Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 8 (18.2.1916)
- Date
- 1916-02-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Ente 124 Dr. Bloch's des dort Ruhenden in Hebräischer und deutscher Sprache ersichtlich wären. Die Täfelchen, die sich auf der jüdß. schen Heldenabteilung des Wiener Zentralfriedhofes befinden, könnten da als Muster dielten. Zweifellos wird auch die Militärverwaltung, wenn an dieselbe herangetreten wird, zu den Kosten beitragen. — Wenn dann die Friedensglocken eingeläutet werden, wird es sicherlich nicht an patriotische denkenden jüdischen Bürgern fehlen, die siche zwecks Errichtung eines größeren gemein-; sarnen Monumentes für unsere — Kidusch h äschern — gestorbenen Brüder zusammenfinden werden. Andere Gemeinden in Galizien werden gewiß 'dem Beispiele der Hauptstadt folgen und auf ihren Friedhöfen das Andenken der Gefallenen in ähnlicher Weise zu ehren bestrebt sein. B. . . k. Aus seröischcr Kriegsgefangenschaft HeiwgekeHrt- Albert Weiß, Honved des Honved-Jnfanterieregimentes, ist am 21. Januar aus serbischer Kriegsge-> fangenschaft zu seinen Eltern heimgekehrt. Seine Familie hatte ihrr bereits für tot gehalten, da sie von ihm eirr volles Jahr kein Lebenszeichen erhalten hatten. Er war am 13. Januar 1915 in Gefangenschaft geraten. Die Serben hatten ihn — wie „Egyenlöseg" berichtet — aller seiner Habseligkeiten beraubt, schlugen und mißhandelten ihn, weil er sich weigerte, seinen geliebten König, wie sie es von chm verlangten, zu schmähen. Er hatte viele Leiden durchzumachen, unter anderem and) die fürchterliche Flecktyphuskrankheit. Bei seiner Flucht waren ähm die Arnauten behilflich, welche ihm ihre Kleider zur Verfügung stellten. Er war bis zum 4. Februar d. I. beurlaubt und wurde dann wieder in sein Regiment eingereiht. Außer chm kämpfen noch feine fünf Brüder auf den Kriegsschauplätzen, genauer genonnnen, nur mehr drei, da der eine bereits an der italienischen Grenze den Heldentod gefunden hat, und der andere bei der Uebergabe von Przemysl in russische Gefangenschaft geraten ist. Albert Weiß erzählte aus seinen Erlebnissen unter anderem auchdaß in Valpovo neben ihm ein Honved aus Budapest namens Adolf Weiß, im zivilen Beruf Drogist, den Heldentod starb, und in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurde. Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 5421 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer 99, zusammen 5520. Das Eiserne Kreuz 2. Klage Alsheim. Unteroffizier Moritz Maier. Afchaffenburg. Albert Simon, Reisender der Firma W. Solinger & Co., zurzeit im Felde, wegen hervorragender Tapferkeit vom Kaiser eigenhändig überreicht. Berlin. Dr. Willy Alerander, zurzeit Stabsarzt im F. Unteroffizier Oskar E l s h o l z. Unteroffizier d. L. Franz Fröhlich, Beamter des Notariats Dr. Meidhinger. Schiffahrtsdirektvr Jakob Hecht, Beirat b. d. Gouvernements-Intendantur Antwerpen. Gefreiter Bruno Jacob. Frauenarzt Dr. Georg Lifsauer. Karl Mandowsky, Feldzahlmeister bei einer Proviantkolonne im Osten. Martin Marcus (Herzl-Klub), es wurde chm in einem Berliner Lazarett vom Kaiser persönlich überreicht. Kriegsfreiwilliger Oskar Moses. Unteroffizier Leo P i n c u s, Referendar, im Infanterie-Regimen^ Nr. 24. Ernst Plachta, Diplom-Ing. Dr. Ing. Adolf Riefe, Baumeister. Chauffeur Unteroffizier Hermann Rosenberg, Angest. d. Ullsteinhauses. Unteroffizier David Samuel. Dr. Jsmar Sokolowski, Assistenzarzt in echem bayerischen Infanterie-Regiment. Unteroffizier Heinrich Struck, Maschinensetzer d. Ullsteinhauses. Kriegsgerichtsrat Ferdinand Marburg. Leutnant d. L. W o l f f e n st e i n, Fabrikbesitzer. Referendar Franz F r e u d e n t h a l, R. d. E. K. 1. Klasse. Dr. Curt Heilbronn, Bataillvnsarzt beim 65. Infanterie-Regiment. Dr. Walter Levy, Oberarzt in einem Feldlazarett. Berlin-Lichterfelde. Kriegsfreiwilliger Oberjäger Hermann Strauß. Wochenschrift Ar. 8 Berlin-Schöneberg. Vizefeldwebel Ernst Neumann. Chirurg Dr. Hans P l a st e r k. Berlin-Wilmersdorf. Offiziers-Stellvertreter Dr. Leonhard Frank, Chemiker a. Mediz. Amte d. St. Berlin. Rechtsanwalt Dr. Ludwig Hamburger, Hauptmann in einem Reserve-Jnf.- Regt., die Auszeichnung wurde ihm vom Kaiser persönlich überreicht für tapferes Verhalten im serb. Feldzuge. Vigg« in Westf. Unteroffizier Julius Stern. Breslau. Sanitätsrat Dr. Felir Finder, Chefarzt eines Lazarettzuges. Gefreiter Herbert Schneidemann. Vückeburg. Oberjäger d. R. Siegfried B e n a r i o, Inhaber des Schaumburg-Lippe'schen Verdienstkreuzes. Vurgsteinfurt i. W. Vizewachtmeister Julius Steinmann, im Infanterie-Regiment Nr. 159. Charlottenburg. Gefreiter Leo Cohn. Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Georg H i r s ch b e r g. Landsturmmann Hermann I a - c o b. Unteroff izier Fritz Türk, Kaufmann. Cöln. Arthur Mendel, Vizewachtmeister der Fußartillerie, 24 Jahre (gefallen). Darmstadt. Rabbiner Dr. Italiener, Feldgeistlicher. Driesen (Neumark). Kriegsfreiwilliger Cäsar Bau mann. Emden. Willy Pollak. Erfurt. Gustav Wachtel, Feldwebel bei den Minenwersern. Eydtkuhnen. Referendar Bernhard Freidberg, Unteroffizier im Feldartillerie-Regiment Nr. 101. Filehne. Salli D o b r i n e r, bei der Radfahrerkompagnie 154 von Platen. Frankfurt a. M. Gefreiter S. Grünebaum, Landwehr- Fußartillerie-Regiment Nr. 10. Gerichtsassissor Dr. Mar Michel, Feldmagazin-Inspektor bei einer Landwehr-Div. im Westen. Offiziers-Stellvertreter Hugo M o r ck, Inhaber der Württembergifchen Verdienstmedaille. Leuth. Rothschild, Leutnant der Reserve. Mar W r o n k e r. Gailingen (Baden). Dr. Siegmund Heilbronn, Assistenzarzt bei einer Eisenbahnkompagnie. Eleiwitz. Unteroffizier Paul Glück. Grätz (Posen). Unteroffizier Arthur W a r t s k i, R. d. E. K. 1. Klasse. Groß-Wartenberg. Vizefeldwebel der Reserve Mar T a r - rasch. Halle. Hermann L i ch t e n st e i n, Gefreiter im Infanterie- Regiment Nr. 188. Hamburg. Arnold B e r n st e i n, Leutnant im Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 17, Inhaber des Hamburg. Hanseatenkreuzes. Oberarzt der Reserve Dr. Richard K a y s e r, in der Kriegslazarett-Abteilung 1 des 4. Armeekorps, Inhaber des Hamburg. Hanseatenkreuzes. Walter Maaß, Inhaber des Türk. Eis. Halbmondes und des Hamburg. Hnnseatenkreuzes. Unteroffizier der Reserve Hermann Nathan, im Infanterie-Regiment Nr. 43. Cäsar Salomon, Offiziers!-Stellvertreter im Landwehr-Infanterie- Regiment Nr. 55, Inhaber des Hamburg. Hanseatenkreuzes. Ludwig S u ß m a n n, im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 266. Garnisonsarzt Dr. med. Ludwig G o l d s ch m i d t, bei einem Etappen- Kommando. Heidelberg. Assistenzarzt Berth. Fuchs. Reservist A. Silbe r m a n n. Heinrichsdorf (Kreis Schwetz). Unteroffizier der Landwehr Bukofzer, in einem Reserve-Fußartillerie-Regiment. Hohensalza. Kriegsfreiwilliger cand. med. Feldunterarzt Hans Librowicz. Karlsruhe (Baden). Unteroffizier der Reserve Friedmann, 2. Komp., Reserve-Jnfanterie-Regiment Nr. 110. Referendar Mar Glaser, Leutnant der Reserve, am 20. Januar 1916 gefallen. Assistenzarzt Dr. Mar O r n st e i n, Inhaber des Bad. Zähr. Löwenordens 4. Klasse. Kattowitz O.-S. Vizefeldwebel Georg Bock. Kriegsfreiwilliger Ewald H o h e n st e i n. Kirchheimbolanden. Unteroffizier der Reserve Jean Freund von der Haide, beim 22. bayerischen Reserve-Jnfanterie-Regiment. Bad Kissingen. Sanitäts-Unteroffizier Fritz D e s s a u e r, Stadtgärtner. Kreuznach. Dr. med. Otto Vogel, „Spreviae", Oberoeterinär in der Proviantkolonne 1 des 21. Armeekorps. Landeshut. Gefreiter Bernhard Feige. Lauterbach (Hessen). Salli Strauß, Vizefeldwebel im Reserve-Jnfanterie-Regiment Nr. 8. Liegnitz. Herbert Hirsch, Unteroffizier im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 18. Löwen i. Schles. Ludwig S ch ü f t a n. Magdeburg. Leutnant der Reserve Siegfried K a tz m a n n, Referendar. Mainz. Kraftfahrer Ludwig Maas. Mannheim. Feldwebel-Leutnant Mar H e n f ch e l. Meckesheim b. Heidelberg. Ernst E i s e m a n n, Vizefeldwebel im 20. bayerischen Infanterie-Regiment, Inhaber des Bayerischen Militär-Verdienstordens 2. Klaffe. Metz. Fritz Levy, Vizefeldwebel der Reserve im 8. bayerischen Infanterie-Regiment.