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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-09-01 · 35 (1.9.1916) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
35 (1.9.1916)
Date
1916-09-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 576 Rr, 35 Tr. Bloch's Wochenschrift ben ist. Insgesamt sind es 18 Militärdienstleistende, und Zwar Stabsarzt Mandl, Gefreiter F. Mandl, Ludwig, Jakob und Moriz Oester weicher und Martin Groß sind gegenwärtig aus dem Schlachtfelde; Desider Schwarz wird seil anderthalb Jahren vermißt. Der 50jährige Schächter S. L-Pitz er leistet Militärdienst und seine Zwei Sohne liegen verwundet. Ebenfalls verwundet wurden Leopold und Jakob Klein, S. .Help r i n, L. R o s e n b e r g, M. G r ü n fe l d, 23. Goldfinger, S. Ehrenfeld und A. Rosenthal. Achtungsvoll Ludwig Schwarz, Also-Totfalu." Die Kriegslausöayn eines Arztes. ' Dr. Ladislaus Schmid t ist am ersten Tage der Mobilisierung als garrz junger Hilfsärzt eingerückt. Er wurde seitdem außertourlich zum Oberarzt befördert, erhielt das goldene Verdienstkreuz mit der Krone und das Signum laudis. Dr. Schmidtchat, wie „Egyenlöseg" berichtet, in eurem an seinen Verwarrdten gerichteten Schreiben seine Kriegslaufbahn in folgender gedrängter Schilderung beschrieben: „Ich! bin am ersten Tage der Mobilisierung als Reservehilfsarzt eingerückt und mache seither, abge,ehen vorr den zwei Monaten, während welcher ich nreine in den Karpathen aufgeriebene Gesundheit wieder herstellte, ununterbrochen bei der Truppe, und zwar bei den , an der Front Dienst. Ich habe die ganze erste serbische Offensive mit allen ihren Schrecknissen mitgemacht. Am 8. Dezember 1914 habe ich! unter den schwierigste^ Verhältnissen, bei Besetzung des Malovanberges, alle unsere Verwundeten vor der Gefangennahme gerettet. Damals erhielt ich das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille für tapferes und aufopferrrdes Verhalten vor dem Feinde. Nach dem schwierigen Rückzujge in Serbien kam ich mit meinM Regiment auf den nördlichen Kriegsschauplatz, wo ich an der Säuberung der Karpathendörfer vom Feinde und an all' den Karpathen-Winterschilachtm teilnahm. In einer Nacht habe ich mich auf einer 1241 Meter hohen Bergkuppe, wo 13 Mann Erfrierungen erlitten, gleichfalls erkältet uird kam Mitte April krank nach Budapest. Bei der Vertreibung der Russen aus Galizien tat ich jedoch; wieder in den Dnjesterkämpfen mit und wurde für die rasche und energische Bekämpfung der längs des Bug ausgebrochenen Epidemie im Herbst 1915 außertourlich zur Beförderung Zum Oberarzt vorgeschlagen. In unserer festungsartigen wolhynischen Stellung, in welcher wir den Winter verbrachten, habe ich aus den Bestandteilen einer weiter rückwärts stehenden Spiritusfabrik unserem Regimente eine Dampswäschrrei errichtet, so daß unsere gesamte Mannschaft wöchentlich einmal ein Bad nehmen konnte. Der Armeesanitätschef war selbst gekommen, sich diese Einrichtung änzusehen. Es ist bezeichnend, daß durch Forcierung der einfachen, allgemeinen Regeln der Hygiene erreicht wurde, daß — laut Erklärung unseres Armeesanitätsiche fs — der monatliche Krankheitsdurchschnitt in dem an uns anschließenden Regimente doppelt und im sogar viermal so groß war als bei uns. Anfangs Juni begann die gegenwärtige wahnsinnige Offensive gegen unsere befestigten Stellungen. Ein Bild dieser höllischen Kämpfe zu. entwerfen, will ich gar nicht erst versuchen, ich wäre es ohnehin nicht imstande. Zwei Tage und zwei Nächte griffen sic uns ununterbrochen an und während dieser Zeit mußte ohne Unterbrechung Tag und Nacht, ohne Speise und Trank, im schwersten Geschützfeuer an der Versorgung der Verwundeten gearbeitet werden. Wir haben durchgehalten! DeshÄb erhielt ich für heldenmütiges und aufopferndes Verhalten vor dein Feinde das Signum laudis." Helden von der italienischen Krönt. (Schluß.) 21. Emil Silber st ein, Mediziner^ Fähnrich aus Nagyvarad ist'seit April 1915 ständig an der Front, erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. 22. Daniel KoZma, Kadett, Budapest, erhielt die bronzene Tapferkeitsmedaille. 23. Tiber Klein, Fähnrich, Budapest, ist seit 28. November 1915 an der Front, hat in der Schlacht vom 25. Fchruar 1916 Mit dem Maschinengewehr einen Angriff zurückgeschlagen und erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. 24. Isidor Klein,'Fähnrich Lehrer in Besztercebanya. Ueber seinen Heldentod wurde bereits berichet. Bei Lebzeiten erhielt er die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse, kurz nach seinem Tode wurde er mit. der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. 25. Stabsfeldwebel Weisz aus Doborcsan. Ueber seine Tapferkeit und seinen Heldenmut wurden in seinem Regimente Legenden erzählt. Er erhielt die kleine silberne und die bronzene TapferkeitsMedaille und war für die große silberne vorgeschjlagen. Am Monte San-Michele fand er, von einer Granate getroffen, den Heldentot. Ich habe ihn im Militärfriedhof im Balonetal im eigenen Grabe beerdigt. 26. I. Paul Spitz, Feldwebel, versieht seit 1914 Dienst in der ersten Linie. Seine Vorgesetztea gedenken mit Bewunderung seiner Tapferkeit und seines Heldenmutes; er' wurde mit den silbernen TapferkeitsMedaillen 1. und 2. Klasse ausgezeichnet. 27. David Kespel, Paks. Er ist der kaum 19jährige Sohn des Pakser Rabbinatsässessors. Ein junger Talmudist, der, obgleich er schon seit 12 Monaten auf dem Kriegsschauplätze ist, mit lächelnden: Gesichte die schwierigsten Ausgaben durchführt. Vor anderthalb Jahren hörte er noch den Schiur meines geliebten Meisters, des Preßburger Rabbiners, und jetzt hat er, mehr als einmal, im heftigsten Feuer unsere Telephonleitung verbunden. Acht Monate hindurch war er Kombattant, dann wurde er den Telephonisten zugeteilt. Er erhielt die kleine silbgrne und die bronzene Tapferkeitsmedaille und ist für die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse vorgeschlagen: 28. Eugen Reni, Honved, aus Budapest. In der vierten JsoiHoschilacht benahm er sich wie ein wahrer Held. Sein Leutnant erzählt: Die Italiener nahmen einen Teil des Abschnittes, ihre Artillerie arbeitete furchtbar, die Reihe lichtete sich, auch Gewehrpatronen waren keine vorhanden, alles ist in dem besetzten Graben geblieben. Mit den übriggebliebenen Handgrana en trau len sich die Leute nicht recht umzugehen, die Italiener werden bald angreifen, die Lage war kritisch. Hierauf begann Reni — wie wenn eine Erleuchtungüber ihr: gekommen wäre — mit beiden Händen Granaten gegen die Italiener zu schleudern. Bei dm Italienern entstand eine wahnsinnige Verwirrung. jRen i schleicht.sich fn die ital-'w nische Stellung und holt von dort die zurückgelassencn Patronm zurück. Der Angriff der Italiener wurde zurückgeschlagen und der Feind auch aus dem besetzten Grabenabschnitt hinausgestochen. Reni erhielt aus einmal die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und die bronzene Tapferkeitsmedaille. Erzherzog Josef hat sie ihm eigenhändig angeheftet. Jetzt wurde er verwundet hinter die Front gebracht. 29. Emmerich Friedmann, Gefreiter. Er erhielt für sein tapferes und heldenmü.iges Verhalten vor dem Feinde die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse und die bronzene Tapferkeitsmedaille. 30. Desider Wittenberg aus Budapest erhielt die kleine silberne und die bronzene Tapferkeitsmedaille.

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