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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-09-29 · 39 (29.9.1916) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
39 (29.9.1916)
Date
1916-09-29
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Kr. 39 Dr. Vloch's Wochenschrift > 651 Bauern in den umliegenden Ortschaften die Widderhörner zu Schosars umarbeiten ließ?n und nebst der Schafwolle diese zu Martte brachten. Unaufhörlich hörte man die Schosartöne. ^Bestgeübt, wurden diese von den Wollbanern Tekin, Schewn^ rim, Trin und Tekiogedolu den ganzen lieben Tag vernommen. Die Ankündigung, daß diese für uns die Posaune für unsere Neujahrstage seil haben, belebte noch mehr den alljährlich wiederkehrenden Wolltnarkt. Ein Wollbaner namens H r a d i l wollte der Judengemeinde Tyrnau einen' überaus schönen, jedoch sehr großen Schofar spenden mit dem Verlangen, daß dessen Namen H r a d i l und Wohnort in denselben eingeüzt werde. Hierzu konnte die Gemeinde sich^ nicht entschließ?», deshalb überbrachte dieser Bauer den schofar der großen Gemeinde Preßburg mit der gleichen Bedingung. Das. Rabbinat willigte ebensowenig ein in diese Gravur, bestimmte jedoch durch Zureden den Satz As ehre hu cm odea seriin rrynn TU- Dprr zur ewigm Erinnerung der Spende einzuätzen. Es konnte kein Baltokea sich entschließen, auf diesen übermäßig großen, langen Schofar zu blasen und dürfte diele Kosaune vielleicht noch in der alten Rüstkammer der'uralten Judengemeinde Preßburg zu sin den sein. Zwei Tyrnauer Gassen führten derzeit den Namen Jerusalem und Jericho. Vielleicht dürfte der Fall der Festung Jericho bei Posaunenschall der Beweggrund zur Benennung der Jerichogasse gewesen sein. Jericho, die Palmenstadt, war während desTempell gottesd lenstes zu Jerusalem der Versammlungsort der zwölf Kultusbeistandsäbgeordneten und ist nur zirka sechs Meilen von Jerusalem entfernt. Mit der Einführung der Bahnen hat Tyrnau die üblichen Wollmärkte eingebüßt. Die B a u e r n - B al te kios sind zu den Vätern heimgegangen und unsere Schosarklänge in den jüdischen Gotteshäusern mahnen uns alljährlich zur Rückkehr zu dem Ewigen, nuferem Gott. Heil dem Volke, das Schofarklang versteht, wandelnd im Lichte Gottes. Im Monat Elul 5676. Albert L ö w. Kiteratnr. ,^Ost .und West". Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. /Herausgegeben und redigiert von Leo Winz. Heft 8/9. 19 t6. August-September. 16. Jahrgang. Inhalt: Politik und Moral (II.)."'— Prof. Dr. Arnold Weih: Wilhelm Wachtel (mit acht Illustrationen). — Rabbiner Dr. Lewkowitz: Religion und Kunst. — Zum inneren Streit, Legende vom gelben Schein und anderes. — Ginjamin Segel: Das Iudenvolk und die vier Weltgegenden. — A. Z. I d e l s o h n: Der jüdische Vvlksgesang im Lichte der orientalischen Musik (II.). — Patentanwalt Georg Neumann : Namenrecht und Taufe. — Dr. W. Ahrens: Zum Charakterbilde Moritz Steinschneiders. Erez Israel. Mitteilungen des Hauptbureaus des Jüdischen Nationalsonds. Heft 1. September 1916. Den Haag, Heulstraat 5, Inhalt: N. E.: Die Kolonisations- und Werbearbeit des Jüdischen Nationalfonds. — Nehemia de Lieme: Ueber die Palästinaarbeit. — Ing. Apr. I. Oettinger: Die praktischen Vorteile der Erbpacht. — Dipl.-Ing. Salomon Kaplansky: Die Ansiedlungkapazität Palästinas. — I. O.: Förderung des Gemüsebaues durch den Jüdischen Nationalfonds. — Literatur-Nachweis über Palästina und Kolonisation. — Der Jüdische Nationalsonds in der Kriegszeit. — David Wolfffohns Eltern (zu seiner zweiten Jahrzeit). — > Heinrich Dülken-Stiftung. Nationalfonds-Kalender. — Von der Kleinarbeit. — Porträtmarken. — Notizen. Deutsch, Polnisch oder 'Jiddisch? Betrachtungen und Urkunden zur Ostjudenfrage von „ G ö r m a n o - I u d ä u s ". Preis 1 Mk. Verlag. C. A. Schwetschke & Sohn. Berlin W. 57. „Der Jude". Eine Monatsschrift. Herausgeber: Dr. Martin B u b e r, Heppenheim a. d. Bergstrahe (Hessen). Verlag R. L ö w i 1. Abteilung „Der Jude", Berlin R. 37, Weihenburger Strahe 6. oder Wien, 1. Bez.. Wollzeile 6. Heft 6. September t9!6. Inhalt: Martin B u b e r : Der Wägende. Achad H a a m : Ost und West. — Hugo Bergmann: Die nationale Bedeutung des Achad Haam. — M. Ehrenpreis: Achad Haam als Erzieher. — Schear I a s ch u b : Der ^Zionismus Achad Haams. —■ K. Baruch: Die Juden des Westens im Urteil Achad Haams. — A. Robinsohn: Priester ohne Volk. — Aus den Urkunden der B'ne Mosche. — Jakob Klatzkin : Der East. — Salomon Schiller: Der Kämpfer. R. Seligmann: Ein Wort über Achad Haam. - Abrabam Schwadron: Von unserer «selbstbewertung. - I. Kaufmann: Die hebräische Sprache und unsere nationale Zukunft. — Arno Nadel : Das Wesen des mosaischen Sittengesetzes. Är iefknl? rr. K. F. Zur Geschichte der Familie Kuh berichtigt Ho.r Heinrich F i g d o r in Wien, dah die Zn Eisenstadt 1842 beerdigte Tochter des Naftali Hirz-Kuh nicht Perl, sondern P esse! h'eh. Feldwebel Heinrich Schiller. Gedichte werden grundsätzlich in der „Oesterreichischen Wochenschrift" nicht publiziert. K. F. Nach einer neuerdings veröffentlichten Zusammenstellung erscheinen in Amerika zurzeit nicht weniger als 55 Zeitungen in jiddischer Sprache, die über eine Gesamtauflage von 1.625,748 Exemplaren verfügen. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Mbonnementsgebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man fick des der heutigen Nummer beigelegten Posterlao- Scheines bedienen. Die Administration. Ludwig Brettauer-Fonds zur Armenbeteilung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, zusammen im Betrage von Kr. 440.—. i Bewerbungsberechtigt sind: Besonders bedürftige jüdische Arme. Verleihungstag: 30. Dezember 1916. Cefuchsbeilagea: Geburtsschein, Armutszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1916. Einreichstelke: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 2. Stock (Einreichungsprotokoll).

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