Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 9 (25.2.1916)
- Date
- 1916-02-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Sette 136 Dr. Bloch's Wochenschrift Sir. 9 d. R. Maximilian M a r k b r e ir e r und Zugsführer Benjamin Stern, J.-Äi. 44; San.-Kadetr d. R. Ludwig G urt mann und Einj.Hreüv.-Korporal Emanucl Tauszig, J.-R. 32; Zugsführer Simon Mandl, Sapp.^Bar. 11; Fähnrich d. R. Marek Sonnenf ch e i n und Korporal Adolf Fallender, Ldw.-iI.-R. Nr. 18; Infanterist Samuel Adler, 31. ung. Ldw.- Jnf.-Reg.; Fähnrich d. R. Jakob Grünfeld, 28. ung. Ldw.-ßnf.-Reg.; die bronzene Tapfer teils medaille erhielten: Gefreiter Israel Katz, Jnfameristen Jakob Distler und Jakob Sch läng er, IRR. 20; Einj.-Freiw.- Feldwebel Oswald Doller und Infanterist Davit, Hirschberg, J.-R. 95; Einj.-Freiw.-Tii.-Feldwebel Siegmund Stein, Korporal Matias Grünberg, Gefreiter Sam. Benczedi und Inf. Aaron Biro, J.-R. 82; Fähnr. d. R. Alfred Frankl, reit. Art.-Div. 2; Inf. Jakob Ruthe n, J.-R. 15; Zugsf. Markus L i n e s y, Tel- Reg.; die Feldwebel Josef Afchkenas e, Abraham H, hn rne r, Korporäle Maximilian Kling er und Simon Ell ing, Tit.-Defreiter Oskar Braun, J.-R. 95; Zugsführer Pinkas Fried und Korporal Israel Grüder, J.-R. 55; Kompagnie-Hornist Abraham L e i t n e r, J.-R. Nr. 15; Einj.-Freiw.-Zugsführer Hersch Elner, J.-R. Nr. 58; Fähnrich d. R. Heinrich Beral und Einj.-' Freiw.-Zugsführer Rudolf Wein stock, J.-R. 4; Kadett d. R. Eugen F r ä n k e l und Kanonier Johann P o l l a k, Geb.^Kan.Oiv.; Stabsführer Moses Loboncz, J.-R. Nr. 64; Einj.-Freiw.-Gefreiter Markus Mandl, J.-R. Nr. 47- Sappeur Jakob Schwarz, Sapp.-Bat. 3; Infanterist Selig W r o b e l, J.-R. 57; Gefreiter Max D cutscher, J.-R. 47; Fähnrich! d. R. Wilhelm Eiben schütz, J.-R. 14; Korporal Aaron Kramer, J.-R. 15; Korporal Samuel Mark, J.-R. 63; Korporal Samuel Hutter, J.-R. 63; Zugsführer Jakob iGe lle r, Korporal Hersch Lackstein und Infanterist Fischet Labes, J.-R. Nr. 58; Rechn.-Unterofsizier Markus Krausz, Traindivision 5; Zugsführer Ludwig Grünberger und Ofsiziersdiener Jakob Schütz, J.-R. 6; Feldwebel Alter Kon reich, Korporal Oskar Reiß, Gefreiter Samuel Blumenkranz, die Infanteristen Israel Weinstein und Simche Bisgaje, Ldw.-Jnf.-Reg. 17; Korporal Jonas Liebermann, Ldw.-Jnf.-Reg. 18; Blessiertenträger Isaak Wind stahl, Ldw.-Jnf.-Reg. 32; Einj.- Freiw.-Korporal Simon Berkovics, 12. ung. Ldw.- Jnf.-Reg. Vorstehend sind verzeichnet: 1 Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens, 4 Militärverdienstkreuze 3. Klasse, 24 Signum laudis, 5 goldene Verdienstkreuzc mit der Krone, 9 goldene Verdienstkrcuze, 27 silberne Vcrdienstkreuze mit der Krone, 3 silberne Verdienstkreuzc, 9 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 29 silberne Tapfcrkeitsmedaillen 2. Klasse, 48 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusammen 159 Auszeichnungen; hiervon 49 an Offiziere des Sotdatenstandes, 17 an Militärärzte und Militärbeamte und 93 an Personen des Mannschaftsstandes. ßHret unsere gefallenen Ketden. (Ein Appell an die Kultusgemeinden der Monarchie.) Vor einigen Wochen erschien in den Spalten dieses Blattes ein trefflicher Aufruf des Herrn Oberkantors Heller in Brünn, der es den Kultusgemeinden nahelegte, den Todestag unseres Lehrers Moses (7. War) als ständigen Jahrzeittag für die im Weltkriege gefallenen /jüdischen Offiziere und Soldaten der österreichischiungarischen Armee festzusetzen und an diesem Tage alljährlich eine Seelenfeier im Gotteshause zu veranstalten. Im Rummel der Tagesereignisse scheint diese Anregung, die unzähligen Glaubensgenossen aus dem Herzen gesprochen war, nicht die gehörige Beachtung gefunden zu haben. Da nun der Termin für das Heujahr (12. März) rn unmirtelbare Nähe gerückt erscheint, ergeht der neuerliche eindringliche Ruf an unsere Gemeinden, vor allein an jene am Sitze der größeren Militärkommanden, ungesäumt das Nötige veranlassen zu wollen, damit diese Torenfeier schon im heurigen Jahre statrsinde. Selbstverständlich soll überall rechtzeitig eine offizielle Einladung an das zuständige Militär- und Stationskommanoo, an die politische Behörde, eventuell auch an die im Orte befindlichen Ersatzformationen, selbstredend auch an die ganze Gemeinde, ergehen. Seitens der Vorstände der Kullusgemeindcn in Wien und Budapest müßten die Einladungen auch an das k. u. k. Reichschkriegsministerium und an die beiden Landesverteidigungsministerien ergehen. Auch sollen die Gemeinden den diesbezüglichen Beschluß inj)cr allgemeinen und jüdischen Presse bekanntgebeu. Wo es angeht, werden ähnliche Feierlichkeiten gewiß auch von den Feldrabbinern bei der Armee im Felde aoge-.' halten werden. In kleineren Gemeinden wird es den Seelsorgern nicht schwer sein, die Namen der gemeindezuständigen, auf dem Felde der Ehre gefallenen Helden von der Kanzel zu verlesen. Solche Feierlichkeiten, überall mit entsprechender Würde veranstaltet, werden nicht nur das Andenken unserer Toten würdigen, sondern auch zur Ehre des Judentums beitragen. I. B . . . . Weitere Auszeichnungen. Stabsarzt Dr. Karl Brenner entstammt einer bekannten Familie in Stanislau, die sich besonders auf jüdischchcharirativem Gebiete einen großen Ruf erworben hat. Dr. Brenner war vor dem Kriege Chefarzt des Landwehr-Infanterieregimentes Nr. 32 und wurde als solcher airläßlich glücklich durchgesührler Maßnahmen bei Bekämpfung einer Infektionskrankheit mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet. Im August 1914 rückte er als Kommandant einer Jnfanterie- Divisions-Sanitätsanstalt ins Feld ein urrd wurde schon im Oktober 1914 Sanitälischef dieser Division. Nach der Schlacht bei Krakau im Dezember 1914 erhielt er als Anerkennung seiner vorzüglichen und aufopferungsvollen Tätigkeit das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens. Während der Kämpfe der Mai-Offensive halte er oft Gelegenheit, auch unter den schwierigsten äußeren Verhältnissen, verwunderen Soldaten ärztliche Hilfe zu leisten. Als während des Gefechtes bei Wielopole ein Blessiertenwagen, in dem vier Schwerverletzte lagen, von der feindlichen Artillerie unter Feuer genommen wurde und die Pferde mir dem Wagen durchgingen, überlegte Stabsarzt Dr. Brenne r keinen Augenblick, trotz schwersten Artilleriefeuers selbst den Pferden in die Zügel zu fallen und niil Hilfe einiger anderer braven Soldaten Verwundere und Wagen in Sicherheit zu bringen. Für diese schöne Tar wurde er mit dem Ehrenzeichen 2. Klasse mit der Kriegsdekoration ausgezeichnet. Als die Division nach dem südwestlichen Kriegsschauplätze verschoben wurde, leitete auch hier in dem schwierigen Kampfterrain des Doberdoplareaus Stabsarzt Dr. Brenner den sanitären Dienst. Er dirigierte oft selbst den Verwundetenabschub von den Hilfsplätzen zum Verbandsplatz, unterstützte feine Aerzte in ihrer, schweren Arbeit und gab ihnen allen während der drittelt und vierten Jsonzoschlacht ein schönes Beispiel treuester Pflichterfüllung den Verwundeten gegenüber auch dann, wenn die Arbeit im Gewehr- und Artilleriefeuer getan werden mußte. Zur Freude aller ihm unterstellten Aerzte wurde ihm entsprechende Anerkennung zuteil: er erhielt als dritte Auszeichnung im Kriege, die allerhöchste belobende Anerkennung (Signum laudis) am Bande des Militärverdienstkreuzes.