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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-25 · 9 (25.2.1916) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
9 (25.2.1916)
Date
1916-02-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9 Tr. Bloch's Wochensäsrift Seite 137 Assistenzarzt Dr. Viktor P o l l a k, im Frieden Zivilarzt in Wien, steht seil Kriegsbeginn im Felde und widmet all sein Wissen und Können bcn verwundeten und kranken Soldaten, denen er ein wahrer Freund und Berater ist. Er war anfangs bei einem Feldkanonenregünent eingeteill und erhielt für seine aufopferungsvolle, keine Gefahr scheuende Tätigkeit das Signum laudis anr Band'e der Tapferkeitsmedaille. Dr. Pollak wurde dann einer Divisions-Saniiätsanstalt zugeteilt und leistete als- Arzt während der größten Jfonzokämpfe, oft unter heftigstem Artilleriefeuer, Außerordentliches. Er arbeitete unermüdlich bei Tag und Nacht mit der größten Hingebung. Die neuerliche allerhöchste belobende Anerkennung (silbernes Signum laudis,', die ihm zuteil wurde, fei ein Zeichen der Dankbarkeit, die ihm die Gesellschaft für seine aufopferungsvolle Tätigkeit schuldig ist. Kais. Rar Hermann S t r a ch lvurde durch Verleihung des Ritterkreuzes des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet. Rudolf Biheller, kgl. ung. Rechnungsunteroffizier 1. Klaffe, eingerückt feit 1. August 1914 beim kgl. ung. Ldst.-lHonved-Jnfanrerieregiment Nr. 16, har die ganze Beschießung von Görz, besonders am 18. und 19. November 1915, iltitgemacht. Bei einer Arbeiter-Abteilung zugeteilt, hat er durch feine Umsicht und Kaltblütigkeit an den genannten Tagen viel dazu beigetragen, daß der Abteilung, trotz der großen Gefahr, in der sie schwebte, kein Schaden zugesngr wurde. Für dieses Verhalten lvurde er mit der bronzene 'Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Friedrich H a a s, Leutnant d. R. des Infanterieregiments Nr. 38, Sohn des Spediteurs Albert H a a S in Oderberg, wurde im Juli v. I. am Plateau von Doberdo verwundet und erhielt für fein tapferes Verhalten vordem Feinde die silberne Tapserkeitsmedaille 1. Klaffe. Artillerieleutnanr Artur Rosenthal, Sohn des kaiserlichen Rares Josef Rosenthal, wurde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Otto Schwenda, Bankbeamter, Landsturm-Kadett, erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klaffe. Tr. Franz Klein, Assistenzarzt, 102. Jnf.-Reg., wurde init dem Signum laudis ausgezeichnet. JUTr. F. L ö b l, Oberleutnant im Jnsanterier.'giment Nr. 54, erhielt das Militärverdienstkreuz 3. Kl. mit der Kriegsdekoration. Der vierte Sohn der Familie C. B o j k o, Kadett Rudolf Bojko, der als Kriegsfreiwilliger im Felde steht, lvurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Herr Walter Groß mann, Sohn des Herrn Siegmund Grchßmann, Chef der Firma S. Großmann & Co. in Wien, 7. Bezirk, Kaiserftraße 89—93, wurde infolge eines erfolgreichen Sturmangriffes an der besfarabischen Grenze außertourlich zum Fähnrich ernannt und mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Landsturm-Gefreiter Bernhard P e r e l s, Sohn des Beamten der ifr. Kultusgemeinde Samuel P e r e l s, kommandiert im Bureau Seiner k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Franz Salvator, erhielt taxfrei die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration. Hauptmann Ir. Siegmund Iesris. Dr. Siegmnnd Defris ist als Leutnant cingerückt, wurde während der Kriegsdauer Oberleutnant und ist nun zum Hauptmann ernannt worden. Sin ruhmreicher Hag der Budapeker Honveds. In den Tagen der blutigen Kämpfe von Rarancze hat Feldmarfchallcutnant Höfe r in seinen Berichten die 29 er und 30 er Honveds erwähnt, Regimenter, die sich beide aus Budapest und Umgebung ergänzen. Ihr Ruhm ist der Ruhm der Hauptstadt Ungarns. Im „Pester Lloyd" ooiu Samsrag, den 19. Februar, wird über diese Heldentage der Regimenter berichtet: Am 19., früh uni 5 Uhr, begann tms TrommAstuer des Feindes wieder, uns das Bataillon stellte sich als Reserve hinter ein anderes Regiment. Hier griffen die Russen nach fürchterlich wirkendem Trommelfeuer um 9:/.t Uhr in Sechzehnerreiheu an. Znzwischen gelang es den Russen, in unsere Stellungen eiuzudringen. Zuerst richtete die Kompagnie des Reserveleutnants Reich einen Gegenangriff, der sich zu einem erbitterten Rahiampf entwickelte. Leutnant Reich fand gleich zu Beginn des Gefechtes den Heldentod. Fähnrich Hathazy stürzte mit heldenmütiger Lnlschlossenheit seinem bedrängten Kameraden zu Hilfe. Eine Gewehrkugel verwundete auch ihn. Ter wütende Kampf erreichte feinen Höhenpunkt. Die Russen überschwemmten mit nicht abnehmender Heftigteit mit ihren schweren Granaten unsere Grüben, sich nicht darum kümmernd, daß auch ihre eigenen Leute zugrunde gingen. Sie schonten die Mannschaft nicht. Line Sturmkolonne nach der anderen drang vor, um unsere Stellungen endgültig zu durchbrechen. Zn diesem blutig ernsten Augenblick rückte eine Kompagnie des Bataillons, mit Oberleutnant Geza Lsaszar an der Spitze, zum Sturm vor und es folgte ihm unmittelbar der in seiner Ruhe unerschütterliche Oberleutnant Alexander Vekes mit seiner Kompagnie. Bor den Gräben angelangt, riefen Leutnant Geza Csaszar und Kadett Georg Revesz mit kräftiger Stimnie ihren Soldaten zu: „Uns nach, Zungen! Vorwärts. Ungarn!" Leutnant Csaszar und Kadett Revesz sielen aber sofort. von je einer Kugel getroffen, blutend zurück. Zn demselben Augenblick traf Oberleutnant Betes mit seiner Kompagnie vor den Gräben ein. Lin blutiges, unerbittliches Handgemenge nahm seinen Anfang. Unsere Honoeds stürzten sich zuerst mit dem Bajonett, bann mit bem Fotos auf den Feind, der bald die Flucht ergrifj. Lin Teil des Feindes aber legte die Waffen in den Gräben nieder. Zn diesem Kampfe zeichnete sich namentlich der Teiephonist- Zugssührers Lugen Pollak aus. Als er bemerkte, daß bei einer Kompagnie die Offiziere und Unteroffiziere verwundet wurden, verließ er das Telephon, sprang hervor und übernahm selbst das Kommando. Als erster sprang er in die Stellung, erbeutete das Maschinengewehr der Russen und zwang dann mit seinen Leuten die in diesem Grabenstück zurückgebliebenen Russen zur Wassenstreckung. Diese blutigen Tage werden ein ewiges Denkmal des Budapester Honved-Regimentes bilden. Allein kämpfte das Regiment gegen mehr als vier russische Regimenter, und nach dem Kampfe war die Zahl der vor ihren Stellungen liegenden 'feindlichen Leichen ebenso groß, wie der Stand des Regimentes selbst. Commm der Bericht iw „Pester Lloyd". Wir haben nur hinznzufügeu, daß Kadett Georg Revesz und der TelephonZi Zuge führe r Engen Pollak Juden sind. Große sttöerne Uapferkeitsmedarü'e. Andor Berge r, Kadett im Infanterieregiment 39, welcher feit 1. Oktober auf der Hochfläche von Doberdo ständig in der Feuerlinie als Abteilungskommandant Dienst leistet, lvurde mit der silbernen Tapserkeitsmedaille 1. Klaffe ausgezeichnet. Andor B e r g e r, dessen Vater, Isidor Berger, Großpüchter in Paszto ist, befindet sich auch gegenwärtig auf dem Kriegsschauplätze. Tr. ZAndor Aczäl, Fähnrich im Jügerbaraillon Nr. 24, Sohn des Kaufmannes Max Spitzer in Felegyhaza, welcher bereits Besitzer der silbernen Tapferkeitsmedaille war, erhielt fetzt die silberne Tapserkeitsnredaille 1. Klaffe. Ludwig R o b o z, Sohlt des Budapefter Kaufmannes Ignatz R o t h, Kadett im bosn.-herz. Infanterieregiment Nr. 1, wurde auf deni^ russischen Kriegsschauplätze mir der großen silbernen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Eugen Mar ton, Fähnrich im Honved-Jnfanlerieregimenl Nr. 20, Sohn des Salamon M a r t o n in Mmd-Szent-Kal lKomitat Zala), wurde für fein an der beffarabifchen Front bekundetes heldenmütiges Verhalten vor dem Feinde mit der kleinen und großen silbernen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. _ «„Egyenlöseg."-

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