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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-04-14 · 16 (14.4.1916) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
16 (14.4.1916)
Date
1916-04-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 16 Tr. Bloch'S Wochenschrift Seite 5163 zwar in der Schule selbst. Es soll daraus keineswegs eine unbeliebte Extrastunde werden. Heute fehlt in keiner Volksschule ein Harmonium oder eine Geige. Eine Schwierigkeit liegt also nicht vor. Besonders dann nicht, wenn man die Sache mit Liebe allfaßt. Wünschenswert ist es aber auch, das; diese Gesänge in die Gebetbücher ausgenommen werden; in Deutschland finden nur das schon iit Manchen Gebetbüchern. DaH muß auch bei uns 'geschehen. l Und was sehr wichtig ist: diese Reform beschränke, sich nicht aus Wien, sondern dehne sich auf alle Genreinden Westösterreichs aus. Dos Referat des Herrn B r o d werde also nach Annahme desselben in Wien mit einem Geleitwort allen Gemeirrden, Rabbinern, Religionslehrern in Westösterreich zugeschickt. Bei der überragenden Beliebtheit der Sulzerschen Gesänge wohl keine Schwierigkeit. Bei etwas gutem Willcir und vor allem bei einiger Energie und Liebe der maßgebenden Personen für die Sache wäre das altes unschwer durchzusetzen. Dann erreichen wir erstens eine erneute Anhänglichkeit der Kinder an das Gotteshaus, zweitens einen einheitlichen Gottesdienst in sämtlichen Gemeinden Westösterreichs bezüglich der wichtigsten Synagogengesänge. Und wenn wir es nicht erreichen? Dann haben Nur wenig-? stens ullsere Pflicht getan. Karlsbad. Tr. I. Z i e g l e r, Rabbiner. Korrespondenzen. I ü d i s ch e M ü n n e r n lt d F r a u e n! Die Fürsorge für unsere Brüder, die als Pioniere jüdischen Geistes an den heiligen Stätten unserer Vätergeschichte Wache halten, war seit den ältesten Zeiten eine der vornehmsten Aufgaben der jüdischen Gemeinden. Wenn unsere Weisen lehren: „Die Armen deiner Stadt gehen anderen vor", so wollen sie unter „deiner Stadt", „u n s e r e h e i l i g e S t a d t I e r u s a l e m" verstanden wissen. Insbesondere war Wien ein Mittelpunkt dieser Palästina-Fürsorge. Irr dem alten Memorbuch der Wiener Gemeinde wie in den Statuten der Wiener Chewra- Kadischa wird von diesen Spenden gehandelt. Die Palästina-Stiftung Samson Wertheimers, des berühmten kaiserl. Oberhoffaktors, besteht noch heute. Die alten Satzungen der mährischen Gemeinden bezeichnen Wien als Zentral-Sammelstelle. Wir halten es darum für unsere heilige Pflicht, wie im Vorjahre, wiederum um Abhaltung von Pa - l är st! i na - Tag eü, und zwar am 1. und 8. T a g e des Pessachsestes, zu bitten. Alle Tempelspendeu au diesen Tagen mögen '">*7 „d e n Armen Palästinas" gewidmet werden. Die Namen der Spender werden, sobald uns mit geteilt, öffentlich bekanntgegeben. Die H i l f s k o m m ission 1915 f ü r P a l ä st i n a. Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d. Dr. Adolf K a p r a l i k. Hofrat Dr. Jul. Schlag. Zahlstelle: für Oesterreich: Bankhaus S. M. von Rothschild, Wien, l. Bez., Renngasse 5: für Ungarn: Magyar Attalanos Hitelbauk, Budapest: für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin, Postscheckkonto Nr. 1000: (a u f das Konto „H i l f $ f o m nt iffion 1915 f ü r P a l ä st i tt a" ). Sämtliche Beitrüge, auch Tcmpelfpenden. aus Böh men bitten wir an die Adresse: „Prager Lokalkomitee zur Linderung der Hungersnot in Palästina", P r a g, Niklasstraße 16, die ans Mähren an das Mährische Landeskomitee der Hilfsaktion für Palästina in Brünn", B r ü n n, Johannesgasse 11. zu senden. Karlsruhe. Die neueste Nummer des „Verordnungsblattes des groß herzoglichen Oberraies der Zsr a e l i t e n " enthält eine warme Empfehlung des beabsichtigten „ P a I ü st i n a t a g e s der jüdischen Gemeinden". Die Synagogenräte werden ersucht, am 23. April Listen zur Zeichnung von Beiträgen in Umlauf zu sehen und sämtlich: an den beiden letten Tagen des Pessachsestes eingehende Synagogenspenden dem Palästina-Hilfswerk zuzujühren. Es wird mitgeteili, das; in den Gemeinden Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg bereits größere Beitrüge zur Steuerung der palästinensischen Not gezeichnet worden sind, datz jedoch umfassendere Leistungen, wie sowahl die konsular behörden in Palästina als di: taiserl deutsche Botschaft in Houston tinopel mitteilen, notwendig seien. Synagogen-Berein „Beth Israel". Sonntag, den 26. März l. I., 3 Uhr nachmittags, fand die diesjährige Generalversammlung des Synagogen-« Vereines „Beth Israel", Wien. 2. Bezirk, Leopoldsgasse Nr. 29, statt. Der Vorsitzende, Obmann Herr Alexander Land a u, eröffnete die Generalversammlung, konstatierte die Beschlußfähigkeit, begrüßte die zahlreich erschienenen Mit glieder, stellte den Delegierten der Kultusgemeinde, Herrn Kultusvorsteher S. B r o d, vor, an den er freundliche Worte der Begrüßung richtete, und gedachte sodann auch unserer heldenhaft kämpfenden Armee, der er Heil und Sieg wünschte, worin die ganze Versammlung lebhaft einstimmte. Zur Tagesordnung übergehend, verlas der Schriftführer Herr Emil P o m m e r a n z den Jahresbericht, worauf der Delegierte der Kultusgemeinde Herr S. B r o d das Wort nahm, um in erster Linie feilten Dank für die so warme Begrüßung seitens des Herrn Vorsitzenden auszudrücken, und hob weiters hervor, daß es ihn ungemein freue, so herrliche Resultate der Vereinsleitung in den zwei Kriegsjähren konstatieren zu können. Es wird ihm sehr angenehm sein, der Muttergemeinde hierüber Bericht und die Grüße des Vereines zu übermitielu. Nach Erstattung des Berichtes der Herren Rech - nungsrevisoren I. H. Waltuch und H. Hirschfeld rvurdc über deren Antrag dem Vorstande das Absolu* torium erteilt und für dessen Mühewaltung der Dank und die Anerkennung seitens der Generalversammlung ausgedrückt. Bei den hierauffolgenden Wahlert wurden die Herren L. M. Schmidt, Marcus Schneid und Bernhard Sturz in den Vereinsvorstand neu- und die gewese neu Bethausvorsteher Herren Jsr. G r rr b e r nnb H. K a r p mit je dreijähriger Funktionsdauer wiedergewählr.

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