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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-24 · 13 (24.3.1916) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
13 (24.3.1916)
Date
1916-03-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 20* Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 13 webels auf dem Kriegsschauplatz und auch einer seiner Schwäger befnrdet sich seit der Mobilisierung an der Front. Joses Kandel, Kadett im Infanterieregiment 39, Mediziner aus Nyiregyhaza, hat am 19. November 1915 aus der Hochfläche am Doberdo den Heldentod gefun-? den. Fünf Monate lang hatte er auf dem' nördlichen Kriegsschauplatz gekämpft und kam dann an die italienische Front. Wie „Egyenlöseg", dem wir diese Mitteilungen entnehmen, berichtet, wurde dem gefallenen Kadetten acht Tage vor seinem Heldentode die ihm verliehene große silberne Tapserkeitsmedaille vom Erzherzog Joses persönlich in Begleitung einer begeisternden Rede an die Brust geheftet. _ Iie Kaar- und MrttrachL der religiösen Laudstürmer. Einer Meldung des „Egyenlöseg" zufolge hat das Militärkommando in Pozsony mit Erlaß Nr. 16332 vom 25. Februar d. I. angeordnet, daß diejenigen jüdischen Lapdsturmmänner von -12 bis 45 und von 48 bis 50 Jahren, welche am 28. Februar, bezw. am 3. März eingerückt sind und als streng Orthodoxe ihre Bart- und Haartracht beibehalren möchten, so geschoren werden sollen, daß neben dein Interesse der hygienischen Ansorderungen auch ihre religiösen Gefühle möglichst geschont werden. Im Rahmen der bestehenden Erlässe kann ihren auch ihre Barttracht gelassen werden, jedoch nur insoserne, als sie nicht in ein Operationsgebiet oder auf offene Kriegsschauplätze geschickt werden. Oberstleutnant <Lazar. Der königliche Baurat Leopold Lazar wurde, wie „Egyenlöseg" meldet, in Vertretung des königlich-ungarischen Handelsministeriums mit dem Range eines Oberstleutnants als Chef des Feldtelephonwesens dem Kriegsministerium zugeteilt. Nunmehr wurde Oberstleutnant Lazar in der obbczeichneten Eigenschaft nach 18monatigem schweren Dienste mit dem Offizierskreuz des Franz- Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes ausgezeichnet. i iitfr as> Awei^Wrüder. Se. Majestät hat dem Honvedleutnant Nikolaus B a r t a, gegenwärtig in russischer Gefangenschaft, in An-j erkennmrg seines heldenmütigen Verhaltens vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Dies ist, wie „Egyenlöseg" berichtet, bereits die zweite Auszeichnung des rapferen Leutnants. In den vorjährigen Karpathenkämpsen, an denen er gleichfalls teilgenommen hat, erwarb er sich, die silberne Tapferkeitsmedaille. Sein Bruder, Emmerich Barta, hat sich am 1. Februar so heldenmütig hervorgetan, daß er außertourlich zum Fähnrich befördert wurde. An diesem Tage unr 6 Uhr früh, als er mit einigen seiner Leute bereits Vorpostendienste geleistet hatte, wurde er von einer stärkeren russischen Abteilung angegriffen, wobei es zu einem Handgranatenkampf kam. Obgleich Barta von einer Granate in einen tiefen Graben geschleudert wurde und er hierbei ein Bein brach, hielt er dennoch mit seinen wenigen Leuten heldenmütig seine Stellung und zwang den an Zahl Merlegenen Feind zum Rückzug. Für diese seine heldenmütige Tat wurde ihm seirens seiner Vorgesetzten die verdiente Anerkennung zuteil. Die beiden Brüder sind Söhne des Kaufmannes Philipp Beermann, der außer ihnen noch fünf Söhne auf dem Kriegsschauplatz hat. _ Eine kteine Statistik. Die in ben Monaten Februar und März 1915 gemusterten Freiwilligen des 39. Infanterieregimentes haben im Mai—Juni die Freiwilligenschule absolviert. Ihre Zahl betrug 50. Im Oktober und November kanren sie in die Feuerlinie. Von ihnen fielen im heldenmütigen Kampfe 10. Von diesen 10 waren 5 (fünf) Juden, und zwar: Desider Laudon, Leopold Schneider, Kadett- Aspiranten, Dr. Samuel S a n d o r, Zugsführer, Desider Sipos und Sz. B., Gefreite. Sie waren überall in der Feuerlinie, beim Telephon, bei der Sanität und jetzt irr der traurigen Statistik der Gefallenen. Diese kleine Statistik sendet dem „Egyenlöseg" vom italienischen Kriegs-; schauplatz Ignatz Kadas, israelitischer Lehrer aus Szabadka. Aus den Mitteilungen des Jeldraööirrers Ireudiger. Julius Frankl, Privatbeamter aus Budapest, Reserve-Gefreiter, ist bei der ersten Mobilisierung eingerückt. Er kam mit den ersten Marschformationen nach Serbien, wo er am 20. August verwundet wurde. Noch vor seiner völligen Genesung wurde er über seine eindringliche Bitte abermals auf den Kriegsschauplatz geschickt, von wo er, neuerdings verwundet, in ein Stuhlweißenburger Militärspital und nach seiner Heilung nach Galizien kam. Am 20. August 1915 wurde er als selbständiger Zugskömmandant mit der silbernen Tapserkeitsmedaille 2. Klasse und noch im selben Monate gleichfalls für sein tapferes und musterhaftes Verhalten als Zugskommandant mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse ausgezeichnet. Er ist auch für die bronzene Tapferkeitsmedaille in Vorschlag gebracht und wurde zum Zugssührer befördert. („Egyenlöseg.") Auszeichnungen von Werkehrsöeamten. In Anerkennung der ausgezeichneten Verdienste auf dem Gebiete des Kriegsverkehrswesens wurden, wie „Egyenlöseg" feststellt, die folgenden jüdischen Beamten ausgezeichnet. Die Inspektoren der königl.-ungarischen Staatsbahnen Moritz R u t t k a i, Simon Szepessi und Alois Auer, welche das Ritterkreuz des Franz Josef- Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes erfjieltcii; ferner Ingenieur Gabriel Herzog bei der Szegediner Betriebsleitung, die Oberingenieure der Zentralbetriebsleitung Adolf Török, Leo Ralef, Julius Hay, welche das goldene Verdienstkreuz am Battde der Tapferkeitsmedaille erhielten; Ingenieur Desider Barcza, ivelchein das Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille, die Oberingenieure Richard Poldesz, Ludwig Devai, Benjamin Nador, Alexander Wertste i m e r, Isidor Czuckerman n, Adolf G ö r g e n - nyi und Nikolaus Fenyves, denen das Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen wurde, schließlich die Ingenieure Emil Hajos, Alexander Bernhard und der Konzipist Ignatz Czink, welche das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapfermedaille erhielten. Wilder vom Isonzo. Der Kriegsberichterstatter des „Egyenlöseg" Ludwig Magyar sendet seinem Blatte unterm 2T Februar den folgenden fesselnden Bericht: ' I. Die ungarischen Soldaten haben auf dem Karst ein Lager gebaut. Viele Baracken, Häuser aus Stein und Holz nebeneinander, in welche sie ruhen gehen nach schweren Kämpfen. Sie haben sich ein ganzes Dorf er-

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