Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 10 (3.3.1916)
- Date
- 1916-03-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 10 Dr. Bloch's Wochenschrift Seite 159 Regiment Nr. 8. Sandberg, Inhaber des Hamburg. Hanseaten- Kreuzes. Hellmuth Zweig, Gefreiter im Reserve-Jnsanteiie-Regiment Nr. 163. Heidelberg. Offiziers-Stellvertreter Ludwig Meyer. Heilbronn. Wilhelm Singer, Leutnant der Reserve im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 35. Herzfeld. Adolf G o l d s ch m i d t, Unteroffizier im Reserve- Infanterie-Regiment Nr. 130. Horb a. N. Willy Gideon, Vizefeldwebel der Reserve im Infanterie-Regiment Nr. 126, Inhaber der silbernen Militär-Verdienstmedaille, zum preußischen Offizier befördert. Ingolstadt. Mar Gut mann, beim 3. bayerischen Fußartillerie-Regiment, zurzeit verwundet in einem Lazarett in Cöln-Ehrenseld. Insterburg. M i r a u e r, Regierungs-Baumeister. Karlsruhe (Baden). Vizewachtmeister Dr. jur. Artur Levis. Unterarzt Willy Meyer (K.-I.-V.). Kissingen. ■ Unteroffizier L. Wolf. Königsberg i. Pr. Hans Hermann, Unteroffizier der Reserve bei der Futzartillerie-Batterie Nr. 423. Mar Friedländer. Kriegsfreiwilliger-Oberjäger Walter Landau, Reserve-Iäger-Bat. Nr. 15. Unterapotheker Arthur L o h d e. Stabsarzt Dr. R. S o - kolowsky. Stabsarzt d. L. Sanitätsrat Dr. Adolph Wollenberg und sein Sohn Feldunterarzt Hans Werner Wollenb e r g. Lessen. Unteroffizier Paul Grabowski. Lünen. Mar H e i n e m a n n. Mudan (Baden). Bat.-Arzt Dr. Franz Glaser. Mühlhausen. Julius Schäler, im 19. bayerischen Jns.- Regiment, auch mit dem Bayerischen Militär-Verdienstorden ausgezeichnet. München. Rabbiner Dr. Leo B a e r w a l d, Feldgeistlicher bei der 6. Armee, zurzeit beim Gouvernement Lille. Nürnberg. K. bayer. Kriegsgerichtsrat der aktiven Armee d. 5. Div. Dr. Martin A n g e r e r. Oberwesel. Theodor L i ch t e n st e i n. Bad Orb. Musketier Carl Lichten st ädter, zurzeit in einem Reserve-Lazarett. Posen. Dr. Mar Landsberg, Inhaber der Roten Kreuz- Medaille. Feldzahnarzt Mar Läufer. Pudewitz. Hermann Kiwi, Offiziers-Stellvertreter. Putzig, Assistenzarzt Dr. E i s e n st ä d t. Reichenbaä) i. V. Kriegsfreiwilliger Alfred Sachs. Nutz (Ostpreußen). Kriegsfreiwilliger Samuel S i e r o. Saalfeld. Unteroffizier Leopold Kuhn, 1. Landsturm-Fußartillerie-Bat. Sierakowitz. Die Brüder Einjährig-Kriegsfreiwilliger-Unteroffizier Willy Maschkowski, Unteroffizier Ernst Maschk o w s k i. Sturz. Mllsketier Georg I o s e f s o h n. Aas Judentum als wissenschaftliches Wroölem. Im Januarheft des „Neuen Merkur" ninunt der Jenenser Theologe Professor Dr. Willy Staerk in einem „Das Judentum als wissenschaftliches Problem" betitelten .Aufsatz Stellung zu der Frage der Eingliederung der jüdischen Wissenschaft unter die übrigen an unseren Hochschulen durch selbständige Lehrstühle vertretenen philologischen und historischen Disziplinen. Diese Frage ist in jüngster Zeit insofern in ein neues Stadiunl getreten, als eine Anzahl von Männern in akademischen Aemtern mitten in der Unruhe des Weltkrieges dem preußischen Kultusminister die Bitte vorgetragen hat, demnächst einen Lehrstuhl für jüdische Wissenschaft an einer philosophischen Fakultät zu begründen: bei dieser Gelegenheit wurde auf Frankfurt als den geeignetsten Ort für diese Neugründung hillgewiesen. Umso dankenswerter erscheint es, wenn nun von berufener Seite einem lveiteren Leserkreise in klarer ulld übersichtlicher Darstellung das Material zugänglich gemacht wird, das erforderlich ist, uin sich in der Frage der Anerkennung der jüdischen Wissenschaft als selbständiges Lehr- und Forschungsgebiet ein begründetes Urteil bilden zu können. Diesem Zwecke dient neben einem Hinweis ans das bisher von einzelnen christlichen und jüdischen Gelehrten Geleistete die Darstellung der nlannigfachen Aufgaben, deren Lösung nicht durch Einzelarbeit in der bisherigen Art, sondern nur von einer festell wissenschaftlichen Organisation zu erhoffen ist. Die Probleme und Aufgaben der Wissenschaft vom Judentum liegen auf drei Hauptgebieten der gelehrten Arbeit: auf sprachlich-literarischem, auf kulturhistorischem und religionsgeschichtlichem. Professor Staerk weist auf den Umfang des aufzuarbeitenden Materials hin, sowie auf die reichen Erkenntnisquellen, die sich dem Erforscher der antiken Kultur sowohl, wie des islamitischen und christlichen Mittelalters erschließen würden, sobald ein solides Fundament sprachlich-literaturgeschichtlicher Forschung es auch dem Fernstehenden ermöglichte, sich des in den jüdischen Quellen versteckten Quellenmaterials zu bedienen. Das Gleiche gilt für die. vergleichende Literatur- und Rechtsgeschichte, für das Gebiet der Volkskunde und insbesondere der religionsgeschichtlichen Forschung. Korrespondenzen. Das jüdische Rettungskomitee für Galizien beim Minister Hohenlohe. Gelegentlich seiner Anwesenheit in Lemberg empfing der Minister des Innern Prinz Hohenlohe außer der Vertretung der Kultusgemeinde auch eine Deputation des noch während der Jnvasionszeit ins Leben gerufenen Hilfskomitees für die jüdische Bevölkerung Galiziens. Die aus den Herren Qberlandesgerichtsrat Dr. Dresdn e r, Professor Dr. B r o m b e r g, Religionslehrer R u - benzahl und dem Advokaten Dr. Ringel bestehende Deputation, als deren Sprecher Professor Bromberg auftrat, überreichte dem Minister ein sehr eingehend verfaßtes Memorandum über die mißliche Lage der durch den Krieg am schwersten betroffenen jüdischen Bevölkerung, verwies auf die Notwendigkeit einer weitgehenden Fürsorgeaktion für die jüdischen Kriegswaisen, Kinder, deren Väter teils auf dem Felde der Ehre gefallen, teils als Geiseln verschleppt worden sind, während die Mütter oft von epidemischen Krankheiten dahingerafft wurden. Außerdem legt das Memorandum Gewicht auf eine ausgiebige Unterstützungsaktion für die zurückkehrenden Flüchtlinge und für diejenigen jüdischen Bürger, deren Hab und Gut zerstört wurde. Der Minister erwiderte in einer längeren Ansprache, daß er Gelegenheit hatte, sich von der großen Notlage der jüdischen Bevölkerung zu überzeugen, und das Möglichste tun wolle, um den im Memorandum enthaltenen Postulaten gerecht zu werden. Als die Deputation dem Minister für sein freundliches Entgegenkommen den Dank aussprach, wehrte derselbe mit den Worten ab, daß er den Dank erst nach Erfüllung der vorgebrachten Wünsche entgegennehmen wolle. Prinz Hohenlohe verwies zum Schlüsse auf die Zeit seiner Amtstätigkeit in der Bukowina, wo es stets sein Streben war, den Staatsgrundgesetzen auch im Hinblicke auf die volle Gleichberechtigung der jüdischen Bürgerschaft volle Geltung zu verschaffen, und verabschiedete sich in herzlicher Weise von den Mitgliedern der Deputation. B . . . f. Abrechnung nach der Russeninvasion. (Aus dem Mittagblatt d. „Neuen Wr. Journal" vom 25. Februar 1916.) Aus Przemysl wird' uns berichtet: Eine Verhandlung vor dem hiesigen Kreisgerichte, die vier Tage dauerte, warf ein merkwürdiges Licht auf die Verhältnisse, die während und mach der Russeninvasion geherrscht haben. Der Sachverhalt ist folgender: Die Russen kamen im August 1911 nach Rybotycz bei Przemyst und begannen vor allem die jüdischen Häuser zu plündern, wobei sie in der dortigen Bevölkerung Teilnehmer fanden. Als einige Zeit hernach unsere Truppen zurückkehrten, fingen die Geschädigten an, das ihnen geraubte Gut ans den