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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-04-14 · 16 (14.4.1916) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
16 (14.4.1916)
Date
1916-04-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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»ir. 16 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 259 großen Tapferkeit,pnd Unerschrockenheit außertourlich zum Fähnrich befördert. Am 29. September 1914 hat er anläßlich eines Sturmangriffes bei , Tabanovic den Heldentod gefunden. Eine feindliche Kugel traf sein edles Herz. Mein vierter Sohn, Viktor Horvath, Fähnrich im Infanterieregiment Nr. 26, bekam am 6. Februar 1915 in den Karpathen im Kampfe um eine Höhe einen Schenkelfchuß und geriet mit seiner schweren Verwundung in Gefangenschaft. Er wurde in Kiew gepflegt, von dorr nach Moskau in ein großes Spital gebracht, verblieb dort einige Zeit, kam dann nach Kostroma gleichfalls in ein Spital, von wo er geheilt nachHLjarka gebracht wurde, wo ihm eine gute Behandlung zuteil ward. Am 1. Oktober wurde er nach Krasnojarsk transportiert, ioo er am 14. Oktober ankam, wovon er mich telegraphisch verständigte, und seit dieser,Zeit habe ich gar keine Nach!-' richt von ihm. Ueberall habe ich Erkundigungen eingezogen, sowohl beim österr.-ungar. Hilfsverein in Stockholm, wie auch beim Roten Kreuz in Kopenhagen, erhielt aber bis heute von keiner Seite eine Antwort. Mein fünfter Sohn, Oskar Horvath, erhielt am 31. Mai 1915 bei Drohobycz, als Kadett des Infanterieregiments Nr. 68, einen Kniescheibenschuß, wurde am 27. August operiert, indem ihm der Fuß amputiert wurde, und wird demnächst einen Kunstfuß erhalten. Das ist die Geschichte meiner teuren Söhne. Mein Schwiegersohn, Dr. Julius Hahn, Kadett, ist auf dem russischen Kriegsschauplatz schwer erkrankt und versieht jetzt in Temesvar beim Kader seinen Militärdienst. Landjturmleulnanl Leopold Glaser im königl. ung. 15. Trencsener Honv.^Jnf.-Reg. (Schwiegersohn des Vorstandsmitgliedes des Brigittenauer Israel. Tempelvereines Bernhard B e ck>, wurde laut Verordnung des königl. ung. Honvedministeriums vom 8. d. M. fürtapferes 'Verhalten vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Mer Kelden von HLarance. Dem „Cgyenlöseg" wird geschrieben: Genau 12 Monate kämpfe ich bereits im Kriege. Ich habe auch schon die bronzene und die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse erhalten. Die erstere Auszeichnung Erwarb ich mir ine vorigen Herbste, am 25. September, bei Nowo-Alexieniec. wo wir den Sturmangriff eines achtfachen Feindes zurückschlugen. Die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse verdiente ich mir in der vom 1. .bis 5. Januar 1916 dauernden Schlacht bei Rarance, ioo der Feind 14—16 Reihen tief zum Durchbruch unserer Stellungen vorstieß. Dies wiederholte sich in jeder Stunde, nachdem wir vorher immer ein Trommelfeuer von Granaten und Schrapnells bekamen, in welchem wir wie eine eiserne Mauer standhielten. Bei dem Bataillon waren wir unsere vier Juden, und zwar der Unterzeichnete Alexander Wimm e r, Zugsführer (damals war ich noch Gefreiter), Kolomau Löwy, Patron illensührer, Ignatz Den es, Einjährig-Nreiwilligen-Gefreiter (40 Jahre alt), Josef K u t t n a, Zugsführer. Wir alle machen an der Front schweren Dienst und alle haben wir aus der Schlacht vom 1. bis 5. .Januar die Auszeichnung mit der sil-l bernen Tapferkeitsmedäille 2. Klasse erhalten. Ueberdies hat uns seine Exzellenz der Herr Gen. 'b. K. Pfla n z e r- Baltin mit der Belobung im Armeebefehl ausgezeichnet. Jüdische Jamikien im Uelde. Herr Sigmund Singer, Fabrikant und Kultusvorstand in Neühaus (Böhmen^ hat drei Söhne und zwei Schwiegersöhne im Felde. Alle drei Söhne sind bereits dekoriert. Herr Leo Singer, Leutnant, hat die bronzene Tapferkeitsmedaille und das Signum laudis erhalten: desgleichen Herr Willi Singer, Leutnant. Herr Egon Singer ist mit 18 Jahren Fähnrich und erhielt das goldene Berdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedäille. Zwei Schwiegersöhne sind als Regiments-, resp. Assistenzärzte tätig. Auszeichnung nach dem Kode. In Nr. 50 vorigen Jahres haben wir über den Heldentod des Kadetten Josef Englisch vom k. u. k. Tiroler Kaiserjägerregiment berichtet, dessen tapferes Verhalten vor dem Feinde Herr Oberleutnant Hans v. W e r d t in eitlem Schreiben an die trauernde Mutter mit rühreiw den Worten bezeugt. Tie Leiche des tapferen Helden, wurde in der Nahe von Gorliee exhumiert und nach Wien gebracht und im Grabe seines verewigten Vaters beigesetzt. Kadett Josef Englisch wurde nach seinem! Heldentode mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. „Hein Marne hat stch in goldene Lettern verwandelt." Einer der heldenmütigsten Kadetten des Infanterieregimentes Nr. 86, Benjamin B a t o g h, 27 Jahre alt, Ingenieur in Budapest, hat auf dem nördlichen Kriegsschauplatz den Heldentod gefunden. Mit großem Wagemut übernahm er es, mit vier Mann die russischen Drahtverhaue niederzureißen; er wurde jedoch vom Feinde bemerkt und getötet. lieber seinen Tod sowie über die Verleihung der goldenen Tapferkeitsmedaille erhielt der Vater des Verblichenen, wie „Egyenlöseg" meldet, die folgenden ergreifenden Zeilen: am 5. September 1915. Hochgeehrter Herr B a l o g h! Schmerzersüllt erlaube ich mir im Namen des erkrankten Regimentskommandanten Herrn Obersten Gaksch Ihnen zu dem herben Verlust Ihres teuren Sohnes zu kondolieren. Ein begabter und äußerst tapferer, unerschrockener Offiziers- Aspirant fand, Ihr werter Sohn, bei Durchführung einer der schwersten Aufgaben knapp vor dem Feinde den Heldentod. Gott hat gegeben und Gott hat genommen, und so ist es auch einem alten Vater nicht erspart geblieben, sein , Liebstes und Hoffnungsreichstes ohne jeden Abschied hergeben zu müssen zum Wähle des Vaterlandes, als Tribut für Kaiser und König und Reich. Da die Tat Ihres seligen Lohnes wirklich hervorragend und einzig dastehend war, so sah sich das Armee-Oberkommando veranlaßt, denselben mit der goldenen Tapferkeitsmedaille auszuzeichnen, eine Dekoration, welche nur Wenigen beschieden ist. Wenn es auch Ihrem armen Sohne nicht mehr gegönnt war, diese Auszeichnung mit Stolz auf der linken Brustseite tragen zu können, so hat sich sein Name doch dadurch in goldene Lettern verwandelt. Nehmen Sie dieses so seltene Kriegsstück in Empfang und verwahren Sie es als Heiligtum, als ein «ymbol für dasl kommende Geschlecht. Ich werde diese Tapferkeilsmedaille demnächst an das Ersatz-Bataillons-Kommando Nr. 86 in Szabadka mit dem Aufträge absenden, dieselbe Ihnen zukommen lassen zu wollen. Nochmals bringe ich Ihnen meine tiefe Erschütterung zum Ausdrucke und rufe: „Friede seiner Asche!" Ich zeichne mit vollkommener Hochachtung Drall, m. p., Hauptmann, I.-R. "Nr. 86. Mngarisch-jüdische Keldeu auf dem Lemverger jüdischen Iriedhofe. Desider Fisch, Feldrabbiner an der russischen Front, veröffentlicht irn „Egyenlöseg" die nachfolgende Lifte der durch ihn im Jahre 1915 in Lemberg zur ewigen Ruhe bestatteten ungarisch-ijüdischen Soldaten: Moritz F l e i s ch m a n n, Budapest, geb. 1894, Honv.-J.-R., gest. am 30. Juni: Einjährig-Freiwilliger Eduard Dickmann, Großwardein, geb. 1884, Feldkan.-Reg., gest. 2. Juli:

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