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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-16 · 24 (16.6.1916) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
24 (16.6.1916)
Date
1916-06-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 400 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 24 Weitere Auszeichnungen. Oberleutnant Robert Weiß, Lohn des aügemdit geschätzten Mühlenvertreters A. Weiß, wurde für tapferes Verhalten vor dem Kinde mit dem Militärverdi enstkreuZ 3. Klasse ausgezeichnet. Aus dem gleichen Anlaß wurde ihm schon früher die kaiserliche blelobende Anerkennung zuteil. Oberleutnant Robert Weiß stand seit Mai 1915 am Plateau von Doberdo. Nach zwölfmonatigem Durchhalten aus dem heißumstrittenen Kampfgebiet wurde er vor kurzem bei den Kämpfen usrn Monsalcone verwundet und ein drittesmal für eine Aufzeichnung eingegeben. Dr. Norbert Schick, k. k. Assistenzarzt, wurde zum Oberarzt befördert. Sanitätsfähnrich des 84. Infanterieregimentes Med. Adolf Czysz von der akad. Verbindung „Makkabäa" in Lemberg ist infolge der am 25. Mai 1916 auf dein! Kriegsschauplätze erlittenen Wunden dem Heldentode erlegen. Der Heimgegangene war ein treuer Jude und die Verbindung verliert in ihm einen ihrer besten und fähigsten Mitglieder. Korporal Adolf Vogel, Postbeamter, dzt. Feldradiostation Nr. 16, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde mit der Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet und erhielt bald darauf wegen pflichttreuer Dienstleistung und Rettung des Apparates während der Zerstörung des Hauses das silberne Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille. Belobende Anerkennung des Armeekommandos wurde allsgesprochen dem Landsturm-Oberleutnant Noe Halp e r n, Div.-Munitionspark. Ernennung von KetdraSöinerri. Die israel. Seelsorger Emil Krakauer «Komotau! und Dr. Leo Berti sch (Caslau) wurden zu k. n. k. Feldrabbinern in der Reserve des Heeres ernannt. Goldene Hapferkeitsmedaike. Kadett Ernst Straßburger, Sohn des Gutsbesitzers Emanuel S t r a ß b u r g e r, hat noch im Vorjahre an den Jsonzokäinpfen mit hervorragender Tapferkeit und so großem Erfolge teilgenommen, daß er als Anerkennung hiefür mit den silbernen Tapferkeitsmedaillen 1. und 2. Klasse ausgezeichnet wurde. Infolge schwerer Verwundungen in diesen Känrpfen wurde er lange Zeit in einem Budapester Lpitale gepflegt und ging nach seiner Genesung wieder auf iden italienischen Kriegsschauplatz zurück. Bei Doberdo vollbrachte er unter den größten Gefahren eine Heldentat, durch welche ein ganzes Bataillon vor der vollständigen Vernichtung gerettet wurde. Zum Lohne wurde er, wie „Egyenlöseg" berichtet — mit der goldenen Tapferkeitsm e d a i l l e ausgezeichnet. Diese Medaille heftete Erzherzog Josef dem Ausgezeichneten in Begleitung belobender Worte und eines Händedruckes an die Brust. Zuw fünften Wate auf dem Kriegsschauplätze. Franz Spie rer, geboren in Stuhlweißenburg, ist bei Ausbruch des Krieges eingerückt; er hatte sich freiwillig gemeldet, war bereits viermal aus dem Kriegsschauplätze und geht jetzt zum fünftenmale hinaus. Er ist Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Ein jüngerer Bruder, Infanterist des k. u. k. Infanterie- Infanterieregimentes 69, starb im September des vorigen Jahres den Heldentod. Dein Barer,' der 50 Jahre alt ist, dient als Honoed in Rußland. („Egyenlöseg.") Doppelte Auszeichnung. Leutnant d. R. Ignaz Diamant, J.-R., erhielt die silberne Tapfetkeitsmedaille 1. Klasse und 2. Klasse; Landsturmmann Emil Kohn zweimal die bronzene Tapferkeitsmedaille. Ir. Akerander Airo. Dr. Alexander Biro, Advokäturskandioat, Sohn des Kaufmannes Benedikt W e i n b e r g e r irr Nagy-Käroly, Fähnrich im Infanterieregiment ist seit 11 Monaten ununterbrochen auf dem russischen Kriegsfchanplatze. Für sein heldenmütiges Verhalten wurde er mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. und 2. Klasse ausgezeichnet. Einmal schlug er mit seiner Abteilung Ibeif angreifenden Strom der Russen zurück, obgleich von seiner Abteilung außer ihm nur noch drei Mann zurückgeblieben waren. Ein andermal übernahm er ganz allein die gefährliche Aufgabe, ein in der Nähe befindliches Gehöft auszuspähen, um festzustellen, ob sich dort noch Kosaken aufhalten. Er löste steine Aufgabe mit Erfolg. Bei einer anderen Gelegenheit war er zu einem Patrouillengang kommandiert, auf welchem sie plötzlich auf eine Kosäkenpatrouille stießen. Biro griff, ohne seine Geistesgegenwart zu verlieren, mit seiner kleinen Truppe die herannahende Kosakenpatrouille an, von welcher sich schließlich nur einige durch die Flucht zu retten vermochten. Keimgekehrt. Dem „Egyenlöseg" entnehmen wir folgenden Bericht: Isidor Berkovics, Beamter der Wiener Firma „Dugaresa", Sohn des Kauftnannes Hermann Berkovics in Sepsiszentgyörgy, ist bei der Mobilisierung im Alter von 21 Jahren als Einjährig-Frest williger zum Brafsoer Infanterieregiment Nr. 2 cingerückt. Er hat die Offiziersschule mit Auszeichnung absolviert und wurde dann zum Infanterieregiment Nr. 31 transferiert. Am 15. April 1915 ging! er an die russische Front, wo er während sieben Monaten an den größten Kämpfen teilnahm. Obgleich er sehr schwacher körperlicher Konstitution war, entwickelte er sich doch zu einem begeisterten Soldaten und ausdauerndeil kräftigeil Kämpfer. In den Kämpfen bei Radom, an der Weichsel, bei Jvangorod und Baranovicz hatte er sich bereits als Kadett durch feine außerordentliche Geschicklichkeit und Tapferkeit ausgezeichnet. Bei Baranovicz siel er, von einem Schrappnell am Kopfe getroGeu, bewußtlos zusammen. Volke drei Tage lag er bewußtlos und geriet in solchem Zustande in russische Gefangenschaft. In Petersburg wurde an ihn eine Schädeldeckenoperation vorgenommen und wie durch ein göttliches Wunder ist er dem Leben erhalten geblieben, hat jedoch leider sein Sprechvermögen vollständig eingebüßt. Während der vollen sechs Monate in russischer Gefangenschaft hatte er sehr viel szu leiden. Alster von seiner Verwundung genesen war, wurde er den ganzen Tag abgeschlossen gehalten und durfte täglich nur eine Stunde unter Bewachuilg im Freien verbringen. Am 4. Mai d. I. endlich kanl er mit einem Jnvalidenaustauschtransport nach Budapest. Es lvar eine außerordentlich ergreifende Szene, als er seine Eltern, welche nach Budapest gekommen waren, im Jnvalidenfpitale mit unartikulierten Lauten erkannte. Die Eltern, welche ihren Sohn bereits tot wähnten, nahmen ihn aus einige Tage Urlaub mit nach Hause,-, verrichteten in der dortigen Synagoge mit ihrem Sohne das Dankgebet nach Errettung aus Todesgefahr und widmeten der Chewra-Kadischa ihres Heimatsortes wie auch der Pester Chewra-Kadischa eine Spende. Bedeutsam ist, daß Berkovics trotz seiner Stummheit zu verstehen gab, daß er, wenn die Versicherung des ihn:

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