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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-07-21 · 29 (21.7.1916) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
29 (21.7.1916)
Date
1916-07-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 488 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 29 Kitzingen 40.—; I. Strauß, für das israel. Kirchenoorsteheramt Crailsheim 35.71; Israel. Gemeinde Lünen 35.11; Dr. Jakob Kramer und Rabbiner Dr. Schiffer, Karlsruhe. 30.—; Marc. Schwarzschild, Kantor in Schlüchtern, 30.—; Viktor Heymann, Oberkatttor in Straßburg, 28.58; Rabbiner Kann, Mergentheim, 28.57; Israel. Gemeinde Ludwigsburg 28.57; Israel. Kultusoorstand Cugenheim 28.57; M. Bernstein, für Kultusgemeinde Grünstadt, 29.—; A. Weill, Kantor in Duß (Lothringen), 20.20; .Hauptlehrer und Kantor Leo Fröhlich, M.-Eladbach, 20.—; Kultusgemeinde Kleinheubach, durch Eundenheimer. 17.14; Vorstand der Gemeinde Homberg 14.28; W. Heimann, Oberkantor in Brombcrg, 14.28; Kultusgemeinde Fischbach 14.28; Israel. Gemeinde Tauberbischofsheim, durch Lehrer Dreifuß, 14.28; E. Gut, namens Benno Hirsch, Köln. 14.28; Synagogengemeinde Wolfhagen 14.—; Th. Fräenkel, Nürnberg. Neue Gasse 12, 10.—; M. Tuch, Lehrer in Wollenderg, 10.—; R. Mandel, Inge »heim, 7.14; S. Scheuermann, 1. Kantor in Frankfurt a. M.. 7.—; Kapellmeister S. Elsner, Breslau. V., 5.—; Lehrer Klein, Norden, 4.—. Zusammen Kr. 1628.48. Hiezu bereits ausgewiesen Kr. 46,864.02. Summa Kr. 48,492.50. ' Bei der „Oesterreichischen Wochenschrift" eingelausen: Szalay Gyula, Budapest, Kr. 10.—; Weisz Albert, Nagy- Szcbcn, 5.—; Neuhauser Lazar, Duna-Szerdahely, 2.—; Pick Mark, Szeged. 10.—; Isidor Adler, Komarom, 10.—; Kaufmann testv6rek, Szeged, 5.—; Sternlicht S. 6s Tsai, Losoncz, 5.; Äveincr <;s Kohn, Budapest, 5.—; Sonnenfeld Iozsef, Ragy-Varad, 5.—; Brody Fülöp, Kassa, 3.—. Verein „Machsike hadath“ 2. Bez., Obere Augartenstraße 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion der notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugeflossen: Lilicnlcinwand-Industrie Bernhard Goldstein Kr. 100.—; Linoleum-Industrie Leopold Blum 20.—; k. u. k. Hauptmann Winkler, durch Is. Weißmann, 20.—; Sammlungsergebnis der Frau Ernestine März, und zwar: von M. Tisser 36.—, Friedii.ann, Wien. Gr. Schiffgasse, 36.—, Sparer 18.—, Herzog Iula, Vcrbo 10.—, M. I. E. 10, zusammen 110.—; durch Frau Sternberg 4.—; Firma Brach, Bak & Co. 5.—; Trieger Juda 7.; S. M., durch Wcißmann, 2.—; insgesamt Kr. 268.—. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von unserem Kassier Herrn Ifak Weißmann, 2. Bez., Taborstraße 50, und von unserem Obmann Herrn Jakob März, 1. Bez., Augustengasse 1, in bar oder durch Posterlagschein 106,316. Spende. Von Herrn Lazar Eppingcr, Budapest: Kr. 20. dem Flüchtlingskomitee Koste! (Mähren) und Kr. 20.— dem Hilfskomitee für Flüchtlinge der politisch israel. Gemeinde Straßnitz (Mähren). SpAlden für die Juden in Russisch-Polen. Wie polnische Blätter berichten, ist jüngst der Direktor der United States Bank Lionel P. Marcus aus Ncwyork in Berlin eingetrofsen, um die von einer amerikanischen Wohltätigkeitsgesellschaft angeregte Unterstützung an notleidende Familien in Russisch-Polen zur Berteilung zu bringen. Ungefähr 5000 jüdische Emigranten aus Russisch-Polen haben bei der United States Bank Schecks im Betrage von 600.000 Mark, zahlbar bei einer Berliner Bank, zu dem Zlvccke gekauft, dieses Geld ihren hilfsbedürftigen Familien in Russisch-Polen zu übermitteln. Diese Postsendungen werden jedoch in England zurückgehalten. Um nun die Notleidenden nicht länger warten zu lassen, unternahm der Direktor der United States Bank die Reise nach Berlin und brachte den Betrag der von beu Engländern zurückgehaltenen Anweisungen mit, und dank der Unterstützung der jüdischeil Hilfsgesellschaft sind Duplikatschecks angefertigt und von Berlin aus au die Familien in Russisch-Polen abgeschickt worden. Gedenkfeier für Dr. Theodor Herzt in Linz. Linz, am 14. Juli 1916. In Linz trat die bisher nur in engerem Maßstabe betriebene parteizionistifchc Propaganda durch die erste hiesige Herzl- Feier in das Stadium der nunmehr großzügig vorgesehenen Aufklärungs- und Werbetätigkeit über. Tie seit drei Jahren stattgefundenen Bemühungen einer rein Monistischen Veranstaltung scheiterten an Schwierigkeiten lokaler Natur, bis es endlich im heurigen Jahre der N.-F.-Kommission gelang, die Herzt-Feier durchgusetzen. Den Bedürfnissen der Pietät wurde am 9. Juli, Sonntag-Vormittag, Genüge geleistet durch den Trauergottesdienst im jüdischen Tempel. Innerhalb der Gebetsordnung trug Herr Oberkantor L ö w e n s o h n unter Mitwirkung des Wanderbundes „Blau-Weiß" in erhebend schöner Weise das »Adonoj mo odom« vor. Die, der Trauerfeier im vollsten Maße würdige Ansprache Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners M. Friedmann löste bei allen Anwesenden aufrichtige Trauer um den unersetzbaren Verlust des großen Toten aus. Herr Rabbiner Friedmann ermutigte auch die Jugend neuerdings, an ihren Bestrebungen festzuhalten und der Fahne der Bewegung, der sie zugeschworen, unverbrüchliche Treue zu bewahren. Das hierauf einsetzende, von Herrn Oberkantor Löwen sohn für die H e rzl-Feier eigens komponierte Präludium zur „Hatikwäh", wurde von den Herren cand. ing. chem. Mar Sonn und E.-Fr. Robert Herzhaft in meisterhafter Weise vorgetragen, sodann der jugendliche Chor des Wanderbundes „Blau-Weiß", mir der „Hatikwah" begeisternd einsallend, ergab Momente feierlichen Gedenkens, dem weihevollen Tage entsprechend. Abends sprach im landschaftlichen Redoutensaale, den Herr Landeshauptmann Iohunn Nepomuk Hauser in liebenswürdigster Weise zur Verfügung stellte, Herr Professor Dr. Willi Stein. Die, der Festrede entgegengebrachten Erwartungen wurden durch die formvollendeten und eindrucksvollen Worte des Redners weit übertroffen und erzielten auch einen' vorzüglichen Erfolg, welcher durch den nicht endenwollenden Beifall Ausdruck fand. Unter den zahlreich erschienenen Anwesenden bemerkte man Herrn Oberst R e i ß e g g e r, in Vertretung des Stationskommandanten General D ü r f e l d, ferner vom Kultusvorstand die Herren Benedikt Schwager, -,Dr. Hermann Schneeweiß. Albert Tandler, die Vorsteherinnen Frau Helene E n g e l m a n n. Marie Heller und Betty V e i t l e r. Aus den Kriegsgefangenenlagern, welche durch die N.-F.-Kommission eingeladen wurden, entsandten Aschach, Mauthhausen und Wegscheid größere Abordnungen von Offizieren und Mannschaften, auch erschienen solche aus der Linzer Garnison und Spitälern, welche durch das Stalionskommando von der Herzl-Feier verständigt wurden. Es nahm so die erste größere zionistische Veranstaltung einen guten Verlauf, welcher auch die Durchführung der späterhin folgenden zionistischen Tätigkeit günstig beeinflussen wird. Als erste folgende Veranstaltung ist eine Agitationstournee der Herren Professor Willi Stein mit dem Linzer N.-F.- Kommissär Paul Stein durch Oberösterreich vorgesehen, n. Srnenwechsel im „Kaiser Franz Joscss-Fericnljeim". Montag, den 3. Juli, kehrte die erste Kolonienserie, bestehend aus 40 Kriegswaisen, nach vierwöchigem Aufenthalte ans dein „Kaiser Franz Josefs-Ferienheim" in Tischnolvitz zurück und lvurde von den Angehörigen, die über das glänzende Aussehen und die ansehnlichen Gewichtszunahmen ihrer Kinder hocherfreut tvaren, mit Jubel empfangen. Drei Tage später reisten 150 Mädchen, hievon 40 Kriegerwaisen, nach Tischnolvitz, und es wird auch diese Gruppe nach vierwöchigem Aufenthalte von einer 150 Knaben zählenden Kotonienserie abgelöst, so das; in diesem Jahre 440 arme, erholungsbedürftige Schulkinder je vier Wochen im „Kaiser Franz Josefs- Ferienheim" verbringen. Leider mußten aus budgetären Gründen mehr als 400 bedürftige und tvürdige Schützlinge abgewiesen werden. Die Vereinskanzlei, an ivelche Beitrittserklärungen, Geld- und Naturalspenden erbeten werden, befindet sich Wien, 9. Bezirk, Türkenstraße 17. Wien. („Theologia ".) Anläßlich des 70 jährigen Jubiläums des Rektors der israel.-theol. Lehranstalt in Wien, Dr. Pros. A. Schwär z, veranstaltete der Verein „Theologin" am Samstag, den 8. d. M.. einen Festgottesdienst. Als der Jubilar zur Thora aufgerufen wurde, richtete Prof. Dr. S. Kraus an ihn eine Ansprache, in der er seine hervorragenden Verdienste hervorhob und beglückwünschte ihn. Die Festpredigt hielt der derzeitige Präses der „Theologia" Dr. A. I. Mark, in der er über den Wert der Thora, über die Bedeutung des Lehrhauses und über die Aufgabe des Lehrers sprach. Dienstag, den 11. d. M., bei der letzten Vorlesung in diesem Semester, überreichte der Präses der „Theologia" Dr. A. I. Mark dem Jubilar, nachdem er eine kurze Ansprache hielt, eine reich ausgestattete Adresse im Namen der Vereinsmitglieder. Der A: H. der „Theologia", Prof. Dr. V. Aptowitzer, überreichte den: Jubilar die Statuten und das Vermögen der zu seinen Ehren von den Mitgliedern des Vereines ins Leben gerufenen Stiftung,

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