Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 13 (24.3.1916)
- Date
- 1916-03-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 208 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 13 Auszeichnungen nach dem Höbe. Eugen G e L r i n g; e r, ungarischer Staatsbürger, ständig wohnhaft in Berlin, ist bei Ausbruch des Krieges im Mer von 43 Jahren als königlich ungarischer Honvedleutnant eingerückt. Er wurde Kompagniekommandant im 6. Landsturm-Infanterieregiment. Im Herbste 1914 nahm er an den serbischen Kämpfen teil und hat sich, wie „Egyenlöseg" berichtet, durch seine Tapferkeit sowie durch die umsichtige Führung seiner Kompagnie so sehr ausgezeichnet, daß er erst die bronzene Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes und später das MilitärverdienstkreuA 3. Klasse mit der Kriegsdekoration erhielt. Hiernach versah er mit seinem Ba-> taillon am User' der Save GrenHwachtdienst. Iw Herbste 1915 nahm er an der Spitze seiner Kompagnie abermals an der Offensive gegen Serbien teil und wieder führte er seine Kompagnie mit Tapferkeit und Geschicklichkeit, bis ihm anläßlich eines erfolgreichen Vorstoßes die Feindeskugel traf und er tot auf dem Kampfplatz blieb. Das Verordnungsblatt meldet nun in einer seiner jüngsten Nummern, daß Se. Majestät dem vor dem Feinde gefallenen Eugen Geiringer in Anerkennung seines hervorragend heldenmütigen Verhaltens vor dem Feinde den Eisernen Kronenorden 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen hat. , . .; Kadett Emmerich Fenyes, der 19 jährige Sohn des Lagerhausbeamten Wert Feny es in Nagh-Karoly, hat am 4. Januar 1916 in der Neujahrch'chlacht bei Rarauce in der 'Bukowina als Zugskommandant, von einer Granate getroffen, den Heldentod gefunden. Dieser Tage wurde ihm in Anerkennung seines hervorragend tapferen Verhaltens die posthume Auszeichnung mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse zuteil. Desider Mailender, Jurist, ein 19jähriger Sohn des Schneidermeisters Mxius Mailender in Nagy-, Karoly, Kadett, ist gleichfalls in derselben Schlacht am 4. Januar 1916 als Zugskommandant, von einer Kugel getroffen, gefallen. Er wurde nach dem Tode mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet. Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 5749 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 37, zusammen 5786. Das Eiserne Kreuz 1. Klaffe. St. Ingbert. Kaufmann Otto Geer, Leutnant der Reserve, im 2. Infanterie-Regiment. Er wurde bald nach Kriegsbeginn mit dem eisernen Kreuze 2. Klasse und später mit dem Bayerischen Verdienstorden 4. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2 Klaffe. Ahrweiler. Mos. Heymann, Unteroffizier der Reserve, im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 99. - Aschenhausen b. Kaltennordheim. Gefreiter Siegfried Schwedt. Berlin. Vizewachtmeister Dr. Werner Alerander-Katz. Oskar T u r g e l, Feldunterarzt beim Stabe d. 3. Garde-Landwehr- Fußartillerie-Bat. Berlin-Schöneberg. Kurt K a p p l e r, Leutnant im Infanterie-Regiment Nr. 52, am 26. Februar 1916 gefallen, 21 Jahre. Berlin-Treptow. Unteroffizier der Landwehr Ernst Fröhlich. Breslau. Georg Kurzbart, Infanterie-Regiment Nr. 362 1, bei einem Patrouillengang, wo er Gefangene gemacht hat. Jsmar Sachs, Gefreiter, Infanterie-Regiment Nr. 50, 5. Komp., zweimal verwundet, am 3. Oktober 1915 zwei Finger der rechten Hand weggeschossen, auch Gefechts-Ordonnanz bei einer Verbindung, zurzeit bei der Genesungskompagnie Rawitsch. Herbert Schneidem a n n. Oberstabsarzt Sanitätsrat Dr. Finder, Chefarzt des Vereinslazarettzuges T. vom Landesverein vom Roten Kreuz. Charlottenburg. Unteroffizier Alb. Bergmann. Erlangen. Kriegsfreiwilliger Berthold Stern, Unteroffizier im 23. bayerischen Infanterie-Regiment, zurzeit verwundet im Reservelazarett. Forst (Lausitz). Unteroffizier Erich Zuckermann. Freiburg i. Br. Feldwebel-Leutnant Weil, Telegraphen- Assistent. Gleiwitz. Paul Glück. Goerlitz. Unteroffizier Arthur Schlesinger, Kraftfahrer bei einem Stabe, Mitglied des „Iüd. Iugendvereines". Grotzwartenberg. Mar T a r r a ch. Hamburg. Ernst El kan, Vezifeldwebel der Reserve, im Infanterie-Regiment Nr. 214. Rudolf Oppenheim, ehemaliger Reservist im bayerischen Jäger-Leibregiment, München. Höchberg. Unteroffizier Ludw. Ellwanger. Holzhausen a. d. Haide. Moritz Strauß, Gefteiter, im Infanterie-Regiment Nr. 47. Idstein i. T. Paul Erünebaum, Gefreiter, bei einem Fußartillerie-Regiment. Kattowitz. Georg Bock. Leipzig. Offiziers-Stellvertreter Otto Finkelstein. Lübeck. Vizefeldwebel Friedel Rosenberg, Infanterie-Regiment Nr. 162. Mannheim. Gefreiter Karl Hirsch. München. Jacob Ofner, Vizefeldwebel, in einem bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiment. Neiße. Vizewachtmeister der Reserve Mar L e s s e r. Obertiesenbach (St. Goarshausen). Hugo Hermann, Gefreiter, im Infanterie-Regiment Nr. 79. Posen. Wachtmeister Danziger. Rotthausen b. Essen. Funker Wilhelm Kempener. Sennheim (Ober-Elsaß). Unteroffizier Paul Weil. Tauberbischofsheim. Infanterist Siegfried Stern. Treptow a. T. Vizefeldwebel Dr. Fritz Lohn. Wetzlar a. Lahr. Landsturm-Rekrut Hermann S a l a m o n. Wilhelmsburg b. Hamburg. Pionier in der Pionierkompagnie Nr. 99, Friedrich Saft. Korrespondenzen. Wien. Auf Anregung des Freiherrn Louis v o n Rothschild Igat sich vor einiger Zeit ein „Oesterreichisches Zentralkomitee zur Wahrung der staatsbürgerlichen Interessen der jüdischen Bevölkerung in nördlicheit Kriegsgebiete" gebildet, welchem als Präsiden- Herr Landtagsabgeordneter Dr. Philipp Ritter von Gomperz, als Vizepräsident Herr Reichsratsabgeordneter Kamill K u r a n d a, ferner die Herren kais. Rat Wilhelm An n in ge r, Richard Bettelheim, Universitätsprofessor Dr. Salomon Ehrmann, Bergrat Max Ritter von Gut mann, Direktor Dr. Paul Hammer schlag, Doktor^ Felix Katz au, Dr. Friedrich Kaufmann (Prag), Johann Kremenetzky, Moriz Edler von Kuffner, Doktor Arthur Kuranda, Direktor Wilhelm Kux, JonasLöw- B e e r (Brünn), Dr. Bruno P o l 1 a ck (Edler v. Sarnau, Dr. Arnold Rosenbacher (Prag), Herrenhausmitglied Hofrat Dr. Josef S ch eY, Freiherr v. K o r o m l a, Ge-? meinderat Dr. Rudolf SchwarK-Hiller, Doktor Theodor Sonnenschein (Troppau), Sigismund Freiherr v. Springer, Dr. Alfred Stern, Ingenieur Robert Sricker, Doktor Bela Taussig und Direktor Alexander Weiner angehören. Die Vertreter des Komitees wurden von den Spitzen der Zentralbehörden und den leitenden Persönlichkeiten der für die Verwaltung hes nördlichen Kriegs-- gebietes maßgebenden Aemter empfangen und hatten Gelegenheit, vor denselben jene Gesichtspunkte zu entwickeln, welche behufs Sicherung der politischen Gleichberechtigung und der kulturellen Hebung der jüdischen Bevölkerung dieser Gebiete in Betracht kommen. Die Ausnahme des Komitees war bei allen diesen Empfängen eine durchaus wohlwollende und sachlich entgegenkommende. In einer Reihe dringender, die staatsbürgerlichen Rechte der jüdischen Bevölkerung berührender Fälle hat das Komitee im Wege schriftlicher Vorstellung. Abhilfe erbeten. Das Bureau des Komitees befindet sich: Wien, 9. Bez., Universitätsstraße 8.