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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-03-10 · 11 (10.3.1916) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
11 (10.3.1916)
Date
1916-03-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 11 Tr. Bloch'§ Wochenschrift Seite 175 die eigene Batterie die Stellung verließ. Beim Zurück-l laufen bemerkte er beim letzten Geschütz zwei gestürzte Pferde. Er legte selbst Hand an und brachte das Geschütz in Sicherheit. Dichter und Keld. Die Tat und den Tod dieses Offiziers soll an dieser Stelle kein schmückendes Beiwort verkleinern. Hier soll nur der Wortlaut des trockenen Dokumentes wiedergegeben werden, das inmitten von tausend und tausend anderen lag. Es wird in späteren Tagen eine Reliquie sein. Das k. k. Landwehr-Infanterieregiment JieinNr. 11 meldete: „Belohnungsantrag über Charge: Leutnant in der Reserve — Vor-^ und Zuname: Dr. Hugo Z ucker m a n n — Diensteinteilung: Kompagniekommandant. Ein recht braver und tätiger Reserveoffizier, der durch zwei Monate eine Kompagnie mit viel Geschick und Verständnis führte und hiebei stets tapferes und mutiges Benehmen an den Tag legte. Gelegentlich eines Angriffes am 23. November 1914 auf die Taniahöhe führte er in: heftigsten feindlichen Frontal-, Flaukeu- und Maschinengewehrfeuer seine Kompagnie mit Mut und Unerschrockenheit bis auf 300 Schritte an den Feind, bei welcher Gelegenheit er verwundet wurde/" Das schrieb in Maszanka am 4. Januar sein Hauptntcum und fügte hinzu: „Verfaßte viele Kriegslieder, deren echter patriotischer Inhalt in der Oesfentlichkeit begeisterten Widerhall fand/" Der Brigadier befürwortete den Antrag wärmstens. Als er an das nächsthöhere Kommando gelangte, an beit Divisionär, finden wir eine Bemerkung: „Ist mittlerweile seinen Wunden erlegen."" Erzherzog Josef Ferdinand, Kommandant der vierten Armee, setzte die letzte Unterschrift auf das Papier und beantragte für den gefallenen Dichter-Offizier .das Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit der Kriegsdekoration. Weitere Auszeichnungen. Mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde Josef F r o m, Vormeister beim Feldkanonenregiment 33. Derselbe war bei der ganzen Frühjäh rs-Offensive 1915 als Aufklärungstelephonist tätig, wurde schwer verwundet und befindet sich derzeit in Baden im Kriegsspital zur Kur. Max Berg stein, Leutnant des 11. Infanterieregimentes, erhielt nach feinem Tode das Militärverdienst-? kreuz mit der Kriegsdekoration. Sein Bruder ist der mit der eisernen Krone und dem Militärverdienstkreuz ausgezeichnete Oberleutnant Josef Berg stein, Infanterieregiment Nr. 35. Einj.-Freiw.-Lentnant Alfred I n s e l, der seit Kriegsbeginn im Felde steht und als Korporal einrückte, hat es zum Leutnant gebracht und wurde demselben von. Sr. Majestät dem Kaiser das Signum laudis verliehen. Leutnant i. d. R. Hans Frank, Ldw.-Jnf.-Reg. Nr. 21, Sohn des Mühlenbesitzers Karl Frank in St. Pölten und seiner Gattin Mathilde geb. Duschak aus Viehofen, wurde in Anerkennung tapferen Verhaltens vor dem Feinde durch die Verleihung der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Auszeichnungen von Staats- und Kisenkahnöeamten. Seine Majestät der Kaiser hat verliehen das Ritterkreuz des Franz Joses-Ordens für vorzügliche Dienstleistung in der Kriegszeit dem Oberinspektor der Staatsbahnen Emanuel M annaberg, dem Staatsbahnrat Isidor Herzog, dem Sekretär des Handelsmuseums Tr. Adolf Drucker, dem Oberbezirksarzt in Zastarna Dr. Hermann Tittinger, dem Oberbezirksarzt in Wien Tr. Heinrich Popper, ferner den Titel eines Kanzleidirektors dem Oberofjizial des Oberlandesgerichtes Triest Wilhelm Bernstein. Auszeichnungen ljoüer Staatsöeamten. Der Kaiser hat verliehen das Komturkreuz des Franz Josef-Ordens für vorzügliche Dienstleistung in der Kriegszeil dem Hofrat bei der Polizeidirektion in Wien Moriz Stukart und dem Landessanitätsreferenten bei der Statthalterei in Brünn Hosrat Dr. Salomon S p i tz e r, den eisernen Kronenorden 3. Klasse dem Universitätsprofessor in Krakau Dr. Leo Sternbach. Ernennung eines Iel'dravviners. Das Reichskriegsministerium hat den Religions- Professor Dr. Bernhard Hausner in Lemberg zum Feldrabbiner in der Reserve zur Verfügung des Militärtommandos Lemberg ernannt. Herr Dr. Hausner, der die Zeit der Invasion in poltern Sinne des Wortes miterlebt hat, ist seit jener Zeit unermüdlich und aufopferungsvoll als Generalsekretär des jüdischen Rettungskomitees ilt Lemberg tätig. Pekovung des Armeekommandos. Dieselbe wurde ausgesprochen für vorzügliche Dienste vor dem Feinde den Oberleutnants d. R. Josef R e i ch, 1130. uttg. Ldst.-Et.-Bat., Michael W e r t h e i m, bei einer ung. Ldw.-Brigade, (Gabriel Südfeld, IV 6. Et.' Bat.; dem Landsturm-Tierarzt Bert T okay er, 20. Feldkanonenregiment. Deutsche Auszeichnungen. Der deutsche Kaiser hat vertiehen das Eiserne Kreuz 2. Klasse dem Oberstabsarzt 2. Klasse Dr. JuliusKulka: die Kriegerverdienstmedaille dem Oberjäger Ludwig Deutsch, Jägerbat. 26; dem Zugsführer Benjamin Anger mann, Fest.-Art.-Bat. 9: dem Rechnungsunterojfizier Moriz Gärtner, 3. ung. Ldw.-Jnf.-Reg. Auszeichnung eines jüdischen Kriegsfreiwilligen. Samstag, den 19. Februar 1916, fand in Klagenfurt die Eröffnung eines vom Roten Kreuz für Kärnten errichteten Sotdatenheimes in Anwesenheit vieler bürgerlichen und militärischen Würdenträger statt, bei welchem Anlasse der jüdische Kriegsfreiwillige-Kanonier Moritz Toch des Festungs-Artillerie-Regimentes Nr. 2 mit der silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet wurde. Die Eröffnungsrede hielt Fürst Orsini-Rosenberg» der die Gelegenheit wahrnahm, die tapfere Tat des gegenwärtig im Spitale weilenden Soldaten durch die öffentliche Schilderung zu ehren. Kanonier Toch hatte während eines Gefechtes Tele,- graphen- und Telephonleitung zu legen. Trotz heftiger Be-

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