Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 29 (21.7.1916)
- Date
- 1916-07-21
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 29 Tr. Bloch's Wochenschrift Seite 489 die den Namen des Jubilars führt. Tief gerührt dankte der Jubilar. Von sonstigen Feierlichkeiten wurde auf Wunsch des Jubilars mit Rücksicht aus den Krieg Abstand genommen. Mädch>7N-NnterstntzungöwreUt Wim. An beit Schuleil dieses Humanitären Vereines hat das Schuljahr am 4., bezw. 14. d. M., geschlossen. Sowohl in der Frauengewerbeschule (66 Schülerinnen), als in den Handelsschulen (112 Schülerinnen) ulid im Bureallkurs (42 Schülerinnen), waren die Unterrichtserfolge sehr befriedigend. Von den Zöglingen der beiden 'letzteren Kurse ist bereits eine Anzahl angestellt. Den Absolventinnen der Frauengewerbeschule verleiht das Abgangszeugnis die Berechtigung zum Alltritte des Damenkleidermachergewerbes. Die Aufnahmen für das Schuljahr 1916/17 haben bereits stattgefunden; für die lvenigen noch vorhandenen Plätze werden Anmeldungen am 13. September in der Schulkanzlei, 9. Bezirk, Seegasse 16 a, entgegengenonlmen. Wien. (Ein Leichenbegängnis.) Markus A ltm ann ist der Name des aus Przemysl nach Wien geflüchteten verlassenen Kindes, das Freitag, den 14. Juli, auf dem Zentralsriedhose bestattet wurde. In Vertretung des Herrn Gemeinderates Dr. Rudolf Schwarz-Hitler war Herr Armenrat S. L e m b e r g e r erschienen, um diesem Schützling des Kinderheimes. 1. Bez., Salvatorgasse 10, die letzte Ehre zu erweisen. Zwanzig Kinder aus dieser vom Leiter der Zentralstelle der Fürsorge für Krieqsflüchtlinge munifizent ausgestatteten schönen Institution wahrer Menschenliebe hatten sich mit ihrer Oberin Frl. R.ozia Weiß eingefunden, um denl nach langem, schwerem Leiden infolge Rückenwirbel-Entartung dahingeschiedenen 17 jährigen Kameraden des letzte Geleite zu geben und ihm Blumengrüße ins frühe Grab nachzusenden. In einem tiefempfundenen Nachrufe pries Herr Armynrat Lemberg e r die Klugheit, Sparsamkeit. Geschwister- und Kindesliebe des Verblichenen, dem der Tod als Erlöser erschienen war und der nunmehr das köstlichste Gut der Menschheit, nach welchem sich Millionen sehnen, mitten im Krieg errungen hat: den Frieden. Möge ihm die fremde Erde, auf der er ein gastlich Heim. Nahrung, Kleidung, ärztliche Pflege und Wartung, aber auch die ewige Ruhestätte gefunden hat, leicht werden. Mit dem uralten demutsvollen Spruche: ..Adonoj nosam wa:id<>noj lokacli. j»'hi spIiphi errloni mcwnnr-'ck“ schloß der Redner, und am offenen Grabe sprach der ebenfalls im Heim untergebrachte jüngere Bruder mit tränenerstickter Stimme das Kadischgebet. —er. Austritte ans dem Judentum vom 9. Juli bis 15. Juli. Beck Josefa Therese, Wirtschafterin, geb. 30. Januar 1883, Wien, 9. Bez., Währingerstratze 90. Fliedr Friedrich, Kellnerlehrling, geb. 20. Juni 1902, Wien, 20. Bez., Spaungasse 17. Freund Johanna, Malerin, geb. 25. März 1888, Wien, 2. Bez., Schüttelstraße 31. Hayek Selma, Hilfsarbeiterin. geb. 1. Januar 1883, Hussowitz b. Brünn, 20. Bez., Romanagasse 19. Oberländer Denise, Lyzealschülerin, geb. 14. Mai 1990., Wien, 9. Bez., Ferstelgasse 4. Schulhof Eugen sDr., k. u. k. Oberleutnant i. R.. geb. 16. November 1887, Prag. 3. Bez., Fasangasse 44. Worms Stephen Dr„ k. k. Ministerialrat, geb. 11. April 1861, Wien, 1. Bez., Fichtegasse 2 a. Salzburg. (Bar mizw ah-Feier.) Samstag, den 22. d. M., V2II Uhr vormittags, begeht der Wiener Bankier Herr A. H. Sporer im israel. Tempel zu Salzburg die Barmizwah-Feier seines Lohnes Egon. Brand in einem polnischen Städtchen. Die „Nowa Reforma" meldet: In Polen ist das Städtchen Janow-Podlaski am Bug abgebrannt. Das Feuer war durch ein ohne Aufsicht gelassenes Kind verursacht lvorden. lieber hundert Gebäude find vollständig niedergebrannt. 400 Familien, meistens Juden, blieben obdachlos. Ein Kind und eine Greisin verbrannten. Mehrere Personen erlitten schwere Brandwunden. Brünn. Samstag, den 8. d. M., fand im engsten Familienkreise die Verlobung des Fräulein Selma Bog a d, Tochter des Herrn Sigmund B o g a d, mit Herrn Jacques L i e b s ch ü tz, Prokuristen der Firma Hermann Liebschütz, statt. Die Verlobung fand am 29. Hochzeitstage der Brauteltern statt. Ezernvwitz. Die israelitische .Kultusgemeinde Ezernowitz amtiert derzeit in Wien, 8. Bezirk. Wickenbnrggasse 22, Tür 9, wohin alle Eingaben und Zuschriften zu richten sind. Eger. (Silberne Hochzeit.) Samstag, den 15. d. M.. feierte Herr Tempelvorsteher und Mitchef der Großfirma Zuckermann Kohn, Edmund K o h n. in Eger mit seiner Gattin Frau Theresia, geb. Fürth, das Fest der Silbernen Hochzeit. Zwei Söhne des Jubelpaares stehen im Felde, der ältere. Herr k. u. k. Kadett Ernst, wurde vor Jahresfrist bereits mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Beim Aufrufen zur Thora bedachte Herr Tempelvorsteher Kohn alle Wohltätigkeitsinstitutionen der Kultusgemeinde mit vornehmen Spenden. Dem Jubelpaare find aus diesem Anlasse zahlreiche Glüchoünsche ans nah und fern und zahllose Blumenkränze zugekommen. Möge diesem allseits geschätzten Jubelpaare vergönnt sein, auch die Goldene Hochzeit in Rüstigkeit des Körpers und Geistes zu begehen. Bern. (,.Pro c,ausa j udiiica.”) Wie an dieser Stelle berichtet wurde, hat das in der Schweiz gegründete Komitee „Pio oaiiaa jinlai.-a" sich zur Aufgabe gestellt, die Aufmerksamkeit der zivilisierten Welt auf die Jndenfrage zu teufen, unabhängig von allen jetzt Herr schenden Strömungen, das Wohl von Millionen des jüdi scheu Volkes zu fördern und im Namen des Rechtes und der Zivilisation Gleichberechtigung für sie zu fordern. Vor einem großen Publikum, Christen und Israeliten, unter denen wir zahlreiche Notabeln unserer Stadt bemerkten, hielt am Sonntag Abend im Bürgerratssaal (Kasino) Herr Redakteur Dr. F. Pin kns aus Zürich einen an Form und Inhalt vollendeten Vortrag, in Ivel chenl er über die Ziele dieses Komitees klar und deutlich orientierte. Das Komitee will, so führte Redner aus, die Forderung der Gleichberechtigung der Juden in Ruß' land, Polen und Rumänien zur Diskussion stellen und die Welt von der Notwendigkeit der politischen und wirtschaftlichen Befreiung der jüdischen Massen in diesen Ländern überzeugen. Es will ferner sich mit den großen jüdischen Körperschaften in den neutralen und kriegfüh renden Ländern in Verbindung setzen, um zu einer gemeinsamen Aktion, hauptsächlich bei Anlaß der Friedeusverhandlungen, wo schließlich die Stimme der Humanität gehört werden muß, zu gelangen. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen. L. Wer weiß? Liese Salpeter aus Hlinice, derzeit in Stadt Kanitz. sucht seine Tochter Ester, verloren in Bistritz. Herrmann Ordower, Taschkent. Troitzky-Lager. 4. Pelk, I. Baracke, sucht seine Gattin Rosa und sechs Kinder, von welchen er seit 20 Monaten keine Nachricht hat, früher in Sushuo. Post Wilkow-Nove. Nachrichten an Rabbiner Dr. H. Fkesch in Stadt Kanitz erbeten. Rese Lutwak aus Sadagora (Bukowina), die sich mit ihrer Tochter Liba Poppel und deren zwei Kindern in Priesen bei Postelberg befindet, sucht: 1. ihre Tochter Ehaje Surr Fischer mit ihrem Mann Mechel Fischer und fünf Kindern aus Sadagora, 2. ihren Sohn Simon Lutwak aus Sadagora, 3. ihren Sohn David Lutwak, der sich in der Lustschifferwerkstätte in Fischamend bei Wien befinden soll. Nachrichten erbeten an Rabbiner Emil Klauber, Postelberg. Nathan Tauber aus Waricanka sucht seinen Vater Pinkas Tauber. Nachrichten an Siegfried Löwenbach. Saaj. Mina Magit, Witwe aus Berhometh (Bukowina) sucht ihre Kinder, die 15 jährige Gusta Magit und den 13 jährigen David Magit. Gefl. Nachrichten erbeten an den Vorstand der israel. Kultusgemeinde in Teltsch (Mähren).