Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 13 (24.3.1916)
- Date
- 1916-03-24
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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©die 210 Ti. Bloch's Wocheiffchrift Nr. 13 gen Unterstützungen, die diese erholten, noch Möglichkeit in Evidenz gehalten. Herr Bezirksrabbiner Dr. Julius D i a m o n t ous Bukovar, ols Teilnehmer ous der Ferne und eifriger Mitarbeiter warm begrüßt, empfielht Sammlungen kleinster Beträge durch die Inkassanten der Kultussteuer in den einzelnen Gemeinden. Die Anregung soll mit Berücksichtigung lokaler Verschiedenheiten in Erwägung gezogen werden. Herr Oberrabbincr Dr. B r o d y, Prag, als Vertreter des neugegrüudeten Prager Komitees herzlich bewillkommnet, stellt im Aufträge dieses Komitees die Anfrage: „In welchem Verhältnis steht die Hilsskommission zu der Nossig'schen Unternehmung, ferner zu der zionistischen Notstaudsaktion und dem ungarischen, sowie dem Drohobyczer Kolel?" Vom Präsidium wird hierauf die Aufklärung erteilt, daß die Hilfskommission mit der Nossig'schen Aktion nie etwas zu tun hatte, und daß die, gleichviel von welcher Seite, hierüber veröffentlichten Bemerkungen jeder Begründung entbehren. Die zionistischen Sammlungen stehen gleichfalls zu der Hilfskommission bisher in keiner Beziehung. Von leitender zionistischer Stelle wurde bei uns angefragt, wie sich ein etwa zu erwägendes Zusammenarbeiten regeln ließe. Hieraus wurde von unserer Seite die folgende Antwort erteilt: Tie Hilfskommission verfolgt, hierin durch ausdrückliche Aufforderungen aus der Provinz bestärkt, das Ziel, in Wien eine Zentrale für sämtliche Palästinaaktionen in Oesterreich zu schaffen, d. h. ein entsprechendes B u r e a u e i n z u r i ch t e n, in dem jede wie immer geartete Bestrebung zugunsten Palästinas ihre Arbeitsräume und geeigneten Beamten sich sichern könnte- Es soll dadurch ein wesentlicher Teil der Regiespesen erspart werden, der aus Kosten Palästinas selbst infolge der Zerspitterung der Palästinaarbeit bisher unvermeidlich war. Nur die eine Bedingung stellten wir, daß jede dieser mit uns enger oder loser vereinten Aktionen durch regelmäßigen öffentlichen Ausweis ihrer Geschäftsgebarung kontrollierbare Rechenschaft ablege. Wir haben, betonten wir des weiteren, die Absicht, sobald der Krieg beendet, durch Gründung einer Vorschußkasse arbeitsfähigen und -willigen Elementen in Palästina unverzinsten Kredit zu verschaffen. Nach alledem könnüe die zionistische Aktion uns ihre Sammlungserträgnisse mit Angabe der Bestimmung überweisen. Wir würden für die rascheste und pünktlichste Uebermittlung an die gewünschten Adressen Sorge tragen. Auf diese Besprechung beschränkt sich bisher unsere Unterhandlung mit den Zionisten. Was unsere Beziehungen zu den Kolelim anbetrifft, so haben wir aus Anregung des Herrn Dr. B r o d y zu Beginn unserer Arbeit sowohl dem ungarischen Kolel (Böhm.-tnähr.-österreich.-ungar. Gemeinde) als auch dem Drohobyczer (Oesterr.-galizische Gemeinde) in Schreiben an die leitenden Stellen unsere Bereitwilligkeit erklärt, in irgendeiner Form mit ihnen zusammenzuwirken. Beide Kreise machten jede weitere Verhandlung durch ihr durchaus ablehnendes Verhalten unmöglich. Die betreffenden schriftlichen Belege wurden vom Präsidium der Versammlung im Original vvrgelegt, ebenso Pamphlets aus den Kreisen der beiden genannten Kolelim, die, mit den Unterschriften der Kaulel-Vorsteher in Palästina versehen, teils in Briefform, teils gedruckt an Gemeinden, führende Persönlichkeiten der Monarchie, Deutschlands und auch im weiteren Ausland gesandt worden sind mit Angaben, welche unsere Hilfskommission diskreditieren sollen. Herr Dr. B r o d y nimmt diese Erklärung zur Kenntnis und empfiehlt, außer den Oesterreichern und Ungarn in Palästina auch andere Notleidende, vor allem die Jemeniten, zu unterstützen. Das Präsidium begrüßt diese Anregung mit der Zusicherung, auch die Jemeniten und andere Hilfsbedürftige von Fall zu Fall, lute dies bisher schon bei einzelnen besonders dringenden Anlässen geschehen ist, mit Geldmitteln zu bedenken. Ablehnend berhalten müsse sie sich nur den Kreisen gegenüber, die jede Untersuchung der Dürftigkeit eines Bittstellers durch Verweigerung einer Kontrolle unmöglich machen. Hierauf wird unser durch unseren Revisor, Herrn Richard L i s s a u, geprüfter und für einwandsfrei befundener Kassabericht der Versammlung vorgelegt. Herr W. Pappenheim wendet sich mit einigen Anfragen an das Präsidium, die ihm zureichend beantwortet werden. Ucber das Verhältnis der westgalizischen zu den oftgalizischen Kolelim werden von den Herren Rabbiner S t e i n b e r g und Vorsteher Alexander Landau einige durch die Debatte notwendig gewordene Aufklärungen erteilt. Herr Bernhard Hofbauer stellt, wie schon in der vorjährigen Versammlung, als Ideal aller Palästinaarbeit die Vereinigung sämtlicher Aktionen hin. Vom Präsidium wird dieses Ziel gutgeheißen und wenigstens für die Palästinaarbeit in. Oesterreich eine Zentralisierung i n eine m g e m einsa m e n B u r e a u als tzweckdienend, wünschens- Nnd erstrebenswert gezeichnet. Nach Erschöpfung der Tagesordnung und Erledigung aller Anfragen wendet sich der Präsident an die Versammlung mit einer warmen Aufforderung, den notleidenden Brüdern im Heiligen Lande weiterhin alle erdenkliche Hilfe zu leisten. Ihm sowie Herrn Rabbiner Dr. Max Grunwald wird auf Anregung des Herrn Oberrabbiners Reich (Baden) der Dank der Versammlung votiert. Schluß der Sitzung 81/2 Uhr. „.Hilfskommission 1915" und „Oesterreichifchcs Landeskomitee" für Palästina. Spenden-Auswehs: Durch das k. u. k. .Ministerium des Aeuhern: „Ungenannt" Nr. 2000.--; Ungar. Palästina-Hilfskomitee, durch Präsident Dr. Lederer, Budapest, H. K. 1310.—; Israel. Kultusgemeinde Budweis 285.10.—; kais. Rat W. Anninger 200.—; Brüder Stern, Szilagysomlyo, 130.—; Rabbiner Dr. Fischer, Daruvar s Sammlung): von Frau Rabbiner Dr. Fischer 40.—; Firma M. Berger & Co., königl. Rat S. Löwy, fe 10.—; Mar Pfeiffer 8.—; Jul. Morgenstern 5.—; Rabbiner Dr. Fischer, Moritz Epstein, je 3,—; Ferd. Glück, Lip. Löwy, Sigm. Weih, Sal. Groß, Jos. Epstein, Frau S. Mautner, Js. Pick, Sand. Weinberger, S. Rechnitzer, je 2.—; Jos. Groß, Eug. Grünhut, Alb. Pfeiffer, Jg. Schwartz, Des. Volk, Em. Löwinger, M. Rosenberg, M. Epstein, M. Deutsch, Frau B. Fränkel, Witwe Fischer, Frau H. Weih, je 1.—; M. Hauh, Neumann, je -.50; zusammen 110.— . Kommerzialrat M. Kohn, Wien, ftr. 100.—; Dr. Alfred Lederer, Wien, L. Ä. 100.—; Rabbiner Prof. Dr. H. P. Chajes, Triest, 140.—, davon Kr. 7.12 für R. Meier-Fonds; Rabbiner Fuchs, Prag, 50.—; Israel. Bethaus, Wien, 2. Bez., Hammer- Purgstallg., 92.—; Rabb. Dr. Felir Kanter, Zwittau (Mogen- Dovid-Nagelfpenden): von Kultusvorsteher kaiserl. Rat Josef Stein 15.—; Hugo Robitschek, Frau Bondy, je 5.—; Frau Emma Zwicker, Emil Pollatschek, Frl. H. Winternitz, Advokat Dr. Kohn, je 4.—; Frau Lewitus, Bankdirektor Pick, je 3.—; W. Bock, Frau Engel, Frl. Glas, A. Stein-Glas, Frau Kl. Glas, je 2.—; Leo Weih 1.50; Weinstock, Frau I. und A. Wantoch, Frl. Spielvogel, Frl. Herrmann, Frau L. und R. Zwicker, Herm. und S. Zwicker, Frau Reichmann, M. Schwarz, Ph. Wagner, Frl. Beamt. Frau Pam, Dr. Lederer, R. Herrmann, Löwenthal, M. Pollak, Jul. und Kantor Ehrlich, Gerh. und Kurt Kanter, I. Arely, Frl. Rittler, Frau Weisl, Frl. Hönigsfeld, Fr. Wagner, Frl. Weinberg, Irma Pam, Dr. Beer, je 1. —; Frl. .Tänzer, Hans Munk, je —.60; zusammen Kr. 83.20. Religionslehrer Ad. Duschak, Wien (4. Schüler-Sammlung), Kr. 60.—; Rabbiner Dr. Ludwig Lazarus, Göding (Mogen-Dooid- Nageljpenden): von Arthur Weinberger 11.—; K. Goldschmiedt 3.—; Brüder Herzka, Jos. Weih, Jul. Hoitasch, M. Glück, Dr. Burbaum, je 2.—; Bertha Frankl 1.50; H. Tupler, Hermine Füchsel, Rosa Schick, A. Rosenberger, B. Kraus, Jos. Sachs, Jak. Teller, B. und S. Lechner, B. Körner, E. Herzog. K. Lechner sen., Alb. Glück, M. Rumpler, Jak. Rosenberger, je 1.—; H. Soffer, Fried, S. Rosenstein, A. Löffler, H. Weiner, G. Fanto.