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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-31 · 14 (31.3.1916) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
14 (31.3.1916)
Date
1916-03-31
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 2.-S4 Df. Bloch's Wochenschrift Nr. 14 >irlilauer Gemeinde, wvrnus Cbertantov 9Ji a 11) a s im 'Oiamcu f.cs Vereines und fccr Äoliccjcaidjaft das ,,E! inolc rachaniim" in echt chassonischer Weise erhebend vortrug. -z±:r\ Austr itte ans dem Jnvcnlnm Vom 19. März dis 25. März 1916. Bock Alois, Hilfsarbeiter, ged. 18. Oktober 1899, Wien, 14. Bez., Märzstrahe 55. Gerber Alma, geb. Ringer, geb. 29. Januar 1883, Wien. 4- Bez., Johann Straust-Gasse 39. Gerber Leopold, geb. 15. Mai 1910, Wien, 4. Bez.. Johann Strautz-Gasse 39. Hausner Franziska, .Kontoristin, ged. 28. August 1889, Kojetein (Mähren), 5. Bez., Kluberggasse 7. Kadelburger Marianne, Private, geb. 31. Oktober 1896, Wien, 3. Bez., Arenbergring 8. Klein Paula, Sitzkassierin, geb. 21. April 1889, Mitzlitz, 4. Bez., Goldeggasse 33. Löwy Leopold, Färbergeb,i!se, geb. 21. September 1884, Wien, 14. Bez., Hollergasse 32. Regen Fanny, Private, ged. 3. Juli 1891, Wien. 13. Bez., Linzerstrahe 126. Reiß Moritz Leo, Schauspieler, ged. 30. März 1891, Dolina (Galizien), 16. Bez., Koppstraste 34. Stutarl Clarisse, Private, geb. 13. Dezember 1894, Wien, 9. Bez., Berggass^ 41. Tauszig Aladar, geb. 1. Mai 1882, P<'-cs (Ungarn), 4. Bez., Luisengasse 35. Weig Amalia, Lehre.in, ged. 29. März 1897, Mauer b. Wien. 6. Bez., Eumpendorferstraße 60. Brünn. (Schekel-Sammlung der israelitischen Schülcrdes deutschen Staats- G y m na - s i u in s und der I. deutschen S t a a r s - Realschule s ü r d e n Verein „K r i e g s b l i n d e n h e i m - statten".) Auf eine Anregung, die Professor Tokror M. Grünfeld in der Exhorte im Schülergotresdienste am Sabbat-Schekälim (4. März» gab, sammeltet! die israelitischen Schüler des deutschen Staats-Gymnasiums, denen sich die der I. deutschen Staats-Realschule anschlossen, Schekel für erblindete Krieger. Tie Sammlung, zu der Herr Ingenieur Franz Ulmer, der ständige Besucher des Schnlergottesdienstes, 10 Kronen beitrug, ergab den Betrag Don mehr als 200 Kronen. Allen Spendern sei von dem Anreger der herzlichste Tank gesagt. _ Karlstadt. Am 23. März wurde der königl. Bezirksarzt Dr. B. G o st l im 51. Lebensjahre unter zahlreicher Beteiligung der Zivil- und Militärbehörden mit militärischen Ehren zu Grabe getragen. Nachdem Herr Kantor I. Grotz das Hazurtomim beendet, hielt Herr Dr. B. Schick eine wohldurchdachte kroatische Rede, in der der Verblichene als Arzt, Mensch, Gatte, Vater und nützliches Glied der Gemeinde gewürdigt wurde. Der Nachruf machte auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck. Zum Schluffe trat Herr Feldrabbiner Dr. M a r g e 1 an die Bahre. Er sprach kurz, markig und treffend. Am offenen Grabe sprach noch Dr. Haslinger namens seiner Kollegen einen tiefempfundenen Nachruf, der seitens des Publikums unisono in einem »s:ava mu« ausklang. Jj. Eodol. Budapest. Tic Jury der Plankonkurrenz für das in der Hauptstadt zu errichtende Krematorium hielt ain 23. März unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Tr. Stefan Barczy eine Sitzung ab, in der über die 24 eingelaufeuen Projekte entschieden wurde. Tie Jury erkannte den zweiten Preis dem in Wien ansässigen Architekten Ignaz Reiser zu. Feuilleton. Wie Rothschilds geben Wohltun ist eine Kunst. Mit dem Geben ist vieles geschehen, aber bei weitem nicht alles. Mit Herz und Verstand geben, den Umständen Rechnung tragen, die Persönlichkeiten schonen, in den Bedrängten vor allem das gnälende, die Empfängerfreude anfhebende Gefühl des Beschenktwerdens nicht aufkommen lassen: dazu gehört psychologische Weisheit, Vornehmheit der Gesinnung und imterliche Schulung. In wie hohem Maße sich die Rothschilds diese Tugenden zu eigen gemacht hatten, dafür bürgt aufs neue ein kleiner Briefwechsel zwischen dem Wiener Bgron Anselm v. Rothschild und Heinrich Heine, den die „Deutsche Rundschau" letzthin ihrer reichen, köstlichen Dokumentenmappe in einer Veröffentlichung von Friedrich Hirt h, dem geschätzten Herausgeber von Heines Briefen, entnommen hat. Heine war brieflich bei dem Wiener Baron Rothschild gelegentlich der Eröffnung der „Wiener", späterhin und auch heute noch „C esterreichischen Kreditanstalt für Handel und Gewerbe" vorstellig geworden. Unterm 24. Dezember 1855 antwortete ihm Baron Anselm tv. Rothschild in folgender Form: Wertester Herr Heine! Ihr freundliches Schreiben vom 16. d. M., in dessen Besitz ich gestern gelangte, gewährt mir die angenehme Gewißheit, daß, 'wenngleich Ihr Körper durch langjährige Leiden niedergebeugt, die Frische und der Humor desj Geistes sich doch bei Ihnen ungeschwächt erhalten hat. Sie gehören jenen bevorzugten Naturen an, bei denen das geistige Wesen die Materie beherrscht. Sie wünschen, tnein werter Herr Heine, daß ich Sie bei dem nunmehr ins Leben tretenden Geschäft der Kredit-? anstalt für Handel und Gewerbe nicht ganz' umgehe. Ich könnte Ihnen gleich dem lieben Herrgott in Schillers Dichtung mit den Worten erwidern: „Was tun, die Welt ist hingegeben? Willst Du in meinem Himmel mit mir wohnen?", denn ich erhielt Ihr Schreiben, nachdem nicht nur die öffentliche Subskription geschlossen, sondern auch deren/ Resultat, und welch' ein dürres (da sich dieses nicht über 2 o/o der ein gezeichneten Beträge erhob ), veröffentlicht jva r. Wo ich jedoch voraussetzen darf, daß Ihre Poetenseele so spät als möglich ihren Sitz neben Zeus' Thron aufzuschlagcn sich anschicken möchte, und ich nicht so ver-, schwenderisch wie dieser Heidengott mit den Schätzen der Erde wirtschafte, sondern für Männer, die ntir nahe, stehen, wie für solche, die ich achte, bei dergleichen Gei schäften etwas in Reserve halte, so stelle icfy Ihnen, als der Zähl der letzteren angehörend, gerne den Betrag von St. 100 Aktien in der Art zur Verfügung, daß ich nun Ihrer gefälligen Rückäußerung entgegensehe, um diese Aktien zu ihrem gegenwärtigen Stand von 10 % Agio wiederum käuflich von Ihnen zu übernehmen und das Nutzergebnis mittelst einer Anweisung auf mein dortiges Haus zu begleichen. Ich ergreife diesen Anlaß, Ihnen, werter Herr Heine, die Zusicherung meiner freundschaftlichen Gesinnung imb ganzen Wertschätzung zu erneuern. As. v. Rothschild. Der schwerkranke Heine, der außer einer jährlichen Rente von 4800 Francs nichts besaß und dazu eine verschwenderische Frau hatte, nahm das generöse Anerbieten an und schrieb: Hochgeehrter Herr Baron! Ich habe dieser Tage mit großem Vergnügen dero geneigte Zuschrift erhalten, worin Sie mir Anzeige machten, daß ich über das Provenn des Rlickkäufers aus 100 Aktien, womit Sie mich bei Ihrer Bank beteiligt, verfügen könne, und daß Sie bereit wären, tnir diesen Betrag in einer Tratte auf Ihr hiesiges Haus zu remittieren. Indem ich Sie, Herr Baron, bitte,v in letzterer Weise zu verfahren, sage ich Ihnen meinen wahrhaftesten Dank für dieses Geschenk, ich sage Geschenk, denn ich hege nicht jenen kleinen Bettelstolz, der nicht gern die Sache bet)

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