Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 35 (1.9.1916)
- Date
- 1916-09-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 35 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 575 Die belobende Anerkennung des Armeekommandos wurde ausgesprochen dem Regimentsarzt Dr. Karl Gütig, Div.-Sanitätsanstalt; den Oberleutnants Moriz Lew in, Ldst.-Et.-Bat.; Otto Karpeles, Felddepot; Leutnantproviantosfizier Schaja Orgel, recte Pauker, Ldwreg,; Untertierarzt Samuel Hirsch, Kav.- Div.; Rechnungsakzessist Pinkas Ginsberg, Ldwreg.; Regimentsarzt Dr. Abraham Felder, Res.-Spital. Vorstehend sind verzeichnet: 1 Ritterkreuz des Franz Joses-Ordens, 1 Militäroerdienstkreuz 3. Kl.,- 1 silbernes Signum laudis, 33 bronzene Signum laudis, 8 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 3 goldene Verdieustkreuze, 5 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, 4 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 1 silberne Tapferkeits^ medaille 2. Klasse, 7 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusamnren 64 Auszeichnungen; hievon 24 au Osfiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 25 an Militärärzte und Militärbeamte, 15 an Personen des Mannschastsftandes. Auszeichnung des Köerteulnanl-Auditors Ar. Zipper. Dem um die zionistische Bewegung in Galizien, insbesondere um die Popularisierung und Förderung des jüdischen Nationalsonds in Galizien hochverdienten Advokaten Dr. Gerson Zipper aus Lemberg, der sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hat und seit einem Jahre als Oberleutnantauditor dem Kreiskommando in Opoczno (okkup. Königreich Polen) zugeteilt ist, wurde für vorzügliche Dienstleistung in dieser Verwendung von Seiner Majestät dem Kaiser das Signum laudis anr! Bande des Militärverdienstkreuzes verliehen. — Dank der Initiative und aufopferungsvollen Arbeit des Herrn Dr. Zipper, wurden vor einigen Jahren zugunsten des hebräischen Gymnasiums in Jerusalem unter den galizischeu Juden 100.000 Kronen aufgebracht. Zum zweiten Mute ausgezeichnet. In unserem Blatte vom 18. d. M. brachten wir die Mitteilung, daß dem Ldst.-Rechnungsunteroffizier erster Klasse Leon Müller, Fabriksbureauchef in Wien, der sich seit Kriegsbeginn im Felde befindet, das silberne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen wurde. Heute sind wir in der Lage, von einer neuerlichen Auszeichnung an den Genannten berichten Zu können. Herr Müller erhielt nämlich jetzt für besondere pflichttreue Dienstleistung vor dem Feinde das eiserne Verdienstkreuz mit. der Krone anr Bande der Tapferkeitsmedaille. Jüdisch-akademische Verbindung „Anitas". Dr. Paul Knöpfelm ach er, Alter Herr der „Unitas", steht seit 15 Monaten an der italienischen Front und wurde im Januar 1916 mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet und zum Fähnrich befördert. Am 1. August 1916 erhielt er die silberne Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und rvurde zum Leutnant ernannt. In den nächsten folgenden Tagen wurde er mit einem Kommando betraut. Leutnant Dr. Paul Knöpfelmacher ist der einzige Sohn des Kultusvorstehers in Kremsier, kais. Males Ignaz Knöpfet machen.. Marienbad. (Auszeichnungen.) Dem verdienstvollen Vorsteher der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde Herrn Otto Wolfner wurde in Anerkennung seiner Verdienste das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz zuerkannt; ebenso wurde seiner würdigen Gattin, der im Wohltun unermüdlichen Frau Luise Wolfner, die silberne Ehrenmedaille von: Roten Kreuz verliehen- Ernennung eines Ieldraßöiners. Der Lemberger Religionsprofessor Dr. Bernhard Hausner wurde zum Feldrabbiner ernannt und dem Militärkommando in Laibach zugeteilt. Feldrabbiner Dr. Hausner hat sich als Generalsekretär des Jüdischen Rettungskomitees in Lemberg sehr verdient gemacht; seine Ernennung zum Feldrabbiner eröffnet seinem organisatorischen Talent und seinem warmfühlenden Herzen ein neues Gebiet ersprießlicher Tätigkeit. Wir möchten nur wünschen, daß bei allen Militärkommanden Feldrabbiuer vom Schlage Dr. Hausners tätig wären? Auszeichnung von ZrvMngsörüdern. Alfred Barchelis, 19 Jahre alt, Kanonier des Festungsartillerieregiments Nr. , wurde am 13. Juni d. I. am südlichen Kriegsschauplätze verwundet und wurde für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Sein Zwillingsbruder, Otto Barchelis, der als Telephonist bei derselben Batterie stand, wurde am 30. Juni d. I. am südlichen Kriegsschauplätze schwer verwundet und ist kurz darauf seiner Verwundung erlegen. Demselben wurde nach seinem Tode in einem Tagesbefehle für sein besonders tapferes Verhalten vor dem Feinde die belobende Anerkennung ausgesprochen, außerdem wurde er mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Auszeichnung. Erzherzog Franz Salvator hat dem Fräulein Helene Lichtenftern in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die militärisch' Sanitätspslege im Kriege die bronzene Ehrenmedaille vom Roten Kreuze urit der Kriegsdekoration taxfrei verliehen. Indische Aawikien iw Aekde. Herr Moritz Sasier, Realitätenbesitzer und Gaftlvirt in Oderberg-Bhf., hat fünf Söhne im Felde stehen. Der jüngste von ihnen, Leutnant Leopold S a f i e r, ist — zum größten Schmerze des Vaters — Ende Juli in Ostgalizien gefallen. Leutnant S a f i e r hatte viele Gefechte mitgemacht und erhielt für sein tapferes Verhalten zweimal die große silberne Tapferkeitsmedaille. Von seinem Heldenmute gibt ein beredtes Zeugnis der Brief, den sein Oberst an den tiefgebeugten Vater richtete. Wir entnehmen diesem Briefe folgende Stellen: „Mit ihm verlor das Regiment einen seiner besten, entschlossensten und energischesten Offiziere, einen seiner allgemein beliebtesten Kameraden. . . . Leutnant Safier befand sich in chr vordersten Linie. . . . Beim erireuten Vorgehen in starkem Artillerie- und Jnfanteriefeuer erhielt ec einen Kopfschuß und sank sofort tot zu Boden. . . . Mit der Versicherung, daß es auch mir ein überaus schmerz-, liches Gefühl ist, diesen braven Offizier, der sowohl als Bataillonsadjutant wie auch als vmmandant mit besonderem Eifer seinem Dienste oblag, verloren zu haben, spreche ich Ihnen mein tiefstes Bedauern aus. ..." Eine ganze Gemeinde eingerückt. Der Budapester „Allgemeinen Jüdischen Zeitung" wird aus Nagyvarad geschrieben: „Ich habe die Ehre, der geehrten Redaktion den Ausweis der Eingerückleu einer kleinen Gemeinde unseres Komitates;Bihar) einzusenden. Von Hagymadfalva ist die Rede, von welcher hervorzuheben ist, daß da kein einziger Jude im Alter von 18 bis 50 Jahren daheimgeblie-