Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 28 (14.7.1916)
- Date
- 1916-07-14
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3020846-3022195-3022224--25252-3050544- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 28 Dr. Bloch's Wochenschrift Seile 469 Dr. Paul Israel. Kriegssreiw.-Gefr. Fritz Judel. Unteroffizier Bruno M i r o m s k i. Unteroffizier Otto Kahn (K. I. V), verwundet. Ludwig Kaphan. Gesr. stud. jur. Heinrich Liebrecht. Verpslegungsofsizier Paul P e r l e w i tj, Architekt. Ableilungsarzt Dr. Zacharias Rattner. Eins. Hugo R o s e n t h a l. Leutnant der Res. Referendar Felir Samuel. Kammergerichtsreferendar Ernst Scharfer, Unteroffizier im Kaiser Franz Garde-Grenadier- Regiment Rr. 2. Oberarzt der Res. Dr. Alfred Singer, Inhaber des Ritterkreuzes des Franz Josephs-Ordens. Berlin-Buchholz. Feldarzt Dr. med. Ma.r M a r t u s. Berlin-Halenfer. Oberapotheker Dr. Adolf Breslauer. Berlin-Wilmersdorf. Unteroffizier Georg B l u m e n h e i nu Binswangen. Berth. Strauß, Gefreiter im 1. R:serve-Feldartillerie-Regiment. Breslau. Stud phil. Isidor S k l a r z, Unteroffizier. Rabb.- Kaud. am Rabb.-Sem. Berlin, weil er zwei Berwundete aus dein Feuer geholt hatte und dabei selbst (zum drittenmale) verwundet wurde. 'Rechtsanwalt Art. R e f t e l, Offiziers-Stelloertreter. Bizefeldwebel Dr. Martin Ehrenhau s. Kriegsfreiw. Siegfr. W e i f;, Sanitäts-Soldat. Bünde i. W. Kriegsfreiw. Paul L e v i s o n, Kanonier iiu Laudwehr-Feldartiilerie-Regiinent Rr. 12. Eharlottenburg. Feldarzt Dr. Ernst und D^. Eugen S o l m s, ehemalige Schüler des Stadtgymnasiums in Stettin. Chemnitz. Unteroffizier Mar U n g e r, Jnf.-Rgt. Vir. 133, Inhaber der Friedrich August-Medaille in Silber. Coblenz. Arthur A b r a h a m. Dresden. Direktor Hofrat Dr. Alfred Zucker. Dortmund. Cäsar Curt M e y e r, Feldwebel. Duisburg. Mar K u g e l m a u n. Eiberfeld. Herbert Heinrich Katz, Kriegssreiw.-Unterosfizier in einem Feldartillerie-Regiment. Frankfurt a. M. Dr. Berthold Bach rach (K. I. B). Bizewachtmeister Dr. Mar Schwabacher, Div.-Brückentcain Vir. 92. Julius Siche l, 2. Sanitäts-Komp.. 18. Armeekorps. Fürth. Simon Höchster, Gefreiter im 21. Jnf.-Rgt.. Martin L i o n, Unteroffizier. Motorfahrer beim Stabe der 5. baycr. Res.- Division. Gnesen. Einj.-Gefr. Ludwig T h e m a l. Greven. Musketier Franz Gold schm idt. Hakberstadt. Mar T a r l o w s k y, Ersatzreservist im Reserve- Jnfanterie-Regiment Rr. 222, zurzeit beim Landsturm-Facharbeiter- Bataillon IV, Magdeburg. Hamburg. Vizewachtmeister und Offiziers-Aspirant Georg Dyrenfurth, Mitinhaber der Exportfirma E. A. Lohmann L Co. Fra n ck, Unteroffizier im Feldartillerie-Regiment Rr. 100. Gefr. Jacob Gold schm idt (K. I. B.). Herbert Lasch, Unteroffizier der Res. im Jnf.-Rgt. Rr. 87. Ref. Paul M e n d e l, Leutnant der Res. im 5. bayer. Res.-Feldart.-Rgt., Inhaber des Bayer. Militär-Verdienst-Ordens mit Schw. und des Hanib. Hanseatenkreuzcs. Kriegsfreiw. Erich R o sen t ha l, im Reserve-Feldart.Rgt. Rr. 65. Feldzahnarzt W o h l g e m u t h. Heidelberg. Assistenzarzt Waldemar S a ck. Hechberg. Stud. med. Unteroffizier Simon E h r e n r e i ch. Heldenbergen. Berthold S1 r a uß, Berpslegsosfizier. Inhaber der Hess. Tapferkeits-Medaille. HotzensalZa. Gefreiter Georg Wiener, Feldart.-Rgt. Rr. 227. Illingen (Bez. Trier). Vizefeldwebel Leo Schwär z. Karbach. S'egfried M e i n st e i n, inzwischen gefallen. Hermann Samuel, beim 14. bayer. Jnf.-Rgt., unter gleizeitiger Beförderung zum Leutnant, inzwischen gefallen. Gefreiter Joseph Königsh ö f e r wurde zum Unteroffizier befördert, weil er sechs Verwundete aus dem Gefechtsfeuer geholt hat. Karlsruhe. Kriegsfreiw.-Unterosfizier stud. jur. Eugen Weil!. Kolmar. Kriegsfreiw. Siegfried H e r p e, im Jnf.-Rgt. Rr. 149. Laupheim. Kriegsfreiwilliger Heinrich Steiner, Gifceiter im württembergischeu Feldart.-Rgt. Rr. 65. Liegnitz. Bruno S i m o n, Gefreiter im Ersah-Jnf.-Rgt. vir. 32. Mensguth b. Ortelsburg. Unteroffizier Philipp F i ch t m a n n, Kaufmann. Müllheim-Rühr. Unteroffizier Karl de Pries. München. Vizefeldwebel Paul M a y e r. Niederaula. Sanitäts-Soldat Naftali O p p e n h e i m. Nowawes. Bataillonsarzt Dr. Arthur P h i I i p p s b o r n. Nürnberg. Feldlazarett-Inspektor Fritz E i ch b a u m. Feldlazarett-Inspektor Otto G e r st. Plauen. Herbert Säbel. Posen. Arthur Fuchs. Referendar Josek Kaskel, Unteroffizier in einem Reiter-Regiment. Ewald S o s n o w s k i, Lehrer an der Lazarus-Knabenschule. Potsdam. Ludwig H i r s ch b r u ch, Unteroffizier im 108. Feldart.-Rgt., als Kriegsfreiw. beim 4. Garde-Feldart.-Rgt. eingetreten. Schivelbein. Unteroffizier Georg Saul. Schlochau. Musketier Walter Hirsch. Schrimm. Dr. B. Latte, zurzeit Stabsarzt bei einem Feldartillerie-Regiment. Schwerin a. W. Unteroffizier Felix Mendel, Kaufmann. Stettin. Feldmagazin-Aufseher Albert L i t t m a n n. Kriegsfreiw.-Unteroffizier Günther R o s e n b e r g. Thorn. Kaufmann Leo Prager. Böhl (Bez. Cassel). Mar Milde n b e r g, Unteroffizier im Jnf.-Rgt. Rr. 234, zurzeit verwundet in einen: Lazarett in Cöln. Windsheim. Richard Wolf. Würzburg. Leo Schlamm e, Gefr. im 1. bayer. Res.-Feldart. Rgt. Kriegssreiw.-Gefr. Karl Weiler, im 5. bayer. Feldart.-Rgt. Zürich. Eer.-Ass. Dr. Ludwig Al e y e r. Korrespondenzen. BMkjünMng und Großgrundbesitzer. (Eine Abfuhr im ungarischen Abgeordnetenhauses Aus Budapest wird uns geschrieben: Der jüdische Abgeordnete Paul Farkas hat in einer der jüngsten Parlanlentssihungen in einer gropangelegten Rede die Besteuerung der Kriegsdienstnntauglicheit und der vom Kriegsdienste Enthobenen beantragt und dabei genau präzisiert, daß er diesen Fragen zwischen den einzelnen, produktiven Klassen des Landes keinen Unterschied sehe, daß überhaupt alle ähnlichen Wünsche und Beschwerden nicht einseitig behandelt werden können. Die antisemitischen und agrarischen Blätter in Ungarn haben seit Ausbruch des Krieges nicht ausgehört, in offenen und versteckten Angriffen gegen die Juden, das Bolk zu verheben, indem sie immer von bt'm „enthöbe - neu Bankjüngling" sprachen, liegen diese Antvürse rich tete sich die Rede des Abgeordneten Farkas, der. laut dem stenographischen Protokoll, n. a. folgendes ansführte: ..Eine Sache ist gewiß, wer zum Militärdienst untauglich ist, soll während der Dauer des Krieges eine seinem Vermögen und Einkommen entsprechende Militärbesre'ungstare zahlen. (Allgemeiner lebhafter Beifall.) Natürlich auch später, aber später kann diese Taxe nicht so hoch sein, wie während des Krieges. Später soll eine verhältnismäßig weitaus höhere Taxe (Zustimmung) als bisher die Krüppel steuer, aber keine so hohe, wie während des Krieges, festgesetzt werden. Man kann auch hier nicht nach einheitlichen Regeln Vorgehen - dies ist übrigens nicht unsere Aufgabe, die Durchführung ist Sache des Herrn Finanzministers und seiner Organe , aber e> ist ein großer Unterschied darin zu machen, ob irgend einer wegen eines ganz unwesentlichen Leidens quasi befreit oder ob einer als Verwundeter superarbitriert worden ist, respektive, ob er ein so schweres Leiden hat, daß er an das Bett gefesselt oder ein Krüppel ist. Eine Stimme rechts: Oder ein B a n k j ü n g l i n g! Paul Farkas: Die Banken sind nicht meine Spezialität. (Heiterkeit.) Es gibt hier hervorragende Fachleute und so weit dies objektiv möglich ist, werde ich auf sie zurückkommen. (Beifall.) Zur Aufklärung meines sehr geehrten Freundes bemerke ich, daß ich es für sehr unrichtig halte, wenn wir in diesem Streite den einen oder anderen schlagen wollten. Man darf niemanden schlagen. Wir müssen vollkommen objektiv und unbefangen den verschiedensten Produktionskreisen gegenüberstehen. (Beifall rechts.) Der Großgrundbesitz hat ebenso seine Pflichten und auch hier bestehen dieselben Gesichtspunkte, die ich ebenso vorlegen werde, wie bei den Großbanken. Ich kenne keinen Unterschied zwischen ihnen. Ebenso sehe ich keinen Unterschied zwischen dem Eigentümer des Großgrundbesitzes, der zu Hause als Befreiter sitzt oder beim Rote n Kreuze i st und dem jungen Ri e n - I ch e n, der beim A u t o m o b i l k o r p s dient oder in der Bank sitzt. In diesem Lande hat dies will ich bei diese,» Punkte bemerken, um diese Frage einfür allemal zu erledigen jede gesellschaftliche Schichte ich behaupte dies nach zweijäbriger Erfahrung —, ob Großgrundbesitz oder Großbank, ob K längrund besitz oder Mittelklasse, der große Teil der Bevölkerung seine Pflicht gewissenhaft erfüllt und erfüllt sie auch jetzt noch. (Zustimmung rechts.) Gott sei es gedankt! Es gibt in allen Gesellschaftskreisen, in allen Kreisen und Konfessionen solche, die sich mehr oder weniger drücken wollten und wollen. Ich werde der erste sein. der. woher immer eine Aktion kommen mag, die Angelegenheit objektiv und gerecht cinschätzt, die äußersten Konsequenzen ,peh:n wird. (Beifall ) Wir dürfen aber nicht einseitig sein, wir wolle» nicht einzelne Klassen u n b Schichte n u» den Pranger (teilen, wenn es auch auf der andere» Seite so viel bloßzu st eilen gib t." Diese Rede, tvelcher sich jeder ehrtichdenkeude, den Frieden im Innern wünschende Mensch vollinhaltlich artschließen kann, hat im ganzen Lande den nachhaltigsten Eindruck gemacht, den die Kreise, welche sich durch die