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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-23 · 25 (23.6.1916) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
25 (23.6.1916)
Date
1916-06-23
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 426 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 35 von seinem ungarischere Gute, wo chn der Tod ereilt hat, hier mit dem Herrn Landesrabbiner Dr. PlacZek zusamiiieiizutreffen, um mit ihm eine große Wohltätigkeitsaktion, die er für Mähren und andere Grönländer plante, zu besprochen. Möglicherweise wird die Frau Baronin die auch ihr bekannten Jutentionen ihres verr ewigten Mannes nach, der oben bezeichneten RichtuW zu realisieren geneigt sein. Baron H i r s ch soll sich auch für die israelitische Konsistorialversassung, welche Herr Dr. PlacZek vor einiger Zeit angeregt hat, lebhaft interessiert haben. St. Johann a. d. March, per Hohenau-Nordbahn. Niederösterreich, den 18. Oktober 1895. Hochverehrter Herr Landesrabbiner! Indem ich Ihnen etwas verspätet den Dank meines Mannes für die chm zu gesandte Broschüre ausspreche. Für Ihre gütige Bemühung zum voraus dankend, verbleibe ich Ihre ganz ergebene Clara von Hirsch-Gereuth. St. Johann a. d. March, Komitat Preßburg. den 29. Oktober 1895. Sehr verehrter Herr Rabbiner! Ich konnte zu meinem Bedauern Ihre werten Zeilen nicht früher beantworten, da ich so sehr in Anspruch genommen, wie durch Anwesenheit zahlreicher Gäste. Ich werde nicht ermangeln, die Aufmerksamkeit meines Mannes auf den von Ihnen angeregten Punkt zu lenken, und zwar umso lieber, als ich schon lange den Mangel an Organisation bei den jüdischen Gemeinden bedauere.... Mit vorzüglicher Hochachtung Ihre ganz ergebene Clara von Hirsch-Gereuth. Paris, den 6. Februar 1896. 2, Rue de l'Elysee. Verehrter Herr Doktor! Mein Frau teilt mir eben Ihr gefl. Schreiben vom 2. d. M. mit und ich beeile mich, Ihnen hier im Vertrauen auseinanderzusetzen, um was es sich handelt. Ich bedarf für meine hiesigen Wohltätigkeits-Anstalten einen unbedingt in jeder Richtung hin verläßlichen Oberbeamten und wurde mir seinerzeit zu diesem Behufe ein Brunner Advokat, dessen Name mir entfallen...., sehr empfohlen. Ich möchte nur wissen, ob derselbe wirklich ein in jeder Richtung hin gediegener und empfehlenswerter Mann ist und ob er namentlich unseren bedrängten oder vom Schicksale betroffenen Glaubensgenossen gegenüber von jenem warmen Mitgefühle beseelt ist, ohne welches er das ihm eventuell anvertraute Mandat kaum in befriedigender Weise erfüllen könnte. — Wenn Sie mir diesbezüglich erschöpfende Auskunft geben könnten, wäre ich Ihnen sehr verbunden. Ich nehme daher Ihre zuvorkommende Bereitwilligkeit gern in Anspruch, indem ich überzeugt bin, daß Sie nur nach gründlicher Erkundigung mir den gewünschten Aufschluß und Rat erteilen werden. Ihnen im voraus für Ihre freundlichen Bemühungen bestens dankend, zeichnet mit vorzüglicher Hochachtung Ew. Hochwürden ergebener M. von Hirsch. Paris, den 14. Februar 1396. 2, Rue de l'Elysee. Verehrter Herr Doktor! Ich bestätige den Empfang >Jhres gefl. Schreibens dom 9. d. M. und bin Ihnen für die mir darin gegebenen Mitteilungen sehr verbunden. Ich werde mir vielleicht erlauben, demnächst darauf zurückzukommen. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ew. Hochwürden ergebener M. von Hirsch. Paris, den 7. Mai 1896. 2, Rue de l'Elysee. Ew. Hochwürden! Indem ich Ihnen für die mir anläßlich des Hinscheidens meines unvergeßlichen Gemahls ausgedrückte Teilnahme aufs wärmste danke, bitte ich Sie, mir eine Aufstellung der interessantesten Wohltätigkeits- Institute Mährens geft. zustellen zu wollen. Mit vorzüglicher Hochachtung Buronin de Hirsch-Gereuth. v An Herrn Dr. P l a c z e k, Landes-Rabbinat, Brünn. Telegramm. Landesrabbiner P l a c z e k, Brünn. Paris. Bitte schleunig alle Anstalten und Pflegehäuser, ohne Unterschied, namhaft zu machen. — Baronin Hirsch. — (Bezieht sich auf eine Million Franks, die nach § 4 des Testamentes und dem Kodizill zu demselben an die erwähnten Anstalten usw. in Mähren zu verteilen sind.) An den Landesrabbiner Dr. B. P l a c z e k in Brünn. Empfangen Sie meinen wärmsten Dank für den mir so trostreichen Ausdruck Ihrer Teilnahme an dem schweren Schlage, der mich durch das Hinscheiden meines unvergeßlichen Gemahls getroffen hat. Mit ausgezeichneter Hochachtung Clara von Hirsch-Gereuth. Paris, den 20. Mai 1896. Baron Moritz Hirsch hat als österreichischer Bürger, mit dem ständigen Wohnsitz aus seinem Gute Eichhorn bei Brünn, seinem Testamente von: 14. November 1894 sowie dem sür Mähren bestimmten Co-< dicill dom 12. Februar 1895 die in Oesterreich giftigen Gesetze Zugrunde gelegt. gitawtav. Zwei ungarisch-jüdische Künstler. * Die auch im Auslande bestens bekannte ungarische Monatsschrift für jüdische Kunst und Literatur „Mult äs Jövv" (Redakteur Dr. Patai) widmet ihre zwei letzten Hefte zwei bedeutenden ungarisch-jüdischen Künstlern, Nandor K a t o n a und Alfred L a k o s, von denen man im Auslande nur wenig hört, umso weniger wußten wir von der Fülle und Tiefe ihrer Kunst. „Mult es Iövö" zeigt uns überhaupt eine hohe Stufe der ungarisch-jüdischen Kultur und hat uns schon mit der Vorführung so mancher bedeutenden ungarisch-jüdischer Künstler Aeberraschung bereitet. Von Nandor K a t o n a finden wir im Mai- Heft ,, Mult es I öv 0 " ungefähr 60 prachtvolle Reproduktionen, darunter rührende Szenen aus der Synagoge, reizende Papierausschnitte aus den Kinderjahren des Künstlers, Misrach-Tafeln, Illustrationen zum Hohen Lied rc. Seine größte Bedeutung ist aber die Landschaftsmalerei und seine Landschastsbilder sind im Besitze S. M. des Kaisers Franz Josef, des Zaren von Bulgarien, der Fürsten Hohenlohe, Windischgraetz, Borgiese, des ungarischen Staates und der ungarischen aristokratischen Gesellschaft. Alfred Lakos ist mp;*'-excellen^jüdischer Künstler, der hauptsächlich jüdische Themen in seiner Kunst behandelt. Das Juni-Heft der „Mult es Jövä" bringt ungefähr 30 Reproduktionen nach seinen tief empfundenen Genre-Bildern, die fast alle aus dem jüdischen Volksleben, aus dem ungarischen Ghetto, aus dem Leben jüdischer Flüchtlinge ihren Stofs entnehmen. Lakos kämpft seit Jahrzehnten mit großer Begeisterung in Wort und Bild für die Emanzipation des jüdischen Themas in der ungarischen Kunst. Und was er auf diesem Gebiete geleistet, zeigt eben die jüngste Nummer von „Mult es I ö v 6 ". Seine Kunst würdigt der Redakteur der Zeitschrift Dr. Patai, während die Kunst K a t o n a s von Frau Dr. Patai und Alerander M e z e y besprochen wird. Die Zeitschrift „Mult es Jövä" verdient es überhaupt auch in den weitesten Kreisen des Auslandes verbreitet zu werden, da sie durch ihre hervorragenden Illustrationen auch dem der ungarischen Sprache nicht Kundigen viel Anregendes und eine Fülle künstlerischer Schönheit bietet. Das Abonnement von „Mult es Jövä" ist ganzjährig 20 Kronen. Redaktion und Administration: Budapest, VI., Podmanickygasse 6. Was find Ostjuden? Zur ersten Information von Dr. Nathan Birnbaum. R. Löwit - Verlag, Wien, 1916. Die erste Nummer der Flugschriften zur „Aufklärung über ostjüdische Fragen" stammt aus der berufensten Feder des langjährigen Apostels des Ostjudentums.

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