Mai 1686, Wien,' 3. Bez, Eärtnergasse 5. Zaredzky Hertha »., geb. 23. August 1891, Plojesti, 9. Bez., Kinderspitalgasse 1. Pretzburg. (Leichenbegängnis.) Ein düsterer Tag voll tiefer Trauer senkte sich am vergangenen Samstag auf die ruhmreiche, altehrwürdige Gemeinde Pretzburg, als sich die Trauerkunde verbreitete, datz ihr langjähriger, greise und verdienstvolle Präsident, Herr Lazar Eestettner, das Zeitliche gesegnet hat. Sein Name war seit Jahren weit Aber die Peripherie seiner Heimatsstadt gedrungen nicht nur als Gründer und Chef eines Welthauses, sondern auch als eine Säule des strenggläubigen Judentums in Ungarn. Am Montag, den 20. d. M., um 10 Uhr vormittags, fand das Leichenbegängnis vom Hause aus statt, zu welchem sich auch der B ü r g e r m e i st e r der Stadt persönlich eingefunden hatte, und eine Reihe von Deputationen aus nah und fern erschienen waren, von welchen besonders die der jüdischen Residenzgemeindü Wien hervorzuheben ist. die durch den würdigen Vorsteher Herrn Carl Leurberger und dem Amtsvorstande Herrn Freistadtl vertreten war. Nachdem der Präsident-Stellvertreter, Herr Kraust, Worte des Dankes an der Bahre gesprochen für das segensreiche Wirken des Verstorbenen in der orthodoren Gemeinde Pretzburg und ihrer zahlreichen gemeinnützigen Anstalten, sprach Herr Oberrabbiner Reich im Namen der Kultusgemeinde Baden, die der teuere Hingeschiedene als Freund und Gönner derselben so gerne aufsuchte, Worte des Abschiedes und des treuen Gedenkens und solche des Beileides an die ausgezeichneten, hervorragenden Söhne und Schwiegersöhne des teuern Verblichenen. Vom Hause aus bewegte sich ein unübersehbarer Zug durch die alte Judenstadt bis zum Friedhofe, wo in der Zeremonienhalle der ehrwürdige Oberrabbiner Schreiber in bewegten Worten ein Lebensbild des Verstorbenen entrollte, dessen Name mit allen Institutionen der Gemeinde innig verbunden ist und dessen Wirken unauslöschlich in den Annalen derselben verzeichnet bleibt. Nachdem noch der Oberrabbiner von Deutschkreuz als Neffe für die Familie ergreifende Worte gesprochen hatte, schlotz die herzergreifende Feier mit der Erkenntnis, datz ein Stück alten Judentums ins Grab gesenkt worden ist und eine schwer auszufüllende Lücke in demselben zurückbleibt. „Wehe, ob der Hingeschiedenen, die nicht zu ersetzen sind!" _ Klaoensurt. (Verlobuna.) Frl. Mira Stößl Tochter des Herrn Max S t ößl, hat sich mit Herrn Nandor Saluberaer, Kontrahent der k. k. Geniedir?ktion in Trient, verlobt. MaMner Tr. Rafael Guaenheimer in Kolin s. A. Aus Kolin erhalten wir nachstehende Trauernachricht : Heute starb im Alter von 48 Jahren der Rabbiner unserer Gemeinde, Herr Dr. Rafael G u g e n h e i m e r, der durch beinahe zwei Jahrzehnte in unserer Gemeinde — als würdiger Nachfolger seines Vaters, des berühmten Gelehrten Dr. Josef Gugenheimer - verdienst voll gewirkt hat. Er zeichnete sich durch Frömmigkeit, Pflichttreue und biederen, edlen Charakter aus, weshalb sein Andenken von der Gemeinde hochgehallen wird. Ein Charakterbild des verblichenen ehrwürdigen Rabbiners zu zeichnen, behalten wir uns vor. Ein vorbildlicher Kultusvorsteher, Die Gemeinde Butschowitz in Mähren beherbergt gegenwärtig 335 jüdische Flüchtlinge aus Ostgalizien. Der hochverehrte, langjährige Kultusvorsteher Herr Ignatz Stiaßny hat sich seiner unglücklichen Glaubensgenossen mit großer Herzlichkeit und Wärme angenommen und ist seit Monaten bestrebt, mit alten ihm zu Gebote stehenden Mitteln ihr schweres Los zu mildern. Ec sorgt mit gleicher Innigkeit für ihr geistiges und leibliches Wohl. Er hat dafür gesorgt, daß die Flüchtlinge die heiligen Feiertage in würdiger Weise begehen und ihnen ein entsprechendes Betlokal sowie eine Thorarolle beigestellt. Die Approvisionierungsfrage wurde ebenfalls in einer überaus zartfühlenden Weise gelöst. Um den Flüchtlingen die oft peinliche Annahme von Unterstützungsbeiträgen zu ersparen, hat Herr Kultusvorsteher Stiaßny ein Komitee ins Leben gerufen, welches die wichtigsten Lebensmittel, wie Kartoffeln, Zwiebeln, Gurken usw-, sowie Brennlohle in größeren Partien eingekäust hat und diese unentbehrlich nötigen ArliieX mit einer Ermäßigung bis zu 50 Prozent an den Flüchtlingen äbgibt. Es gebührt der Gemeinde Butschowitz, welche trotz ihrer geringen Einwohnerschaft (3500 Seelen, hievon 33 jüdische Familien) in solch grandioser Weise sich söbiel in schwerer Zeit bewahre hat, das uneingeschränkte Lob und der tiefempfundene Dank der jüdischen Oesfentlichleit. Moses Kellner. Straszburg. Dr. Jakob P a r n a s, Dozent an der Universität Straßburg und langjähriger Assistent des Professors Hofmeister, wurde zum Professor der physiologischen-Chemie an der Unioersilät Warschau ernannt. Dr. P a r n a s ist 1884 in Galizien geboren. Ch. N. Biaiil und Dr. Joses Klausner find, wie russisch-jüdische Blätter melden, zum Heeresdienste ein ge rückt. Wer weiß? Hersch Stein aus Sniatyn Zucht seinen Sohn Joses Stein, Schuhmacher, aus Sniatyn (Gal.). Samuel Rager sucht seine Frau Therese Kern samt ihren sechs .Kindern aus Cerniev bei Stanislau (Gal.). Majer Falter sucht seine Tochter, die zwanzigjährige Helene Fätter, die sich in Brezov-Viezne (Eal.) mit den vier Kindern des David Stall befunden hatte. Charne Frag, Flüchtling aus Zloczow, sucht ihren Mann Isar Frag; G%am Friedmann, Flüchtling aus Nustsa bei Zborow, sucht ihren Mann Lipe Eisen. Auskunft wird an die Adresse: Rabbiner Deutsch, Neuiss- Szalok (Ungarn), erbeten. Vermißt wird Isar Jakob Schrrzer seit 2. d. M., wohnte in Wien, war leidend. Der Abgängige zählt 37 Jahre, ist groß gewachsen, hat ovales, bleiches Gesicht, roten Vollbart, das Haar am Kopfe ein wenig grau, trägt schwarzen, ^weichen Tuchhut, langen, schwarzen Ueberzieher mit Samtkragen, hat keine Dokumente Mit sich. Gute Belohnung demjenigen, der Näheres über diese Person mitteilen kann. Mitteilungen werden höflichst erbeten an die Adresse: Schrrzer, Wien, 7. Vez., Kaiserstrafe 6/45. Frau Rare Goltlieb aus Dunajew, derzeit Braunsberg (Mähren), sucht ihre Nichte Henny Gottlieb, ihren Onkel Hersch Goltlieb aus Brody und ihren Bruder Chaskel Gottlieb aus Dunajew. Heinrich Praver aus Ottynia, derzeit in Frytschowitz Nr. 125, Post Braunsberg, E.-B. Mistet, sucht seine Frau Rochel Moritz Praver und seine Tochter Lnvfchr Moritz Praver. Frau Loa Rarenberg aus Kalucz sucht ihre zehnjährige Tochter Feige Rarenberg, die sie zur Pflege Herrn Isidor Linewald, Postbeamter in Kalucz, übergeben hat. Da Herr Linewald angeblich auch geflüchtet sein soll, bittet sie um gesl. Auskunft, wo sich ihr Kind befindet. Gefl. Zuschriften an B. Oppenheim, Braunsberg (Mähren). David Rosenzweig samt Familie. Josef Lechner samt Tochter Klara, Frau Lotti Burg und David Bildner aus Russisch- Danilla werden gesucht von Efraim Hersch, Rosenzweig in Austerlitz, Jsraelitengemeinde, Nr. 68.

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