Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 32 (11.8.1916)
- Date
- 1916-08-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 532 Nr. 32 Dr. Bloch's seit der deutschen Okkupation. 7. Vorschläge für Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung des jüdischen Lebens in Polen. P a l ä ft i n a. 1. Geschichtlicher Ueberblick über die Kolonisation^- und Ansiedlungsversuche der Juden in Palästina. 2. Ueberblick über die rechtliche Lage von Nationalitäten oder anderen Gruppen in Palästina. 3. Ueberblick über d'.e Rechtslage der Juden in der europäischen und der asiatischen Türkei. 4. Ueberblick über die Gesetze, betreffend Bodenbesitz, Einwanderung und Niederlassung der Juden in Palästina. 5. Ueberblick über die Rechte oder Konzessionen seitens der ottomanischen Regierung für fremde Staaten oder deren Bürger gemäß den vor dein Kriege giltigcn Verträgen und Abmachungen. 6. Ueberblick über die Ziele, Bestrebungen und Tätigkeit der Zionistischen Organisation in Palästina. 7. Vorschläge im einzelnen zur weiteren Entwicklung des jüdischen Lebens in Palästina in allen seinen Phasen. Einwanderung. l. Ein statistischer Ueberblick der jüdischen Einwan dcrung aus allen Teilen Europas und Kleinasiens nach Europa und Amerika seit 1881 mit Berücksichtigung der Institute Zur Leitung und Unterstützung dieser Einwanderung und der dafür verwendeten Fonds. 2. Ueberblick über die Gesetzgebung der einzelnen Länder Europas und Amerikas zur Erleichterung, Regulierung oder Erschwerung der Einwanderung sowie Angabe der dafür Zuständigen Regierungsstellen. 3. Statistischer Ueberblick über die Binnenwanderung in Westeuropa und Amerika und Angabe der Institute Zur Dezentralisation, landwirtschaftlichen und anderen Ansiedlung und ihre Ergebnisse. 4. Statistischer Ueberblick über Auswanderung aus allen Teilen Europas und Amerikas nach! Osteuropas Kleinasien, Asien und'Afrika mit einem Ueberblick über die Binnenwanderung in Asien, Angabe der Institute Zur Leitung und Unterstützung dieser Auswanderung und die dafür veno endeten Summen. 5. Vorschläge für eine praktische jüdische Auswanderungspolitik. I üd i sche r K ong reß in Perm a nenZ. 1. Kurzer Ueberblick über jüdische Kongresse seit Beginn des Exils. 2. Die Zweckmäßigkeit der Einrichtung eines amerikanisch-jüdisch er Kongresses als dauernde Einrichtung. 3. Vorbereitung eines eventuellen Statuts für den permanenten Kongreß. Falls die obigen Themata von wirklich Sachverständigen bearbeitet werden, so dürfte das erste Ergebnis des kommenden Kongresses eine ungemein wertvolle Sammlung von Material über die Lage des Judentums in der ganzen Welt werden. Korrespondenzen. 200 verlassene österreichisch-ungarische Kriegswaisen in Safed! Durch das österreichisch-ungarische Konsulat in Sased ging uns der folgende Hilferuf der dortigen Gemeinde zu: ' Ein jüdisches Waisenhaus für Safed. Mit unerbittlicher Grausamkeit hat der Tod in den letzten Monaten unsere Stadt durchwütet. Ganze Familien sind ausgestorben, ganze Häuser verödet. Gegen 200 Waisen sind hungernd zurückgeblieben. Fast die Hälfte von ihnen hat weder Vater noch Mutter, und schutzlos, hilflos wälzen sie sich in den Gassen. Und viele dieser Unglücklichen gehören zu den besten, begabtesten Kindern der Stadt! Sollen sie im Elend verkommen? Schon hat die „Hilsskommission 1915 für Palästina" den ersten Schritt der Hilfe getan, indem sie etwa 400 Kronen wöchentlich für diese Waisen zur Verfügung stellte. Aber das ist nur ein Anfang. Wir müssen eine Küche für alle Waisen und ein. Heim für diejenigen Kinder eröffnen, welche gänzlich verlassen sind. Wochenschrift \ Brüder in Oesterreich! Von gar vielen Seiten wird an Euer mildes Herz appelliert. Vergeht aber darum nicht die armen Waisen in Safed! Sendet uns Unterstützungen durch die Wiener „Hilfskommission 1915 für Palästina"! Helfet den armen Waisen! Adresse für sämtliche Zuschriften: Dr. A. K ap r a l i k, Wien, 4. Bez., Frankenberggasse 14. Sämtliche Spenden sind an das BanHaus S. M. v. Rothschild, Wien, 1. Vez., Renygasse 3, zu senden. Zahlstelle: für O e st e r r e i ch : Bankhaus S. M. v. Rothschild, Wien, 1. Bez., Renngasse 3; für Ungarn: Magyar Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Dank, Berlin, Postscheck-Konto Nr. 1000.— sauf das Konto: „Hilfskommission 1915 für Palästina" für Waisenhaus in Safed). Hilferuf. Nach Teltsch in Mähren kamen aus der Bukowina und Galizien an 200 Flüchtlinge, hievon über 100 Kinder, welche vollständig ihr Hab und Gut verloren haben. Zur Unterstützung dieser unglücklichen Menschen wird voir den Mitgliedern der israel. Kultusge-, meinde in Teltsch alles ausgeboten, jedoch sind die Mittel dazu sehr beschränkt, da unter den Kindern auch all! steckende Krankheiten herrschen. Die Knltusgemeinde richtet daher an alle Menschenfreunde die Bitte, zur Linderung dieser Not und Bekämpfung der Krankheiten beizutragen. Spenden in barem Gelde und Kleidern und Schuhen wollen an den Vorstand der israel. Kultusgemeinde in Teltsch (Mähren) gerichtet werden. Die „Plutokmtie" als Urheber des Weltkrieges. Lancut, den 1. August 1916. Sehr geehrte Redäktivll! Ihren Leitartikel unter dem Titel „Die Plutokratie als Urheber des Weltkrieges" in Nr. 29 und 30 las ich mit Interesse, und bin ich in der Lage, Ihnen eilren krasseren Fall, als den von -Ihnen betreffs der Gräfin Orsich 'zur Entgegnung der „Reichspost" angeführten, mitzuteilen. Die israelitische Kultusgemeindc hier hat das für die hiesige Gemeinde nötige Ostermehl — zirka sechzig Meterzentner — im Wege der k. k. Statthalterei zum Einkauf bei Herrn Turn au, Großgrundbesitzer in Urzejowice bei Przeworsk, Zugewiesen bekommen. Diese Zuweisung erlangte die Kultusgenteindc (iu der letzten Woche vor Ostern. Mit dieser Zuweisung begaben sich! die Vertreter der Kultusgemeinde zur genannten Herrschaft, wo ihnen vom Bevollmächtigten, Herrn Dr. Trzeciak, erklärt wurde, daß er den Weizen trotz Ueberweisung der k. k. Statthalterei zum Maximalpreise nicht verkaufen werde. Die Vertreter der Knltusgemeinde, die sich guam in einer Zwangslage befanden, da nur einige Tage zur Mahlung und Verpackung der Mazzes zur Verfügung standen, mußten sich in dem ihnen vom' genannten Dr. T.rzeciak diktierten Preis — nicht weniger a<s 72Kr. per Meterzentner — fügen, zu welchem Preise der Weizen auch gekauft wurde. In dieser Angelegenheit ist ein Prozeß der hiesigen Kültnsgemeinde gegen Dr. T r jze c i a k wegen Kr. 2000.— — als gezahlten Mehrpreis — beim k. k. Kreisgericht in Rzeszow anhängig. Vielleicht wurde diese Mitteilung ebenso wie der Fall unter dem' Titel „Moses, der Seisenhamster," die „Reichspost" interessieren. Mit vorzüglicher Hochachtung - Getzel Drucke v. Unsere Hanvelsbeziehungen zum Orient. Wir erhalten aus Konstantiuopel folgende Zuschrift: Geehrte Redaktion! In der Nummer vom 21. Juli Ihres geehrten Blattes ist die Rede von der Gründung einer Wirtschaftszentrale, für die ich