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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-11 · 7 (11.2.1916) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
7 (11.2.1916)
Date
1916-02-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 104 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 7 Ter Advokatensgattin Marianne H erbat s ch e k wurde für Verdienste um die fre'.willige Kriegskrankenpflege die silberne Ehrenmedaille von. Roren Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen. Leutnant Alois Krankl. Alois Frankl, Leutnant des Infanterieregiments Nr. 72, im zivilen Berus Postbeamter, ist Besitzer der goldenen, der großen silbernen Tapferkeirsmedaille und des Signum laudis. Ueber die Erlangung dieser Auszeich-, nungen erzählt —- lvie ,.Egyenlöseg" berichtet — Leutnant Frankl ganz kurz. Die große silberne TapjerkeirSmedaille, welche er zuerst erhielt, wurde ihm für folgende Waffenrat verliehen: „Am 24. Dezember 1914," so erzählt er, „erhielt ich den Befehl, mir zwei Abteilungen die Nida zu übersetzen und dort den übermächtigen Feind' so lange auszühalten, bis die vorgeschobene Kompagnie entsprechenden Lukkurs erhielt. Kaum halte ich jedoch mir einer Abteilung die Brücke des Flusses überschritten, als das morsche Gebälk in der Mirte entzweibrach unb ich in starkem feindlichen Feuer mir einer Abteilung den Angriff begann und ihn so lange fortsetzte, bis die zurückgebliebene Abteilung die Brücke notdürftig herstellte und mir folgte. Durch unseren starken Angriff gelang es uns, beit Feind hinsichtlich unserer Stärke zu täuschen, und so hielten wir uns gegen die große Uebermacht nahezu 36 Stunden, bis ausgiebige Hilfe kam und wir eine bedeutende Anzahl Russen gesangennahmen." — Bezüglich der anderen Auszeichnungen ist Frankl noch wortkarger: „Die goldene Tapferkeitsmedaille erhielt ich ani 24. März 1915 bei. Uzsok für die Erstürmung eines 690 Meter hohen Hügels. Das Signum laudis erwarb ich mir während nuferes Vordringens gegen die Zlota Lipa." __ Aas Schreiben des Erzherzogs Josef an den Infanteristen Kah. Ludwig K a tz, Klempnermeister in Nagykaroly, ist seit der Mobilisierung Infanterist im k. u. k. Infanterieregiment 39. An der russischen Front wurde er schwer vcrtvundcl und kam nach seiner Genesung an die italie-i nischc Front. Hier wurde er mit einem Kameraden auf Patrouille ausgeschickt. Dabei stießen sie auf eine italienische Telegraphenleitung. K a tz durchschnitl die mit dem italienischen Kommando verbundene Delegraphenleitung und leitete in geschickter Weise den italienischen Draht in unsere Front. So erfuhren wir die Meldungen, welche die Italiener ihrem Kommando erstattet haben, und bereiteteil uns für den italienischen Angriff vor, den wir auch erfolgreich zurückfchlugen. Katz wurde für eine hohe Auszeichnung vorgeschlagen, aber er erhielt sie nicht, denn er bekam bei einem Sturmangriff einen Lungenschuß. Schwerkrank wurde er in das Rote Kreuz-sSpital nach Nagykaroly befördere. Bor seinem Abtransporte ersuchte Erzherzog Josef den Infanteristen K a tz, den er im Spitale hinter der Front besucht hatte, gleich nach feiner Ankunft irr Nagykaroly den Erzherzog über sein Befinden zu benachrichtigen. Auf den Brief erhielt Katz von Erzherzog Josef die folgenden Zeilen, welche in deutscher Uebersetzung wie folgt lauten: „Dem 39 er Soldaten Ludwig K a tz, Rotes Kreuz- Spital Nagykaroly: Mein heldenmütiger Sohn! Mit wahrer Freude erfahre ich, daß Deine Wunde sich so weit gebessert hat, daß 'Du außer jeder Gefahr bist. Daß Du zurückeilen willst aufs Schlachtfeld zu Deinen heldenhaften 39 er Kriegskameraden, das rvußte ich, denn ich kannte Eitch. Ich weiß es, daß Ihr alle nicht nur meine heldenmütigen Soldaten, sondern auch wackere Patrioten seid. Ich wünsche Dir auch fernerhin, baldige vollständige Besserung, und ich werde mich freuen, wenn Du gesund in den Kreis meiner geliebten Truppen zurückkehren wirst. Es grüßt Dich, mein Heldensohn, Erzherzog Jose f. Kriegsschauplatz, 7. Dezember 1915." Infanterist Katz ist seitdem, wieder hergestellt, zrl seinem Regimente zurückgekehrt. ' . Erzherzog Joses hat — so meint „Egyenlöfeg", dem wir diese Nachricht entnehmen — in seinen herrlichen Zeiten osfenbar auf die ungarisch-,jüdischen Soldaten hingedeutet, deren er in seinem berühmt gewordenen L-chreiben an den verewigten Max S z a b o l e s i in so warmer Weise gedacht hat. Auf dem Aelde der Ehre gefasten. Sehr geehrte Redaktion! Mein Sohn Wilhelm P ollak, im Privatberuf Zollbeamter bei der Firma Schenker & Comp, in Wien, diente als Gemusterter beim k. k. Infanterieregiment Nr. 72, 3. Feldkompagnie, ist feit Kriegsbeginn mit Italien an der dortigen Front, hat alle großen Jsonzoer Schlachten mitgemacht. Er wurde am 1. August verwundet, nach seiner Heilung zurück an die Front geschickt. Aut 1. und 2. Oktober meldeten sich mehrere Freiwillige, bei Nacht im größten Kugelregen Hindernisse zu legen, darunter auch inein Sohn. Das war fünfzehn Schritte vor den, Feinde. Am 4. Oktober erhielt er die belobende Anerkennung und eine Geldprämie, am 19. Oktober die bronzene Tapferkeitsmedaille. Am 3. Dezember bei einem Sturmangriff auf italienische Gräben ist nrein Sohn als erster seiner Kompagnie voran in den feindlichen Graben gesprungen, erhielt dabei einen Kopfschuß und fiel tor in den Graben hinein, welcher von der 8. Kompagnie erobert wurde. Den nächsten Tag wurde er mit allen militärischen Ehren als eitler utiserer Tapferen begraben. So schrieb mir sein Kamerad. Ihn betrauern feine alten Eltern und seine jüngeren Geschwister. Hochachtungsvoll Lazar Pollak, Wien, XX., Hannovergasse 17. Liste der in den WiMärspiM'ern von Wiskokcz verstorbenen jüdischen Kelden. Feldrabbiner Hermann S t r a usz stellt dem „Egyenlöseg" die amtliche Liste derjenigen jüdischen Soldaten zur Verfügung, welche in den verschiedenen Militärspitälern von Miskolcz den Heldentod starben. Offiziere: Robert Lackenbacher, k. u. k. 6. Infanterieregiment, Leutnant: Dr. Ladislaus Szego, k. u. k. Oberarzt: Desidcr Demeny, Tierarzt. Mannschaft: Salomon Leipteller, Landw.- Jnfanterieregiment 19: Adolf Schwarcz, Honved-Jnsanterieregiment 10; Jakob G r ünberg er, k. u. k. Jns.- Regiment 15; Berk Z i in rn e t, Leo B r u ck e r, Freiwillige, Artillerieregiment 17; Heinrich Hammermann, Albert Klein, Infanterieregiment 39; Josef Gr üüberger, Feldartillerieregiment 2; Moritz Weiß, Honved-Jnfanterieregiment 3; Armin Guttmann, Honved-Jnsanterieregiment 13; Mendel Zelikovicz, Honved-iJnfanterieregiment 12; Rudolf Löwy, Feldartillerieregiment 4; Menyhert Schneider, k. u. k. Jnfanterrieregiment 85; Elemer Böhm, k. u. k. Infanterieregiment 32; Moritz Gehe r, Landw.-Jnfanterieregiment 16; Jakob C z a s l e r, Houved-Jnfanterieregiment 10; En.il S o n -

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