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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-23 · 25 (23.6.1916) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
25 (23.6.1916)
Date
1916-06-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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!)k 25 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 419 halten, für die Besitzer keinen wesentlichen Wert n:ehr besitzen, aber den Gefangenen noch immer Anregung und^ Unterhaltung zu bieten geeignet wären. Die San:- mel stelle, Wien, 4. Bezirk, Karlsplatz 13, genießt für Postpakete mit Bücherspenden des Publikums bis zu 10 Kilogrannn Portofreiheit, wenn auf der Adresse „AUlitärunterstützungssache" und die Bezeichnung des Abh senders angebracht ist. Wien. Der Verein „Frauenhort"^ 9. Bezirk. Atüllnergasse 21, versendet soeben feinen Jahresbericht über das 23. Vereinsjahr, dem lvir entnehmen, daß der Verein im ganzen 54.453.84 Kronen verausgabt hat, und zwar an Monatspensionen für Erwerbsunfähige, Oster-, Kohlet:--, Wöchnerinnen- und Flüchtlingsbeteilung und Bekleidung sämtlicher armer israelitischer Schulkinder im 9. Bezirk, für Maschinenversorgung, Kurkosten und Geldilnterstützungen aber in allen Wiener Bezirken, schließilich zu:n Ankauf vor: Kriegsanleihe uird für Adaptierungskosten für das Kaiser Franz Josefs-Arbeiterinnen^ Erholungsheim in Seebenstein, das der Verein bekanntlich dem Roter: Kreuz als Erholungsstätte s ü r Kr iegspsle gerinn er: Zur Verfügung gestellt hat. Bettel: haben im Hein: gestiftet Familie Gottlieb Bet telheim, Kommerzialrat Eduard v. Doctor und Frau, kais. Rat Moritz Brukner, Frau Kopstein und Kommerzialrat Kahnemann sowie der Vorstand zu Ehren der Freifrau v. K ö n i g s w a r t e r. Gedenkblätter stiftetet: Frau Pauline Hirsch für Herrn Dr. Alexander B i i: g, der Vorstand für die Herren Vizepräside::t Dr. Gustav K o h n, kais. Rat Naumann - Schefftel u::d den unersetzlichen Beirat Julius Kopstein. Seelenlichtstiftungen errichteten die Frauen kais. Rat Anna H i r s ch, Olga v. D o c t o r, Lucie H a r P n e r, Min:i G. o l d s ch m idt, Pia Gelte n, Oscar Stra ß:n a n i: und Frau und Frau Bella Brukner anläßlich des Heldentodes ihres Sohnes, Herrn Hans Brukner. Fräulein Betty Schlei:: hat durch viele Monate eine tägliche Ausspeisung für zwölf Schützlinge des Vereines veranstaltet; die Familie Gottlieb Bettel heim eine Stif- . tung zu Ehren ihres verstorbenen Oberhauptes errichtet, deren Zinsen an eine hochbegabte junge Dichterin über erste Veranlassung unseres Blattes zur Verteilung gelangten; zu Ehren der hochverdienten Präsidentin wurde durch Spenden zweier hervorragenden Persönlichkeiten eine Regine Köpfte in-Stiftung von zehntausend Kronen errichtet, deren Zinsenverfügung der Danie zusteht. Neben der Präsidentin haben namentlich die 1. Vizepräsidentin Frau Olga v. Doctor, Frau kais. Rat Anna H i r s ch, Minna B r u k n e r und Martha Stiaßny durch eifrigste Arbeit dazu beigetragen, daß. der Verein trotz der Ungunst der Kriegszeit sich auf der alten Höhe erhalten konnte, ohne durch Veranstaltungen oder öffentliche Aufrufe feilte Gönner und Mitglieder in Anspruch zu nehmen. Aufruf an die jüdischen Bewohner Wiens! Sogleich nach Kriegsbeginn hat der Vorstand des seit 47 Jahren bestehenden und weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten Humanitätsvereines für die westlichen Bezirke Wiens „Nachlat Jeschurun" den Beschluß gefaßt, für Flüchtlinge und durch den Krieg ihres Ernährers verlustig gewordener armen Familien, welche in den Bezirken Neubau, Mariahilf, Margarethen, Fünfhaus und Rudolfsheim wohnen, eine Änsspeiseanstalt zu errichten, in welcher alltäglich gegen 200 Personen warme Mittagskost unentgeltlich verabreicht werden soll. Dieser Beschluß wurde sofort aktiviert und glaubte der Vereinsvorstand, in'der Voraussetzung, daß der Krieg nur einige Monate dauern werde, mit seinen Mitteln auskommen zu können. Leider aber ist die Voraussetzung eines baldigen Kriegsendes nicht eingetroffen und der nun bald zwei Jahre wütende Kampf, hat unsere Mittel und die durch Jahre zurückgelegten Reserven für den obenerwähnten Zweck erschöpft. lieber 40.000 Kronen hat der Verein für die Ausspeisung 'bereits verausgabt und er müßte seine Ausspeisetätigfett schon in der nächsten Zeit einstellen, wenn nicht rasch genügende Unterstützung sich einstellt. Wir brauchen wohl nicht bloß erst darauf hinzu-' weisen, wie katastrophal es für die betreffenden Armen wäre, wenn ihnen bei den jetzigen unerschwinglich hohen Lebensmittelpreisen die Wohltat einer Gratis-Mittagskost entzogen werden müßte. Es handelt sich um Glaubensgenossen, darum bittet Unterzeichneter Vorstand dringend, helfe ein jeder, das begonnene Werk bis zum hoffentlich bald zu erwarteubei: Kriegsende weiterzuführen; trage ein jeder durch Zuweisung einer Geldspende dazu bei! Hochachtungsvoll Der Vorstand des. Jsr. Humanitätsvereines für die westl. Bezirke Wiens „Nachlat Jeschurun". P. 2. Geldspenden beliebe man an den Kassaverwalter Herrn Herrman König, Wien, 7. Bez., Seidengasse 28, zu senden. Brünn. (Besuch desHe r r n B ü r g e r m e i ft e r s Ferdinand Schnitzler in der j üd ischen Gemeindekanzlei.) Vor kurzen: beehrte der neugewählte hiesige Bürgermeister die Gemeindekanzlei mit seinem Besuche. Von: Präsidenten G. Tändle r mit einer Ansprache empfangen, drückte der Bürgermeister seine Freude aus, daß die Beziehungen zwischen Stadt- und Kultus'-- gemeinde inrmer freundliche waren und bleiben werden. Nach längerem Verweilen verabschiedete sich der Bürgermeister vom Präsidenten. Brünn. (Besuch des H e r r >: Statt h alte r s D r. Baron Heinold in der j üd i schei: Flüchtlingsschule.) Am 2. d. M. beehrte Seine Exzellenz der Herr Statthalter in Mähren die Flüchtlingsschule mit seinem Besuche. Er war von seinen: Sekretär Grafen L a n j o s begleitet. Von: Vorsitzenden des Zentralkomitees Herrn: Jonas L ö w - B e e r. dem Präsidenten des Unterstützungsvereines für die Flüchtlinge G. Tandler sowie Herrn Sinaiberger empfangen, besichtigte Se. Exzellenz die Schulräumlichkeiten und zeigte sichtliche Freude über die Fortschritte der Zöglinge. In: Schulgarten hielt ein Zögling an Se. Exzellenz eine Ansprache, während eine Schülerin ihn: ein Bukett überreichte. Präsident G. Tandler wies in beredten Worte:: auf das Stück Kulturarbeit hin, das hier geleistet wurde, dankte Se. Exzellenz für den ehrenden Besuch und schloß seine Rede mit einem Hoch aus Se. Majestät, unserem allergnädigsten Kaiser und Herrn, in das alle begeistert einstrmmten, worauf Se. Exzellenz das Schulhaus verließ. Hilfskomitee für die von den Russen zerstörten oberungarischen Judengemeinden. Bei der Wiener „Israelitischen Allianz" ist von den: jüdischen Hilfskomitee in Amerika eine namhafte Summe mit der Verfügung eingelangt, daß dieselbe zur Unterstützung der durch die russische Zerstörungswut arg geschädigten oberungarischen Judengemeinden verwendet werde. Die „Israelitische Allianz" in Wien hat in wohlbegründeter Weise nur einen: solchen jüdischen Hilfskomitee in Ungarn diese Summe ausfolgen nwlten, in welchen: beide jüdisch-konfessionellen Richtungen — die Orthodoxen und die Neologen — durch ihre führenden

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