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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-16 · 24 (16.6.1916) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
24 (16.6.1916)
Date
1916-06-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 24 Tr. Bloch's Wochenschrift Seit? 401 behandelnden Professors Winternitz, seine Gesundheit durch eilte neuerliche Operation wiederherzustellen, iii Erfüllung gehen sollte, wieder an die Front gehen möchte, um auch weiterhin seine patriotische Pflicht jp erfüllen. Berkovics wurde inzwischen zum Fähnrich befördert und für eine Auszeichnung in Vorschlag gebracht. _ Signum taubte an NichlKomballanten. Das Signum laudis, dieses, sichtbare Zeichen der allerhöchsten Anerkennung, pflegt bekanntlich nur an Frontdienst versehende Offiziere verliehen zu werden und nur in den seltensten Fällen erhalten es auch Nicht kombattanten. Zwei solche seltene Fälle verzeichnet der „Egyenlöseg". Der eine ist der Oberrechnungsossizier Desider Haslinger, von welchem bereits einmal berichtet wurde, daß er für die Rettung der Divisionstasse aus einem feindlichen Angriff mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone ausgezeichnet wurde. H a s l i n g e r befindet sich auch seither ununterbrochen auf dem Kriegsschauplätze und versieht seinen Dienst so vorzüglich, daß fein Kommando ihn abermals für eine Auszeichnung vorschlug, und zwar hauptsächlich deshalb, weil er wiederholt Beweise seiner persönlichen Tapferkeit gab und mehr als einmal mit seinen ihm zugeteilten wenigen Leuten an effektiven Kämpfen teilnahm. Besonders dieser seiner Tätigkeit hat er es zu verdanken, daß er jetzt die für Frontoffiziere systemisierte Auszeichnung, das Signum laudis, erhielt und zwar, wie das Dekret hervorhebt, in Anerkennung „feines heldenmütigen Verhaltens vor dem Feinde". Wie seinerzeit bereits berichtet wurde, hat der ausgezeichnete Offizier seine mililtärische Laufbahn als einfacher Kanonier begonnen. > Der zweite Fall betrifft den königlichen Rat Dr. Jszor Gl aß, Regimentsarzt der Reserve, Abteilungschef des Honvedgarnisonsspitales in Budapest, welcher von Seiner Majestät „in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienste während des Krieges" mit dem Signum laudis ausgezeichnet wurde. Diese für Zivilärzte sonst! so seltene Auszeichnung hat sich Dr. Blaß durch sein je seit zwei Jahren ununterbrochen^' aufopfernde Tätigkeit verdient. Seit Kriegsausbrnch ist dies bereits die dritte Auszeichnung des verdienstvollen Arztes. Die erste war der Titel eines königlichen Rates, ihr folgte das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes und nun erhielt er das Signum l a u d i s. Dr. G l a ß ist Mitglied des Vorstandes der Pester israelitischen Kultusgemeinde und betätigt sich schon seit langem in hervorragender Weise auf öffentlich-jüdischem Gebiete. Kin erljevender Zug jüdischer Soldaten. Jetzt, da die Kämpfe an der gesamten russischen Front, ganz besonders in Wolhynien, mit unerhörter Heftigkeit toben, ist das nachfolgende Schreiben, welches jüdische Soldaten an den Redakteur des „Egyenlöseg" einen Tag, bevor sie ihre Kampflinien bezogen, gerichtet haben, von besonders erhebender ergreifender Aktualität. Der Brief lautet: „An den Sümpfen von Rokitno (Wolhyniens, Mai 1916. Hochgeehrter Herr Redakteur! Die Kenntnis des großen Interesses, welches Sie für die auf den Kriegsschauplätzen kämpfenden Glaubensgenossen an den Tag legen, bewegt uns. Ihnen von diesem Platze zu schreiben, wo wir während einer vierwöchigen Ruhepause täglich zusammenkamen, um mit dankerfülltem Herzen den Allmächtigen zu preisen, der in unseren Kämpfen überall mit uns war, uns beschützte. Da nun diese unsere Zusammenkünfte mit heutigem Tage ihren Abschluß finden, weil wir neuerdings in die uns zugewiefenen Frontlinien zurückkehren, senden wir unsere herzlichsten Grüße in die Heimat. Den heutigen Bettag wollen wir durch unsere Opfer bereitschaft abschließen, indem mir neben dem seelischen Mitleid mit unseren ersparten Hellern auch materiell einige Linderung verschaffen wollen in ihrem Kummer und Schmerz jenen unglücklichen Witwen, die ihre Männer und den Waisen, die ihre Väter auf den Kriegs schauplätzen verloren haben. Wir beehren uns, Sie, hochverehrter Herr Redakteur, zu bitten, unsere Spende von 113 Kronen dem gedachten Ziele zuzuführen. Für Ihre freundlichen Be mühnngen sprechen wir Ihnen auch auf diesem Wege unseren patriotischen Tank aus. Sie aber, Herr Redakteur, als Erwecker des Volkes Israel, verkünden Sie auch fernerhin mit Ihrer Pracht vollen Feder den Daheimgebliebenen die Worte des Propheten: ..Ulna lau jonimi welan jischon . . .” Es ruht nicht und es schläft nicht der Hüter Israels, der uns auch fernerhin behüten wird in unseren Kämpfen, aus daß nur an dem großen Tage des dereinst einkehrenden Friedens unsere Geliebten in ihrem Heim wieder mit Freude begrüßen können. In der Zuversicht, daß diese unsere Bitte in Er füllung gehen werde, senden wir unseren Angehörigen und Bekannten unsere Grüße und bleiben, hochgeehrter Herr Redakteur, in vorzüglicher Hochachtung im Namen der jüdischen Unteroffiziere und Honveds des königl.-ung. Honved-JnfanterieregimentS : Friedrich Silber st e i n, Kadett, Nyitra: Moritz S ch l e s i n g e r. Zugssührer, Trencsen (bei der Mauth>: Isaak Lichh t e n st e i n, Franz Krachet e tz, Felsoszepügy i letzte Post Sereth»: Geza Frankl, Patronillenführer, Alfonyarad iKomitat Pozfony': Josef Taglicht, Gefreiter. Nagy levard (Komitat Pozfony>: Josef 2 ch m elcz, Galant«: Eugen Klein, Nagybicscfe: Josef Stern, Deaky «Ko mitat Pozsony>: Patrouillenführer Bernhard 6'; r ü it wald, Jablanc «Komitat Nyitra«: Leopold Grün z rv e i g, Szered; Adolf Taub c r, Pozsony-Dioszeg; Eugen Braun, Gidrafuresz-Cfeszte (Komitat Pozfony': Ladislaus Jndig, Jozfeffalva (Komitat Hont': Philipp P o r j e s, Zugsführer: Desider W o l t i tz e r. Szeaiee (Ko mitat Nyitra': Josef Langfelder, Lednic Komitac Trencsen>; Brüder Holzer, Udvard (Komitat Kaum rom >: Hugo Lang e r, Nyitra: Rudolf Ehre n w a l d, Zugsführer, Felsö-Szeli: Moritz Fleisch mann. Tzt. Mihalyfa (Komitat Pozfony'." Die eingelaufene Spende wurde dem „Egyenlöseg" Fonds des Pester israelitischen Frauenvereines überwiesen. Die sechs Wunden des Engen Mein . . . „Egyenlöseg" gibt in der Kriegsrubrik seiner letzt erschienenen Nummer die folgende ergreifende Schil derung: Einer der ersten Helden dieser ruhmvollen Rubrik ist es, über den wir heute schreiben. Sein Name ist Eugen Klein, Fähnrich im Honoed-Jnfanterieregiment Nr. , 23 Jahre alt, Sohn des Kaufmannes Äleran der Klein in Bethlenhaza. Er kämpfte in der Truppe des Oberleutnants Paul Borza in der dritten Kompagnie des . Bataillons. Er zeichnete sich in beu Kämpfen von Rarance aus. Die offizielle Meldung vom Kriegsschauplätze sagt über die Kämpfe der B o r z a - Kompagnie folgendes: In den Kämpfen bei Rarance, in deren Verlaufe unsere heldenmütigen Soldaten die erbitterten An streu aungen der Russen zunichte machten, ragte besonders das Honved-Jnfanterieregiment Nr. hervor. Vor kurzem wurden als Lohn des vor dem Feinde bekundeten

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