Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 42 (27.10.1916)
- Date
- 1916-10-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 702 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 42 kämpfte an der Front, bis er in Gefangenschaft geriet. Am Tage seiner Gefangennahme wurde er Leutnant. Im Gefangenenlager errichtete er eine Apotheke, welche er selbst leitet. Auch er hat, obgleich er diplomierter Apotheker ist, bei der Truppe gekämpft. Jüdische Äamikien im Aekde. Ignaz Steiner in Györ hat fünf Söhne als Soldaten. 'Eugen, 40 /'Jahre Ft, kämpft feit der Mobilisierung in Serbien und in den Karpathen; Geza in den Kar-i pathen; Karl hat den serbischen Feldzug zweimal mit-« gemacht; Desider ist Kanonier in den Karpathen; Hugo ist bei den . Honveds. Der Schwiegersohn des Ignaz Steiner, Philipp Eckmann, hat in den Karpathen den Heldentod gefunden. Sein Enkel Bela kämpft als Honved an der italienischen Front. Drei Vrüder an der Aront. Der Sanitätsfähnrich im k. u. k. Epidenriefpital 3 Max Erber, Sohn des Kultusvorstandsmitgliedes Herrn Hermann E r b c r in Klosterneuburg, der bereits einmal für tapfere Haltung in der Front mit der silbernen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, erhielt vorige Woche für seine treuen und eifrigen Dienste das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille. Ein Bruder desselben, k. u. k. Feldwebel Norbert Erber, befindet sich an der russischen Front und ist Besitzer des silbernen Verdienstkreuz.es mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille. Ein zweiter Bruder, Otto Erber, kämpft an der italienischen Front. Kommando-Neko^ttnq vor Abrückung ins Iekd. Das Temosvarer Militärkommando hat, wie „Egyenlöfeg" erfährt, das Folgende in einem Tagesbefehl verlautbart : „Wachtmeister Isidor S chl e s inge r, seit Dezember 1915 dem Kommandanten des Pserdesammelkommandos in Temesoar als Stellvertreter zugeteilt, hat in Unterstützung des Kommandanten bei der Erhaltung des Pferdematerials in der KriegZbrauchbarkeit und beim reibungslosen Abschub der Pferde zttr Armee im Felde durch seinen unermüdlichen Fleiß und durch rastlose Ausnützung seiner hervorragenden Kenntnisse im Pferdewesen sehr ersprießliche Dienste geleistet. Ich spreche dem Unteroffizier gelegentlich seines Einrückens zur Front hiesür die belobende Anerkennung des Militärkommandos im Namen des Allerhöchsten Dienstes aus." Ausländische Dekoration. Die kaiserliche ottomanische Verdienstmedaille wurde verliehen dem Ldst.-Husarenleuttrant Alexander Deutsch. Ernennung von Auditoren. Zu Landstnrm-Oberleutnantauditoren wurden ernannt Dr. Alexander Grünfeld und Dr. Sal. Stromin g e r. Militärische Auszeichnung einer Iran. „Egyenlöfeg" berichtet: Frau Moriz S ch l e f i n g e r, geborene Sofie Steiner, dient als provisorische Zivildiurnistin beim . Landsturmkommando. Sie hat während des Krieges ihre Pflicht mit großem Fleiße und gewissenhaft erfüllt. Ihr Wirken wurde durch einen Tagesbefehl belohnt. Den Belobungsbefehl erließ General S ch u l t h e i ß in Preßburg und hat folgenden Wortlaut: „Für Ihre im Verlaufe des Krieges im Hinterlande während langer Zeit mit unermüdlichem Eifer und Fleiß bekundete Tätigkeit spreche ich! Ihnen im Namen des Allerhöchsten Dienstes meine belobende Anerkennung aus." Eiserner Halbmond. Seine Majestät geruhte, wie „Egyenlöfeg" meldet, zu gestatten, daß der 'Reserveleutnant im Hvnved-Jnfanterieregiment den ihm verliehenen kaiserlich ottomanischen Halbmond annehme und trage. Der aus Miskolez stammende Kasch auer Kanonier Andor Burger wurde von Seiner Majestät dem Sultan mit dem eisernen Halbmond ausgezeichnet. Laut einer Beschreibung des Ausgezeichneten, ist der eiserne Halbmond ein fünfzackiger Stern, in dessen Mitte ein emaillierter Halbmond sich befindet. Der eiserne Halbmond wird an einem weißgeränderten roten Bande getragen. Aack dem Tode ausgezeichnet. Der Kaiser hat denk vor dem Feinde gefätlenen Leutnant d. R. Wilhelm Grünfeld für tapferes Verhalten das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Dem vor dem Feinde gefallenen Einj.-Freiw. Zugsführer'March H alp ern wurde die bronzene Tapferkeitsmedaille verliehen. Heldentod mehrfach Ausgezeichneter. Wilhelm Steiner, Mediziner des dritten Jahrganges, Leutnant der Reserve, Besitzer von fünf Auszeichnungen, und zwar der bronzenen, der kleinen und großen silbernen Tavferkeitsmedaille, des Militärverdienstkreuzes dritter Klasse und des Signum laudis, hat nach dreizehnmonatigem Frontdienst im Alter von dreiundzwanzig Jahren den Heldentod gefunden. Arthur Unger, Fähnrich, Bataillonsadjutant im k. u. k. Infanterieregiment , Besitzer der Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und zweien silberner Tapferkeits- Medaillen 2. Klasse, ist nach fünfzehnmonatigeM, ununterbrochenem Dienste im Felde am 18. September an der italienischen Front im Alter von 28 Jahren, von einer feindlichen Kugel getroffen, den Heldentod gestorben. („Egyenlöfeg".) Ikorresvondenzen. Federbnsch und Kevzendochlt. Vor einem Erkenntnissenat unter dem Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. Alt Mann wurden am 18. Oktober 1916 der Gutsbesitzer Hersch Federbusich aus Cieszanow in Galizien und der Kaufmann Leopold Kerzendocht in Weidling wegen Preistreiberei verurteilt. Das „N. W. Tagbl." meldete über die Gerichtsverhandlung unter dem Schlagwort: „Federbusch und Kerzendocht". Die „Reichspost' voM 19. Oktober macht dazu, zum Zwecke antisemitischer Bestrebungen, folgende Glosse: „Federbusch und gerzendocht". So heißen nämlich di« beiden Preistreiber, deren Verurteilung auch wir kurz mitgeteilt haben. „Da läßt sich halt nichts machen. Der Name ist die Person und die Beschäftigung. N-men et om-n sagt der Lateiner. Man kann nicht daran vorbei. Auch das größte Wohlwollen, das dem ,.N. W. Tagbl." auch von Scharfblatt nicht bestritten werden dürfte, kann aus einem Kerzendocht nicht einen Oberhummer und aus einem Feiglltock nicht einen Gagstädter Machen. Die Preistreiber haben ihre typischen Namen, an denen sich nicht herumdeuteln läßt. Sie sind, wie sie sind, und heißen. Mie sie heißen. Da hilft keine Zensur und kein Burgftiede. Was ein rechter Heuschreck' is, der sitzt im Sommer auf der Wies' und frißt und srißft. .. Auch