Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 7 (11.2.1916)
- Date
- 1916-02-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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:»h. 7 Tr. Bloch's Wochenschrift Snt-' 105 nenschein, k. u. k. Infanterieregiment 55: Moritz W e i ß, k. u. k. Infanterieregiment 37; Alexander (>j r n nf e l d, Honved-Jnfarrterieregiment 12: Tobias Mittelm a n n, k. u. k. Infanterieregiment 66: Aladar F r i e d, k. u. k. Infanterieregiment 83: Franz Berger, k. n. k. Infanterieregiment 25; Beta Wetzl er, Honved-Jnfanterieregiment 13: Simon Wanndstock, k. u. k. Infanterieregiment 89; Sigmund Stark, k. u. k. Infanterieregiment 87: Lazar Schleien, k. u. k. Infanterie-» regiment 24: Nathan Kebsi, Kanonier;FranzKransz. k. u. k. Infanterieregiment 74: Chajim Schächter, Kriegsarbeiter aus Przemysl: ein Unbekannter. Die Chewra-Kadischa von Miskolcz hat den verstorbenen Helden den schönsten Platz auf dem jüdischen Friedhöfe für Ehrengräber gewidmet, welch' nach Schluß des Krieges durch ein schönes Denkmal geziert iverden sollen. Km beherzigenswerter Aefehk. Feldrabbiner Hermann S t r a u s z in Miskolcz hat an das Kommando des Ersatzbataillons des Honved-Jnfanterieregiments 10 in Miskolcz die Bitte gerichtet, denjenigen jüdischen Soldaten in dem Bereiche des Kommandos, welche nur rituelle Kost genießen wollen, dies durch Ausfolgung des Menagegeldes zu ermöglichen. Wie der genannte Feldrabbiner dem „Egyenlöseg" mitteilt, erhielt er auf sein Ansuchen unter Zahl 2824/1915 ditz folgende Erledigung: „In Beantwortung Ihrer gesch. Zuschrift teile ich Ihnen mit, daß ich den in dem Ihrer Zuschrift beiliegenden Namensverzeichnisse Angeführten die Auszahlung des Menagegeldes bewillige, jedoch mit der Bedingung, daß ich in jedem einzelnen Falke, in dem ich mich überzeuge, daß der betreffende Soldat nicht rituell sich verköstigt, denselben die weitere Auszahlung einstellen werde. Putnoky, Major/' Kin Feldpostbrief. Feldpost 6, am 31. Januar 1916. Sehr geehrter Herr Redakteur! Gestern — Sonntag-Nachmittag - hielt ich Gottesdienst ab bei einem meiner Regimenter, dessen zahlreiche jüdische Mannschaft aus Galizien sich rekrutiert. Nach dem Gottesdienste teilte ich der Mannschaft mit, daß ich einen jüdischen Honved zu bestatten habe, der im hiesigen Fcldspitale an den Folgen eines Kopfschusses verschied. Natürlich waren sie alle bereit, dem Heldenbruder die letzte Ehre zu erweisen. Ich ließ sie Aufstellung nehmen und im geschlossenen Zuge marschierten wir auf den Friedhof. Einen Anblick eigenartigen Reizes bot diese jüdische Kompagnie, diese bärtigen Pejes-Juden. Ich hatte meine wahre Freude daran. Am Friedhose angelangt, mutzten wir auf das Eintreffen des Leichenwagens warten. Ich unterhielt mich mit den Soldaten und bemerkte, datz einer nach dem anderen unsere Gruppe verlietz, um — wie es schon bei uns Juden üblich ist .— eine zweite Gruppe zu bilden. Wie habe ich doch später diese Annahme bereut. Nach kurzer Zeit kehrten sie alle zu uns zurück, einer von ihnen mit einer Handvoll Geld, der mir folgendes sagte: „Herr Rabbiner, wir bitten Sie, diese 100 Kronen, die wir unter uns gesanunelt haben, zu je 50 Kronen an zwei Frauen, Witwen unserer gefallenen Kameraden, zu senden. Schreiben Sie ihnen auch, datz wir jeden Monat diesen Betrag senden werden und sie mögen uns die früher geschickten Beträge bestätigen." Was ich da empfunden habe, kann ich nicht niederschreiben und ein Kommentar ist übrigens überflüssig, aber mit aller Kraft will ich ausrufen: „Höret es und merket es euch, ihr „Antisemiten und andere Israeliten", das ist der polnische Jude!" Feldrabbiner Dr. B. D i a m a n t. Aas Kraö eines Wabbinersohnes. Das „Lentberger Tagblatt" erhielt von dem unermüdlichen Mitgliede des jüdischen Rettungskomitees Religionslehrer David R u b e n z a h l nachstehende Zuschrift: „Meine Reise im Interesse der Hilfsaktion führte mich durch die Bezirke Stryj-Dambor und auf dem Wege zwischen Chyrow und Felsztyn, zwischen vielen Gräbern, fand ich ein Grab mit einer Inschrift, ans welcher bezeichnet steht, das der dort Ruhende ein jüdischer l ebner namens I e s a i a s, Sohn des Rabbiners von D d e s s a, „starb für den Ruhm der russischen Waffen (60. Samoszer Reg., 8. Komp. Ich bitte davon Notiz zu nehmen, um vielleicht auf diesem Wege die Angehörigen des Bereivigtcn von dem Grab in Kenntnis zu setzen." Auszeichnungen jüdischer Krieger mit dem Eisernen Kreuze. Bisher wurden 5376 mitgeteilt, in der vorliegenden Nummer -15, zusamme r 5421. Aacsen. Dr. med. Richard Schuster, „Licariae". Assistenzarzt b i der Minenwerferkompagnie 16. Boden-Baden. Dr. med. Hugo B e i s s i n g e r, „Badeniae Bavariae", Asjistenzarzt im Feldlazarett 6 des 14. Armeekorps. Berlin. Henry Auerbach. Inhaber der Blusen- und Kleider Konfektions-Firma Juäus Kaufmann, gleichzeitig zum Leutnant befördert. Otto B l u m st e n g e l, Unte.offizier, Mita.b iter der Fi.ma Eisnec Ehemann. Bruno Dannenberg, Unteroffizier im 20. Infanterie-Regiment. Dr. Ing. Eduard G l a > e r. „Licariae", Bizrwachtmeister im 14. Fusta.li lern-Regiment. Unteros,izier Richard Kohnke, gefallen. Fritz K r e m m, „Sprcviae Ghibelliniae", Gefrei.ec in cinenl Pionier-Regiment. Erich Löwen heim, ttntero/i-ier bei einem Te'.egraphen-Bat. Hans Spiegel, cand. med. dent., „Spreviae". Bizewachtineister im 3. Garde-Ulanen- ReZment. Gefreiter Leopold Stargardter. Dr. Siegfried Blob, bei tineni Militärgenesungsheim. Erich B onnwit l, Bizewachtmeister bei einer Munitionskolonne. Berkin-Alimoabi'. Oberarzt Dr. Paul G u t m a n n. Beriin-Wilmersdocz Kliegssreiwillige.-Gefieiter We ne. Lesz I) n s k i. Breslau. Bizefeldwebel Mar Jakob. Dr. Ludwig K a l i s ch e r, Führer des Stadtseuchentrupps Wilna. Dr. P a w e I, Fesdarzt in einem Kriegslazarett. CharG1te»bur5. Dr. Albert Citron, zurzeit Etappe.larzt an einem Kriegslazarett. Siegfried D o b r i n, „Badeniae Bavariae. Spreviae", Feld-Zahnarzt der Kriegslazarett-Abteilung des 1. Armeekorps. Ccrbecke (Bezirk Eas'et). 'Wehrmann Jonas Bach in a n n, im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 57, zurzeit verwundet im Lazarett in Buch bei Berlin. Czarnikau. Unteroffizier Fabian. Düffetdorj. Joses El kan, Feld-Zahnarzt der Reserve-Division. Dr. med. Eugen Kaufmann, „Friburgiae Ghid. Nheno-Silesiae". Assistenzarzt im 3. Pionier-Bat. M. Heidemann, Asüstenzarzt bei der bayerischen Jnfanterie-Dioi'ion, Inhaber des Bayerischen Militärverdienstordens. Emmendingen (Baden). Kaufmann Fritz Falk, Leutnant der Reserve im württembergischen Landwebr Feldartille'. ie-Regiment N-. 1. Eschwege. Dr. med. Siegmund K a h n, „Badeniae Bavariae, Licariae", freiwilliger Arzt i. 3. 126. Kriegslazarett Abteilung. Frankfurt a. M. Osfiziers-Stelloertreter Arthur R o! ende i m e r. Dr. Rudolf M e y e r, Bataillons- und Assistenzarzt b'im Landwehr-Infanterie-Regiment Rr. 46. Architekt Richards K a u f f m a n n, Gefreiter in einem Infanterie-Regiment. Dr. * vbii. Erich Stam m, „Friburgiae Ghib. Spreo.", Unteroffizier im Infanterie-Regiment Nr. 46. Gilgenbnro. Ehemaliger Kriegsfreiwilliger, Kriegsinva'ide Hermann Grabowski. Gmünd. Unteroffizier H. H e i m a » n, im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 124. Granden». Assistenzarzt Dr. I a c o b s o b n. Hamborn-Brulhause'. Offiziers-Ste'loertreler Gustav I a n s e n. Heiveidrro. Rechtsanwalt Dr. Manfred Strauß, Offiziers Stellvertreter im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 40, zurzeit verwundet im Offiziers-Lazarett Breisach. Hugo Kauf m a n n, Unteroffizier im Landwebr-Jnfanterie-Regiment Nr. 40. Hildburgh rufen. Kriegsfreiwilliger Fritz Friedrich H e st. Hof. Arnold U n g e r, Offiziers-Stellvertreter, Prokurist der Garngrotzhandlung Emil Gasteyer. Iserlohn. Arthur Ketzler, Unterofiizie: im Infanterie-Regiment Nr. 132. Jntrosrtir. Unteroffizier Jakob Scheibe. Landsturmmann im Bat. Jauer V 23, 3. Komp., im Osten. Kattorott. Kriegssreiwiiliger-Gejreiter Siegmund U n g e r, zurzeit verwundet im Festnngshilfslazarett in Camstigall b.i Pillaii. Unteroffizier Moritz Mieszwinski. Kiek. Hermann K o h n, Funkentelegraphiemstr. beim Stabe eines Linienschiffes. Koppinitz O.-S. Unteroffizier G r ä tz e r.